Wie die Zeit vergeht …

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ticktack

Medikamente kann man nicht retournieren in die Apotheke, wenn sie einmal draussen gewesen sind ist auch unsicher, wie sie in der Zwischenzeit aufbewahrt wurden, die kann ich dann häufig nicht mehr weiter brauchen sondern nur noch entsorgen. Bei Kosmetikprodukten sieht es etwas anders aus. Die grossen Firmen mit den wohltönenden Frauennamen nehmen noch Retouren – verlangen aber bei Kundenretouren zum Beispiel wegen Allergie oder derartigem inzwischen ein ganzes A4 Formular mit allen möglichen Angaben zu Kunde und Produkt und Problem, ansonsten bekommt man als Drogerie/Parfümerie/Apotheke auch dafür gar nichts mehr.

Wir sind trotzdem sehr grosszügig, was so Kosmetik- und Körperpflege-Produkte angeht, aber … das hier war dann doch ein bisschen zuviel:

Im späten Abendverkauf kommt einer unserer Stammkunden herein; Herr Tid. Inzwischen bin ich mit Donna alleine, aber da er sowieso meist ein medizinisches Problem hat, respektive mit Rezepten vorbeikommt, nehme ich ihn.

Mit dabei hat er einen grossen Papiersack, den er neben sich auf die Theke stellt und mir folgendes erzählt:

Herr Tid: „Letzten oder vielleicht auch vorletzten Sommer habe ich dies hier gekauft …“

er zieht eine Packung Veet Easyspray aus der Tüte.

„Und die sprühen nicht richtig, sie sind defekt … kann man da irgendetwas machen? Die sind noch ungebraucht, die meisten.“

Pharmama: „Hmm … Mal sehen …“

Letzten oder vorletzten Sommer ist doch etwas her – aber wenn sie defekt sind … vielleicht kann ich schauen an was es liegt (gelegentlich ist die Düse nur verstopft und lässt sich mit warmem Wasser wieder zum sprühen bewegen, oder sonst muss ich bei der Firma anfragen, vielleicht sind die auch nach der Zeit kulant und tauschen das aus, da defekt …

Ich schaue den Spray an und was mir zuerst auffällt ist, dass der deutlich gebraucht wurde: Produktspuren um die Düse.

Pharmama: „Okay, der hier ist ja gebraucht, vielleicht kann ich mit etwas …“

Er zieht mir den Spray aus der Hand, greift in den Sack und zieht 2 ungebrauchte (oberer Teil auch noch eingepackt in Folie) heraus.

Herr Tid: „Die sind noch alle ungebraucht! Ich habe noch mehr im Auto.“

Das stimmt, so wie sie aussehen. Nur … als ich sie umdrehe, fällt mein Blick auf das Verfalldatum. Wir haben Mitte 2017. Der eine Spray ist Ende 2016 abgelaufen, der andere 2015.

Pharmama: „Oh, die haben sie von uns? Die sind beide abgelaufen, da kann es gut sein, dass die nicht mehr so gut sprühen wollen.“

Ich meine … ich will ihm nichts unterstellen, es kann vorkommen, dass wir Produkte mit knappem Verfall auch an Lager haben. Andererseits … irgendwie kommen mir die Sprays nicht sehr bekannt vor.

Ich lese den Strichcode im Warensystem ein.

Es kommt gar nichts.

Seltsam.

Ich tippe es von Hand ein.

Veet Easyirgendwas kommt, aber kein Spray.

Ich suche schrittweise, da ich weiss, das unser System Produkte, die ausser Handel sind aus der direkten Ansicht löscht. Und finde …

Pharmama: „Oh. Ja. Die sind tatsächlich ausser Handel. Sie werden nicht mehr hergestellt seit … 2010.“

Er steht jetzt etwas peinlich berührt da, aber bei mir siegt die Neugier und ich schaue noch, wann die bestellt wurden.

„Und bestellt wurden 10 davon im Sommer 2009.“

Kleine Pause.

