Ladenschluss

Kunde kommt beim Schliessen der Apotheke angerannt.
Kunde: „Sie haben schon geschlossen?“
Pharmama: „Ja, wir schliessen um 7 Uhr.“
Kunde: „Aber es ist erst 2 Minuten nach 7. Bleiben sie nicht ein paar Minuten länger offen, für all die, die spät dran sind?“
Pharmama: „Nein. Sorry.“
Kunde: „Nun, das ist aber nicht gerade guter Service. Sie sollten noch ein paar Minuten länger offen bleiben. Nur für den Fall!“

Pharmama (denkt): Nein, Sie sollten während der 11 Stunden, die wir am Tag offen haben kommen!

Und was wollte er? – Traubenzucker.

26 Kommentare zu „Ladenschluss

  1. Oh ja, ich liebe es…
    Kasse schon abgeschlossen, Computer schon abgestellt… „Ach, ich wollte doch nur noch *schnell* (Übersetzung: „in aller Gemütsruhe“) ein paar Bücher fürs Wochenende aussuchen!“
    Selbst der freundliche Hinweis, dass ich diesen Kunden bereits seit 10 Minuten ohne Bezahlung bediene quittiert er mit einem Schulterzucken. Wieso hab ich das Gefühl, dass genau diese Art Kundschaft ihrerseits Punkt Feierabend den Stift aus den Fingern fallen lässt?

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  2. Phhhhhhhh!
    Wenns ein ganz dringendes, wichtiges Medikament gewesen wäre. Und er eben gerade erst mit dem Rezept aus der Arztpraxis rausgekommen wäre.
    Aber so? Unverschämt, sonst nix.

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    1. Ganz ehrlich: Auch dann nicht, dafü gibt es den Notdienst, wo man für eine echt verdammt geringe Gebühr (2,50 Euro zusätzlich) auch nach Ladenschluss noch sein Medikament bekommen wird.

      Gründe:
      1.) Es sind immer diesselben Leute, die kurz vor Ladenschluss kommen. Man kennt die Gesichter, denen es regelmässig kurz vor Ladenschluss einfällt, sich jetzt doch noch auf den Weg machen zu müssen.
      2.) Lässt man den Kunden um 19:02 Uhr noch in die Apotheke und gibt ihm sein Medikament, bedient man ihn etwa bis 19:10 Uhr. Um 19:07 Uhr kommt dann der nächste Kunde („die Apotheke ist ja schliesslich noch offen!“, der ebenfalls noch ein Medi braucht, der wird bis 19:15 Uhr bedient. Um 19:13 Uhr läuft dann wieder ein Kunde auf…

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      1. Klar gehört er auch dann zum Notdienst. Aber das wäre halt eine Situation, wo ich zumindest verstehe, das man es da einfach noch versucht. Wobei ich die Art aufzutreten dann auch wenig zielführend finde. Wenn man derjenige ist, der was vom anderen will, wozu dieser nicht verpflichtet ist, tritt man doch besser etwas weniger kackfrech auf. Mit einem freundlichen Lächeln und etwas Augenklimpern erreicht man oft viel mehr, in solchen und anderen Situationen. :-)

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        1. Ihr bringt mich da auf eine Idee. Ich könnte ihm das Traubenzucker verkaufen und auf die 2.20 noch die Notfalldienstpauschale draufhauen – immerhin kommt er ja auch „ausserhalb der regulären Öffnungszeiten“ …
          Bei uns sind das auch ein wenig mehr als 2.50 Euro – etwa 17 Franken genaugenommen.

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      2. BTW: Darf man den APotheken Notdienst eigentlich wirklich nur für Notfälle benutzen oder auch wenn man ganz normale, banale Sachen will (ASS, Coffies, Gleitgel, Kondome)?

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        1. Man darf. Man macht.
          Habe ich an diversen Sonntagen auch schon mitbekommen dürfen – und in der Nacht.
          Man zahlt dann allerdings auch dafür.
          Aspirin und Kondome … ok, aber manchmal fragt man sich schon, was die Leute im Notfall holen kommen. Babymilch? – Für sich selbst hat man ja auch geschaut, dass man über das Wochenende zu Essen im Haus hat, oder?
          Logo kann auch das ein Notfall sein, aber eigentlich ist das vor allem eins: schlechte Planung.

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        2. Eigentlich ist der NOTdienst schon für NOTfälle gedacht. Dürfen tut man natürlich alles, der Apotheker wird einen auch freundlich bedienen, man ist ja ein Dienstleistungsbetrieb.

