PPP – Teil 6 (Finale!)

Willkommen zum Finaltag, nach dem (hoffentlich) keine Fragen mehr offen bleiben sollten.

Eine der Grundregeln der Pharmazie lautet bekanntermassen: „Die Dosis macht das Gift“. Das gilt selbstverständlich auch (in welchem Sinne auch immer) für ganz banale Substanzen, mit denen wir jeden Tag zu tun haben. Und mit der gesuchten Substanz hat nun wirklich jeder von uns jeden Tag zu tun!
Dieser chemischen Verbindung werden gar magische Kräfte zugeschrieben. Sogar ein eigenes „Gedächtnis“ soll sie haben, angeblich kann man sie auch durch physikalische Prozesse „beleben“.
Ohne sie hätte niemals Leben auf der Erde entstehen können, und das heutige Leben wäre ohne sie ebenfalls unmöglich. Dementsprechend ist sie in manchen Regionen unserer Welt hart umkämpft, manch‘ Unternehmen hat sich sogar schon Schürfrechte dafür gesichert. Und in Überdosis ist sie für jeden von uns unweigerlich tödlich.

Gesucht ist diesmal der Gefrierpunkt dieses Moleküls in °C, er ist der noch fehlende Wert „x“ in unserem Rätsel.
Und falls Ihr immer noch ob der Lösung im Dunkeln tappt, hier noch ein letzter Hinweis: N bzw. W.

Jetzt sollte doch nun wirklich alles klar sein, oder?
Falls nicht, so folgt die Auflösung hier in Kürze – inklusive der Bekanntgabe der GewinnerInnen. Ich drücke Euch die Daumen und freue mich, dass Ihr mir hier in den letzten Tagen die Treue gehalten habt.
Euer
?Riddler?

Und jetzt schnell! Lösungsversuche bis Pfingstsonntag 24 Uhr an Pharmama08(at)gmail.com senden! – Die ersten 3 Einsendungen dürfen ihre Preise dann aus den vorhandenen aussuchen!

PPP – Teil 5

Wie schon an Tag 2 angedeutet, geht es heute nochmal um ein chemisches Element. Es tritt in verschiedenen Farbgebungen auf, manche davon leuchten im Dunkeln. Einige seiner chemischen Verbindungen boostern Pflanzen in ungeahnte Höhen.
Eines seiner radioaktiven Isotope wird in der Medizin als Tracer genutzt, ausserdem in der Therapie der Polycythemia vera. Früher wurde es ausserdem in der Diagnostik des Aderhautmelanoms verwendet.
Diesmal ist allerdings nicht die Ordnungszahl des Elements gesucht, sondern sein (kaufmännisch gerundetes) Atomgewicht. Dieses ist die Koordinate „b“ des Gesamträtsels.

Und wie versprochen hier noch der Hinweis:
Die Koordinaten x°y‘z‘‘ beziehen sich auf den Längengrad der Lösung,
die Koordinaten a°b‘c‘‘ auf den Breitengrad.
Ob es sich allerdings um westliche oder östliche Länge bzw. um nördliche oder südliche Breite handelt, wird erst morgen verraten.

Schlaft gut bis dahin! Oder habt Ihr die Lösung schon längst gefunden?
Euer
?Riddler?

PPP – Teil 4

Entschuldigt die Panne! Hier die richtige Version:

Ich habe es gestern versprochen, ich halte es selbstredend ein: heute erhaltet Ihr einen Hinweis, der Euch wirklich voranbringen wird.

Es geht um nichts Geringeres, als eine der erfolgreichsten pharmazeutischen Entwicklungen der letzten 100 Jahre. Es geht um ein Medikament, welches nicht nur bis heute (in einigen Weiterentwicklungen) ein Milliarden-Seller der Pharmaindustrie ist, sondern welches ebenso das Potential hat, eines der grössten Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen – oder zumindest abzumildern. 

Leider ist dieses Medikament bei der katholischen Kirche schlecht angesehen, bis vor einigen Jahren riet diese ihren Gläubigen sogar aktiv von der Verwendung ab. Erst Papst Franziskus hat diesen Bann im Jahr 2018 zumindest teilweise gebrochen.

