Ah Bäh.

Der Kunde hält meiner Kollegin die Hand hin zur Begrüssung.

Die Drogistin nimmt die Hand (etwas erstaunt) und schüttelt sie – es ist bei uns nicht üblich, sich in der Apotheke zur Begrüssung die Hand zu geben – höchstens noch macht man das bei gut bekannten Kunden.

Der Kunde sagt dann: „Und, haben Sie mir etwas dagegen?“

Drogistin: „Gegen?“

Kunde: „Das …! „ und zeigt ihr noch einmal die Hand, die ein ziemlich übles Ekzem drauf hat.

Drogistin (leicht angeekelt): „Das schaut sich lieber die Apothekerin an.“

… ich bediene ihn dann weiter, während meine Kollegin sich nicht allzu diskret die Hände desinfizieren geht. Und ich verstehe sie gut – der Mann hat ihr die Hand nicht hingehalten wie ‚schauen Sie das mal an’ – sondern wirklich so, wie man jemandem die Hand hinhält. Ich würde sagen er hat sie reinlaufen lassen – und das war … sehr unfein.

Viel besser ging es auch bei mir nicht weiter. Wie es aussieht, war er damit schon bei verschiedenen Ärzten, keiner weiss genau, was es ist (zum Glück aber wohl nichts ansteckendes), ausprobiert hat er schon „Alles“ (Eigenaussage) – und wahrscheinlich läuft er nur darum damit von Apotheke zu Apotheke um zu schauen, was ihm empfohlen wird.

Schwarzteewickel in meinem Fall – wenn er sonst schon alles ausprobiert hat.

(Wie das geht poste ich heute mittag- für die Interessierten).

12 Kommentare zu „Ah Bäh.

    1. Du hättest den Blick meiner Drogistin beim Desinfizieren sehen sollen. Wenn der nicht ankam, nützt auch nichts anderes.

      Like

  1. *So* hat mein Mann das sicher nicht gezeigt, aber er hatte auch monatelang ein Ekzem in der Handfläche. Lapidare Erklärung des Arztes (nachdem Pilz ausgeschlossen war) „ist wohl Neurodermitis“ – ich glaube, damit schafft er sich die Patienten vom Hals, wenn das Zeug erst mal einen Namen hat…
    Hier hat übrigens einfach konsequentes Eincremen geholfen. Vielleicht ja doch Neurodermitis ;-)
    (die gleichzeitig auftretende Gelbfärbung der Handflächen kam übrigens weder von Leber noch von Pankreas, sondern von überreichlichem Karotten-Genuss *g*)

    Like

    1. Wenn hier die Dermatologen nicht weiterwissen, gibts immer die Dreifachkombi: Glucocorticoid, Antimykotikum, Antibiotikum in einer Creme… nach dem Motto „irgendwas wird schon helfen“… ;)

      Like

      1. Jo, kenne ich. Und ich wette, diese Dermatologen nerven sich momentan ziemlich, ist das Triderm bis mind. Mitte Jahr nicht lieferbar.

        Like

  2. Gibt es eigentlich Warzen, bei denen man *alles* ausprobieren kann, und sie vergehen einfach nicht?

    Naja, Hauptsache hatte deine Drogistin nicht mit Szent Jobb zu tun, diese Hand sieht etwas… modriger aus. ;)

    Like

    1. Also so normale Warzen zB. an den Fingern? Beinhaltet „alles“ auch „mit farblosem Nagellack einpinseln“? Das habe ich als Teenager gemacht… (erfolgreich, ist aber vermutlich nichts, was ein Apotheker raten darf).
      War einfacher als das Mittel, das meine Mutter empfahl: einen Baumwoll-Bindfaden bei Vollmond (oder Neumond?) unter der Dachtraufe vergraben, wenn der Faden vermodert ist, ist auch die Warze weg *g*.

      Like

    2. Ja, die gibt es tatsächlich und auch gar nicht so selten. Manche Warzen wollen einfach nicht gehen und wenn selbst besprechen (ja, wirklich!) nicht hilft, dann hilft abwarten. Lange.

      Like

    3. „Abwarten“ bei Warzen durchaus eine valable Methode :-)

      Alternativ: Klebeband drauf (nur auf die Warze, also ausschneiden) und regelmässig wechseln. Hilft anscheinend auch.

      Like

      1. Mit Klebeband meinst du so etwas wie Sport-Tape?

        Der Zinkkleber dort drauf dürfte schon dematologisch wirksam sein…

        Like

Hinterlasse eine Antwort zu irene Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..