          Ich hatte zu meiner Apothekenzeit persönlich nichts dagegen, wenn ich bis ca. 22-23 Uhr rausgeklingelt wurde und jemand brauchte Kondome, Zahnpasta, Coffies und Co. Meine Privatwohnung war 30 km entfernt, so dass ich eh in der Apotheke gepennt hab.
          Meine Kollegen hatten da eher ein Problem, deren Wohnung war 3 km von der Apotheke entfernt, so dass beim Drücken auf den Notdienstknopf deren Handy anging (wurde durch Drücken angewählt) und sie extra mit dem Auto zur Apotheke fuhren und aufschlossen.

          Wo ich aber auch selbst ein Problem damit hatte: Wenn ich mich gegen 0:00 Uhr ins Bett gehauen hab, eingepennt bin, und irgendsoein Penner schellt mich nachts um 3 Uhr wegen Kondomen raus. Da bedient man den Kunden halbschlafen und bis man 20 Minuten später wieder im Bett ist, ist man hellwach und kann nicht wieder einschlafen. Und wenn man dann gegen 4 Uhr eingeschlafen ist, schellt um 4.30 Uhr einer wegen Coffies (weil er so MÜDE wäre (JA, ICH AUCH!). Am nächsten Tag steht man dann total übermüdet von 8 – 18 Uhr wieder in der Apotheke.

          Klar ist aber, dass der Antibiotikasaft für das 2jährige Kind mit 39 °C Fieber und besorgter Mutter auf jeden Fall in die Kategorie NOTfälle fällt. Von mir aus auch die Zahnschmerzen, die höllisch weh tun (wobei ich mich aber bei letzterem schon frage, welche Intelligenzbestie kein einziges Schmerzmittel im privaten Arzneischrank hat).

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        3. Bei Babymilch könnte man an Töffel mich denken:

          Zwar versuche ich immer gut voraus zu planen und bin auch gut darin, doch im entscheidenden Moment schmeiße ich dann leider oft durch Ungeschicklichkeit Sachen durch die Küche oder Zerbreche etwas oder vergessen den Ofen oder….

          Und ob ich das Babymilchpulver vom Küchenboden wieder aufsammeln würde, um es dann zu füttern… Ich glaube, da würde ich auch in die nächste Tankstelle fahren und gucken, ob die sowas haben. (Das Apotheken das auch führen, war mir gar nicht bewusst… da bin ich in der Regel nur, wenn es mir schlecht geht und ich Medikamente brauche…da achte ich nicht so auf die Regale)

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        4. @Blümchen: Wer Babynahrung versehentlich verschüttzet hat und das freundlich erzählt, dem wird sicher gerne geholfen.
          Fast alle Apotheken haben Dinge rumd um’s Baby, besonders die in Kinderarztnähe. Nuckel, Badethermometer, Beissringe, Milchpumpen oder Babywaage zum Ausleihen, Babymilchpulver, niedliche Wärmflaschen sowieso…

          Ich habe in einer Apo mit Kinderarzt im Haus gearbeitet. Da musste ich schnell fachgerechte Nuckelberatung lernen, sonst steht man schnell dumm da. Gerade mit Nuckel-Sonderwünschen kommen Kunden gerne in die Apo. Unglaublich für den kinderlosen Single, was es für Sorten gibt.

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    1. In der Migros (die Migros ist weiblich) gibts das sicher auch, aber da hast du meist Glück, wenn du um 10 VOR noch reingelassen wirst…

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      1. alles klar die MIGROS ist eine Genossenschaft, also weiblich …
        ist aber auch ein Laden – männlich …
        oder ein Geschäft – neutrum …

        so werde ich in meinem (schweizerdeutschen) alltäglichen Sprachgebrauch weiterhin ins Migros einkaufen gehen und habe dann im Migros eigekauft …

        Dies grundsätzlich tagsüber, zu den üblichen Oeffnungszeiten. ;-)

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  3. Ok Traubenzucker hört sich nun nicht so spektakulär an wie ein wichtiges Rezept. Aber Traubenzucker ist ja nun auch wichtig vorallem bei Diabetikern. Aber den kann man sich ja auch noch im Supermarkt kaufen. Wenn man es nicht rechtzeitig in die Apotheke schafft.

    Ich bin sehr froh das unsere Apotheke hier im Dorf echt super ist wenn man am Sonntag ein Rezept einlösen möchte das man notfallmäßig bekommen hat. Da macht der Apotheker immer auf. Auch wenn er keine Notfallsprechstunde hat.

    Nur manchesmal ärgere ich mich wenn er mir versucht teure Generika zu verkaufen.Generika an sich gibt es ja auch in verschiedenen Preisklassen nur weil sie „nachgemachte“ Medikamente sind, sind sie ja nicht wirklich immer billiger. Ich muss sehr auf mein Geld achten und wenn es dann Monatsende ist und man eine Grippe bekommt und mit Fieber in der Apotheke steht und dann noch darum kämpfen muss wirklich das günstigste Präparat zu bekommen ist das schon sehr anstrengend.