„Ja, das ist doch etwas zu lange her. Sie sind abgelaufen und werden auch nicht mehr hergestellt, die tauscht mir auch die Firma sicher nicht mehr um.“

Herr Tid: „Dann kann ich sie nicht zurückgeben?“

Pharmama: „Doch. Ich werfe sie für Sie weg, wenn Sie möchten. Umtauschen geht da leider nicht, auch wenn sie nicht verwendet wurden.“

Er packt seine Sprays wieder ein, verabschiedet sich und geht mit seinem Sack voller abgelaufener, wahrscheinlich nicht mehr funktionierender Haarentfernungssprays.

Donna arbeitet derweil im Kosmetikbereich weiter. Ich gehe zu ihr und frage sie, ob sie das mitbekommen hat. Hat sie gar nicht, also erzähle ich es ihr. Erstaunlicherweise erinnert sie sich: „Das war der eine Sommer, in dem er so viel gekauft hat. Das ist schon 8 Jahre her? Ui.“

Ja, wie die Zeit vergeht…

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Umtausch / Retouren von Medikamenten (Sampler)

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Öfters gestellte Frage: „Was ist eigentlich, wenn ich ein Medikament in der Apotheke bekommen habe, es dann aber doch nicht brauche – kann ich es dann zurückbringen?“

Für Medikamente, die auf Rezept abgegeben wurden ist die Gesetzgebung sehr deutlich: So steht es z.B. auch auf der Seite der Santesuisse (der Vereinigung der Krankenkassen):

Darf der Arzt/Apotheker ein Medikament, dass vom Patienten „ungebraucht“ retourniert wurde, dem Patienten voll in Rechnung stellen?

Nach erfolgter Abgabe weiss der Arzt/Apotheker in der Regel nicht, was mit dem Medikament in der Zwischenzeit geschehen ist. Es könnte schädlichen Einflüssen ausgesetzt worden sein (blieb beispielsweise lange an der Sonne liegen usw.). Aus Gründen der Qualitätssicherung darf daher ein solches Medikament nicht mehr zurückgenommen werden.

Das (ungebrauchte) Medikament wird dem Patienten voll in Rechnung gestellt. Ein Weiterverkauf ist nicht HMG (Heilmittelgesetz) – konform.

Also, das einzige, was ich mit so einem Medikament noch machen kann ist … es entsorgen.

Aber auch, wenn es sich nicht um Medikamente sondern um Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, medizinische Hilfsprodukte oder ähnliches handelt … ich bin einfach nicht dafür, alles einfach so umzutauschen, nur damit der Kunde zufrieden ist.

Natürlich ist die Kundenzufriedenheit wichtig … und wenn es einen triftigen Grund für die Retoure / den Umtausch gibt, dann mache ich das auch gerne. Darunter fallen z.B. Allergie gegen die Hautcreme, Defekte Produkte, das Verfalldatum ist zu knapp, das Produkt ist Verfallen verkauft worden (sollte zwar wirklich nicht passieren, aber … eben), manchmal auch noch: es wurde das falsche Produkt gekauft (und das alte ist ungeöffnet, sieht noch einigermassen aus und das ist nicht ewig und drei Tage her…), sogar wenn dem Kunden aktiv etwas empfohlen wurde und es nicht „das richtige“ war … das ist alles ok. Ausserdem sollte das Produkt auch nachgewiesen von uns sein … dazu gibt es Kassabons und die Preisetikette auf der Packung.

Und dann gibt es die Situationen, wo ich finde, dass ein Umtausch einfach nicht angebracht ist. Wenn man immer alles macht …das ist doch nur ein weiterer Schritt, dem Menschen die Eigenverantwortung abzusprechen. Ich meine … wenn das Problem eindeutig nicht bei mir oder dem Produkt selbst liegt, wieso soll ich und das Geschäft dann den finanziellen Verlust dafür tragen?

Also: kein Umtausch …

Wenn der Geschmack nicht so ganz ankommt – oder machen Sie das beim Käse im Supermarkt auch so?

Von Produkten, die vor über einem Jahr extra für den Kunden bestellt wurden und die man sonst nicht mal an Lager hat,

Wenn der Verfall angeblich zu kurz ist – wie lange nach dem Kauf? Oder das Produkt gar woanders gekauft wurde.

Dito vom Ferienmitbringsel – das verfallen ist

Oder von etwas, das man vom selbst-dispensierenden Arzt bekommen hat … – gehen Sie mal bei ihm fragen.

Von Hygieneartikel und ähnliches nicht weiterverwendbares – oder würden Sie das nachher kaufen wollen?

