Ah. Ähh, Iiih.

Junge Kundin kommt und drückt der Pharmaassistentin eine Packung Nuvaring in die Hand: „Ich brauche eine neue Packung von denen, mein Dauerrezept ist hier.“
Die Pharmaassistentin merkt, dass noch etwas drin ist: „Da ist aber noch ein Ring drin!“
Kundin (unbeeindruckt): „Ja, das ist mein alter.“

Ah, ja. (Iiiih). Kann ich den ihnen entsorgen?

Für diejenigen, die das nicht wissen sollten: der Nuvaring ist ein Silikonring, der als Verhütungsmethode in die Scheide eingeführt wird und während 3 Wochen dort bleibt, wobei er kontinuierlich niedrigdosiert Hormone abgibt. So einen zurückzugeben (und zwar nicht im Rahmen von „alte Medikamente zum entsorgen“) ist ein bisschen, wie wenn man ein gebrauchtes Kondom in der Schachtel gibt und sagt: „Ich hätte gerne wieder solche“

35 Antworten auf „Ah. Ähh, Iiih.

  1. Kann man die den nicht waschen und wieder „aufladen“?

    … pfui Teufel!

    Andere Frage: Was ist Deine Meinung zu Nuva-Ring und Wechselwirkung mit Antibiotika, Johanniskraut und anderen eigentlich „Verhütungswirkung herabsetzende“ Stoffe?

    Da hört man ja so einiges. V.a. von Dr. Google… ;-)

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      1. In der Packungsbeilage steht eben: „… Infektionskrankheiten (z.B. Ampicillin, Tetrazykline)…“

        Jetzt wird ein „Antibiotikum“ eingenommen, dessen Wirkstoffliste NICHT die oben erwähnten Stoffe aufzählt.
        Könnte man meinen, dann ist alles bestens? Oder ist das „z.B.“ so zu interpretieren, dass es auch mit anderen Stoffen Probleme geben könnte….?

        Und was genau ist eine „Infektionskrankheit“? Werden dazu immer diese „Antibiotika“ verschrieben? Oder gibt es dagegen auch andere Medikamentearten? Gehören obige Stoffe zu den Antibiotika?
        … ich als Laie bin da etwas überfordert… :-(

        Die Frauenärztin sagt übrigens, mit Nuva-Ring sei das alles kein Problem. Das sei dort nicht wie bei der Pille, wo der Wirkstoff durch die Verdauung aufgenommen werden muss, wo eben die Wechselwirkung ansetzt. Beim Ring ist er gleich vor Ort.

        Aber warum dann der Hinweis? Irgendwann muss dann ja mal in einer Versuchsreihe jemand schwanger geworden oder der entsprechende Hormonspiegel im Blut abgesunken sein.
        Oder drucken die das nur da ab, weils bei der Pille auch drinsteht und da könnte es ja sein dass… also lieber alle Optionen offen lassen….

        Also bleibts beim Alten: „Im Zweifelsfall, im Minimum, einen Gummi drum!“

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        1. Hallo Lorem,

          bei Arzneimitteln müssen die Firmen das auf den Beipackzettel schreiben, was ihnen das Amt (genauer: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) vorschreibt. Dazu füllen sie ein Formular aus, in dem drinsteht, was das Arzneimittel behinhaltet usw. senden das ans Amt, und dann kommt – vereinfach gesagt, ein Text vom Amt, der auf den Beipackzettel muss. Deshalb sind manchmal auch solche komischen unverständlichen Hinweise drin.

