Es ist wieder einmal soweit: weisse-Kittel-Bügel-Zeit. Seufz.
Einerseits ist er ja Statussymbol, der weisse Kittel oder Schurz, den die Apotheker tragen, andererseits ist es doch so, dass auch andere medizinisch verwandte Berufe ihn tragen. Die Ärzte natürlich – was manche Kunden dazu veranlasst zu jedem mit weissem Schurz „Doktor“ zu sagen. Die Drogisten tragen auch weiss, bei ihnen ist es aber öfter ein sogenannter „Hängerli“, das heisst, ein Überwurf, der auf den Seiten offen ist, weniger der richtige Mantel.
Obwohl ich den Wiedererkennungswert des Weiss ja gut finde, hat es doch auch einige Nachteile:
– Es wird extrem schnell dreckig. Einmal die Kisten herumtragen, mit der die Medikamente geliefert werden, schon ist es wieder passiert.
– Dementsprechend häufig muss man die Schürzen waschen. Die meisten lassen sich mit recht hohen Temperaturen waschen, da es das gleiche Material ist, das schon lange für Laborschürzen genommen wird (um es genau zu sagen: der Unterschied zwischen den beiden besteht nur noch im Stil, im Schnitt – im Labor muss man nicht so gut aussehen).
– Und nach dem Waschen also meine Lieblingsbeschäftigung (nicht): das Bügeln. Das ist besonders bei diesen weissen Monstern kein Vergnügen. Aufgesetzte Taschen (3 müssen es für mich sein: eine davon eine Brusttasche links für die Kugelschreiber, 2 unten für Rezepte und andere Notizzettel) und eventuelle Applikationen sowie seltsame Schnittführungen sowie die Knöpfe komplizieren das Ganze noch mehr.
Ich bin ja glücklich, das mein Kuschelbär meist das Bügeln übernimmt – aber diese weissen Kittel hasst auch er.

