Patientenlogik

Ja klar. Wenn Ihr Arzt es verschrieben hat, dann muss es natürlich von der Krankenkasse übernommen werden.

Wenn das wahr wäre, würde ich mir vom Arzt ein Rezept ausstellen lassen für Schokolade, Kinotickets und eine thailändische Massage – all das stellt mich auf, wenn ich deprimiert bin – darum sind sie medizinisch notwendig.

Nicht?

Und was sollte für Euch über die Krankenkasse gehen?

56 Kommentare zu „Patientenlogik

  1. Naja, wenn man ohne Vorwarnung mit dem Rezept in die Apotheke kommt, kann das schon ein bösese Erwachen geben. Mir passiert mit den Magnesiumtabletten in der Schwangerschaft. Ich musste echt viel nehmen und habe um das Magnesiocard als Tablette gebeten, weil ich ca. 1L von dem aromatisierten Pulverzeug pro Tag nicht gepackt hätte. Und komischerweise wäre das Pulver über die Kasse gegangen, die Tabletten aber nicht. Und mir hat das in der Apotheke niemand gesagt, erst die Abrechnung der Krankenkasse brachte das ans Licht, weil die das Geld dann wieder zurück wollten….

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    1. *Das* ist so ein spezielles Problem, das die NLP, die „Nichtlisten-Präparate“ die (ev.) über Zusatzversicherung gehen haben. Unsere Software reagiert nicht, wenn es ein NLP ist und der Patient eine Zusatzversicherung hat, da die das meistens übernimmt. Meistens, denn … wie du merken musstest, gibt es – je nach Krankenkasse und je nach Zusatzversicherung – Ausnahmen.
      Ich müsste bei jedem NLP in einer speziellen Liste nachschauen, ob die Krankenkasse das tatsächlich bezahlt – was einfach nicht machbar ist vom Aufwand her.
      Ich habe es inzwischen auch aufgegeben bei NLP mit Bestimmtheit zu sagen, *dass* es übernommen wird.
      Beim Magnesiocard ist das ausgesprochen fies, weil ja eigentlich dasselbe drin ist.

      Gerade bei dem hatte ich auch schon eine Krankenkasse, die der (auch schwangeren) Patientin dann eine Rechnung für das Pulver geschickt hat – ich habe ihr dann geraten, da zu insisitieren, dass sie das bezahlen, denn das ist ein SL Produkt, also von der Grundversicherung übernommen. Die müssen das zahlen! Nach der Auskunft hat sie dort nochmals angerufen und sie haben sich „ausnahmsweise“ (*hust*) dazu bereit erklärt, das doch zu erstatten. Nett.

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      1. Sehr seltsam, oder? Bei mir wäre das gruslige Pulver gezahlt worden, die Tabletten nicht, auch nicht ausnahmsweise, nachdem ich da angerufen habe. Naja, egal, jetzt brauch ich es ja nicht mehr ;-)

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      2. Hallo habe auch das Problem. Mir wurde Magnesiocard verschrieben Pulver und meine Krankenkasse bezahlt das in Schwangerschaft nicht. Muss ich eine Eigenleistung bei einer Franchise von 1500 CHF leisten?

        Das wäre nett wenn Sie mir weiterhelfen könnten. Danke

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        1. Hallo Saskia. Das wäre mal ein Fall, wo ich echt insistieren würde, dass sie es bezahlen. Magnesiocard Pulver (5 und 10) ist auf der SL Liste – wird also von der Grundversicherung übernommen. Siehe http://bag.e-mediat.net/SL2007.Web.External/ShowPreparations.aspx
          Es hat auch keine Limitation – also Einschränkung der Anwendung wegen Diagnose oder Menge. Ich sehe hier absolut nicht, warum das die Kasse nicht übernimmt. Ausserdem hat man in der Schwangerschaft keinen Selbstbehalt, der erst erreicht werden muss – das kannst Du aber in deinen Versicherungsbestimmungen nochmals nachhlesen. Also: Anrufen und drauf bestehen, im Zweifelsfall schriftlich.
          Mich würde ihre Erklärung interessieren, warum sie das nicht bezahlen wollen und – wie das ausgeht.

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          1. Hallo Pharmama,

            also die Groupe Mutuel sagt das im Fall Magnesiocard Pulver 5 ml Beutel, Medikamente in der Schwangerschaft zu Schwangerschaftskomplikationen gehören und ich dann die Medikamente ( siehe Erklärung)( http://www.comparis.ch/krankenkassen/info/glossar/mutterschaft.aspx ) in Schwangerschaft über meine Franchise die ich hoch gewählt hatte da ich mit der Schwangerschaft nicht gerechnet habe und so für 2011 von den 1500 nur 750 CHF erreicht habe. Somit habe ich die Medikamentenrechnug in Höhe von 201 CHF schon überwiesen.

            Weitere Medikamente sind gyno-Tardyferon 100 Depot-Dragees zu 28.95 CHF und elevit 100 Tabeletten 50.95 CHF, Bryophyllum 50% 26.90 CHF Kautabletten da ich schon im 7. Monat Wehen hatte.

            Siehste die Apothekerin in der Amavita Apotheke sagte mir noch das das Magnesium ein Pflichtmedikament sei und in Schwangerschaft übernommen wird.

            Auch meine Ärztin hat die Krankenkasse schon angerufen die stellen sich auf stur wegen den Medikamenten, da bei Ihr von allen Kundinnen aus der Schweiz die Medikamente anstandslos übernommen worden.

            Kann vielleicht auch sein die wissen das wir aus Deutschland in die Schweiz gezogen sind und denken da müssen die halt für die Rechungen der Medikamente aufkommen.

            Was ich noch nicht verstanden habe wie ist das mit den Pflichtmedikamenten werden diese alle über die Krankenkasse Grundversicherung übernommen oder wie wird das abgerechnet?
            Eine Zusatzversicherung Bonus für nicht kassenpflichtige Medikamente habe ich nämlich auch noch abgeschlossen.

            Ausserdem bekommt man von der Krankenkasse nicht mal nee genaue Aufstellung was für Medikamente ich in der Apotheke geholt habe da stehen nur die Preise drauf die ich bezahlen soll.