Gesucht ist das Entdeckungsjahr dieses Arzneimittels, die letzten zwei Stellen der Jahreszahl sind die Koordinate „a“ im Rätsel.

Hat Euch das jetzt endlich etwas weitergeholfen? Haben einige von Euch sogar schon die Lösung? Falls nein – bitte nicht verzweifeln! Morgen schon gibt es – neben dem nächsten Teil-Rätsel – auch einen sehr wichtigen Hinweis, wie die bisherigen Lösungen zu verwenden sind.

Stay tuned, Euer

?Riddler?

Zum Wirksamkeitsnachweis von Homöopathika

Das ist ein Nachtrag und eine Erklärung zum Blogeintrag „Unter Androhung von Geldstrafe: kein Homöopathiebashing“ vor ein paar Tagen – darin ging es darum, dass die Firma Hervert Abmahnungen an verschiedene Personen verschickt hat, was Aussagen über die Wirksamkeit der Homöopathie betrifft. Ich habe geschrieben, dass Herr Dr. Glaeske die Unterlassungserklärung unterschrieben hat. Das stimmt, allerdings ging es darin um etwas unterschiedliches als im Fall von Dr. Grams.

Ich habe von ihm ein mail bekommen, das den Sachverhalt erläutert. Dr. Glaeske ist nicht eingeknickt, aber er hat sich einverstanden erklärt, dass er „eine nicht richtige Tatsachenbehauptung nicht mehr wiederholt.“

Seine Worte:

Ich hatte nämlich geäußert, dass für kein homöopathisches Arzneimittel ein Wirksamkeitsnachweis erbracht worden sei. Und das ist leider falsch, weil Homöopathika mit Indikationsanspruch zugelassen werden müssen und dies auf der Basis eines Wirksamkeitsnachweises, der allerdings ein Nachweis auf der Basis von Literatur, Monographien und persönlichen Erfahrungen von Kommissionsmitgliedern darstellt, also ein Nachweis auf der Ebene eines Binnenkonsenses. Also: Für einige Homöopathika, nämlich für solche mit Indikationsanspruch, ist der Wirksamkeitsnachweis laut Arzneimittelgesetz Voraussetzung für eine Zulassung durch unser Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – und auf diesen gesetzlich geforderten Wirksamkeitsnachweis beruft sich die Firma Hevert.

Dieser gesetzlich verankerte Wirksamkeitsnachweis hat aber nichts zu tun mit den methodischen Anforderungen an einen Wirksamkeitsnachweis von typischen Arzneimitteln und schon gar nichts mit einem Nachweis der therapeutischen Wirksamkeit und einem Patientennutzen. Da dieser Wirksamkeitsnachweis aber eine gesetzliche Tatsache ist, habe ich zugesagt, meine o.g. Aussage nicht mehr zu wiederholen. Es ist leider eine ziemlich komplizierte Angelegenheit mit den Homöopathika, die einen Indikationsanspruch haben und zugelassen werden müssen.

Aus den dem mail an mir angehängten Schreiben ist die Haltung von Dr. Glaseke zu Homöopathika deutlich erkennbar. Das Problem ist einfach dies:

Wenn sich die Firma Hevert allerdings auf das Arzneimittelgesetz bezieht und den dort gesetzlich verankerten Nachweis der Wirksamkeit als Voraussetzung für eine Zulassung reklamiert, kann ich dies nicht bestreiten, sondern am ehesten das Gesetz in der vorliegenden Form kritisieren und deutlich machen, dass dieser Wirksamkeitsnachweis nicht mit einer therapeutischen Wirksamkeit und einem Nutzen für die Patient*innen gleichzusetzen ist.

Vielleicht nochmal zur Verdeutlichung:

Homöopathika, die als Arzneimittel (also mit einer Aussage über die Indikation -für was sie eingesetzt werden) in Deutschland zugelassen werden, müssen einen Wirksamkeitsnachweis erbringen.

Dieser Wirksamkeitsnachweis ist aber für Homöopathika (anders als bei Medikamenten wo Studien gebracht werden müssen) vor allem eine Entscheidung einer Zulassungskommission, bestehend aus Sachverständigen, die das entscheiden auf der Basis von Literatur, Monographien der früheren Kommission D oder auch vereinzelt vorgelegter Publikationen – die aber mitnichten den Anforderungen an einen methodisch adäquat durchgeführten Wirksamkeitsnachweis entsprechen.