Häufig ist es auch gar nicht nötig – wenn es wieder eine Verwechslung von EXP und MFD ist.

oder das Produkt doch noch funktioniert, wie es soll

Manchmal kommt man sich wirklich vor, als denken die Leute man sei die Medikamentenvermietung.

Aber auch wenn es zum entsorgen ist … Wir bekommen gelegentlich interessante Sachen zurück, die nicht von uns stammen:

aus China

aus den USA

Einmal habe ich bei einem Patienten angerufen, weil ich wissen wollte, weshalb der Medikamentenabfall bei ihm so hoch ist- das war … lehrreich.

Wie praktisch!

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Ich kann mir schon vorstellen, wie das gegangen ist: „Ah, Herr …, und  Ihre Medikamente lassen wir grad wieder zu Ihnen nach Hause kommen, wie auch schon. Ist das nicht praktisch?“

zurrose

Das sind 5 volle, ungeöffnete und knapp vor dem Ablaufdatum retournierte Packungen Metfin zu je 120 Tabletten. Wortlos gebracht von einem Mann – dem Patienten? Die Dosierungsetiketten zeigen, dass die Medikamente von der Versandapotheke „zur Rose“  abgegeben wurden. Sie wurden von uns unkenntlich gemacht, bevor wir die entsorgen gehen, um das Patientengeheimnis zu wahren.

Klar – das ist Metformin und deshalb nicht ein sehr teures Medikament, aber mir tut so was weh zu sehen (was für eine Verschwendung!!)  und wir haben schon viele Medikamente so zurücknehmen „dürfen“, auch wirklich teures: Seroquel, Fragmin, Xarelto …

Eines der Argumente für die Abgabe von Medikamenten beim Arzt (und Dank dem Etikett weiss ich, dass der Versand von einem Arzt initiert wurde) ist dass dann besser kontrolliert werden kann, ob etwas wirklich genommen wird. Nun – hier sieht man deutlich, dass „abgegeben“ nicht gleich „genommen“ ist. Ich habe dergleichen auch schon bei Medikamenten vom selbstdispensierenden Arzt gesehen.

Und nicht genommene Medikamente kommen das Gesundheitssystem teuer zu stehen. Nicht nur, dass dafür bezahlt wurde – so hatten sie natürlich auch keinerlei Wirkung … und schicken den Arzt dann gelegentlich auf wahre Odyseen auf der Suche nach etwas, das funktioniert.

Inzwischen habe ich ein „Update“ bekommen von Mister Em, auch Apotheker in der Schweiz. Er schickte mir dieses Bild

Retoure-SD-Arzt

und schreibt dazu:

Hier noch ein Bild passend zu deinem Bericht. Es handelt sich um eine Retoure einer Dame, deren Mutter verstorben ist. Sie hatte sich schon länger Sorgen gemacht, weil es ihrer Mutter mit Diabetes usw. immer schlechter ging. Darauf hat sie beim Arzt nachgefragt und bekam nur zu Antwort alles ok, kurz darauf ist die Mutter aufgrund Hyperglykämie ins Spital gekommen und verstorben. Die Packungen sind alle unangetastet und teilweise mit gleichen Chargennummern. Es handelt sich sicher um einen 2 Jahresvorrat! Da fand offensichtlich keinerlei Kontrolle statt, sondern es wurde lediglich fleissig verkauft. Hätte die Mutter ein Rezept bekommen, hätten wir es bemerkt, dass die Bezüge nicht passen, oder sie hätte das Rezept gar nicht eingelöst, dann hätte es „wenigstens“ auch nichts gekostet.

Das sind Medikamente im Wert von etwa 900 Franken. Das mit den gleichen Chargennummern deutet darauf hin, dass sie entweder zeitlich in engen Rahmen bezogen wurden oder dass der Arzt nicht einen grossen Lagerumschlag hat und nur die eine Patientin (wobei das bei den Antidiabetika, Blutdruckmitteln und Blutverdünner nicht zu erwarten ist). Und dass die Frau dann mit entgleistem Diabetes ins Spital gekommen ist und dort gestorben ist – das ist tragisch.

Übrigens merkt Mister Em an:

Wir geben mittlerweile übrigens die 3 Franken, die wir für die Entsorgung bezahlen an die Patienten weiter, vor allem wenn die Medikamente überhaupt nicht über uns bezogen wurden.