            Ich überlege mir echt ob ich die Krankenkasse wechsle…

            LG und schönes WE

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          2. Saskia: das ist eine ausgesprochen seltsame Aussage der Krankenkasse – und hört sich nach Ausrede an. Magnesium wird in der Schwangerschaft sehr häufig gebraucht, nicht nur wegen einem Mangel, sondern auch um frühen Wehen vorzubeugen. Und das haben so viele Frauen, dass ich zögere, das eine richtige Komplikation zu nennen. Und es stimmt, dass das im Normalfall von den Kassen übernommen wird.
            Wie auch immer. Es ist gut, wenn sich die Ärztin für euch einsetzt. Ich denke, das wäre ein Fall, wo man auch einen Ombudsmann zuziehen kann: https://secure.om-kv.ch/html/aufgabe.html.
            Grundsätzlich ist so ein Verhalten der Krankenkasse aber auch keine gute Eigenwerbung – und ich merke mir derartiges Verhalten, wenn mal jemand eine Empfehlung von mir will.

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          3. Hallo Pharmama,

            ich bin immer noch am streiten mit der Krankenkasse wegen den Medikamenten ( Magnesiumcard und weitere Medikamente die auf der SL-Liste stehen wo du ja sagst das die von der Krankenkasse in Schwangerschaft gegenstandslos übernommen werden müssen.) Die Krankenkasse Visana hat uns sogar bestätigt das die das übernehmen in Schwangerschaft ohne Franchise, ohne Selbstbehalt für die werdende Mutter das wäre bei jeder KVG gleich.
            Das verstehe ich nicht ich werde jetzt eine schriftliche Einsprache mit dem Gesetztesartikel machen. Kannst du mir den Gesetzesartikel nochmal nennen. Danke

            In der Zwischenzeit habe ich meinen Sohn schon auf die Welt gebracht, er ist jetzt 10 Tage alt.

            Aber die Krankenkasse regt mich immer wieder auf, das verhalten finde ich echt nicht kundenfreundlich.

            Lg

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          4. Nochmal an Saskia:
            Magnesiocard ist auf der Spezialitätenliste (SL): hier zu finden: http://bag.e-mediat.net/SL2007.Web.External/ – (Magnesiocard eingeben).
            In der Fachinformation (Kompendium: http://www.kompendium.ch/MonographieTxt.aspx?lang=de&MonType=fi) steht unter Indikation: „zur Deckung eines erhöhten Bedarfs im Hochleistungssport und während der Schwangerschaft;“
            Das heisst: die Grundversicherung MUSS das übernehmen. Das ist keine „Komplikation“ in der Schwangerschaft, keine Ausnahme oder Limitation.
            Wenn sie sich weiter weigern, würde ich dir raten entweder einen Ombudsmann einzuschalten – oder das an den Kassensturz oder den Beobachter zu melden. (Rate ich im Normalfall nicht, das einfach so zu machen, aber hier scheint Handlungsbedarf zu sein – und die Lage ist ziemlich klar.)

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  2. Ganz einfache Antwort, alles was aus medizinischer Sicht notwendig ist, sollte von der Krankenkasse übernommen werden. Da fällt Schokolade leider nicht drunter, die Massage nur in speziellen Fällen und das Antibiotikum dann immer.

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  3. Hätte gerne Freizeit auf Rezept! Und Cocktails manchmal auch…
    @ Frau Bruellen: in Deutschland wird Magnesium in der Schwangerschaft eigentlich grundsätzlich übernommen.
    @Kraven: wie definierst Du denn notwendig? Bzw. medizinisch? Vor allem wenn Du dann schon Ausnahmen bei „speziellen Fällen“ machst.

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  4. Gesangsunterricht: Macht ausgeglichen, verbessert die Atmung, hilft gegen Kopfschmerzen, trainiert eine gute Haltung und mir vorher unbekannte Muskeln.

    Ernsthaft: Zahnarzt. Doch hier gilt aus volkserzieherischen Gründen die Devise: „Wenn du ordentlich geputzt hättest, dann müsstest du ja nicht zum Zahnarzt, also bezahl gefälligst selbst.“ Dass man aus ’ner miesen Veranlagung durch gute Mundhygiene und Fluoridierung von klein auf einiges rausholen kann, beweist mein Gebiss im Vergleich zu denen meiner Eltern — makellos ist es trotzdem nicht. Und auch wenn ich ein Verfechter von hohen Franchisen bin, ist hier ein finanzielles Risiko gegeben, dass ich gerne abgesichert hätte. (Sprich: Einmal jährlich eine Rechnung über ein Viertel des Monatseinkommens unseres zwei-Personen-Studenten-Haushalts macht keinen Spass, liegt aber drin. Der bröckelige Zahn, der irgendwann mal für ein vielfaches dieser Summe saniert werden muss, möge bitte durchhalten, bis wir ordentlich verdienen.)
    Dafür darf die Hokus-Pokus-Spassmedizin gerne wieder aus der Grundversicherung verbannt werden. (Ja, Fehlentscheide können auch demokratisch gefällt werden.)

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  5. Ja, Zahnarzt sollte ganz klar übernommen werden, der ganze Esoterik-Kram dafür bitte nicht.
    Mitunter kann man ja selber auch nichts dafür, wenn man schlechte Zähne hat, weil das schon im Elternhaus vernachlässigt wurde. Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie da immer sehr drauf geachtet hat, sie selbst hatte dieses Glück leider nicht, dementsprechend haben sie und ihre Schwester auch viel mehr Probleme mit den Zähnen als ich.

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  6. – Heuschnupfenmedikamente (denn diese Allergien sind oft genug nicht nur ein 2-Wochen-Sommer-Schnupfen)
    – Migräne- /Clusterkopfschmerzmedikamente
    – Bürostühle bei Bandscheibenvorfall für Bürotäter (seit zwei Jahren habe ich meinen geliebten Duoback, seit dem keine behandlungsbedürftigen Rückenschmerzen mehr)

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  7. Oftmals ist das sehr schwierig. Wieso muss ich einen Gymnastikball mit der Aufschrift der Krankenkasse günstiger bekommen als einen normalen aus dem Sanitätshaus. Für manche Dinge bin ich doch selber verantwortlich. Und warum gibt es so viele Krankenkassen? Jede Kasse hat ein Management war wir Versicherten mit durchfüttern müssen. Ich muss zu vielen Medikamenten eine Gebühr dazu bezahlen und einmal im Quartal noch eine Praxisgebühr. Dann verlangen viele Kassen noch einen Sonderbeitrag. Ich bin in der glücklichen Lage mir dieses leisten zu können. Vielleicht auch nur, weil ich nicht oft krank bin und beim Arzt arbeite. Wenn ich ein Loch im Zahn habe, zahlt die Kasse nur die Amalgam-Füllung. Aber wer will die schon haben? Also zahlt man kräftig drauf. Und neue Zähne kosten so viel wie ein Kleinwagen. Ich habe, obwohl meine Eltern schlechte Zähne hatten (meine Mutter hatte mit 30 oben schon ein komplettes Gebiss) und ich in meiner Kinderzeit kaum ans Zähneputzen gebracht wurde, ein gutes Gebiss (3 Füllungen m.41 empfinde ich als relativ gut). Meine Freundin seit Kindheitstagen musste sich ständig die Zähne putzen und zum Zahnarzt rennen. Sie hatte schon immer schlechte Zähne trotz ausreichender Hygiene.

