Reisen mit Betäubungsmitteln innerhalb Europas – Schengen

Wer Medikamente nehmen muss, sollte sich vor Reisen informieren, wie es mit der Mitnahme in andere Länder damit steht.

Das gilt insbesondere für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen – ja, auch für Reisen innerhalb Europas, im Schengen-Raum.

Patienten die solche Medikamente mitnehmen müssen sollten sich vom behandelnden Arzt eine Bescheinigung dafür ausstellen lassen. Die kann man übrigens hier herunterladen.

Die Bescheinigung enthält Personenangaben über den Patienten, dessen ID-Nummer sowie Angaben über das mitgeführte Medikament.

Wer nicht weiss, ob sein Medikament darunter fällt, kann in der Apotheke nachfragen oder die Liste auch vom Link oben herunterladen.

Es braucht für jedes Betäubungsmittel (verschiedene Dosierung oder verschiedene Menge) je ein Formular.

Dann muss die Stelle, die das Medikament abgibt, das Dokument noch bestätigen – das ist im Normalfall die Apotheke.

Eine Kopie geht an die swissmedic (das muss die Apotheke schicken – die für die ganze Arbeit im Gegensatz zum Arzt nichts verlangen darf).

Übrigens darf man nur die benötigte Menge für eine 30 tägige Behandlung mitnehmen – wer länger unterwegs ist, muss im Ausland für die Fortsetzung der Therapie sorgen (!)

Wer in Länder ausserhalb des Schengen-Raumes reist, sollte vor der Reise bei der Botschaft des Landes anfragen, wie die aktuellen Bestimmungen sind. Eine Liste der Ausländischen Vertretungen in der Schweiz findet sich hier:  http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/forrep.html

7 Antworten auf „Reisen mit Betäubungsmitteln innerhalb Europas – Schengen

  1. Ich nehme zwar kein Betäubungsmittel, aber doch täglich ein Medikament (Neo-Mercazole). Kürzlich habe ich mir überlegt, wie ich am besten vorgehe, falls mir die Tabletten im Urlaub abhanden kommen (zB. Handtasche wird geklaut oder so). Meine Lösung wird sein, dass eine Dose bei mir und eine bei meinem Mann versorgt wird, total doppelte Menge der für die Ferien benötigte Dosis.
    Aber was wäre, wenn aus irgendeinem Grund das Medikament weg ist? Mein Arzt ist auch in den Ferien, dort könnte man nicht anrufen. Könnte die Apotheke, die mein Dauerrezept hat, eine Apotheke im Ausland darüber informieren (per Fax) und würde das wohl genügen? Notfalls käme ich auch ohne die Tabletten einige Zeit über die Runden, aber was macht jemand mit Herzproblemen? Du hast ja auch schon über „Touristenkundschaft“ geschrieben.

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    1. Ich würde auf jeden Fall den Wirkstoff irgendwo aufschreiben – falls Du dort zum Arzt müsstest für ein Rezept.
      Ich hatte aber schon einen ähnlichen Fall, wo eine Apotheke in Spanien das von uns gefaxte Rezept akzeptiert und ausgeführt ab – ich schätze das kommt auf das Land an.

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  2. Liebe Pharmama,
    gleichgültig, ob die Prozedur, die Du beschrieben hast, nur in der Schweiz gilt, ist es ganz toll, dies mal in einer komprimierten Form zu lesen, ist es doch ein Anhalt für eigene Recherchen.
    Du hast Dir da sehr viel Mühe gemacht.
    Vielen Dank!
    Liebe Grüße
    Hajo

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