Finde ich ok.

Kommunikation per proxy

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Wir haben da ein … Kundenpaar. Sie sind noch nett, nur ist manchmal die Kommunikation etwas erschwert – ein gutes Beispiel ist der Fall vor ein paar Wochen, als sie mit einem Rezept kamen auf „ihn“ ausgestellt, die gesamte Konversation aber über „sie“ laufen muss (obwohl er durchaus geistig und auch sonst in der Lage ist zu antworten). „Sie“ managt einfach alles für ihn. „Er“ darf nur danebengehen und zuschauen.

 

Sie (reicht mir das Rezept): „Wir kommen gerade aus dem Spital. Auf dem Rezept stehen Urinbeutel“

Pharmama: „Ja, ich sehe….“

Auf dem Rezept steht: Urinbeutel 800ml und Bettbeutel 2l, das ist alles. Ein bisschen wenig Info – da fehlt noch die Länge des Schlauches und ob da ein Ventil dran gehört, aber das kann ich ja die beiden fragen.

Pharmama: „Wissen Sie, ob der Schlauch X cm oder Y cm sein muss?“

Die Frau weiss es (das ist toll, das erspart mir den Anruf im Spital)

Ich gebe sie im Computer ein. Es gibt verschiedene, auf die die Spezifikationen zutreffen. Wir haben sogar welche da. Ich zeige sie ihnen.

Frau: „Das sind aber nicht die, die wir gehabt haben! Wir müssen wieder dieselben haben. Und zwar von der Marke …Moment …“

Sie geht hin und schaut auf ihrem Mann nach. Ja, ‚auf‘ – denn dazu muss sie ihm praktisch an die Hosen. Er lässt auch das stoisch, aber mit verlegenem Lächeln in unsere Richtung über sich ergehen.

Ich finde Marke und richtige Grösse im Computer, aber … es ist einerseits eine Bestellung (für die 800ml) und das andere gar eine Direktbestellung, da unser Lieferant die nicht führt.

Pharmama: „Ich kann die bestellen. Das eine ist allerdings eine Besorgung direkt vom Hersteller, das dauert etwa 2 Tage“

Frau: „Das geht, wir haben noch ein paar.“

Sie bekommen ihre Urinbeutel.

Zwei Wochen später bringen mir die beiden beide Packungen wieder zurück. Aufgemacht aber ungebraucht. Offenbar hat es mit denen gereicht, die sie vom Spital mitbekommen haben.

Frau: „Ich möchte das zurückgeben. Wir haben sie dann doch nicht gebraucht. Das wird uns wieder gutgeschrieben, ja?“

Pharmama: „Äh – nein. Mal abgesehen davon, dass die Packung geöffnet wurde – so wie sie jetzt sind könnte ich sie weder retour geben noch weiterverkaufen. Selbst wenn ich das dürfte. Und ich darf nicht.“

Mann: „Siehst Du, genau das habe ich Dir auch gesagt.“

Und bevor wir den Mund wieder zubekommen (Er hat was gesagt!) zieht er sie sanft aber bestimmt aus der Apotheke.

Aus den Medikamentenretouren

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Hmmm, nicht sicher woher *die* jetzt kommen. Arztpraxis? andere Apotheke? Pflichtlager?

Das sind über 20 Packungen Tamiflu. Da liegen – wenn man sie noch brauchen könnte – Medikamente im Wert von an die 2000 Franken.

tamiflurest

Ablaufdatum alle 2011 – da hat sie jemand noch behalten für den Fall einer Pandemie, denn laut der Swissmedic wurde für den Fall die Haltbarkeit respektive die Anwendbarkeit „verlängert“.

1) Verlängerung der Haltbarkeit von Relenza und Tamiflu (nur Kapseln):
Treten im Epidemie-/Pandemiefall Versorgungsengpässen mit Relenza und Tamiflu Kapseln auf, dürfen diese Präparate während 2 Jahren über das auf der Packung ausgewiesene Verfalldatum hinaus verwendet werden. Dabei ist es wichtig, dass die entsprechenden Lagerbedingungen zuverlässig eingehalten werden.

http://www.swissmedic.ch/aktuell/00003/01032/

Kommen tun die aber von vorher – ich schätze mal von der Vogelgrippe- und Schweinegrippe– Panik 2005 und 2009. 2009 eher – vom Verfalldatum her.