    Wenn ich mir was von den Kassen wünschen würde, wäre das eine höhere Pro-Kopf-Pauschale bzw. das bezahlt wird, was notwendig ist, zum Erhalt der Gesundheit oder zum Genesen.

    Ein Polytrauma hat ein Budget von 40000 €, verschlingt aber evtl. mehrere 100000 €. So kommt es, das Kliniken Polytrauma-Patienten ablehnen, weil sie sich das einfach nicht leisten können. Natürlich wird dann gesagt, sie hätten im Moment keine Kapazität frei. Betten besetzt, Op’s voll. Wenn ein Polytrauma lebend eingeliefert wird, einen Arzt sieht und dann seinen Unfallfolgen erliegt, dann ist es ein guter Patient. Der Aufwand liegt vielleicht bei 2000 € die Klinik bekommt aber 40000 €, weil das ja nun mal das Budget für diese Diagnose ist.

    Tja, ich könnte mich endlosaufregen… ;)

    Liebe Grüße
    von
    Rainbow aus Deutschland…

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  8. Ich fänds schon toll, wenn ein paar Sachen wieder bezahlt würden, die früher mal drin waren. Sehhilfen zum Beispiel (also Brillen etc.). Aber gutes Sehen ist ja heutzutage Privatvergnügen, was mir schon von daher sehr unverständlich ist, weil man mit schlechtem Sehvermögen im Zweifelsfall ja auch andere gefährdet, nicht nur sich selbst.
    Und was die Zähne angeht, schließe ich mich allen Vorschreibern an. Meine Zahnhygiene ist sicherlich mehr als ausreichend, aber blöderweise habe ich die miese Zahnsubstanz meines Vaters gewonnen und nicht die hervorragende meiner Mutter, was die Angelegenheit leider oft ganz schön teuer macht.

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    1. Ja, bei den Brillen kann ich nur zustimmen. Fun fact am Rande: Als ich das letzte Mal neue Gläser brauchte habe ich mich mal erkundigt: meine Kasse (DAK) zahlt meine Brille nicht, würde aber, wenn ich wegen meiner nicht richtig ausgeglichenen Sehschwäche Kopfschmerzen kriege (soll ja vorkommen) die Akupunktur dafür bezahlen, obwohl es lauter Studien gibt, die das als Humbug kennzeichnen und die Wirksamkeit einer Brille vollkommen klar ist.
      Also: Kassen sollten das zahlen, was erwiesenermaßen besser als ein Placebo wirkt (evidence based medicine) und im konkreten Fall indiziert ist.

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  9. Die KV lohnt isch in 99% der Fälle überhaupt nicht.

    Von daher bin ich für selbstbezahlen von allem, das kommt immernoch billiger als die KV (die mich im Jahr fast 10 riesen kostet).

    Das Geld angelegt und ein schwerer Unfall auf Kredit bezahlt, käme aufs Leben gerechnet immer noch billiger weg als Jahrzehnte lang KV umsonst zu berappen.

    Die einzigen die von der KV profitieren sind die Armen und Mittellosen.
    Daher hätte ich lieber ein Modell der kompletten Eigenversorgung (auch der Rente).

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    1. Das sagst Du in deiner Situation jetzt.
      Ich zitiere mal einen Kollegen von mir, dessen Kind mit schwerem Herzfehler auf die Welt kam: „Ich sage nie mehr etwas gegen zu hohe Krankenkassenprämien.“
      Der gehört nicht zu den Armen und Mittellosen, aber was die diversen Operationen und Spitalaufenthalte (und Medikamente) bisher gekostet haben, hätte auch er nie selbst bezahlen können.
      Und für genau so etwas ist die Krankenkasse in meinen Augen auch gedacht.

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      1. Ich zahle auch lieber „umsonst“, denn späterstens im Alter braucht es jeder und dann hat man schnell mal einiges drinnen, mit den Wehwechen hier und dem neuen Knie dort, usw. Und oft braucht man dann doch schon früher etwas. Und wissen man kann zum Arzt wenn was ist, ohne danach arm zu sein, finde ich doch sehr angenehm.

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    2. Genau und Steuern zahlen wollen wir auch nicht mehr, da werden ja nur die Hauptschulen für die ganzen Kopftuchmädchen von bezahlt!
      Das ist doch gerade der Sinn von all dem wofür wir so zahlen: Jemand der immer gesund war und mit 80 tot umkippt (noch besser am 67. Geburtstag), der zahlt eben dafür mit, dass jemand anders auch eine teure Therapie kriegen kann. Wir wissen nur nie, wer wer sein wird.
      Außerdem viel Spaß damit Ihrer Bank den Kredit abzuschwatzen wenn Sie schwer krank werden.
      CML zum Beispiel ist heute sehr gut behandelbar. Für 10.000 Euro pro Quartal (also nur die Medikamente ohne Arztbesuche o.ä.). Und dass nicht für ein Jahr oder für zwei Jahre. Nein, bis zum Tod.
      Schön für Sie, wenn Sie eine Bank haben, die Ihnen gerne 40.000 Euro pro Jahr für immer gibt.
      Also das klingt schon alles extrem naiv ….

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      1. Nein nur gerecht in meinen Augen. Wer kein Geld hat, braucht auch nicht zum Arzt (oder Kinder bekommen).

        Jedenfalls halte ich von viele zahlen für wenige Mittellose rein gar nichts. Jedem das Seine, sag ich da nur.

        Ich ruache 2 schachteln am tag und könnte mir eine Chemo vielleicht nicht leisten. Dennoch würde ich sofort ohne zu zögern für die Abschaffung der KV Pflicht stimmen. Wenn es mich dann erwischen sollte hab ich eben Pech gehabt, aber ich bin lieber tod aufgrund meiner eigenen Entscheidung kein Teil des sozialen Systems zu sein als durch Almosen des selben Zwangssystems gerettet zu werden.

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        1. Also das finde ich doch jetzt ein bisschen – nee, da habe ich keine Worte für…

          Wer kann sich denn schon mal eben so eine Behandlung für ein paar Tausend Euro leisten? Selbst wenn er im Mittelstand lebt? Was meinst Du, was eine Blinddarm-OP kostet? Oder mal eben die Versorgung nach einem Autounfall?

