Ich verbuche das mal unter „Man kann es ja versuchen …“

Ich glaube ich erwähnte schon mal, dass es in der Apotheke und der Drogerie Muster gibt, ja?

Und dass die Muster gedacht sind zum ausprobieren für (potentielle) Kunden.

Aber …. was soll ich von folgendem mail halten, das wir bekommen haben? :

Ich suche nach neuen Kosmetikprodukten speziell für trockene und eher empfindliche Haut.
Haben Sie davon eventuell ein Müsterli?
Danke!
Freundliche Grüsse von Frau M. in Weitwegvonhier.

Versteht mich jetzt nicht falsch: ich gebe Muster gerne ab. Aber … die Frau wohnt fast 100 km weiter weg, war gewiss noch nie bei uns in der Apotheke oder Drogerie und will, dass wir ihr Müsterli schicken. Per Post (wie auch anders) was uns 7 Franken Porto kostet. Sie hat sicher ein paar Apotheken oder Drogerien bei sich in der Nähe (sie wohnt nicht auf einer einsamen Insel oder einer Oase in der Wüste) die sie fragen kann. Und andere Kosmetikprodukte als andere Läden haben wir auch nicht.

Was mich darauf bringt … wir sind sicher nicht die einzigen, die diese Anfrage bekommen haben -oder?

18 Kommentare zu „Ich verbuche das mal unter „Man kann es ja versuchen …“

  1. In einem solchen Fall würde ich sehr, sehr freundlich antworten und mitteilen, dass ich gerne die verschiedensten Proben (Müsterli) zukommen lasse, sobald die Versandkosten von 9,90 Franken meinem Konto gutgeschrieben wurden.

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    1. Nö, ich würde da einfach überhaupt nicht drauf antworten!

      Und wenn man’s nun doch unbedingt machen möchte:
      Sie hat ja in der Mail nicht geschrieben, daß man ihr die Probe zuschicken soll.
      Also könnte ich schreiben, daß wir ihr die Probe(n) in der Apotheke zurückgelegt hätten und sie diese innerhalb von einer Woche bei uns abholen könne

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  2. Trotzdem „kosten“ Müsterli etwas; zumindest die herstellende Firma… Und sie sind gedacht, für potentielle Kunden zum Ausprobieren…

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  3. Stimmt…, habe die genau gleiche Anfrage auch bekommen. Weiss nicht, ob die Dame einfach zu gratis Produkten kommen will, oder ob sonst noch was dahintersteckt…?? ;-)

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  4. Aha jetzt weiss ich wo Pharmamas Apotheke ist:
    Chur Kornplatzapotheke: für gereizte und trockene Haut.
    Schaffhausen Vordergassapotheke: sehr empfindliche und gereizte Haut.
    Aarau Rathausplatz: für zarte, trockene und empfindliche Haut.
    Neuenburg Place Pury Apotheke: für extrem empfindliche Haut.
    Basel Steinenvorstadtapotheke:speziell für trockene und eher empfindliche Haut.
    Bern Spitalgassapotheke: für trockene und sehr empfindliche Haut.
    Biel Pharmacy Rue de Nidau: für normale und eher fettige Haut.
    Zürich Apotheke am Rennweg: für fettige und unreine Haut

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  5. Müsterli… total niedlich!
    Erinnert mich daran, dass wir mal eine kostenlose Fernsehzeitung hatten, die Kunden (oder auch Nichtkunden) mitnehmen konnten. Da bekamen wir regelmäßig die Anfrage, ob wir die nicht auch monatlich zuschicken könnten, natürlich kostenlos (is ja schließlich Service). Meist von Kunden die noch nie etwas bei uns gebucht haben und es auch nie tun werden.
    Ja ne, is klar…

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  6. Wenn ihr einige Muster übrig habt würde ich ihr wohl auch antworten, dass sie die gerne haben kann, wenn sie das Porto dafür bezahlt (damit wird sich die Anfrage dann wohl erledigt haben).
    Die Tatsache, dass die Mail auch an andere Apotheken ging spricht schon eher dafür, dass hier Jemand nur kostenlose Proben abgreifen will. Und vielleicht hat sie bei den Apothekenketten ja auch Erfolg, weil dort das Porto scheinbar nicht ins Gewicht fällt.
    Bei der Vorgehensweise würde ich aber stark drauf tippen, dass sie in den Apotheken in ihrer Nähe nichts bekommt (vielleicht war sie ja schon so oft da, dass man sie da kennt, ist euch ja auch nicht unbekannt ;) ).