Dabei … ist auch das nicht ein Wundermittel und nicht die Antwort auf die Grippe.

Von der schon seit jeher eher „bescheidenen“ Wirkung – ehrlich, dass es die Dauer der Grippe herabsetzt um 1 bis 2 Tage … und neuere Studien sprechen sogar von nur 21 Stunden) ist schon nicht berauschend. Dann muss man es innert der ersten 48 Stunden nach Auftreten der Symptome nehmen – und vorbeugend (in der empfohlenen Dosis) bringt es offenbar gar nichts. Das neuste ist, dass es inzwischen schon vereinzelt Resistenzen dagegen gibt.

Soviel zur Grippe-behandlung. Aber … es gibt ja noch vorbeugend die Grippe-impfung.

Hoffen wir, dass sie es dieses Jahr mit den darin enthaltenen Stämmen etwas besser getroffen haben.

Medikamentenretoure

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gefunden bei den Medikamenten zum entsorgen: Diese Box mit Ibuprofen 200mg Tabletten. Zu 1000 (Ein-Tausend!) Stück.

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Ugh. Bei uns machen sie schon fast einen Aufstand wegen den maximal 20er Packungen, die wir ohne Rezept davon  verkaufen dürfen. In der Apotheke. Nicht im Griffverkauf. Diese hier kommt aus Amerika, CVS ist eine der grossen Apothekenketten dort – und das gibt es frei im Griffverkauf. Eintausend Tabletten aufs Mal. Wer braucht sowas? Irgendwie kann ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen, dass eine Grossfamilie das aufbrauchen könnte. Bei vernünftiger Anwendung heisst das.

Interessant fand ich auch die „Packungsbeilage“ – in dem Fall einfach auf der Packung aufgedruckt. Die finde ich nicht mal so schlecht: das wichtigste steht drauf und sie ist nicht wahnsinnig lang. So etwas fände ich dagegen bei uns auch gut.

 

ibu1000

 

Man merke: „Do not take longer than 10 days“  Nicht länger als 10 Tage anwenden – ausser der Arzt verschreibt es so. Selbst bei der Maximaldosis 1 Tablette alle 4 Stunden wären das „nur“ 60 Stück …

Wääääh!

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Amerika – wo der Kunde noch König ist und Apotheken noch Packungen retour nehmen…

Ein CVS Angestellter in Jacksonville, Californien, ist aufmerksam geworden, nachdem ein Mann zum wiederholten Male eine Packung mit Einläufen kurz nach dem Kauf zurückgebracht hat. Zwischen April und Juni mindestens 4 Packungen – augenscheinlich ungeöffnet.

Diese wurden dann ins Regal zurückgestellt, um sie weiter zu verkaufen.

Der misstrauisch gewordene Angestellte hat das frisch zurückgebrachte 6er Pack mit Einläufen geöffnet und dabei gefunden, dass sie offenbar gebraucht wurden – und die Packung danach wieder zugeklebt wurde.

Einläufe oder Klistiere sind Flüssigkeiten, die zur Anwendung im Darm gedacht sind – wenn man verstopft ist.

Der Angestellte hat dann die anderen Packungen auf dem Regal auch geöffnet und auch davon waren 3 gebraucht. Die Packungen wurden untersucht … und man hat tatsächlich Fäkalienbestandteile (lies: Scheisse) darin gefunden.

Beim nächsten Retournierungsversuch des Mannes wurde dann die Rücknahme verweigert und seine Identität durch die Autonummer festgestellt. Der Mann wurde später verhaftet – allerdings nicht wegen dem, sondern weil auf ihn ein Haftbefehl wegen etwas anderem lief. Erst dann ging man mit der Geschichte an die Öffentlichkeit. Man bittet jetzt Personen, die das Produkt gekauft haben während der Zeit, es zurückzubringen.

… und das ist der Grund, warum man 1. Keine Medikamente zurücknehmen sollte (und auch keine Medizinprodukte …) und 2. Die dann nicht mehr zurück ins Regal / in die Schublade macht zum weiterverkaufen.

Wäääh!

Quelle (und andere)