          Die Leute die Kohle haben, denen ist es egal, was sie bezahlen müssen und können sich wahlweise privat versichern oder freiwillig in einer gesetzlichen Kasse.

          Nicht jeder der Kinder hat und kein Geld um ärztliche Behandlungen selber zu leisten ist asozial.

          Nicht jeder, der auf der Straße lebt, ist selber schuld. Da kann es ganz schnell mal hingehen, wenn die Arbeit weg ist und man jahrelang keine neue findet.

          Du bist jetzt noch jung und gesund, wahrscheinlich. Ich gehe davon aus, dass Du 1986 geboren bist. Warte die Zeit ab und Du bist froh, dass Du sozusagen Zwangsversichert bist und Deine Behandlungen weitestgehend bezahlt werden…

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        2. Haben Sie auch nur die leiseste Ahnung, wie viel „Kranksein“ kosten kann? Nein ganz offenbar nicht, sonst dürfte sich wahrscheinlich auch Bill Gates maximal zwei seiner drei Kinder leisten.
          Außerdem ist das KV – System nicht das einzige, was von allen zusammen getragen wird. Falls Sie mal zur Schule gegangen sind (bei Ihren Aussagen und Ihrer Naivität bin ich mir da nicht ganz sicher) haben Sie dem Staat auch schon auf der Tasche gelegen.
          Aber wenn Sie das System so hassen können Sie ja einfach die Behandlung verweigern, wenn Sie mal krank werden, dann müssen wir das auch nicht für Sie zahlen.

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        3. Interessante Logik.

          Und die Kinder, die dummerweise (unverschuldet!) schwer krank sind, behandeln wir natürlich auch nicht. Ist dann eben persönliches Pech, wenn sie das nicht überleben. Na dann: Auf zurück ins Mittelalter! (Sie nehmen mir hoffentlich nicht übel, wenn ich nicht mitkomme.)

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    3. Jau, super Idee.
      Schaffen wir einfach Zustände wie in den USA, wo man – wenn man Pech hat – mit krankem/behindertem Kind oder nach einen Unfall, einer Krebserkrankung oder einem Schlaganfall direkt Insolvenz anmelden kann, weil man Rechnungen in Höhen wie man sie nie wieder zurückzahlen können wird bekommt.

      Auf eine KV verzichten kann man, solange man gesund ist. Erwischt es einen, und die Chancen sind so gering ja nicht, steckt man im Zweifel ganz tief in der Tinte.

      Arm und mittellos? Vorher noch nicht, aber danach vielleicht schon. Es ist halt wie mit allen Versicherungen. Brauch ich nicht. Bis man sie dann eben doch mal braucht.

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      1. Die USA halte ich für ein super Land. Dort hat man eine KV Pflicht erst letztens abgewürgt mit der Begründung man könne den Leuten ja nicht vorschreiben wie sie ihr Leben zu führen oder abzusichern hätten.

        Was soll ich sagen. Die Leute dort haben in meinen Augen Recht.

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        1. Mach Dich selbstständig, dann hast Du die Wahl, ob Du Dich krankenversichern möchtest oder nicht.

          Allerdings halte auch ich die Krankenversicherung für die wichtigste Versicherung ever, die man haben sollte. Eine simple Krebserkrankung kostet schnell mal 5000 Euro/Monat allein an Medikamenten. Von komplizierten Operationen rede ich gar nicht erst.
          Die Unterhaltung mit den eigenen Kindern, dass man Papi jetzt sterben lassen muss, da man zu geizig war, sich versichern zu lassen und sich jetzt die verdammte Operation nicht leisten kann, stelle ich mir interessant vor.

          Frage: Eine private Haftplicht kostet ca. 80 Euro/Jahr und ist freiwillig. Hast Du so etwas ebenfalls nicht?

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        2. Das kannst Du doch nicht im Ernst meinen!
          Du hast echt keine Ahnung von den Kosten bei schwerer Krankheit – egal ob Krebs, Herzfehler, Blinddarm-OP uvm.!
          Otto-Normalverbraucher aus dem Mittelstand wär dann nach nem komplizierten Beinbruch schonmal pleite – wenn danach noch Frau oder Kind „nur“ mit ner Lungenentzündung ins KH müssten – Pech gehabt?!
          Ich wünsch ja keinem was Böses – aber willst Du tatsächlich, dass einer aus Deiner Familie elendig an einer gut behandelbaren Krankheit (Diabetes, KHK, Rheuma, Blutgerinnungsstörung…) verreckt, weil es einfach zu teuer wäre???
          Irgendwann braucht fast JEDER den Rückhalt der KV, auch wenn ich mit der Kostenverteilung und dem Monstrum der 1000 KVen auch nicht einverstanden bin.
          Hast Du Eltern, Großeltern? Wie oft gehen die zum Arzt, was brauchen sie an Medikamenten? Wie oft waren sie schon im Krankenhaus (größter Kostenfaktor)?
          So blauäugig kann man doch gar nicht sein!

          Kopfschüttelnde Grüße,
          Katrin

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  10. Sehhilfen im Normalbereich (d.h. wenn jemand ein spezielles vergoldetes oder so Gestell möchte, muss er das halt selbst finanzieren, aber der Grundbetrag sollte abgedeckt sein) und definitiv Zahnsachen. Zahnersatzsachen kosten z.B. bei einem Implantat und Krone dazu rund 2500 Euro, das ist nicht wenig und das können sich viele nicht leisten und es gibt ja auch Leute mit fehlenden Anlagen, das ist dann halt viel „Pech gehabt“. Genauso Zahnregulierungen (außer sie sind wirklich nur Schönheitskorrekturen, da der Zahn nicht 100% perfekt steht, da fände ich es ok wenn sie kneifen ;) )

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    1. Meine Tochter hat einen Überbiss von 13 mm, dies kommt wahrscheinlich vom vielen Nuckeln an den Fingern im Säuglings- bis Kleinkindalter und damit bin ich ja dann eigentlich selber schuld. Ich hätte Nachts ja auch ihre Hände am Gitterbettchen festtackern können. Scherz beiseite, selbst Handschuhe, Mullbinden und so ein Antilutschzeug, welches man auf die Finger schmieren konnte und saubitter war, hatte nicht geholfen. Sie gewöhnte sich das Nuckeln erst mit 6 Jahren selber ab, ich hatte mit allen Versprechen von ganz tollen Sachen bis zu Sanktionen keinen Erfolg… …in ihrem Fall zahlt die Kasse allerdings die kompletten Kosten für eine „Kassen“-Klammer. Da wir es etwas fortschrittlicher wollen und sie auch zur professionellen Zahnreinigung soll müssen wir ca. 800 € dazu bezahlen. Auf 4 Jahre gerechnet ist das , für uns, ein bezahlbarer Betrag.