    LG

    die Bastelwiese

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    1. Als Dorfapotheke muss man sich was zur Kundenbindung einfallen lassen. Die Ärzte sind oft nicht mehr vor Ort, so dass Kunden die Medis gleich in der Stadt kaufen. Da muss man die Kunden ins Dorf locken, z.B. mit gutem Service.

      Mit den Generika ist das so eine Krux. Ratiopharm und Hexal kennen viele Leute, also verkauft man bevorzugt die, auch wenn das nicht die günstigsten Generika sind. Auf Rezept wollen die Kunden dann gerne auch die bekannten Marken haben, nicht die unbekannte „AbZ Pharma“ (obwohl das auch Ratiopharm ist).
      Wer die ganz günstigen Generika möchte, einfach konkret danach fragen. Dann bekommt man sie problemlos, wenn vorhanden.

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  4. Jaaaahaaaa ich mag solche Leute auch sehr sehr gehre. Am besten war mal folgende Situation:
    Kunde kommt um 3 nach Sechs ins Büro und fragt wie lange wir denn geöffnet hätten (steht ja nicht an der Tür…*augenroll*).
    Ich „Bis sechs wir schliessen jetzt“. Da sagt der doch echt frech „Tja, dann machen sie heute wohl überstunden“ und setzt sich. Ich fand das schon krass dreist und hab ihn auch nicht mehr beraten. So eine Beratung dauert in einem Reisebüro ja gut und gerne mal ne Stunde.

    Ich hab schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich um viertel vor komme…

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  5. Boar, da kriegt man doch wirklich die Krise! Immer wieder unfassbar, wie dummdreist manche Leute sind. Bei uns in der Tierarztpraxis schellen die Leute auch regelmäßig außerhalb der Sprechstunde an der Tür oder kommen rein, obwohl die Sprechstunde seit einer halben Stunde vorbei ist (manchmal müssen wir die Tür noch auflassen, wenn noch Behandlungen sind und Leute draußen warten, weil ihr Hund nicht verträglich ist z.B.)… und dann wegen sowas wie „ich würd gern Futter kaufen!“… Vorgestern hat jemand die eine Tierärztin auf dem Notfallhandy angerufen, um zu fragen, bis wann der benachbarte Hundesalon geöffnet hat. Schön war auch die Hundebesitzerin, die mal anrief und fragte, ob sie um halb 12 kommen könnte (Sprechstunde ist bis 11), sie müsse noch zum Tennis… Ich frag mich immer, was für eine Vorstellung vom Leben solche Menschen eigentlich haben.

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  6. Das habe ich auch letzens erlebt. Ich blieb 90 Minuten länger weil ich wegen ständig -oh, sie haben noch offen- Kunden die Türe nicht abschliessen konnte. Aber was solls, waren schliesslich alles gute Kunden von uns.
    Manchmal kommt es jedoch vor, das man nicht Nein sagen kann und wartet, weil jemand gleich noch kommen will – ich bin sicher in 5 Minuten da- und dann dauerts doch viel länger und keiner sagt Danke. Das kann dann schon nerven, ich verstehe Dich gut.

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  7. Da lobe ich mir die Glasschiebetüren die man auch auf Einbahnstraße stellen kann. So können noch Kunden raus aber nicht mehr rein.

    Es ist aber wirklich unglaublich, wie viele Menschen auch Sonntags an den Türen stehen und halber randalieren nur weil Licht drinnen an ist und die Inventur stattfindet. Nein, von den großen Flipcharts und den Tischen fürs Einsatzbüro die mitten im Eingangsbereich stehen und absolut nicht nach Verkauf aussehen, lassen sie sich auch nicht irritieren, ebenso wenig von den Din A1 Plakaten die ankündigen, dass wegen Inventur geschlossen ist (und darüberhinaus war auch Sonntag). Da wird gekloppt was die Glastür hält.

    Traubenzucker…da ist es schwer ihm die Meinung zu geigen um nicht mit diesem einen die Restkundschaft gleich mitzuvergraulen, oder?

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  8. Solche Kunden haben wir auch. Wir vermuten das sie tagsüber mit den Füssen von der Decke hängen und erst nach dem Untergang der Sonne auf die Strasse gehen – lichtscheues Gesindel.

    Aber wir – die wir 12h am Tag im Büro sitzen – sollen dann möglichst noch bis 21:00 Uhr geöffnet haben, sie würden ja auch so lange arbeiten.

    Klar, die fangen ja auch erst in der Dunkelheit an.

    Ich bin immer wieder erstaunt wie dreist man sein kann und dabei noch so vorwurfsvoll.

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