München scheint eine Menge hübscher Apotheken zu haben. Diese hier schickt uns Julia und sie befindet sich am Goetheplatz:
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München scheint eine Menge hübscher Apotheken zu haben. Diese hier schickt uns Julia und sie befindet sich am Goetheplatz:
Mann in der Apotheke: „6 Nasenspray bitte.“ (die von der abschwellenden Sorte)
Lehrling: „uh – 6?? Wieso brauchen sie so viele?“
Kunde (schon gereizt) „Einen für die Manteltasche, einen fürs Büro, einen für zu Hause, einen als Reserve und für meine Freundin und … für meine Mutter.“
Lehrling: „Ah, wir haben eine Beschränkung, sie können 2 haben.“
Kunde: „Was? Wieso??“
Lehrling: „Man soll Nasenspray nicht ständig anwenden – die Nase gewöhnt sich daran, danach ist es sehr schwer davon loszukommen. Die langfristige Anwendung macht auch die Nase selbst kaputt. Wenn sie das Problem schon haben, können wir ihnen zeigen, wie …“
Kunde: „Nein. Ich will einfach meine 6 Nasensprays!“
Lehrling schaut mich hilfesuchend an, aber ich schüttel einfach den Kopf. Sie macht das eigentlich gut, aber jetzt wendet er sich an mich, wohl weil er merkt, dass ich hier darüber entscheide.
Kunde (vorwurfsvoll): „In der Kreuz-Apotheke habe ich schon 6 bekommen!“
Pharmama: „Das mag sein. Aber wie gesagt, wir haben unsere Richtlinien.“
Kunde: „Ich könnte auch einfach hier die 2 nehmen und dann in die nächste Apotheke gehen!“
Pharmama: „Das könnten sie. Das ändert nichts an ihrem Problem.“
Kunde (ignoriert das): „Oder ich könnte die 2 nehmen, rausgehen und wieder reinkommen und nochmals 2 kaufen.“
… darauf brauche ich wohl nichts zu sagen, oder? Denkt der wirklich dass wir uns nach ein paar Minuten nicht mehr an ihn erinnern?
Jetzt haben wir glaub alles an Argumenten durch, die man bei so was zu hören bekommt, ausser vielleicht noch: “aber ich brauche das!“ ... das kommt nicht, stattdessen zitiert er den Götz von Berlichingen:
Kunde: „Ach leckt mich doch am…!“
und geht raus.
…
Meine innere Pharmazeutin gratuliert, dass ich standhaft geblieben bin und ihn in seiner Abhängigkeit nicht unterstützt habe … und vielleicht macht er sich jetzt doch ein paar Gedanken mehr darüber? Gleichzeitig schilt mich die innere Verkäuferin – hätte ich doch auf einen Schlag 6 Sprays verkaufen können ….
Es ist ein echtes Problem. Speziell jetzt, wo wegen Allergien die Nase lädt, fangen wieder einige Leute trotz Warnungen beim Kauf eines Nasensprays wieder an, sie regelmässig und lange zu nehmen. So entwickelt sich eine Rhinitis medicamentosa … die Nase läuft mit der Zeit sobald man den Nasenspray nicht mehr nimmt …eine Gegenreaktion gegen das künstliche „austrocknen“ sozusagen. Also muss man weitersprayen. Und je länger man sprayt, desto mehr geht die Schleimhaut der Nase kaputt – selbst der Geruchssinn kann darunter leiden. Es ist also wichtig, dass man damit wieder aufhört. Solange man das aber nicht als Problem erkennt für sich … gibt es halt auch Reaktionen wie die oben.
Ich glaube, da gibt es einfach keine vollständig richtige Reaktion. 2 hätte er haben können – und ein paar gute Ratschläge und Tipps. So wie hier: Nasensprayabhängigkeit
Besten Dank an Gudula, die in ihren Fotos gestöbert und das für mich gefunden hat:
Das sind keine „reinen“ Apotheken, sondern so halbe Drogeriegeschäfte. Ich hab ein/zwei Geschäfte gesehen, wo man wirklich nur Medizin bekam, habe aber leider kein Foto davon. In diesen Geschäften kriegt man auch Drogerieartikel und in einer Ecke ist dann eine Theke, wo es Medizin gibt. Die Trennung scheint da auch nicht so strikt zu sein, also man kriegt einiges an Medikamenten in diesen Läden.
Auf Bild 2 das Schriftzeichen auf dem gelben Schild bedeutet übrigens „Medizin“. (Darüber die beiden in rot passenderweise „Alkohol“ und „Tabak“, das gehört aber zu einem anderen Geschäft.)
Selbst wenn die Schriftzeichen nicht wären – ich würde merken, dass das Japan ist – da scheint alles so quietschebunt zu sein…
Keine Ausserirdische (wahrscheinlich), die „Man in Black“ kommen erst nach einem Besuch von Aliens vorbei.
Damit wäre meine Mini-Serie auch zu Ende … Äh … worüber war sie noch??
Missrät Dir voll Dein Tagesplan, sei abends Dir als Trost bekräftigt: Du hast zwar heute nichts getan, doch warst den ganzen Tag beschäftigt!
(K.H.Söhler)
So fühle ich mich heute :-/
Noch einer, der wohl eine Erläuterung braucht. Die Aliens von den Tripods (siehe hinten im Bild) aus „Krieg der Welten“ wurden am Schluss durch die Bakterien der Erde besiegt weil ihr Immunsystem nicht daran angepasst war.