ich: Lügner?

Also von *der* Kundin bin ich ja schon einiges gewohnt – sie kommt auch immer mit den unglaublichsten Geschichten, warum sie jetzt sofort ihre Stilnox (ein starkes Schlafmittel) von ihrem Dauerrezept (übrigens mit reglementierter Abgabe) braucht *

… aber dass sie jetzt behauptet, die letzte Packung Tabletten nicht bekommen zu haben, schlägt alles. Es ist im Computer dokumentiert und ich war es persönlich, die sie ihr gegeben hat.
Dementsprechend nennt sie mich also praktisch einen Lügner.
Na die soll nur wieder kommen!

 

*Da habe ich schon alles gehört: Von „mit der Handtasche gestohlen“ über „bei der Freundin in Italien vergessen – und die hat sie jetzt selber genommen“, bis zu „in die Toilette gefallen“ und natürlich diverse akut auftretende persönliche Probleme, dass sie dann eine höhere Dosis einnehmen „musste“.

10 Kommentare zu „ich: Lügner?

  1. Vl sollte sie sich mal Hilfe von einem Psychiater holen. Scheint so, als ob es etwas „ausartet“ und sie nicht mehr ganz zurecht kommt.

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  2. Süchtige tun bekanntlich einfach alles um an ihren „Stoff“ zu kommen.
    Auch die Hand beissen, die sie füttert…

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  3. „Komisch“, dass sowas überdurchschnittlich oft bei Schlaf- und Schmerzmitteln passiert. Selbst in der Industrie werden diese Medikamente mit seltsamen Begründungen reklamiert. Zufällig ist immer eine der Tabletten im Blister beschädigt, die sich am schmalen Blisterende befindet (da wo man normalerweise die letzte Tablette rausnimmt). Und die ganzen restlichen Tabletten der 20er Packung sind nicht mehr drin…

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    1. Ah, in der Industrie gibt es das auch?
      Ich frage mich in der Apotheke einfach, warum immer die Schlaf- und Beruhigungsmittel verloren gehen, gestohlen werden (wer klaut Tabletten?), kaputt gehen etc. sowas passiert nie mit Herzmedikamenten oder Blutzuckermitteln.
      Komisch.

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      1. Ja, es gibt immer wieder Rätsel.
        Allerdings kommen die meisten Reklamation der „kaputten“ Produkte über Apotheken, selten direkt. Da machen die Offizin-Kollegen gute Miene zum bösen Spiel (oder sie wissen es nicht besser) und schicken die Reklamation weiter an die Industrie. So vermeidet man Stress mit dem Kunden in der Apotheke und neue Tabletten gibt’s auch noch.
        In der Regel kann man die eindeutige Ursache nämlich nicht nachweisen, schreibt als Hersteller also diplomatisch „vermutlich auf dem Handelsweg passiert“ in die Antwort und erstattet das Produkt trotzdem.

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  4. Sowas hatten wir letztens mit einer Pillenpackung. Auf Rezept für 6 Monate aufgeschrieben, Kundin wollte unbedingt ne 1-Monats-Packung. Am nächsten Tag kam der Anruf, die Packung sei leer.

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    1. Vielleicht hatte sie erst zuhause gemerkt, dass Monatswechsel war und sie wollte sich brav an den Kalender halten und „musste“ sich daher etwas beeilen…? Nach dem, was ich hier schon alles an Kunden-Nachfragen gelesen habe, halte ich nichts mehr für unmöglich ;)

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      1. Wir vermuteten, dass sie das in mehreren Apotheken versucht und sich so für wenig Geld die große Packung zusammenbeschwert. Immerhin waren alle Erklärungen, dass das so wesentlich teurer ist, als gleich die große zu nehmen, umsonst.

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