Süsse Apotheke

Hmmmmm!

Muffins und Cupcakes sind beliebte kleine Süssigkeiten. Diese hier im Apothekendesign finde ich enorm gelungen.
Sie stammen von der Website „Cake Wrecks“ – und sind ein gutes Beispiel dafür, dass es dort nicht nur Kuchen-Unfälle zu sehen gibt, sondern wahre Meisterwerke.
Auch zu sehen dort: Themen Feuerwehr, Arzt, Rettungssanitäter …

Wofür dann ein Dosett?

Dosette – eine gute Möglichkeit die Einnahmetreue der Medikamente zu verbessern. Vor allem ältere Patienten, die mehrere Medikamente über den Tag verteilt nehmen müssen profitieren davon.

In der Schweiz ist es so, dass ich als Apotheke ab 3 (regelmässigen) Medikamenten pro Woche die Arbeit des Dosett-füllens auch der Krankenkasse verrechnen kann. Es braucht dazu aber ein Rezept vom Arzt.

Was aber bringt es, wenn ich das Dosett sorgfältig jede Woche richte, die Medikamente in die Abteilungen mit morgens, mittags, abends (und manchmal noch nachts) fülle – und ich dann mitbekomme, dass sie mittags um 1 Uhr vorbeikommen – weil sie erst jetzt gerade aufgestanden sind und jetzt etwas essen gehen. Ich weiss noch nicht einmal, ob ich das noch „Morgenessen“ nennen soll.

Und warum sie vorbeikommen? Weil sie vergessen haben, die Medikamente mitzunehmen und ich ihnen einen Tag rasch richten soll, damit sie nicht nach Hause müssen.

Ja – finde ich heraus, das ist ihr normaler Rhythmus – sie stehen nie „so früh“ auf (lies: vor 11 Uhr)

Da stellt sich natürlich die Frage, wie sie die Medikamente nehmen.

Will ich das wirklich wissen? – Muss ich, ja.

Also: Die Morgendosis vor dem Essen (also um etwa 1 Uhr), die Mittagsdosis so um die 4 Uhr – zum Tee, die Abenddosis um etwa 9 Uhr – nachts muss sie zum Glück nichts nehmen.

Raaaah!

Ich denke, wir müssen da mal ein ernsteres Gespräch haben, ob man da nicht etwas vereinfachen (und verbessern) könnte.

Apotheken in aller Welt, 138: Färöer Inseln

Leser Bert hat mir da wirklich eine Fleissarbeit geschickt, aber: lest selbst!

Du hast sicher bald eine schöne Sammlung an Apotheken-Bildern, aber diesmal will ich ein Fleiss-Bienchen: Im Anhang findest Du alle Apotheken meines Urlaubslandes Føroyar (Färöer). Na gut, alle aktiven Apotheken, es gibt angeblich noch in einem Heimatmuseum eine Ausstellung von Teilen einer alten Apotheke, da war ich aber nicht drin.

Folgende Apotheken habe ich also aufgenommen (von Norden nach Süden, praktischerweise gleichzeitig alphabetisch):

  • In Klaksvík die Norðoya Apotek (Die nördlichste der Apotheken)
  • In Runavík die Eysturoyar Apotek (Die Insel heisst Eysturoy)
  • In Tórshavn die Tjaldurs Apotek (Tjaldur ist der Nationalvogel der Färöer, wir kennen ihn als Austernfischer)
  • In Tvøroyri die Suðuroyar Apotek (Die Insel heisst Suðuroy)

Insgesamt versorgen die rund 50’000 Menschen: Das scheint mir im Verhältnis eine geringe Anzahl an Apotheken zu sein, zumindest hier in Deutschland haben wir gefühlt deutlich mehr. Allerdings gibt es wohl auch noch „Outlets“, wo Medikamente hin bestellt werden können, damit nicht jeder Bewohner der abgelegeneren Orte so eine weite Fahrt hat oder extra auf eine andere Insel reisen muss. Ich weiss aber nicht, ob das eine weitere Funktion der Tankstellen ist, die ohnehin schon Sprit für Auto und Fahrer, Dorftratsch, Hot Dogs und Alltagsbedarf vertreiben, oder ob das die Arztpraxen übernehmen.

Nur eine der vier Apotheken habe ich zu Öffnungszeiten gesehen – dann auch gleich dort etwas erworben, man konnte mir auf Englisch hervorragend helfen. Alle vier liegen verkehrsgünstig. Auf den typischen Wegen eines Touristen kommt man fast sicher vorbei, nur könnte man sie leicht übersehen, wenn man nach grünen Kreuzen, leuchtenden A Buchstaben oder ähnlichem sucht.