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    1. Ich bin sicherlich nur ein Einzelfall, aber ich möchte doch gerne von meinen Erfahrungen berichten, denn wenn Du nach den Wechselwirkungen fragst, könnten dich ja vielleicht auch mögliche Nebenwirkungen interessieren:
      Ich habe von Oktober – Dezember 2009 die Ringe eingesetzt. Von Monat zu Monat wurde meine Abbruchsblutung massiver. Im letzten Monat sah sie wie folgt aus: 2 Wochen Blutung (extrem stark, mit Koagel, die regelrecht heraus gefallen sind), Tampons Super Plus (größte Größe) mussten tagsüber alle 45 Minuten gewechselt werden (zusätzlich habe ich eine Binde für die Nacht getragen). Krampfartige, wehenartige Schmerzen hatte ich obendrein. Achja: dann 4 Tage Pause, dann nochmals eine Blutung, wie ich sie normalerweise hatte. Habe dann den Ring abgesetzt. Jetzt ist genau ein Jahr vergangen (ohne weitere hormonelle Verhütung) und meine Periode ist immer noch sehr stark, (8 Tage, sehr stark für die ersten 5 Tage – zum Vergleich September 2009: 4 Tage, mittel bis leichte Blutung).

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      1. Ganz schön krass.
        ich hab dagegen fast gar keine Blutung mehr in der entsprechenden Woche. Nur minimal. Und wenn bisserl Stress auf Arbeit dazu kommt, dann kommt es vor, dass die Blutung komplett ausbleibt.

        Das PMS bleibt leider in keinem der Fälle aus *lach*

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        1. Hast recht… ich kannte Koagel bis dahin nicht und diese Blutung hat mich doch sehr erschreckt.

          Ich beneide dich, so ein bisschen PMS würde ich gerne dafür eintauschen :-)

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  2. Hmm, *lecker* und das zum Frühstückskaffee.

    Aber immerhin hatte sie das Ding in die Verpackung gesteckt.
    *brrrrrrrrrrr*

    Liebe Grüße, Smila

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      1. Ach, du gehörst auch zu den Bedauernswerten, bei denen irgendwas immer selbstständig weiterdenkt. Andere wären da nie draufgekommen und hätten sich folglich nicht geekelt; das hat auch manchmal Vorteile ;-).

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  3. Also, wenn das Teil ausgewaschen ist, ist das doch nicht mehr iiiih, sondern wie ein gebrauchter Sauger von der Flasche oder Nuckel?

    Hab wohl weniger Berührungsängste.

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    1. Der „wenn“-Teilsatz dürfte der entscheidende sein.
      Mit Vorwarnung fände ich das Teil in der Pappschachtel auch undramatisch, aber so aus dem Stand… naja.

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      1. Man findet es ja auch nicht gut, wenn man gebrauchte Kaugummis anfassen muss… so unterm Tisch oder so! (Iiiihh)

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        1. Das liegt doch aber nicht an den eventuellen Resten getrockneter Körperflüssigkeiten daran, oder? Das liegt eher an der Klebrigkeit.

          Mir würd das auch nicht viel machen mit dem Ring.

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  4. Ja, solche Kunden LIEBE ich. Leere Salben-Tuben gegen Hämorrhoiden, Zäpfchen-Schachteln mit „Gebrauchsspuren“, gebrauchte Sprizen (z.B. in der Pappschachtel!), gebrauchte(!) Tabletten, gebrauchte Teststreifen für Blut und Urin… Es gibt nichts, das man nicht zurückgebracht und in die Hand gedrückt kriegt.

    Zum Glück sind Waschbecken und Händedesinfektion immer in erreichbarer Nähe! :-/

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    1. Und bevor sich jetzt jemand über die „gebrauchten Tabletten“ wundert … es gibt tatsächlich welche, die sich nicht komplett auflösen und die man dann … äh, wiederfinden kann.

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      1. Ich habe beim Ausräumen einer solchen „Wundertüte“ schon mal eine Urinprobe gefunden – sauber im Schraubbecherchen verpackt und mit Patientenetikett. Dem Etikett nach war sie auch nicht mehr ganz… frisch.

