Geschmacksrichtungen

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In den USA gibt es die Möglichkeit Antibiotika-Sirupe vom Apotheker mit Aroma versehen zu lassen. Das geht von den normalen Geschmacksrichtungen (Erdbeer, Orange, Vanille  …) bis zu exotischerem, wie zum Beispiel: Rind, Hühnchen oder Thunfisch. (Siehe Bild oben). Gut, wenn ich es richtig verstanden habe, sind die eigentlich für Tiermedikamente gedacht, aber man *kann* das natürlich auch für Menschen brauchen. So ein Antibiotika-Sirup mit „Red Angus Beef“-Geschmack hat doch was männliches an sich ;-)

Das mit dem Aromatisieren fände ich auch hier noch lustig. Geben tut es verschiedene künstliche Aromen zum zugeben nämlich schon. Im Galenik Praktikum habe ich mal von allen ein paar Mini-Fläschchen (die vom Gaschromatographen) abgefüllt – zum Probe-riechen …  (fein!).

Wie darf euer Medikamenten-Sirup denn schmecken, wenn ihr wählen könntet?

35 Kommentare zu „Geschmacksrichtungen

  1. Wenn ich wählen kann, nehme ich Tabletten und verzichte auf Sirup mit irgendeinem künstlichen Aroma ;) Meistens kommt der Grundgeschmack ja doch noch durch den gewünschten Geschmack mit durch und sorgt dafür, dass die Mischung einfach nur gruselig schmeckt… auf gar keinen Fall dürfte jedenfalls für mich künstlicher Erdbeergeschmack drin sein, daran habe ich fürchterlichste Erinnerungen aus Kindertagen, als ich noch keine Wahl hatte ;) Ekelhaft.

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    1. Genau wegen dem seltsamen Grundgeschmack aromatisiert man das Zeug auch. Manchmal gibt es aber nicht die Möglichkeit Tabletten (zum Beispiel bei extremen Schluckproblemen wenn der Hals zugeschwollen ist).

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      1. Das dachte ich mir schon, aber ich bleibe dabei: Lieber nur den seltsamen Grundgeschmack als eine Mischung aus ungutem Grundgeschmack und irgendetwas anderem, was zusammen dann halt auch nicht nur nach dem Aroma schmeckt sondern meist nur ekliger wird. Moviprep wäre für mich zB nur halb so schlimm zu trinken gewesen, wenn es einfach nur salzig gewesen wäre, statt in den Geschmack noch Zitrone zu mischen, aber das ist ja auch noch mal ein anderes Kaliber….

        Ich glaube trotzdem, dass ich im Zweifelsfall einen unaromatisierten Sirup vorziehen würde, wenn Tabletten keine Option sind.

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  2. Mein Problem mit den süßen Aromen ist, dass sie *zu* klebrig-süß schmecken – und künstlich obendrein.
    Wie Amy schrieb, kommt der eigentliche Geschmack eben leider doch durch, was es nicht besser macht.
    Prinzipiell aber Karamell, Banane oder – Käse!

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  3. Alles, was ich bisher an (vom Hersteller) angeblich schmackhaft aromatisierten Medikamenten genomme habe war absolut grauenhaft. Da ist mir der pure Geschmack des Zeugs lieber. Runter damit und gut ist. Bei Kindern mag das anders sein, aber da müsste man wirklich deutlich bessere Ergebnisse bringen.

    Am allerschlimmsten fand ich eine Abführlösung (Movieprep) vor einer Koloskopie, von der ich glaube ich 3 Liter oder so trinken sollte, und die angeblich nach Zitrone schmecken sollte. Das Zeug war so ekelhaft, dass ich nach der 2. Portion Mühe hatte, es drin zu behalten. An Zitronengeschmack hab ich da als allerletztes gedacht. Wegen der doch recht beträchtlichen Mengen an Natriumsulfat, Natrium- und Kaliumchlorid, ergibt sich zusammen mit den Aromen und den Süßstoffen ein absolut ekelhafter Geschmack ,und ich bin mir nicht sicher, ob ich es ohne Aromen nicht leichter runtergekreigt hätte.

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  4. Hmm, irgendwas, was man auch sonst 3x am Tag zwei Wochen lang runterkriegen würde? Ich glaube, Thunfisch scheidet da aus für mich…
    Irgendwas Süßes ist schon nicht schlecht. Wie wäre es mit Lakritz, das dürfte so ziemlich jeden miesen Nebengeschmack verdecken? Oder Oreo-Keksgeschmack!

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  5. Oh ja, Anis. Da erinnert dann an Ouzu. Wobei: wenn dieser gruselige Grundgeschmack durchkommt, dann besser gar nicht aromatisieren. Sonst macht man sich die schönen Erinnerungen an den (Aroma-)Geschmack kaputt …

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  6. Ich frage mich gerade, ob man nicht kurzfristig einfach das Riechzentrum und die Geschmacksknospen abschießen kann.
    Also im Prinzip, das Problem von der anderen Seite angehen…

    Dann könnte man alles runterwürgen. :-)

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  7. Also ich hab als Kind den Antibiotika Sirup mit Erdbeergeschmack regelmässig erbrochen, weil der so eklig war. Ich glaube ohne Geschmack wäre besser gewesen..