In Klaksvík die Norðoya Apotek:

In Runavík die Eysturoyar Apotek (Die Insel heisst Eysturoy):

In Tórshavn die Tjaldurs Apotek:

In Tvøroyri die Suðuroyar Apotek (Die Insel heisst Suðuroy):


Karte von Openstreetmaps.org

Also, liebe Leser: Wenn ihr einmal auf die Färöer Inseln kommt: Jetzt wisst ihr schon, wie die Apotheken dort aussehen und wo ihr sie findet :-)

Schadenersatz-Forderungen an Apotheker

In der Apotheke Adhoc steht ein interessanter Artikel zu Klagen gegen Apotheker in England – offenbar schwappt die aus Amerika bekannte „Schadenersatz-Kultur“ jetzt über den grossen Ozean:

In Großbritannien sehen sich Apotheker immer öfter mit Schadenersatzforderungen von Patienten konfrontiert. Grobe Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht, falsche pharmazeutische Beratung und Abgabefehler sind die häufigsten Vorwürfe. Angeheizt wird die Prozessfreudigkeit der Patienten weniger durch tatsächliche Mängel bei der Versorgung, sondern vielmehr durch Anwälte, die in Klagen gegen Heilberufler ein Geschäft entdeckt haben.

Der geforderte Schadenersatz ist im Vergleich zu den Kosten der Anwälte oft gering. Dass sich die Patienten trotzdem auf den Streit mit ihrem Apotheker einlassen, liegt schlichtweg am Angebot: Mehrere Kanzleien werben mit unter dem Motto „No win no fee“ mit der Zusicherung, dass im Falle einer Niederlage keinerlei Kosten fällig werden.

Und um was für Anklagen geht es da? Hier zwei Beispiele:

Der Fall einer 20-jährigen Kundin, die aus der Apotheke regelmäßig Kontrazeptiva bezog und trotzdem schwanger wurde. Der Apotheker hätte sie auf das Restrisiko hinweisen müssen, begründete die junge Frau ihre Forderung.

Oder eine Patientin, der zu Hause eine Dose mit Antidepressiva auf den Küchenboden gefallen war: Weil die Packung kaputt gegangen war, hatte ein dreijähriges Kind zwei Tabletten geschluckt und im nahe gelegenen Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Für die Mutter Grund genug, gegen die Apothekerin Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Ehrlich? Ehrlich??

Na toll. Weitere  Förderung der „alle anderen ausser ich selbst sind schuld“-Kultur. Eigenverantwortung? Fehlanzeige.

Anderen zu Leid leben – Fortsetzung

Und das ist mir passiert – Tatsächlich sogar mit dem Blog hier.

Relativ am Anfang habe ich ein Bild gepostet, das zeigt, wie mein Sofa aus der alten Wohnung kam – nämlich mit der Drehleiter der Feuerwehr. Sowohl mein Mann als auch ich sind zu dem Zeitpunkt bei der Feuerwehr gewesen und das war nach einer Fahrübung eine Sache von 10 Minuten. Ansonsten hätte ich nur für das Sofa – das nie mehr zur Tür rausgekommen wäre – einen Lift mieten müssen.

Item. 4 Jahre später: ich poste das Bild, nachdem ich alle rückverfolgbaren Merkmale entfernt habe. Aber …. wer uns kennt, erkennt auch den Transporter.

Und als mein Mann noch mal 2 Jahre später mit jemandem aneckt schickt sie (ja, ich weiss, wer das war) das Bild und Link anonym per mail an das Feuerwehrkommando.

Na danke vielmals.

Der Kommandant der Feuerwehr war sichtlich nicht erfreut – was er meinen Mann auch eine Zeitlang deutlich merken liess, interessanterweise aber ohne ihm zu sagen, was denn genau das Problem ist. Das haben wir dann von jemand anderem erfahren.

Folgen hatte es für uns keine.

Was die Person angeht, die das gemacht hat: die ist wieder sowas von superfreundlich … aber bei uns untendurch.

Eine Zeitlang habe ich mir überlegt, ob ich es ihr mit gleicher Münze zurückzahlen soll: sie hat die Angewohnheit den Computer im Magazin für ihre Privatsachen zu nutzen, während Übungen auf Facebook zu surfen und zu posten – und derartiges mehr.

Aber irgendwie … so bin ich nicht. So Sachen fallen sowieso immer auf einen zurück. Ich brauche nur zu warten und zuzusehen.

Und das machen unsere Nachbarn im Moment auch.