      Für Brille, Implantate, Füllungen usw. haben wir eine Zusatzversicherung, die sich für uns schon lohnt, weil wir Brillenträger sind und auch mal Kosten für den Heilpraktiker anfallen, die bis zu einem gewissen Punkt von der Versicherung mitgetragen werden…

      Ich finde es schon besser, in irgendeiner Form, abgesichert zu sein. Gar nicht versichert zu sein ist wie Russisches Roulette. Kann gut gehen – muss aber nicht. Und wenn dann das Haus für eine Bypass-OP mit anschließender Reha draufgeht ist das schon irgendwie doof…

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      1. Ich meinte ja damit nur Zusatzsachen, ich bin wie oben schon geschriebne absolut für Versicherungen :)

        Ich fände es eben gut, wenn dann noch Sachen wie Sehhilfen + Zahnersatz drinnen wären, denn das ist schnell mal teuer.
        Eine dreijährige Kieferortobehandlung kostet im Schnitt 5000 Euro, von der Krankenkasse kriegt man mit Glück rund 1000. Braucht man jetzt noch Zahnersatzsachen oä, also eine chirurgische Behandlung ist man schnell bei 2500 – 5000 oder mehr Euro dazu. Da übernimmt die Krankenkassa dann pi mal Daumen unter 20%, also vom chiurgischen.

        D.h. insgesamt sitzt man nach wie vor auf rund 8000 Euro die man zahlen muss. Das können sich sehr viele Leute nicht leisten, aber Zähne sind nunmal doch was essentielles. ;)

        Die Argumente die oben irgendwo gebracht werden, dass die USA ja so prima und frei ist, finde ich persönlich zum kotzen. Das ist absolutes Klassendenken, wer hat der hat und wer nicht hat, der hat Pech. Und nach dem zu folgernd kann auhc jemand der hat mal schnell nichts mehr haben, wenn er OPs zahlen muss oä. ergo funktioniert das mal sowieso nicht.

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        1. Ganz Deiner Meinung, Mia… …manche Aussagen sind nicht von großer Weitsicht und Reife gekrönt. Viele Menschen werden erst hinterher schlau… …

          Wenn man in den USA im Krankenhaus auf dem Flur liegen muss und froh ist, ein Bett zu haben. Vor sich hin blutet oder einen Herzinfarkt hat und nicht behandelt wird, weil man keine Krankenkasse hat und dann sieht, wie einer mit KK eine Warze entfernt wird, dann wird man vielleicht wach… …oder stirbt halt, weil man NIE irgendwas in die Gemeinschaft eingezahlt hat und kann dann erleuchtet mit den Flügelchen schwingen, die man dann vielleicht bekommen hat…

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  11. Die Vorschläge für Zahnersatz und Brillen finde ich auch sinnvoll. Für Patienten mit Psoriasis oder Neurodermitis sollten auch die Cremes und Bäder von der Kasse übernommen werden. Die cortisonhaltigen Salben sind zwar für die Schübe gut geeignet, aber die Cremes und Pflegemittel für zwischendurch belasten den eigenen Geldbeutel schon immens.

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  12. Ja, Kostenübernahme für Brille und Zahnersatz würde ich auch gut finden (in normalem Rahmen).

    Sämtliche sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen sollten auch übernommen werden – diese blöde IGEL-Regelung in Deutschland ist meiner Ansicht nach kompletter Blödsinn.

    Ich verstehe immer noch nicht, wieso ich bei bekanntem Risiko die 35 Euro für ein Ultraschall beim Frauenarzt selbst zahlen soll -und da macht man das natürlich nicht immer, grad wenn man knapp bei Kasse ist. Meiner Ma gings genauso und als sie dann richtig krank wurde, da musste die Kasse dann OP, Chemo usw. bezahlen (sind mal eben Zehntausende Euro). Wieviel billiger wäre die Vorsorge und das Entfernen des Tumors im Frühstadium für die Kasse geworden…MItterweile hat meine Ma alles überstanden, aber trotzdem…Langfristiges, sinnvolles Denken scheint unseren lieben Krankenkassen abhanden gekommen zu sein.

    Aber was reg ich mich auf, gibts eventuell etwas Baldrian für mich auf Rezept ? ;-)))
    Gruss Andrea

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  13. Achja, ich hätte gern 3mal im Jahr jeweils 3 Wochen Urlaub am Meer auf Rezept. Wo bitte kann ich das abholen? :)

    Anonsten wie meine Vorschreiber: Brille und Zahnsachen.
    Ich gehöre zu denen die aus Veranlagung schlechte Zähne haben. Putzen, Zahnseide, alles und trotzdem brökelt immer irgendwo was.
    Momentan müssten 2 Zähne eine Krone bekommen, unbezahlbar für mich im Moment. Ich kann nur hoffen das die Zähne noch etwas durchhalten….

    Und Fingerhut? Mit deiner Idee kann es dir sehr schnell passieren das du mit nichtmal 50 nicht nur krank und mittellos, sondern auch noch obdachlos bist.
    Medikamente sind teuer. Und ich bin heilfroh das es Krankenkassen gibt, sonst müßten wir chronisch Kranke vermutlich „entsorgt“ werden.

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  14. Brille/Kontaktlinsen; Zähne, Pille!
    Der Spaß ist nämlich auch nicht billig. Allein für Kontaktlinsen und Pille brauch im Jahr mind. 300 Euro aufwärts. Trotz Zuzahlungsbefreiung.

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    1. Mmh, Kontaktlinsen? Die halte ich ja eher für „Privatvergnügen“. Sind im Vergleich zu einer (günstigen) Brille ja doch ziemlich teuer. Die Kostenübernahme von Brillen – solange es nicht das schickimickirahmenlosvergoldete Modell sein muss – oder wenigstens der Gläser ist in meinen Augen aber sinnvoll.

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      1. Bei Kontaktlinsen muss ich sagen: Jein. Als ich das letzte mal beim Augenarzt war, meinte die (sonst eine absolute Linsen Gegnerin) ich sollte es mal damit versuchen, weil man ab einer bestimmten Stärke mit Brillen nicht mehr so gut ausgleichen kann wie mit Linsen. Zumindest für mein n=1 kann ich das bestätigen: mit festen Linsen kann ich deutlich besser als mit Brille sehen.
        Ich finde es sollte da einfach einen Grundbetrag alle paar Jahre geben, den man erstattet kriegt egal welche Art der Sehhilfe man sich kauft, was dadrüber geht bezahlt man eben selber. Dabei könnte man ja sicher eine Staffelung einbauen und eben so berücksichtigen, dass stärkere Sehschwächen anders ausgeglichen werden müssen (Gläser können dann auch teurer werden, wenn man welche nimmt, die noch vertretbare Dicke und Gewicht haben.)

