Was darf es denn sein?

Wenn Sie ein Medikamente von ihrem Dauerrezept wiederholen müssen:

(Oder auch sonst, wenn sie in der Apotheke über Medikamente reden):

Optimale Methode, das Medikament zu bezeichnen: „Aspirin cardio“, „das Generikum vom Sortis“, „meine Verhütungspille“

Sub-optimal, aber immer noch akzeptabel: „Meine Schlaftablette“, „Mein Blutdruckmittel“, „Ato.. Atro…vas..atin?“

Unakzeptabel: „das einzige Mittel das sie bei mir im Computer haben“ (es ist nie nur eines), „Das Medikament, das mein Neurologe gefaxt hat – (gefolgt von) Oh, ich weiss seinen Namen nicht mehr …“, „Das Mittel für’s Herz“ (gegen den hohen Blutdruck? Das Antiarrhythmikum? das Cholesterinmitel? Der Blutverdünner?)

Da könnte ich schreien: „die rote Pille, von der ich keine mehr habe.“ „Die, die ich täglich nehme“, „Eine von den weissen, runden“ …

38 Kommentare zu „Was darf es denn sein?

  1. Ich stand vor ein paar Tagen auch in der Apotheke, ich wusste, was ich will – aber MIR FIEL DER NAME NICHT MEHR EIN (obwohl ich es ja regelmäßig kaufe)!
    Gut, dass ich es im offenen Regal hinter dem Tresen entdeckte (Buscopan) … Weil – der Apothekerin wären noch einige andere Sachen, die sie mir ersatzweise anbieten kann, eingefallen… :D

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    1. Normalerweise sind wir ziemlich gut im herausfinden, *was* denn gesucht ist.
      Also wenn du beim Buscopan sagst: na, die grün-silberne Packung, aber nicht die gegen Durchfall, sondern gegen Krämpfe … und schon wissen wir es :-)

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        1. Habe ich einmal gemacht (auf einem Flug) – danach war ich für Stunden für nichts mehr zu gebrauchen …
          lieber ärger ich mich und bin noch einsatzfähig.

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    1. In dem Fall zück ich die „Gelbe Liste“, ein Buch mit den realgroßen Abbildungen von ca. 10.000 Arzneimitteln. „Schauen Sie mal bitte hier und zeigen Sie auf die, die Sie meinen!“ :-D

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      1. funktioniert es?
        Eine Bekannte von mir arbeitete in der Universitätsbuchhandlung. Da wurde gerne mal „das blaue“ oder „das gelbe“ Buch bestellt. Autor, Herausgeber, Titel, Fehlanzeige. Sie zeigte dann auf eine Wand mit ca 4qm blauen Büchern oder auf die Wand mit allen gelben (reclam) Heften und die Leute waren immernoch uneinsichtig, dass DAS Buch nicht so einfach zu finden ist

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        1. *hihi* Natürlich funktioniert das nicht. Ich will ja damit dem Patienten im zweifelsfall nur begreiflich machen, wie schwer sein Ansinnen „die kleine weiße runde Tablette wars“ umzusetzen ist. ;-) [Im Zweifelsfall und mit Rätselraten kommt man zum Schluss auch ein Arzneimittel raus, welches in schwarz-gelben Steckkapseln ausgeliefert wird.]

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  2. Und ich bräuchte mal wieder alles. Vom Kardiologen hab da so’n rotes Spray verschrieben bekommen und vom Urologen so blaue, rechteckige Tabletten. ;)

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    1. Also … ich weiss jetzt bei beidem, was das sein soll … und ich würde das nicht zusammen abgeben wollen! (Tödliche Wechselwirkung irgendwer?)

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        1. Naja, wenn ich nach der blauen Tablette zeitnah das rote Spray brauche kann das noch nett für ihn sein. Nur ist der Sicherheitsabstand, den ich kenne, mit 72 Stunden veranschlagt bevor man das jeweils andere wieder nehmen darf.
          @Pharmama, das die Kombination nicht wirklich zu empfehlen ist, ist mir durchaus bewusst.