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  7. wenn mehrere apotheken so eine mail bekommen, liegt auch der verdacht nahe dass irgendjemand irgendwo entweder

    kontrolliert was mit den mustern generell passiert, oder
    irgendwer irgendwo muster verkauft (hat), oder
    ein vertreter zuviele muster verbraucht (hat), oder
    ein konsumentenverein die apothekenfreundlichkeit testet, oder
    ein schwung muster aus unbekannter quelle gefunden wurde, oder
    jemand jemandem eine saudumme geschichte erzählt hat (ich krieg umsonst soviel ich will, blablabla), oder
    der hersteller will genau wissen wie apotheken mit mustern umgehen, oder
    jemand eine anzeige gemacht hat wegen musterverkaufs in apotheken, oder …

    eine möglichkeit wäre auch, dass der hersteller grossen wert auf persönlich beratung der kunden (stichwort: zusatzverkauf) legt, die kann via post und mail nicht erfolgen.

    ausserdem sind muster ja nur zum „kunden anfüttern“ gedacht, die sinnhaftigkeit ist also bei postversand nicht gegeben.

    oder eine weit entfernte kosmetikerin will sich mit mustern einschmeicheln bei kunden, bzw. diese um ein paar groschen verkaufen.

    kann auch an den abgabemodalitäten liegen: vielleicht irgend ein versteckter inhaltsstoff, der irgendwelche lagerbedingungen nicht gut verträgt, oder so was.

    und nein, ich habe diese möglichkeiten nicht erfunden. sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht, oder man kommt nicht so leicht dahinter. also cave beim antworten. man könnte den zuständigen vertreter/sachbearbeiter/kontaktmenschen fragen was er davon hält – gerne per mail mit der weitergeleiteten kundenanfrage.

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  8. Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich für meinen Sohn auch immer nach Pröbchen frage, aber DAS finde ich schon ziemlich dreist.

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  9. Bezüglich Porto.
    Eigentlich müsste eine B-Post Brief B5, max. 2 cm dick, max. 100g schwer reichen. Macht ein Porto von nur noch 85 Rappen.
    Am besten wäre aber wen das Müsterchen im Brief ein Müsterchen des Müsterchen in Form einer billigen S/W-Kopie ist, verbunden mit einer Einladung, das Müsterchen bei einem persönlichen Besuch gerne abyugeben.

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  10. Riskier eine Postkarte mit der freundlichen Mitteilung, daß Muster nur persönlich abgegeben werden und das angefragte Müsterli zur Abholung bei euch bereit liegt…

    Das Verlangen nach kostenloser Beute scheint nicht ausrottbar zu sein. Ich habe vor vielen Jahren in einer gyn. Praxis gearbeitet. Damals verteilten die Pharma-Firmen noch ausgesprochen großzügig Musterpackungen neuer Kontrazeptiva an die Ärzte. Erstaunlicher Weise waren es Patientinnen mit „richtig“ Geld an den Hacken, die ihre Pille möglichst in Jahres-Vorratsgröße bei den halbjährlichen Untersuchungen als „Geschenk“ mitnehmen wollten. Und 9 von 10 dieser Frauen haben sogar ausgesprochen hartnäckig beim Arzt nach „…noch ein paar Packungen – meine Freundin nimmt die auch…“ gefragt.
    Ich hatte damals einen Chef, der nicht „Nein“ sagen konnte.

    Blöd war nur, daß der Musterschrank oft genug leer gefegt war, wenn wirklich bei einer Patientin ein Pillenwechsel indiziert war bzw. als Therapie für andere gyn. Beschwerden testweise eingenommen werden sollte und kein „Probier-Muster“ mehr dabei war.

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    1. Postkarte ist auch eine Idee. Ich habe es jetzt so gemacht, dass wir ihr mitgeteilt haben, dass sie gerne vorbeikommen darf für eine persönliche Beratung durch unsere Hautspezialistin und sie dann entsprechend Müsterli bekommt …

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  11. Oh, bei Kosmetik-Blogs wird auch gern gebettelt…meistens mit dem Versprechen, bei Gefallen „eine positive Rezension des Produktes im eigenen Blog zu veröffentlichen“ – und wenn man sich das Blog dann mal ansieht, dann ist das ein strunzlangweiliges zusammengeschriebenes Teil ohne wirklichen Content und hat 17 feste Leser vorzuweisen, aber dafür mindestens ein nerviges Werbebanner für irgendetwas, das nicht im geringsten mit Kosmetik zu tun hat.

    Ablage P…Papierkorb.

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