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        1. Ist tatsächlich so. Meine ersten Kontaktlinsen (das war so 1997/98) bekam ich noch komplett von der Krankenkasse bezahlt – womit ich vorher überhaupt nicht gerechnet hatte – weil mein Sehfehler ebenfalls so deutlich besser ausgeglichen wird als mit der Brille. Zur Brille musste man damals schon einen ganzen Happen zuzahlen soweit ich mich erinnere. Aber egal, heute ist ja beides reines Privatvergnügen. Was ich, wie gesagt, ziemlich unverständlich finde, denn wenn ich zum Beispiel mich ohne Sehhilfe durch die Welt bewegen würde, wäre ich sicher auch eine Gefahr für die Allgemeinheit.

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  15. Ich kann durchaus verstehen, dass es einem nicht gefällt, wenn man den Zahnarzt, seine Brille oder die Pille mit 30 Jahren selbst zahlen muss.
    Allerdings brauche ich mir da nur ansehen, was 70jährige Frauen mit 500 Euro Rente in der Apotheke alles selbst zahlen müssen und nicht von den Kassen erstattet wird. Da sind die 100 Euro für die Brille mit 30 Jahren echt ein Klacks dagegen.

    Allgemein irritiert es mich immer, wenn sich Leute unter 40 Jahren beschweren, was die Kasse nicht zahlt. Dort ist das eigentlich immer nur ein gringer Geldbetrag, der selbst finanziert weren muss und normalerweise auch kann. Mit 60 Jahren und mehreren Erkrankungen geht es erst richtig an den eigenen Geldbeutel, da gibt man dann seine Rente hauptsächlich für seine Gesundheit aus.

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    1. Ich verstehe den Ansatz aber: Bei meiner Brille kostet ein einzelnes Glas schon deutlich über 100 Euro. Mich ärgert dabei auch weniger, dass die Brille nicht oder noch nichtmal teilweise übernommen wird, sonder, dass stattdessen meine Beiträge dafür benutzt werden, dass irgendwo ein Scharlatan mit seinem Akupunktur Hokus Pokus Geld verdient. Zu allererst sollten die wirklich wichtigen udn sinvolle nSachen bezahlt werden.

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      1. Ja, da hast Du recht.
        Aber wie Du weiter oben bei der Diskussion mit Fingerhut86 schon argumentierst: Man benötigt eine Krankenkasse in erster Linie für schwere Erkrankungen, die man selbst nicht mehr finanziell tragen kann. Auch wenn man wie Du Student ist, kriegt man die 200 Euro für die Brille noch weg (notfalls über die Eltern oder über Erspartes).
        In der Apotheke hat man auch öfters das Gejammer über die 20 Euro für Medikamente bei banalem Schnupfen (Schleimlöser, Nasenspray, Ibuprofen) und warum das die Kasse nicht übernehmen würde. Früher ist man halt wegen jedem Wehwehchem zum Arzt gegangen und der hat dann das Zeugs auf Kassenkosten aufgeschrieben. Meiner Ansicht nach muss das nicht sein.

        In erster Linie sollten daher meiner Meinung nach vor allen Dingen alte Menschen mit geringem Einkommen wieder mehr von der Kasse erstattet bekommen. Gerade diesen Personenkreis trifft es hart, wenn gute verschreibungsfreie Medikamente (Magnesiumtabletten, Gingium, etc.) nicht mehr erstattet werden und sie einen Großteil ihres Einkommens dafür aufwenden müssen, während der Personenkreis unter 50 Jahren halt mal einfach in eine neue Brille anstatt in das neue IPhone oder den neuen Flachbildfernseher investieren muss.

        Was die Ausgaben der Kassen für Kristallaurahokuspokustherapie angeht, haben wir eh dieselbe Meinung, oder? :-)

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        1. Zustimmung! Und da ich den Zahnarzt oben aufs Tapet gebracht habe, möchte ich darauf hinweisen, dass ich das genau mit dieser Einschränkung gemacht habe: Jährlich ein paar hundert Franken kann ich auch als Studentin budgetieren (und muss sie zum Glück nicht immer ausgeben), eine Absicherung hätte ich gerne für mögliche vierstellige Rechnungen. Das Gejammere meiner deutschen Mittelschichts-Bekannten über Praxisgebühr und selber zu zahlende Vitaminpräparate o.Ä. empfinde ich als lächerlich.

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          1. Zahnsachen wie Anna schreibt, unterschiedliche Beträge: Unterschied zwischen normaler Behandlung (auch schnell mal um die hundert Euro oder mehr weg, wenn man Füllungen braucht und eben weiße will) und Unterschied zwischen Orto/chirugigischen Behandlungen (die zack in den tausenden sind.
            Das tut als unter 40 jähriger auch schon weh.

            Brille oder normaler Zahnarzt: Ja, sicher leistbar. Kann man halt mal am WE ein Monat nicht weggehen oder dergleichen, dann hat man solche Sachen wahrscheinlich wieder drinnen. Oder indem man sich mal ein Monat von Nudeln ernährt wenn es wirklich eng ist. Ich verstehe aber auch, dass Leute motzen, wenn sie sich ein Monat von Nudeln ernähren müssen ;) Muss halt dennoch mal sein, aber darf ja dann ohne Begeisterung sein *g*

            Mir hat Akupunktur übrigens schon gegen was chronisches geholfen. Placebo oder tatsächliche Hilfe: Ich bin froh, dass die Krankenkassa mich da unterstüzt hat, denn sonst hätte ich es mir nicht leisten können und die Beschwerden sind wesentlich besser. Und in Summe kommt es die KK wahrscheinlich günstiger, da ich nun deshalb nicht mehr zum Arzt muss.
            Also „Hokuspokus-Gegner“ hin oder her: Selbst wenn teilweise nur das Placebo hilft, insgesamt kommt es selbst deshalb manchmal zum Ersparnis.

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          2. @Mia: Ja, dann hätte ich aber gerne meine Schokolade, den letzten Urlaub und und und auch von der Kasse bezahlt. Klar es geht mir subjektiv viel besser, wenn ich erkältet bin und mich mit einer Tafel Schokolade oder einem guten Buch davon ablenken kann. Das ist aber nicht der Sinn der Krankenkasse. Sinn der Krankenkasse ist es nicht Luxus und Wohlfühlpakete zu bezahlen sondern richtige Medizin.
            Medizin, von der man weiß und jederzeit wieder neu nachweisen könnte, dass sie hilft. Und zwar, dass sie mehr hilft als die eigenen Einbildungskraft.
            Wenn Sie also wirklich Glaubuli und Akupunktur bezahlt haben wollen, meine Frage: rennen Sie auch für Ihren anderen Würfelzucker und für Ihre Nähnadeln zur Krankenkasse und wollen das bezahlt haben?

