Eine Pille für … gegen …

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„Haben Sie die Pille zum abtreiben?“

Das fragt mich das seltsame Duo das in der Apotheke steht. Die ältere Frau (50?) und der junge Mann (20-30).

Das heisst, eigentlich fragt nur die Frau – der Mann steht etwas belämmert daneben.

„Ah,“ sage ich „Wir haben die Pille danach … die ich unter bestimmten Umständen geben kann, aber …“ (die Formulierung war doch etwas seltsam, vielleicht meinen sie wirklich die Pille zum abtreiben, die gibt’s so nicht) „… wie lange ist es denn her seit dem Geschlechtsverkehr?“

„Es ist nicht für mich,“ sagt die Frau. „Und es ist jetzt etwa 3 Wochen her …“

Oh.

„Da bleibt ihnen nichts übrig, als mit der betroffenen Person zum Frauenarzt oder zur gynäkologischen Beratung zu gehen. Die Pille danach wirkt nur in den ersten 72 Stunden. Aber auch jetzt gibt es noch Möglichkeiten. Nur: sagen sie ihr, sie soll bald gehen.“

Man fragt sich manchmal, was für Geschichten und Schicksale hiner so (einfachen) Fragen stecken.

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4 comments on “Eine Pille für … gegen …

  1. sweetkoffie sagt:

    Das war ihr Sohn und sie sieht den armen Kerl schon lebenslang Alimente zahlen. Nö, das das der Kleine nicht verdient und vermutlich hat er auch noch ne Latex-Allergie ….

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    • turtle of doom sagt:

      An sowas dachte ich auch grad.

      In einem Chat laberte mich mal ein Typ an, der von mir wissen wollte, wie man beim Spital herauskriegt, ob seine „Freundin“ äh „Kollegin“ äh „One-Night-Stand“ tatsächlich die Schwangerschaft abgebrochen habe oder nicht.

      Denn sie hätte ihm dies so „versprochen“…

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  2. BayernChris sagt:

    ein schönes Lied aus Bayern, wenn es so stimmt wie vermutet…

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  3. martina sagt:

    Der Weg zum Gynäkologen wäre hier angebracht. Oftmals kann ein Beratungsgespräch bei einem Gynäkologen weiterhelfen. Hier wird ein Ultraschall durchgeführt, um die eventuelle Schwangerschaft bzw. Schwangerschaftswoche festzustellen. Dieses Beratungsgespräch ist meist hilfreich, weil Patientinnen durch die Informationen, die sie im Internet finden, oftmals verwirrt sind. Die Ärzte beraten gerne, aber beeinflussen nicht. Nach Feststellen der Schwangerschaft entscheidet die Patientin, welchen Weg sie gehen möchte. Patientinnen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben, können sicher sein, dass alle Daten vertraulich behandelt werden und nicht weiter gegeben werden.

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