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    2. Ach, alle sind immer so negativ. Der Kardiologe hat die Zahnfleischentzündung gesehen nachdem er vom Mundgeruch fast niedergestreckt wurde, und kopfschütteld gleich „Hexoral Spray“ empfohlen…

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  3. ich hätte gerne meine medizin, die war in so einer braunen flasche….
    das hab ich wirklich mal von einem kunden zu hören bekommen, half mir nur leider nicht wirklich weiter…

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    1. „Da gibt es verschiedene…“
      „Ja, ich hätt gerne Ratiopharm 500“
      (gut, das grenzt es zumindest etwas ein :) )

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  4. Das sind genau die gleichen Leute, die sich vor die Wursttheke stellen und sagen „Ich hätt gern Wurst“..Oder der Arzt, der anruft und sagt, „ich hätt gern mal den Leberwert gewusst“..Welcher Analyt? welcher Patient? Man weiß es nicht.

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    1. Der Arzt ruft doch bei der Wursttheke an, um den „Leberwert“ zu erfahren: Also wieviel Leber steckt wirklich in der Leberwurst, und wie teuer sind zur Zeit 100g? Fee, mehr Kreativität am Arbeitsplatz. ;-)

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  5. Ich liebe die Kunden bei uns in der Bibliothek, die mich fragen „Haben Sie ein Buch?“ – meine Standardantwort „Eins? Tausende!“
    (gemeint ist immer: „bitte empfehlen Sie mir ein Buch“)

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    1. Ich glaub irgendwann hat ein Buchhändler mal ein Buch verfasst wo es darum ging mit welchen Beschreibungen die Leute zu ihm gekommen sind und um welche Bücher es sich dann tatsächlich gehandelt hat … sehr amüsant ^^

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  6. „Bin ich hier richtig für die Bar-Fee?“ hab ich mal gehört. Gemeint war die BAföG-Stelle im Hause (Ausbildungsförderung für Schüler und Studenten- für die Nicht-Deutschen). Immerhin- zuständig war eine KollegIN, die dann für einige Zeit einen neuen Namen trug.
    „Ich würde gern einen Antrag stellen“
    „Was möchten Sie denn beantragen?“
    „Für mein Kind, das ist im Heim“ Ah. Wir kommen der Sache näher.
    „Und wie ist der Name?“
    “ Der heißt Kevin“
    Wie auch sonst.

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  7. …noch besser war die Dame, die, nach dem Namen des Kindsvaters gefragt, verkündete, es handle sich um die Frucht eines Online-Standings.
    Ah.

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  8. Das erinnert mich an meine Arbeit als Lizenzmanager, wobei ich für alle Produkte (viele!) von Firma XYZ verantwortlich bin. Anfrage: „Ich bräuchte eine Lizenz für XYZ.“

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  9. Suboptimal, aber noch akzeptabel passiert mir auch öfters: Ich möchte bitte das Venlafaxan abholen das ich bestellt habe. Apothekerin: Sie wollen also ihr Venlafaxin? Oder zum Arzt sagen ob er einem noch einmal Budenosid verschreiben kann, nach kurzem Blick auf die Akte bekomme ich natürlich das gewünschte Budesonid. Wenn ich schon weiß, dass das Medi evtl. nicht vorrätig ist bin ich inzwischen schlauer: Anruf, Durchgabe des genauen Namens auf dem Rezept mit Dosis und Packungsgröße und dann die „Betriebsstättennummer“ meiner Kasse durchgeben, damit die Apothekerin weis von welcher Marke sie es aufgrund des Generikavertrags in diesem Fall genau bestellen muss. Dann ist auch dass vorhanden was ich brauche wenn ich das nächste mal in die Apo gehe.

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  10. Wieso ist eigentlich „meine Verhütungspille“ optimal, „mein Blutdruckmittel“ aber nicht?

    Apotheker sind ja zum Glück schlau …
    „Es ist eine Salbe und es kann sehr warm werden“ hat letztens bei mir auch funktioniert

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