Nur kurz dazwischen …

Im Moment sind ja wieder Lehrlingsabschlussprüfungen – und auch bei uns macht ein Lehrling der Drogerie den Abschluss.

Nun hatte sie die Verkaufsprüfung, das heisst es kommen 3 Experten ins Geschäft, einer davon spielt den Kunden mit den verschiedensten Beschwerden und der (noch-) Lehrling muss beraten und verschiedenes „verkaufen“.

Das ganze spielt sich während der normalen Verkaufszeit ab – während der (Noch-) Lehrling mit der Prüfung beschäftigt ist, bedienen wir weiterhin die normalen Kunden und versuchen alle Störungen von der Gruppe fernzuhalten.

Versuchen, denn ….

Man muss sich das vorstellen: Da stehen also gleich 3 Leute um unserem Lehrling, 1 davon mit Notizblock und eifrig am Notizen machen, die anderen beiden mit gespannten Gesichtern zuhörend, was unser Lehrling so sagt … und dann schafft es doch tatsächlich die aufdringliche Kundin sich dazwischenzudrängen: „Ah, Sie sind ja heute hier! Ich hätte da nur kurz eine Frage zu ….“

Sie war nicht aufzuhalten. Wir haben’s versucht.

Merkt die denn gar nichts? Oder ist es ihr egal?

 

Wieviel Sonnencreme ist genug?

Passend zu Sommer, Sonne und Ferien ….

Auf den meisten Sonnencremen steht heute: „grosszügig auftragen“.

Nach der letzten Info, die ich habe, bedeutet das: mindestens 30ml für den ganzen Körper.

30ml das sind etwa 3 volle Esslöffel.

Tönt nicht nach viel? Dann überlege mal, wieviel Sonnencreme Du aufträgst, bevor Du an den Strand gehst.

Ich schätze mal, die wenigsten machen das.
Ansonsten würde ich viel mehr Sonnencreme verkaufen.

Man rechne das mal nach: eine Familie von 3 Köpfen wie unsere bräuchte in den 2 Wochen Ferien am Strand pro Tag 3×30 = 90 ml

Gut, wenn wir sagen, dass Junior nur 1/3 braucht … 75ml pro Tag

75ml x 12 (Anreise und Rückreise lassen wir jetzt mal) = 900ml

In einer (grossen) Tube Sonnencreme hat es ca. 200ml, das heisst ich müsste mindestens 4-5 Tuben mitnehmen! – Oder alternativ dort kaufen.

– mindestens, denn wenn man lange im Wasser ist, muss man sich danach nochmals eincremen –ja, auch wenn auf der Tube steht „Wasserfest““ und „hält den ganzen Tag““.

Wow.

Für Filmliebhaber

… ein ganzer Blog mit so genannten „Micro clips“ – eigentlich Gifs, die einen Mini-Ausschnitt aus dem Film präsentieren.

So was:

“We accept the reality of the world with which we are presented.”

The Truman Show (1998)

(Wenn es hier nicht regnen sollte … unbedingt  auf http://iwdrm.tumblr.com/ gehen und die Originale sehen. Toll.)

P.S. WAS muss ich machen, dass es in WordPress das .Gif auch animiert dargestellt wird? Die Grössenangaben habe ich schon entfernt und den alternativen uploader ausprobiert. Geht beides nicht.

bloggende Apotheker

Veröffentlicht 13/07/2011 12:01

Als ich angefangen habe zu bloggen, war ich noch ziemlich allein auf weiter Flur – zumindest als bloggende Apothekerin im deutschsprachigen Raum.

Inzwischen gibt es aber doch ein paar. Zeit für eine Auflistung:

Der Landapotheker – schon in meiner Blogliste

Morbovia’s Blog – eine interessante Neuentdeckung!

der Blog der Floesser-Apotheke – pharman bloggt (leider auch nicht mehr)

Der Blog der Apotheke Schaffhauserplatz (Merci für den Hinweis)

Mein Apothekenalltag von Saskia Wassmann auf pharma4u

Den letzten beissen die … – Barbara Buschow auf DocCheck Blog.

