telefonische Beschäftigungstherapie

Wir bleiben beim Telefon … Es ist Sommer und in Apotheke und Drogerie etwas ruhiger – nur scheint das niemand dem Telefon gesagt zu haben.

Das klingelt … und klingelt.

Pharmama: „Pharmamas Apotheke, Pharmama am Telefon.“
Frau: „Frau M., ist Herr W. da?“
Pharmama: „Tut mir leid, aber bei uns arbeitet kein Herr W. – oder meinten sie einen Kunden?“
Frau: „Aber er hat mir vorher ein mail geschickt, ich soll ihn anrufen.“
Pharmama: „Wohin denn?“
Frau: „Na in die Steuerberatung, wegen der Rückforderung.“
Pharmama: „Hier ist die Apotheke.“
Frau: „Oh, da habe ich wohl die falsche Nummer erwischt.“

… und gleich danach:

Pharmama: „Pharmamas Apotheke, Pharmama am Telefon.“
Mann: „Ist der Herr Inhaber hier?“
Pharmama: „Nein, der ist nicht hier. Um was geht es?“
Mann: „Könnten sie mir jemanden von der Betriebsleitung geben?“
Pharmama: „Am Apparat.“
Mann: „Ich hätte da ein grossartiges Angebot zum Anlegen in Aktien, die …“
Pharmama: „Kein Interesse. Wiederhören.“

…  und noch etwas später:

Pharmama: „Pharmamas Apotheke, Pharmama am Telefon.“
Frau: „Institut XY für Meinungsumfragen. Wir führen für die Firma … eine Umfrage durch im Bereich Lebensmittel und Einkäufe. Hätten sie einen Moment Zeit?“
Pharmama: „Lebensmittel? Einkäufe? Ihnen ist schon bewusst, dass sie während der Arbeitszeit in einer Apotheke anrufen, ja?“
Frau: „Ja? Und?“
Pharmama: „Nein, tut mir leid, aber dafür habe ich jetzt wirklich keine Zeit.“

… ich denke, ich habe schon erwähnt, dass ich Telefone nicht besonders mag, oder?

Jedenfalls – für heute geht bitte jemand anders weiter ans Telefon. Irgendwelche Freiwilligen? Bitte??

22 Kommentare zu „telefonische Beschäftigungstherapie

  1. Hatte letzens von einem Versandhaus Anrufe. Mal was bestellt. Nun bekommt man eh andauernd Werbung von ihnen. Natürlich mit tausend Prozenten und immer kleinen Geschenken dazu. Und man muss erst drei Monate später zahlen.
    Das verlockt natürlich. Ihre Strategie haben sie ja gelernt.
    Nachdem ich beschlossen habe, ich habe alles was ich aktuell brauche, wandert das Zeug aktuell einfach in den Müll.
    Nun riefen mich die tatsächlich an:
    „Ja, hier Firma XY“
    „Moin, moin“
    „Nachdem sie nun schon so lange treuer Kunde bei uns sind, haben wir uns heute etwas besonderes für sie ausgedacht“
    (Anmerkung: Lange? Paar Monate. Treu? Dreimal was bestellt, aktuell sicher nicht, denn ich hab alles, und bei euch kann man ja nichtmal zurück schicken wie mir scheint und überhaupt jetzt nervt ihr langsam!)
    Ich: Aaaaaaaaah -Ja?
    Sie: Also *blablalbal*
    Ich: *schweig*
    Sie: Und…Sind sie noch da?
    Ich: Ja, *poliert inziwschen ihren Herd und widmet sich ähnlichen sinnvollen Dingen* und ich will gerade wirklich nichts bestellen…
    Sie: Verwenden sie unsere Produkte denn nicht mehr??????
    Ich: Ja, doch, aber ich hab für die nächsten Monate alles!
    Sie: Aber wir haben heute 50%!!!!!!!!!
    Ich: *ichhasseRudelzeichensatzzeichen* Ja, und ich bin versorgt!
    Sie: Aberaberaberaber
    Ich: *aktuellverliereichdieLustjewiederwasbeieuchzubestellen,verdammt,warumhabtihrmeinneuesLieblingsparfumundsonstkeiner!?*
    Danke, wirklich nicht!
    Sie: Schnauf!