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          3. @anna: Ja, die Deutschen jammern gerne. :-)

            @Mia: Gut, die Sache, dass bei Euch in der Schweiz der Zahnarzt gar nicht bezahlt wird, finde ich hart. Hier bekommst Du normale Füllungen (auch weiße) bezahlt; Inlays, Kronen, Brücken, etc. werden aber auch nur teilweise bezahlt.

            Was das Argument „Weggehen“ betrifft. Du hast wahrscheinlich auch ein Auto. Das muss auch mal zum TÜV oder hat eine unerwartete Reparatur. Das muss man auch selbst finanziell wegstecken.
            Was mich halt immer wieder stört ist diese Vollkaskomentalität, also die Tatsache, dass hierzulande jeder meckert, weil er mal ein paar Euro selbst zahlen muss. Und anschließend wird das IPhone ausgepackt, sich eine Fluppe angezündet und im BMW Platz genommen. Aber wehe, wenn man für sein Schnupfenmedikament mal 20 Euro aus eigener Tasche zahlen muss.

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          4. @Sechstelgott: Es handelte sich um Migräne – da geht es weniger darum ob ich einen kleinen Zuckerfettschub wie Schokolade brauche um mein Befinden um zehn Minuten zu verbessern, oder ob es darum geht, dass ich hier und da einfach nichts mehr tun kann. Was bei Migräne vorkommt, wenn man sich bei jedem Schritt nur noch übergeben möchte. Ist also meiner Meinung nach doch ein Unterschied – und die Akupunktur hat da scheinbar tatsächlich geholfen, zumindest sind die Anfälle seit der Behandlung wesentlich zurück gegangen. Tabletten helfen leider bei einer echten Migräne mäßig, glaub mir ich habe ziemlich alles versucht.
            Und nein, ich verlange sicher nicht, dass meine Globuli oä von der KK übernommen werden, genauso wenig verlange ich ja, dass mein Hustensaft übernommen wird. Obwohl der ja durchaus auch nötig ist. Aber ich differenziere da durchaus in leistbar und weniger leistbar. Medikamente die man dauerhaft einnimmt und die dann ja auch fast immer Rezeppflichtig sind, sind halt meist nicht so leistbar. Genauso wie Zahnsachen die eben notwendige Regulierungen beinhalten.
            Dass man den Alltagkram selbst bezahlt, finde ich absolut in Ordnung und fechte ich sicher nicht an.
            Etwas wie Akupunktur hätte ich mir tatsächlich so nicht leisten können, deshalb bin ich der KK doch dankbar, dass sie das unterstützt hat. Da es mir geholfen hat. Hätte es nicht geholfen, wäre es natürlich doof. Und ich verstehe durchaus die Stimmen gegen Unterstüzung solcher Behandlungen. Ich finde den Sinn oder Unsinn muss jeder für sich entscheiden. Ich werde hier sicher keine Diskussion starten, was sinnvoll ist und was nicht und ob Globuli der böse Geldsaugende HUmbug sind wie manche meinen, oder doch etwas wert. Ich finde diese Diskussion ist eher Zeitverschwendung, denn das muss jeder für sich selbst wissen. :)

            @McCloud Ich bin gar kein Schweizer *g* Bei uns ist es bisher immer so gewesen: Füllung mit Amalgan ja. Alle anderen nein. Weiße Füllungen gibt es in zwei Ausführungen einmal günstger und ienmal teurer. Ich mein, wenn die Füllung vorne, also deutlich sichtbar ist, dann wird auch weiß übernommen.

            Und ja, ich bin da gnaz bei dir: Ich finde es auch lächerlich ,dass wegen jedem Euro gejammert wird. Ich finde die ganze Geiz ist Geil- Gesellschaft aus eher nervig. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man dauernd das neuerste Apfelprodukt braucht, baer dann z.B. zu geizig ist vernünftiges Essen einzukaufen. Essen ist doch irgendwie langfrisitg der Teil, der wichtiger sein sollte.
            Ich habe übrigens kein Auto, denn das könnte ich mir aktuell definitiv nicht leisten. Da ich eben derzeit noch so rechnen muss, dass ich Dinge wie Zahn und Co. finanziert bekomme. Ich bestize auch kein I-Phone, da ich keinen Sinn darin sehe mehrere hundert Euro auszugeben entweder direkt oder indirekt indem ich halt ienenr teuren Vertrag habe. Ich bin altmodisch und das Handy ist für mich immer noch ein Gebrauchsgegenstand. INternet am Handy kann durchaus praktisch sein, aber ich muss auch nicht dauernd per Mail und Co. erreichbar sein und ich finde es absolut unnötig dauernd via FB bekannt zu geben wo ich bin. Ich halte das irgendwann für verschwendete Zeit. Um die Zeit tut es mir nämlich wesentlich mehr leid als um die paar Euro die ich hier und da ausgeben muss. Ich kämpfe allerdings auch nie um 3% Rabatt wie manceh Leute das tun (hab auch mal eine Weile im Verkauf gearbeitet), speziell nicht wenn ich gleichzeitig die teueren Markenklamotten trage (tue ich nun nicht, war nur ein Beispiel ;) )

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          5. @Mia: Nei nes ist eben keine Sache, die jeder für sich entscheiden muss. Das Prinzip der KK sieht nämlich vor, dass jeder für jeden mit einzahlt. Ich bezahle also auch dafür, wenn irgendwer wider jede Evidenz Akupunktur beansprucht. Und in Ihrem Fall mag die „geholfen“ haben, aber die Tatsache, dass sie eindeutig nur über den Placebo Effekt hilft bedeutet ganz einfach, dass Schokolade – wenn man nur genug dran glaubt – ganz genauso geholfen hätte. Nichts anderes bedeutet es, wenn in einer Studie kein signifikanter Unterschied zwischen Placebo und Verum Gruppe auftritt. Das heißt nicht, dass es nur bei manchen hilft, aber bei denen dann auch sinnvoll und reproduzierbar, weil die irgendwelche anderen Ionenkanäle haben als der Rest. Es heißt einfach nur, dass sich eine besser eingebildet haben behandelt zu werden.
            Wenn ich KK Beiträge zahle damit sich dann irgendein Betrüger ein dickeres Auto leisten kann, dann finde ich schon, dass man darüber diskutieren sollte und ich ein Mitspracherecht haben sollte.