Im BfArM-Jahresbericht 2017/2018 steht im Zusammenhang mit dem Hinweis auf Homöopathika mit einem Indikationsanspruch: „Bislang wurde jedoch noch kein homöopatisches Arzneimittel durch das BfArM zugelassen, bei dem sich der Antragssteller auf eine zum Beleg der Wirksamkeit geeignete Studie berufen hätte“.

Diese Zulassung ist also keine hinreichende Basis um daraus eine therapeutische Wirksamkeit bezüglich der beanspruchten Indikation abzuleiten.

Trotzdem ist demnach die Aussage, dass „dass für kein homöopathisches Arzneimittel ein Wirksamkeitsnachweis erbracht worden sei“ juristisch gesehen falsch – und Dr. Glaeske wurde deshalb abgemahnt.

Dr. Glaeske: Es soll deutlich werden, dass es einen Unterschied zwischen dem Wirksamkeitsnachweis für homöopathische Arzneimittel mit Indikationsanspruch im Zulassungsverfahren nach dem AMG gibt und einem patientenorientierten Nachweis der therapeutischen Wirksamkeit und des Nutzens in der realen Versorgung in Bezug auf die beanspruchte Indikation. Der Mangel an methodisch adäquaten Studien in diesem Bereich ist nach wie vor unübersehbar und aus Versorgungssicht sowohl für Patienten als auch für Ärzte und Apotheker inakzeptabel.

Ich danke Dr. Glaeske für die Richtigstellung und Erläuterungen und hoffe, dass der Unterschied hier deutlich gemacht wurde.

Ich finde es immer noch ganz schlechte Politik der Firma Hervert da grad mit dem Anwalt zu kommen.

PPP – Teil 3

Heute gehen wir mal richtig weit in der Geschichte zurück. Es geht um eine medizinische und pharmazeutische Fakultät bzw. ihre Universität, die das derzeit bedeutendste pharmazeutische Fachjournal Nordafrikas herausgibt. Aber in welchem Jahrhundert wurde diese Universität eigentlich gegründet?
Die entsprechende Zahl ist die Koordinate „y“ im Rätsel.

Auch wenn die Lösung immer noch ein wenig entfernt sein mag, wird es allmählich interessanter. Und all jenen, die immer noch am Verzweifeln sind, kann ich hiermit versprechen: morgen kommt eine der richtig grossen Koordinaten dran. Wallah, ich schwör!
Euer
?Riddler?

PPP – Teil 2

Wer meine Rätsel im Internet verfolgt hat, weiss, dass ich irgendwann im Verlauf gerne eine Frage zu einem chemischen Element stelle. Üblicherweise an Tag 5.
Aber da ich dieses Rätsel erstmals für einen Pharmazieblog gebaut habe, weiche ich nun einfach mal von dieser Regel ab und stelle Euch schon an Tag 2 eine solche Aufgabe (keine Sorge: am 5. Tag wird es trotzdem noch ein Elemente-Rätsel geben) :

Das gesuchte Element stimuliert in der Leber die Glykolyse und hemmt die
Gluconeogenese, daher wird derzeit untersucht, ob entsprechende Verbindungen in der Behandlung des Diabetes mellitus II eingesetzt werden können. Die bisherigen Ergebnisse sind allerdings nicht eindeutig.
Ausserdem stimuliert es die Oxidation von Phospholipiden und unterdrückt die Synthese von Cholesterin durch Hemmung der Squalensynthase. Damit erhöht ein Mangel dieses Spurenelements die Konzentration von Cholesterin und Triglyceriden im Blutplasma.
Gesucht ist die Ordnungszahl des Elements. Diese ist die Koordinate „z“ in unserem Rätsel.

Zugegeben, noch bringen Euch die Koordinaten noch nicht viel weiter, aber ich hoffe dennoch, dass Ihr mit Spass bei der Sache seid. Und später werdet Ihr sie noch wirklich brauchen, versprochen!
Euer
?Riddler?