    Eigentlich finde ich es eine Frechheit, ganz viele Leute lassen sich da nämlich sicher einlullen und durchs später zahlen kriegt man dann sicher wenn man nicht aufpasst höhere Summen zusammen. Sicher auch Eigenverantwortung. Aber ich finde es trotzdem eine Sauerei, wie sehr man da genau da ansetzt, und einfach Gewinn, egal um was. Die Stragien finde ich einfach unterste Schublade.

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      1. Oh, ich habe noch den Part ausgelasen, wo sie mir mir dann mitteilte, dass sie aber doch selbst auch ganz viele Produkte zuhause hat und man kann ja nie genug davon haben. ;)

        Hey, wenn man nebenbei am Telefon irgendwas machen kann… putzen geht mit eingeklemmten Telefon ja prima. Dann ist die Zeit quasi richtig sinnvoll genützt ;) Außerdrem dauerte das Gespräch trotz allem nur 1,06 Minuten.
        Dreist fand ich eher noch, dass sie mich Abends anrief, wo eigentlich Feierabendzeit gewesen wäre.

        Bzw. dass in ihren Werbesachen zuletzt auch Werbungen von anderen Unternehmen drinnen waren. Wenn man da nicht genau guckt (auch z.B. Gewinnspiele) macht man plötzlich wo ganz anders mit als man ursprünglich dachte, bzw. bestellt auch plötzlich woanders. Gerade bei älteren Leuten ist die Erfolgsquote da sicher hoch genug. Und sowas ärgert mich enorm! Genauso wie Vertreter die gezielt bei alten Leuten anläuten. Das gehört sich einfach nicht. Aber das ist leider einfach ein Wunschdenken, dass die Leute die so Verkaufsorientiert sind, da irgendwo ein wenig mehr Moral entwickeln. :-(

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  2. Ist das rechtlich in der Schweiz und/oder in Unternehmen anders? Wenn ich von jemandem nicht noch einmal angerufen werden möchte (vor allem, wenn ich mit denen bisher nichts zu tun hatte), fordere ich sie auf (nicht „bitten“, das ist nur freiwillig), sämtliche meiner Daten zu löschen und mich nicht mehr zu belästigen. Dem entsprechend verabschiede ich mich auch nicht mit „Wiederhören“ ;-) Aber bisher ists bei mir telefonisch auch sehr ruhig :-)

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  3. Normalerweise bin ich ein geduldiger Mensch und auch leidlich freundlich. Aber als ich vor einigen Monaten einmal in der PZ oder in der DAZ einen Artikel gelesen habe, der die schöne Überschrift hatte: „Manchmal hilft nur unfreundlich sein!“, habe ich mir gedacht, dass das (leider) genau stimmt.
    Ich habe nicht um diese nervtötenden Anrufe gebeten, ich habe keine Zeit mich damit auseinanderzusetzen und vor allem ICH HABE KEINE LUST dazu.

    Wenn ich meinem Telefonpartner (Partner?) sage, dass ich kein Interesse habe, darf dieser mich nicht fragen warum das so ist, wenn ich mehrmals gesagt habe, das ich kein Auto kaufen möchte, will ich keine Auskunft darüber geben, wie mein Interesse doch noch geweckt werden kann und wenn kein Altgold zu verkaufen habe ist das auch noch nach der zweiten Nachfrage so.

    Die Krönung hatte ich diesbezüglich vor einigen Jahren, als ich durchaus freundlich das völlig idiotische Angebot abgelehnt hatte und gerade auflegen wollte, hörte ich noch laut und vernehmlich von meinem Gegenüber: „Du Arschloch …“

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  4. da bin ich aber froh, dass es in der „gelobten Alpenrepublik“ nicht anders ist als bei uns in D :-D
    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende
    Hajo

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  5. Du haettest sagen sollen „okay Sie haben 30 sekunden zeit“ und dann auf die uhr schauen und genau nach 30 sekunden „okay zeit abgelaufen“ und auflegen… ;-)

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  6. Kenn ich auch. Wenn ich auf das Sternchen im Telefonbuch hinweise, werden sie etwas leiser. Aber nicht alle. Dann sag ich, „wissen Sie, ich hab hier gar nix zu sagen; ich bin nur der Pastor.“ Und lege auf.