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  8. Das Chicken würde ich gern probieren, an zweiter Stelle käme Thunfisch und dann Rind. Ich glaube, mit „salziger“ Assoziation bekäme ich das Zeug leichter runter als mit all den grausigen Pseudo-Süss-Geschmacksrichtungen.

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  9. Je nach zu übertünchendem. Salzig: Paprikachips. Käse wäre geil, schmeckt als Aroma aber IMMER muffig. Bitter: Kaffee oder Lakritz. Süß: sollte kein Problem sein. Sauer: vernünftige Zitrone

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  10. Pur oder ungesüßte, sehr scharfe Minze, Eukalyptys oder Menthol, eventuell auch Habanero, aber ich fürchte sie würden den Schärfegrad abmildern.
    Aber süß darf es auf gar keinen Fall sein, da habe ich sehr schlechte Kindheitserinnerungen an einen besonders knatschsüßen Sirup, den ich manchmal bekommen hab, der Name klang irgendwie wie Lewilack, falls das jemand kennt. Das Zeug war echt eklig, dagegen ist jeder Hustensaft lecker….

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  11. Nachos bitte. Oder normale Kartoffelchips ungarisch gewürzt. Oder Marzipan.
    Da macht das Medis einnehmen doch endlich mal Spaß :-D

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  12. Ich würde es wirklich begrüßen wenn es in Europa möglich wäre den Geschmack von Medikamenten nachträglich hinzuzufügen, ich habe als Kind alle mit Erdbeer oder Vanille aromatisierten Medikamente einfach nicht unten behalten…… und dummerweise ist das mehr als die Hälfte.

    Heute würde ich wahrscheinlich wenn ich die Wahl hätte durchaus zu den Fleisch-Aromen tendieren…..ich mag eigentlich keine Süßspeisen aber salzig – pikante Snacks sind eine große Versuchung.
    (Bei dem Thema…. warum gibt es nur so wenige nicht pick-süße Getränke wenn man keinen Alkohol trinken will……)

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  13. Das Problem ist genauso simpel umrissen wie schwierig zu lösen: Viele antibiotische Wirkstoffe sind gnadenlos bitter, zum Teil auch erst im Nachgeschmack. Nun gibt es nicht viele Geschmäcker, die „bitter“ überdecken können – denn zu „bitter“ und „salzig“ gibt es kein Gegenteil, so wie bei „sauer“ mit „süß“. Der Geschmack der Wahl, der von den meisten Kindern (und auch Erwachsenen) so halbwegs akzeptiert wird, um dieses „bitter“ halbwegs zu überdecken und erträglich zu machen, ist „Himbeere“. Um es mal so auszudrücken: Es wird allein für Arzneimittel weltweit mehr Himbeeraroma verbraucht, als Himbeeren produziert werden. [Und ein Teil dieser Himbeeren will man ja auch noch unverarbeitet essen.]
    Andere Geschmacksrichtungen werden im Durchschnitt der Bevölkerung noch weniger akzeptiert. „Kaffee“ kann ich wohl klein(st)en Kindern kaum antuen – und so bitteren Kaffee – wie „Cefuroxacim“ schmeckt – würde sowieso niemand trinken wollen. „Lakritze“ ist noch schlimmer: Die einen essen sie, bis die glucocortikoide Nebenwirkung einsetzt, die anderen bekommen schon beim Gedanken daran Magenkrämpfe. „Alkohol-identsche Aromen“ kann ich keinem ehemaligen Alkoholabhängigen geben, ohne einen potentiellen Rückfall zu riskieren. „Fleisch-Aroma“ würde Vegetarier zumindest auf die Ölpalme treiben.
    Bleibt die Frage, was einem Hersteller übrig bleibt zur Aroma-Auswahl: Natürlich das, was die meisten Bevölkerungsmitglieder halbwegs akzeptieren. Und das sind nun einmal Himbeer und Erdbeer.

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  14. Das ekelhafteste Aromazeug war vor ein paar Jahren mal der „Erdbeer“-Zusatz der Abdruckmasse beim Zahnarzt- und mit dem Mund voll Zeug sollte man besser nicht würgen.

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  15. Bei Antibiotikasäften erinnere ich mich nur an einen im Alter von 16 Jahren, Geschmacksrichtung unbekannt, unwichtig, verdrängt.

    Künstlicher Kirschgeschmack ist gruselig, Erdbeer schwankt zwischen sehr lecker und sehr eklig.
    Lakritze allerdings… omnomnom! :)

    Mit Moviprep hatte ich bisher noch nicht das Vergnügen, bin allerdings von Movicol Schoko schwerst begeistert gewesen.
    Bei durchsichtigen Flüssigkeiten mit anders-als-Zitronen-Geschmack bin ich von Natur aus skeptisch (Sieht nach nix aus, soll aber ein Kirschgetränk sein? Macht es rot und ich kann mir wenigstens einbilden, dass das Zeug mal Kontakt zu einer Frucht hatte…), aber die angerührte Lösung fand ich wirklich lecker.
    Leider wurde es als Großpackung nicht von der Krankenkasse übernommen und ich musste zu irgendwas zitronigem wechseln. Geht auch, aber wenn ich wählen könnte wüsste ich was ich lieber hätte ^^

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