Wääääh!

Amerika – wo der Kunde noch König ist und Apotheken noch Packungen retour nehmen…

Ein CVS Angestellter in Jacksonville, Californien, ist aufmerksam geworden, nachdem ein Mann zum wiederholten Male eine Packung mit Einläufen kurz nach dem Kauf zurückgebracht hat. Zwischen April und Juni mindestens 4 Packungen – augenscheinlich ungeöffnet.

Diese wurden dann ins Regal zurückgestellt, um sie weiter zu verkaufen.

Der misstrauisch gewordene Angestellte hat das frisch zurückgebrachte 6er Pack mit Einläufen geöffnet und dabei gefunden, dass sie offenbar gebraucht wurden – und die Packung danach wieder zugeklebt wurde.

Einläufe oder Klistiere sind Flüssigkeiten, die zur Anwendung im Darm gedacht sind – wenn man verstopft ist.

Der Angestellte hat dann die anderen Packungen auf dem Regal auch geöffnet und auch davon waren 3 gebraucht. Die Packungen wurden untersucht … und man hat tatsächlich Fäkalienbestandteile (lies: Scheisse) darin gefunden.

Beim nächsten Retournierungsversuch des Mannes wurde dann die Rücknahme verweigert und seine Identität durch die Autonummer festgestellt. Der Mann wurde später verhaftet – allerdings nicht wegen dem, sondern weil auf ihn ein Haftbefehl wegen etwas anderem lief. Erst dann ging man mit der Geschichte an die Öffentlichkeit. Man bittet jetzt Personen, die das Produkt gekauft haben während der Zeit, es zurückzubringen.

… und das ist der Grund, warum man 1. Keine Medikamente zurücknehmen sollte (und auch keine Medizinprodukte …) und 2. Die dann nicht mehr zurück ins Regal / in die Schublade macht zum weiterverkaufen.

Wäääh!

Quelle (und andere)

20 Kommentare zu „Wääääh!

  1. igitt … würg … schüttel

    Leider reagieren manche Kunden pampig und mit blankem Unverständnis, wenn wir nichts zurücknehmen …

    Bis ich dann frage: „Oder wollen Sie etwa ein Medikament haben, das schon jemand anderes zuhause hatte oder ein paar Tage im Auto herumgefahren hat ?!“

    Dann sind die meisten Diskussionen beendet :-)

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  2. Der hat die doch so oft zurückgebracht, weil er seine eigenen „refill“ Einläufe erhalten hat – das ist gelebtes Recycling ;o)

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  3. Brrrrrr, schauder….
    Entweder war die Apotheke ziemlich fahrlässig, oder der fiese Kerl hat sich ziemlich geschickt angestellt. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach nicht zerstörungsfrei zu öffnenden Packungen immer weiter steigt, nicht nur bei dem Betäubungsmitteln.

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    1. Ja … Aber, wenn ich recht gelesen habe, war das eigentlich eine solche Packung. Der Mann hat sie auf der Unterseite geöffnet und danach wieder zugeklebt. Bei der Rücknahme sah sie dann ungeöffnet aus …

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      1. Es gibt da verschiedenste Systeme. Ich nehme mal an, die Packung war nur verklebt. Das ist ein kleiner Schutz, lässt sich aber mit einem Messer recht einfach manipulieren.
        Mittlerweile gibt es es sehr clevere Systeme, die kaum ohne sichtbaren Schaden zu überwinden sind, z.B. Sicherheitetiketten, die einmal entfernt einen Rüstand hinterlassen und Spuren am Etikett. Oder sich beim Verschließen derart verhakende Packungen, die beim Öffnen zwangsweise einreissen.

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    1. Dort gibt es ja auch relativ viel Medikamente auf den Regalen im Supermarkt. Hast Du mal von den Problemen gehört, die sie vor einigen Jahren hatten, als jemand Paracetamol Tabletten vergiftet hat und damit eine Supermarktkette erpresst hat? Die Packung stand dann auch einfach im Regal … War wohl aber selbst hingestellt, nicht vom Personal.

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      1. Irgend so eine Story hatte ich im Hinterkopf.

        Man muss sich das mal vorstellen: Der Typ hätte irgendwas ätzendes in die Klistiers füllen können, wenn nicht gar etwas wirklich giftiges. Bei Tabletten ist das ja noch einfacher.
        Nee, also da geht mir die „Kundenfreundlichkeit“ zu weit, das müsste auch jeder Kunde verstehen…

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      1. @B.Cottin: mit „ich brauchte sie dann doch nicht“ – schätze ich mal.
        @sakasiru: weil sie unten geöffnet und wieder zugeklebt wurde – die kann man, ohne sie aufzureissen nicht einfach öffnen.

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        1. Also das auf dem Bild ist ein Pappkarton, der normalerweise maximal einen kleinen Kleber über der Einstecklasche hat. Und da man diese Kleber relativ leicht ab- und wieder dranmachen kann, würd ich da schon erst mal reingucken, wenn es schon keine „kein Umtausch“- Weisung für solche Produkte gibt. Ich wäre als Verkäufer vielleicht nicht davon ausgegangen, dass der Kunde die Dinger BENUTZT hat, aber dass nur der halbe Inhalt zurückgegeben wird kommt doch relativ häufig vor. Ich kenne das auch so aus (nicht-Apotheken-)Läden, so lange etwas nicht originalverschweißt ist, werden Kartons erstmal aufgemacht.

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  4. Ich durfte in der Apotheke mal die geöffneten Muttermilchbeutel zurückgeben. Die mussten extra für mich bestellt werden, auf meine Beschreibung hin. Die Dame war sich ganz sicher, dass es nur die einen sein können und keine anderen. Meinen Vorschlag, ich könne im Internet nach der PZN schauen, fand sie unnötig. Und dann holte mir jemand die Bestellung ab und ich öffnete sie sogleich und siehe da – ein völlig anderes Produkt als das von mir gewünschte. Wurde von der Apotheke ohne Diskussion zurückgenommen. Aber vermutlich landete es nicht wieder im Regal, sondern im Regal „Abschreibungen“.

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  5. Ab heute steht auf Klistierpackungen in Amerika: „Please don’t return to your pharamcy after usage“ oder „For Personal usage only“ ooooder „Please don’t share with strangers“

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  6. Kenn ich aber auch…. wollte mal ein Kunde 2 Schachteln Lariam (Mittel zur Vorbeugung von Malaria) 6 Monate nach Kauf zurückgeben, weil er sie in den Tropen ja nicht gebraucht hat.
    Meine Frage, ob ER denn gebrauchte Tabletten kaufen wolle, beantwortete er kompetet mit: „Also MIR verkaufen Sie bitteschön nur NEUE Ware! Aber allen anderen können SIe dann doch die gebrachten geben!“

    Leute gibts halt……

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