    Auf der privaten Leitung rief mich dieser Tage jemand an, den hab ich gleich unterbrochen: „Wissen Sie, bevor Sie weiterreden, sollten Sie wissen, daß dieser Anschluß auf der Roten Liste steht.“ Er hat sich immerhin entschuldigt… (rote Liste: kein Eintrag im Telefonbuch, keine Auskunft, keine Werbung!)

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    1. Ganz toll finde ich, wenn sie anfangen zu diskutieren, dass das ja keine Werbung sei – sonder Produkteinfo oder dergleichen.
      Rote Liste? Ich glaube das gibt es bei uns noch nicht.

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  7. Ich will es ja nicht verschreien, aber in letzter Zeit haben wir Ruhe vor den Anrufen. Sicher ist der Job der Person im Call-Center nicht einfach. Ich möchte ihn nicht machen müssen. Aber alles gefallen lassen muss man sich deswegen auch nichts.

    Dafür gibt es reichlich „Stände“ in der Innenstadt, die einem was verkaufen wollen. Tierschutzverein, Rettungsdienste usw. Die gehen teilweise recht aufdringlich auf die Fussgänger zu. (Meist stehen sie eh zum 5. oder so an einem Stand.) So viel zahlen könnten die mir gar nicht, dass ich mit denen reden würde. *g*

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  8. Callcenter-Agent möchte ich echt nicht sein. Die meisten sind ja ganz nett und verstehen ein „Nein“ oder senden dann das Angebot per Post zu, falls es doch in Frage käme.
    Wir verlagen in der Firma immer alles schriflich.
    Manche Anrufer werden dann sogar richtig sauer, da ihre Angebote ja nur telefonisch gelten würden. Schrifltich geht nicht, und überhaupt, wir würden der Firma schaden blablabla… Aber unsere Standardantwort lautet: entweder schriflich oder gar nicht.
    Wenn der Anbieter sein Angebot wirlich ehrlich meint, dann sendet er uns das Angebot auch schriflich zu.

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  9. kenn ich… hab mal in einer WG gewohnt. Meine Mitbewohnerin stand grad am Herd und ichhabe das Telefon angenommen:
    Dame: spreche ich mit Frau XY?
    Ich: Nö
    Dame: ich möchte Frau XY sprechen.
    Ich: *knurrte in den Hörer* mei Sklav hat koi Zeit.

    Meine MB hat sich schief gelacht.

    Ein anderes Mal wurde sofort aufgelegt, als ich mich meldete mit:
    Rechtsanwaltskanzlei Müller und Söhne.

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    1. Danke für „mei Sklav hat koi Zeit. „, daß habe ich notiert, was besser ist als nur merken. Ich werde Sprechübungen machen, wegen dem Dialekt und damit es echt klingt.

      Der Spruch wird das Arbeitsleben im Großraumbüro etwas aufheiternder gestalten.

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      1. Hi freiheitssymbol,

        am besten in Deinem eigenem Dialekt. Von der Tonlage und Aussprache her drohend und knurrend.
        Halt wie son dominanter Vogel der keinen Widerspruch duldet..
        Viel Erfolg.

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  10. Wir bekommen keine nervigen Anrufe mehr, seit ich vor einigen Monaten sagte:
    „Lotterie? Eeeehm…. ich glaube, dass muss ich erst mal mit meinem Bewährungshelfer besprechen, ich weiss nicht ob ich das selbst schon entscheiden darf.“
    Vermute mal, wir sind jetzt auf einer roten/schwarzen/neonfarbigen Liste drauf.

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  11. Was denn, noch keiner hat das „Gegenskript“ (einfach googlen) erwähnt?
    Ich habs aber auch noch nicht ausprobiert, wahrscheinlich bin ich nie zu Hause, wenn die anrufen ;-)

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