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          6. Gerade bei Migräne ist die Akupunktur allerdings relativ sicher, wissenschaftlich belegt, tatsächlich hilfreich, ich zitiere Wiki:
            „Bei Migräne war der Therapieerfolg einer Akupunktur über 6 Wochen mindestens so hoch wie derjenige einer 6 monatigen prophylaktischen medikamentösen Therapie, mit täglicher Einnahme von Betablockern.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Akupunktur )
            bzw.
            „Die 2009 aktualisierten internationalen Cochrane-Reviews, deren Resumee wesentlich durch die Ergebnisse der gerac-Studien beeinflusst wurden, kommen zu dem Schluss, dass die Akupunktur „eine wertvolle nicht pharmakologische Therapiemöglichkeit bei Patienten mit häufigem episodischem Spannungskopfschmerz darstellt“ und dass die „Akupunktur bei Migräne mindestens so wirksam, möglicherweise auch wirksamer, als eine medikamentöse prophylaktische Therapie ist, und dies bei geringeren unerwünschten Wirkungen““
            Und ja natürlich habe ich auch die Kritik an der Studie gelesen. Allerdings hat sich nach Untersuchtung doch deutlich die Tendenz abgezeichnet, dass sie scheinbar tatsächlich hilft. Da ist es für mich doch ein großer Unterschied sowas mitzuzahlen oder aber einen BMW ;)

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          7. Ja die Akupunktur war vielleicht besser als Medikamente, aber es gibt bei – seriösen, sinnvoll strukturierten Studine – immer noch eine Placebo Akupunktur Gruppe, sprich jemanden der einfach mit viel Hokus Pokus planlos Nähnadeln irgendwo reinsteckt.
            Zwischen den beiden Gruppen gab es meines Wissens nach noch in keiner Studie einen Unterschied.
            Dass die Medikamente noch weniger wirken kann mehrere Gründe haben:
            1. Es gibt einfach kein sinnvolles Medikament gegen Migräne.
            2. Teilnehmer einer solchen Studie haben eventuell schon ein gesteigertes Interesse (und damit einen stärkeren „Glauben“) an Akupunktur und eventuell eine Abneigung gegen „Chemie“ (Ich würde z.B. an solch einer Studie nicht teilnehmen wollen, weil ich kein Nadelkissen spielen will.), weshalb die Medikamente weniger wirken (auch so kann der Placeboeffekt wirken), bzw. die Akupunktur einen stärkeren Effekt als bei der Durchschnittsbevölkerung hat.

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          8. Wir können da nun natürlich noch ewig hin und her und jeder wird seinen Standpunkt verfechten können ;)

            Ich beschreibe einfach meine Sicht: Ich habe weder etwas gegen Chemie, ich verwende sie auch in Form von Schmerztabletten und Co. „regelmäßig“, wenn „notwendig.“ noch glaube ich dringend an Nadeln, einfach deshalb da ich Nadeln hasse. Mein persönlicher Glaube an Akupunktur war soweit ich das beurteilen kann neutral. Ich dachte ausprobieren kann nicht schaden, wenn es hilft hilft es wenn nicht das nicht. Und scheinbar hat es das.
            Das reicht mir für mich persönlich einfach. Ich verstehe durchaus was du meinst, dass du keine Lust hast für mich zu zahlen. Ihc bin dennoch froh, dass ich Unterstüzung bekommen habe. ;)

            Ja, es gab bisher noch keinen eindeutigen Beweis, dass die Nadeln wenn die punktgenau gestochen wurden besser wirken als andere. D.h. die Annahme, dass es sich nur um Placebos handelt, ist relativ logisch. Was aber scheinbar bestätigt ist ist, dass es hilft.
            Und warum ist es dann so verwerflich, wenn es hilft? Ist es besser ich zahle einem Migränepatienten sechs Monate lang seine Medikamente, anstatt dass ich 6 Wochen mit Nadeln arbeite, wenn die Erfolgschance relativ gleich hoch ist?
            Da verstehe ich das Problem dahinter einfach nicht – es hilft- es ist auch eine Therapieform. Warum kann ich die dann nicht untersützen, nur weil sie eben nicht so greifbar ist wie Tabletten?
            Die Wirksamkeit ist ja nun schon recht bestätigt? Ich verstehe wenn man sagt, die Globuli will man nicht zahlen, da es da keine untersützenden Studien und Co. gibt, dass sie was bewirken, wenn aber eine alternative Methode nun schon recht belegt ist, sie dennoch so enorm abzulehnen, finde ich irgendwann schade.

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          9. bzw. als Zusatz was ich meine: Ich verstehe einfach in solchen Fällen nicht, warum es okay wäre die medikamentöse Behandlung zu untersützen, aber die Aku nicht. Gerade dann, wenn die Aku scheinbar relativ gleiche Erfolge erzielt wie die andere, aber in kürzer Zeit. Dann müsste ich doch rein rechnerisch für die KK immer das kürzere vorziehen. Und wenn es „nur“ Placeboeffekte sind, ist es ja schlussendlich gehupft wie gesprungen, wenn ich dadurch Kosten einspare + Arbeitskraftausfälle vermeide.
            Darum leuchtet mir in solchen Fällen die kategorische Ablehnung nicht ein :)

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          10. @Mia&Sechstelgott, wenn ich mich kurz einmischen darf.
            Vernünftig ist die Haltung einiger Krankenkassen, alternative Heilverfahren erst mal nicht zu zahlen, allerding gegen einen sehr geringen Zusatzbeitrag (ich glaube: unter 10 Euro) alternative Verfahren ebenfalls zu bezahlen.
            So kann jeder die Versicherung wählen, die er möchte. Wer von alternativen Verfahren überzeugt ist, wählt die etwas teuere Variante; wer nicht davon überzeugt ist, eben die preisgünstigere.

            Nebenbei, auch wenn ich selbst kein Freund von alternativen Richtungen bin: Globulis kosten etwa 6 Euro und dürfen eh nur noch für Kinder unter 12 Jahren aufgeschrieben werden. Das sind geringe Kosten; die finanzielle Problematik in unserem Gesundheitssystem sehe ich an anderer Stelle.
            Und wenn einige Kassen alternative Behandlungen zahlen, dann ist das für diese Kassen ein nettes Marketingargument um halt die etwas alternativer eingestellte Kundschaft anzuziehen. Ich lasse den Kassen diese wirklich sehr geringen Ausgaben als Werbungskosten (oder Kosten für Reklame) durchgehen. Falls ich das nicht will, suche ich mir halt ne Kasse, die alternative Behandlungen nicht zahlt.

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