Frankiertes Antwortcouvert mitschicken

Wir haben einem Arzt, der keinen Fax hat und extrem schlecht telefonisch erreichbar ist, den Rezept-vorbezug des Patienten per Brief geschickt, mit der Bitte ihn zu unterschreiben und zurückzuschicken.
Das hat er dann auch gemacht – mit einer Notiz dran: „Schicken sie das nächste Mal ein frankiertes Antwortcouvert mit!“

Was zum Geier?
Sicher nicht!

Der Arzt kann für das Ausstellen des Rezeptes etwas verlangen* und wir haben ja schon das Hin-Couvert bezahlt.
Nein, das nächste Mal sage ich dem Patienten bei dem Arzt, es gibt entweder keinen Vorbezug, oder er muss mir das Rezept selbst vorbeibringen.

* Das wäre wohl Punkt 00.0140 1: Ärztliche Leistung in Abwesenheit des Patienten, Franken 17.76.-
Porti sind da allerdings drin enthalten, die kann er nicht separat abrechnen – vielleicht darum der Protest?

pro 5 Min.

12 Antworten auf „Frankiertes Antwortcouvert mitschicken

  1. Bei so Sachen kriegt ich sooooooooooo einen dicken Hals!!! :-(

    Keinen Fax haben? (Die dinger kosten nun heute wirklich fast nichts mehr und der zweite Anschluss sollte auch kein Problem sein, wenn dann halt auch ISDN herhalten muss…)
    Und dann noch das Couvert und die CHF 0.85 Porto sparen wollen?

    Pharmama weiss also Apothekerin sowieso und sicher auch noch aus ihrer Zeit aus der Feuerwehr: Wie viel Leistung wird dort von so vielen Leuten erbracht, ohne dafür auf den Franken und Rappen genau entlöhnt zu werden? Z.B. vor allen die Offiziere, Fourier und Feldweibel? Übungsvorbereitung? Einfach mal das Altglas im Magazin entsorgen oder die Ordner im Archiv sauber beschriften? … etc.
    Unsere Gesellschaft kann nur funktionieren wenn jeder etwas in sie investiert. Das fängt bei einem lächerlichen Porto an und geht bis weit über Freiwilligenarbeit hinaus!!!

    Wäre für mich einen Grund den Arzt zu wechseln. Ich besitze zuviel Würde und Stolz um mich von so eine menschenunwürdigen Obersparer behandeln zu lassen! Wobei er damit nicht nur sich selbst entwürdigt, sondern auch noch indirekt die Arbeit von Pharmama. Und DAS finde ich, ist die grösste Beledigung!!!

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    1. Tief durchatmen! Aufregen nutzt da leider gar nichts.
      Aber Du hast recht, wenn man jeden kleinen Handgriff, den man für andere macht bezahlt haben will, geht die Gesellschaft den Bach runter.

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  2. Also das nun echt eine Dreistigkeit vom Arzt. Wieso solltet ihr das Couvert + Frankierung mitschicken. Die paar CHF die wird er ja wohl noch für seinen Patienten selber bezahlen können.

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  3. Nur eine kleine Anmerkung, Fr. 17.76 gibt es bei der Verrechnung der Position 00.0140 nach SUVA-Tarif (also Unfall-Tarif, welcher in der gesamten Schweiz gilt), geht das Rezept auf Krankenkasse gibt es z.B. in Basel-Stadt dafür seit dem 01.07.2010 Fr. 16.16, vorher waren es Fr. 15.80. Der Taxpunktwert wird kantonal festgelegt und immer mal wieder angepasst (nach oben oder unten), also öfter mal was Neues…

    Das Verhalten des Arztes ist leider nicht ganz untypisch für diese Berufsgattung, kenne das von früheren Anstellungen… Ein weiterer Grund, warum ich meine aktuelle Chefin so schätze, sie achtet logischerweise auch aufs Geld, gehört aber nicht zu den Rappenspaltern! :-)

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    1. Danke für den Kommentar – dann sollte ich wohl besser schreiben „um die 16 Franken“.
      Es ist sowieso als Laie ziemlich schwer nachzuvollziehen, wofür all die Zahlen und Nummern auf den Tarmed-Abrechnungen jetzt stehen – selbst wenn noch eine Kurzerklärung daneben steht.

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  4. Nicht nur als Laie…
    Nach der Einführung des TARMED (der Tarif in Buchform hat etwa die Grösse des Arzneimittelkompendiums) mussten wir als erstes einen Kurs besuchen, damit wir wenigstens einigermassen Bescheid wussten, wie die einzelnen Positionen zusammengesetzt sind, wann man sie anwenden kann, wie man sie kombinieren darf, bzw. eben nicht, usw… Eine ganze Wissenschaft, teilweise bar jeder Logik… :-P
    Und die Rechnungen sind für fachfremde Personen natürlich noch viel kryptischer, kaum eine Chance eine nicht korrekte Abrechnung zu erkennen.

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  5. Nur so als kleine Anmerkung: der Kinderarzt meiner kids kassiert evtl angefallene Portokosten knallhart beim nächsten Besuch bei mir ein.

    LG Caroline

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  6. Ja, das nenne ich mal konsequent. Habe auch schon Ärzte erlebt, die frankierten Umschlag mitsamt Rezept zugeschickt haben wollten, obwohl sie das Tezept falsch ausgestellt hatten. Leider wird hier in Deutschland dem Kunden nicht gesagt, er möge sich selbst kümmern und das Rezept zum Arzt bringen. Man könnte ihn ja verärgern. Also wird das gemacht, was der Arzt befiehlt.

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