Zuzahlungsbefreit – von Thomas Luft auf DocCheck Blog

PsychoTAnte – eine deutsche PTA bloggt aus der Apotheke!

3min – neues aus dem (Schweizer) Gesundheitssystem – mit spitzer Feder dargestellt

Roots of Pharmacy – rund um Pharmazie-Geschichtliches

leider scheint den meisten Blogs inzwischen die Luft wieder ausgegangen zu sein. Reinschauen lohnt sich trotzdem.

Es gibt sicher noch andere Blogs von Apotheken, aber ich wollte hier nur die auflisten, die nicht nur Infos zu Gesundheit bringen, sondern auch persönliche Meinungen, Gesundheitspolitisches etc.

Wer noch mehr kennt: Bitte melden!!

Freie Wahl der Apotheke

Das ist etwas, das sogar im Gesetz festgeschrieben ist:
Art. 41 Abs. 1 KVG garantiert den Versicherten ausdrücklich die freie Wahl des Leistungserbringers, und dazu gehört auch Ihre Apotheke.

Der Patient kann also wählen, wo er seine Medikamente beziehen will (SD-Arzt, Apotheke, Versandapotheke). Nur … und ich spreche aus eigener Erfahrung: es ist noch schwierig beim SD- Arzt „Nein“ zu sagen. Umso stossender finde ich dann das hier:

Auszug aus einem Leserbrief des Seetaler Boten– Das ist in Luzern, einem Kanton, der schon seit Jahren die Selbstdispensation der Ärzte erlaubt.

Seit etlichen Jahren muss ich mich zweimal im Jahr von meinem Herzspezialisten checken lassen, der mir auch Medikamente verordnet, die einen Quick in regelmässigen Abständen beim Hausarzt unumgänglich machen. Vor etwa einem Jahr eröffnete mir [mein Hausarzt], dass er möchte, dass ich die vom Herzspezialisten verordneten Medikamente künftig bei ihm kaufe. Er wolle nicht, dass ich diese andersweitig beziehe, was ich aber eher als schlechten Witz verstand.

Bei der kürzlich erfolgten Visite eröffnete mir [mein Hausarzt] glasklar: Entweder bestelle ich die Medikamente sofort bei ihm, oder er behandle mich nicht mehr. Ich sei für ihn als Patient unrentabel, er lege bei mir drauf und mit solchen Patienten könne er ein Dreierteam in seiner Praxis nicht finanzieren. Aber hallo, wo sind wir denn angelangt?

Schön, nicht?

Die Anwort des Arztes, der Unterstützung von 10 Kollegen bekommt steht in derselben Zeitung:

Für die Luzerner Ärzte ist der Verdienst aus dem Medikamentenverkauf nicht ein Zusatzeinkommen. Dieser Ertrag ist ein mit den Krankenkassen ausgehandelter Teil des Arzt-Gesamteinkommens.

Der Verdienst an den abgegebenen Medikamenten ist in den letzten Jahren konstant gesunken …

Was sollen denn da die Apotheken sagen, für die das das Haupteinkommen und Lebensunterhalt ist?

Wer seine Medikamente nicht bei seinem Hausarzt/bei seiner Hausärztin bezieht, der fügt – bewusst oder unbewusst – der Hausarztmedizin Schaden zu.

Ich erinnere an den Slogan den die Zürcher und zuletzt die Aargauer Ärzte zugunsten ihrer Selbstdispensation anführen:
„Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug“so sieht die also aus.

Der Arzt moniert im Brief auch den tiefen Tarifpunkt im Kanton – der allerdings wohl auch in Hinsicht auf seinen Zusatzverdienst mit dem Medikamentenverkauf so gewählt wurde. Ich kann mich nur wiederholen: gebt den Ärzten einen anständigen Grundlohn, dann muss er nicht noch Medikamente verkaufen und es passieren solche Sachen wie oben auch nicht

Besten Dank an 3-min für den Artikel von Mühlemann Heidi, die sich des Themas auch annimmt.