        Eher lustig waren da die vier Gelben Säcke mit „Altmedikamenten“ aus einer Gemeinschaftspraxis. Die Altmedikamente entpuppten sich zu guten Teilen als Inhalt eines Schreibtisches, mit tausend originalverpackten Schreibblöckchen, Parkinson-Patienten-Schulungs-DVDs, Ultraschallbildern mit Patientendaten, …
        Wir haben dann christlich geteilt (zumindest die Blöckchen) und den Rest sauber vernichtet – nach entsprechender Rücksprache. ;) („Sagt mal, seid ihr eigentlich noch ganz dicht, dass ihr uns euren Datenmüll schickt?!“ – „Sorry, war ein Versehen…“)

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        1. Angesichts dessen, dass ihr das kostenpflichtig entsorgen müsst und das keine Medikamente sind … ich hätte glaub verlangt, dass sie das zurücknehmen. Und falls sie das ablehnen, sie darauf hinzuweisen, dass ihr das Papier ins Altpapier gebt … ohne schreddern … sind ja nicht eure Daten, oder?

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  5. deine Überschrift ist seeeeehr treffend:
    Ah, Ähh, Iiih!
    IGITT!!!
    Mehr fällt mir dazu leider im Moment gar nicht ein, sorry!

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  6. Ich bin ja echt kein Typ der nur so Drei-Wort-Sätze als Kommi hinterlässt aber mehr als
    DAS IST WIEDERLICH
    fällt mir im Moment nicht ein.
    Warum bringt man denn blos gebrauchte also benutze Dinge zurück in die Apotheke? Bringen die den leergefutterten Joghurtbecher auch zurück in den Supermarkt? Natürlich auch nicht ausgewaschen…
    *Buärg*

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  7. Oh jeh… aber vielleicht hat sie echt ganz löblich mitgedacht und wollte diese kleine Kormonschleuder (sind doch sicher noch welche drin?) nicht in die Umwelt gelangen lassen, so wie man ja auch ncihtgebrauchte Pillen nicht einfach das Klo runterspülen soll…. und der Ring war doch in der Packung, nicht „pur“….

    Und das Argument, dass sie mit den „Ringfingern“ dann ja auch die Packung angefasst hat, wirkt bei mir nicht – seit dem ich weiß, wie viele Leute sich nach dem Klogang nicht die Hände waschen, ist das ja geradezu harmlos….

    *örks*

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    1. Interessante Idee… Laut documed.ch ist in der Schweiz weder in der Patienteninformation (Packungsbeilage) noch in der Fachinformation ein Hinweis auf die Entsorgung angegeben, was mich – ehrlich gesagt – ein bisschen verwundert, da ich mir vorstellen kann, dass mehrere Leute das Problem haben.
      In D kann man leider die Packungsbeilage online nicht abrufen, aber die Fachinfo (fachinfo.de) hat einen detaillierten Entsorgungshinweis…

      Zu der Sache mit dem Klogang: Ca. 30% der Leute waschen sich nicht die Hände. Und die restlichen 70% fassen eine Türklinke an, die vorher die restlichen 30% angefasst haben… Bäh…

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      1. Nö, etwa 50%* warten im Waschraum, und lauern darauf, dass jemand anders die Türe aufmacht und sie hinterherwitschen können, ohne etwas zu berühren.

        *unverbindliche Schätung durch mich ;-)

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        1. Oh… Dann mach das mit dem Lauern also nicht nur ich!
          Ich hielt das nämlich bisher für ne kleine Macke von mir („It’s a jungle out there“).

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  8. es gibt menschen, die scheinen komplett schmerz- und ekelfrei zu sein. pfui. das ist ja noch schlimmer als in der nase popeln und dann die hand geben. auch wenn der ring verpackt war, so etwas muss nicht sein. den kann man selbst entsorgen. so groß ist er nicht, dass dies die kosten für den hausmüll sprengen würde.

    anna

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  9. Naja, der NuvaRing schreibt in der Packungsbeilage ja extra, man soll den gebrauchten Ring danach in die Packung zurücktun. Da kann ich mir also schon vorstellen, dass manche das ganz wörtlich nehmen und ihn nicht nur in das Säckchen sondern auch in den Karton geben. (Ich selber schmeiß halt das Säckchen weg. *g*)

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