Waren Sie schon einmal hier?

Wenn wir Medikamente auf Rezept abgeben, halten wir die Informationen im Computer in einem sogenannten Patienten-dossier fest. Idealerweise nicht in 3 verschiedenen, sondern in dem, das wir für den Patient schon einmal angelegt haben – wenn er bereits etwas bei uns geholt hat.

Wenn man Sie also fragt, ob Sie schon einmal mit einem Rezept hier gewesen sind, bitte antworten Sie nicht so:

  • „Natürlich war ich schon einmal hier. Haben Sie meine Info verloren?“
  • „Mein Mann/Frau/Kind/Haustier/entfernte Verwandte hat hier schon mal ein Rezept eingelöst. Sie sollten mich im Computer haben!“
  • „Ich war schon einmal in einer anderen Apotheke – sind die Computer nicht verlinkt?“ (Nö!)
  • „Ja. Ich glaube schon, das war vor etwa …. 12 Jahren …?“ (Solange gibt es uns noch gar nicht)
  • „Was soll das bedeuten; Sie haben Mühe damit mich zu finden? Ich denke, wir waren schon einmal hier! … Wie? Nein, nicht mit einem Rezept.“ (Na, dann habe ich sie auch nicht drin, wir fichieren nicht jeden Kunden)

Oder wenn es nicht für Sie selbst ist:

  • „Es könnte sein, dass sie meine Frau schon drin haben, vielleicht unter ihrem ledigen Namen … manchmal benutzt sie auch ihren Mittleren Namen als Vorname … natürlich könnte es auch der Name von ihrem letzten Mann sein – und manchmal benutzt sie auch den Doppelnamen seit wir geheiratet haben.“
Meine Lieblingsantwort. Nicht.

5 Kommentare zu „Waren Sie schon einmal hier?

  1. Lach „Haustier“. Erinnert mich an die E*bay-Foren. Da kommt es auch immer wieder vor, dass ein Haustier bietet oder den (zu günstig) verkauften Artikel beschädigt.

    Der zweite Absatz ist derb. Wenn man so eine Namensauswahl hat ist es natürlich schwer für die Apotheke.

    Like

  2. Ich hatte mal eine Kundin, die führten wir immer als „Lieselotte XYZ“.
    Sie nannte sich selbst so, unterschrieb so und wurde von allen so gerufen. Schon seit über 40 Jahren, die sie Kundin bei uns war.

    Und weil damals bei Erfassung des Datensatzes keine Ausweisvorlage vorgeschrieben war und es reichte, den Berater persönlich zu kennen, hat nie jemand in ihren Pass geblickt.
    War ja nicht nötig. War ja alles klar. War ja die Lieselotte, die mit dem Berater gut bekannt war.

    Bis sich dann herausstellte, dass sie nicht „Lieselotte“, sondern
    „Luise Lotte XYZ“ hieß.
    Wenn sowas in einer Bank passiert, dann kann man sich den Aufriss, den das bedeutet, gar nicht vorstellen…alles muss geändert und korrigiert werden…auch in steuerlicher Hinsicht ist das nicht ganz unerheblich.

    Like

    1. Au ja, das kann toll sein. Super auch, wenn die Kundin so einen Fehler wohl bemerkt, aber gar nichts dazu sagt. Wir haben diverse, wo wir die Krankenkasse auf Fehler hinweisen mussten – ich mache das aber nur, wenn es relevante Sachen sind. Herr/Frau verwechselt z.B. auch.

      Like

  3. Dankbarerweise können wir nach der Straße suchen. Es ist erschreckend, wie viele Leute ihren Namen nicht buchstabieren können oder ihn so aussprechen, dass man nicht Müller versteht, wenn man Schulze heißt.

    Und oh ihr meine Lieblingskunden, wenn ihr an allen möglichen und unmöglichen Stellen eures Nachnamens zusätzliche Buchstaben versteckt, westfälische Dehnungs-E’s, skurrile ü’s, ä’s, y’s oder x’e irgendwo in eurem Namen versteckt, dann verratet es doch bitte einfach direkt.

    „Ich hab meinen Bestellzettel nicht dabei.“
    „Kein Problem, dann bräuchte ich einmal ihren Namen.“
    „Christoffers“
    „Hm… ich find nichts für sie, ich schau einmal in den Rechner. Hm… geben sie mir einmal ihre Straße, bitte?“
    *such*
    „Ich hab unter der Adresse nur eine Frau Schmidt. Ach, das ist ihre Frau. Ja nee, is klar.“

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Pharmama Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..