Tüte

Der Mann kommt abends, als es ruhiger ist in die Apotheke – er ist beladen mit Einkäufen in dünnen Plastiktüten.

„Haben Sie mir einen ihrer Plastiksäcke? Die sind besser als die im Kaufhaus nebenan.“

Pharmama: „Brauchen Sie sonst etwas?“

Mann: „Nein, habe ich alles dort geholt.“

Pharmama: „Dann macht das 50 Rappen.“

Mann: „Waaass?! Sicher nicht!“

stürmt empört wieder raus

Ja – auch wenn ich vielleicht einen Rüffel dafür bekomme: unsere Plastiksäcke gibt es zu einem Einkauf. Von mir aus auch zu einem Mini-Einkauf. Aber die haben wir bezahlt – und ich sehe nicht ein, weshalb ich das einem Nicht-Kunden gratis geben sollte. Ja, die sind besser als die im Kaufhaus (dicker, blickdicht, fester) – das hat auch seine Gründe- und auch dort verlangen sie für die besseren Taschen etwas.

Würdet ihr so was machen? In einem Geschäft einkaufen und dann dafür in einem anderen eine gratis-Tasche abgreifen dafür?

62 Kommentare zu „Tüte

  1. Ich hab das auch mal gemacht, weil die eigentliche Tüte kaputt ging. Ich war allerdings bereit dazu, auch etwas dafür zu bezahlen, weil ich eben keine Kundin war und nur eine Tüte wollte.

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    1. Also, ich hätte wohl anders reagiert wenn ich ihn a) als Kunden erkannt hätte (habe ihn noch nie gesehen) b) er einen „Notfall“ gehabt und nett gefragt hätte c) er Anstalten gemacht hätte, dass das nicht die selbstverständlichste Sache überhaupt ist.

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  2. Also mittlerweile gibt es Tüten zum Einkauf fast nirgenswo mehr gratis dazu. Die kosten immer mindestens 10 Cent oder mehr.
    Aber immer wenn Leute ausgehen, dass es etwas umsonst geben könnte, knallt etwas im Gehirn durch. Ist mir in den letzten Jahren schon oft aufgefallen, mit welcher Selbstverständlichkeit davon ausgegangen wird, man hätte alleine auf sie gewartet um ein kostenloses Superangebot ihnen hinterher zuwerfen.

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  3. In Deutschland kosten die Tüten im Supermarkt ja schon lange. Umsonst gibt es die nur noch da, wo man nicht alltäglich Einkäufe macht. EIngeführt wurde das überall mit dem Umweltschutz-Argument: Die (Plastik-)Tüten verschmutzen die Umwelt, wenn es sie nicht umsonst gibt, dann denkt man vielleicht mal dran, eine wiederverwertbare Tasche mitzubringen.

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  4. Mh, auf den ersten Blick dachte ich mir: so ein unverschämter Kunde.

    Auf den zweiten Blick erscheint mir die Reaktion des Kunden aber durchaus berechtigt. Selbst bedruckte, höherwertige Tüten kosten im Einkauf vermutlich nicht mehr als 5 ct. Warum sollte ein Kunde also 46ct für eine Tüte bezahlen, die er bei einem Einkauf für wenige Euro/CHF (vermutlich) kostenlos dazu bekommt?

    Sollte der Kunde nicht täglich kommen und eine Tüte verlangen, wäre es vielleicht aus gründen der Eigenwerbung sinnvoller ab- und zu eine kostenlose Tüte zu verteilen. Der Schaden ist so auf jeden Fall geringer als ein verärgerter „Kunde“ der dann über deine Apoteke lästert..

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    1. Das kommt enorm auf die Abnahmemenge an. Und wenn Pharmama nicht in einer Kette arbeitet, die die zu hunderttausend Stück ordert, bist du schnell über 5ct pro Stück, wenn du blickdichte, feste Tüten willst. Wir kaufen unbedruckte in Standard-Größe in vierstelliger Stückzahl und zahlen dafür etwa 10ct. Bedruckt ist man da schnell bei 30ct (weswegen wir davon auch Abstand nehmen).
      Abgesehen davon sind die Leute, die sich über einen Betrag wie 50 Cent (bzw. Rappen) für einen Service aufregen meistens auch die, die nicht zu schätzen wissen, wenn man ihn mal umsonst bietet.

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    2. Der Kunde kommt nicht nur nicht täglich – den habe ich noch nicht vorher gesehen. Ich gebe dem eine Tüte und er macht das das nächste Mal genau so weiter … nur noch mit dem Argument: „Aber das letzte Mal habe ich das bekommen!“ und lästert trotzdem.

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  5. … eine Frau kaufte Blumen bei einem Discounter, da sie dort sehr preiswert waren, wie sie sagte und kam dann in das Blumenlädchen nebenan, um sich von der Floristin aus diesen Blumen einen schönen Strauß binden zu lassen … kostenlos natürlich.
    Sie wurde sehr ärgerlich, als man das ablehnte. Ich konnte nur noch staunen – auf welche Ideen kommen die Leute denn nur?

    Clara

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    1. Oh – das finde ich jetzt aber auch unmöglich. Ich würde das höchstens anbieten gegen Bezahlung. Auch. Ist Arbeit – und in deinem Fall auch noch Kunst. Weshalb sollte man das gratis machen?

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    2. Wow, das finde ich auch unmöglich. Ich habe schon öfter im Blumenladen nur eine Blume gekauft, die dann einen Euro kosten würde, aber geb dann immer noch 1-2 Euro Trinkgeld drauf, da die Verkäuferin da mindestens fünf Minuten noch dran werkelt (und die zusätzlichen Blätter etc kriegt sie ja auch nicht umsonst). ich käme mir echt schäbig vor, für die Blume, das Grünzeug und die ganze Arbeit da dann nur einen Euro zu zahlen.

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  6. Das es kostenlose Tüten zum Einkauf gibt wird ja auch immer weniger, und für die besseren muss man eh meist bezahlen. Finde ich also ok. Hier in D zahlt man pro Tüte (je nach Größe und Qualität) auch 10 – 50 c vereinzelt mehr (aber eher für die Stoffbeutel).

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  7. Hm, ich hatte das Problem mal in Irland. Dort ist es verboten, kostenlose Plastiktüten anzubieten, demzufolge bekommt man zu allen Einkäufen Papiertüten. Grundsätzlich eine super Idee, leider haben die Gesetzgeber nicht bedacht, dass es in Irland doch recht oft regnet, und die Papiertüten ziemlich schnell durchweichen.
    Ich bin dann in einen Kleiderladen und habe um eine Tüte gebeten, habe ich auch ohne zu murren bekommen. Auf meine Frage, wie viel die Tüte kostet, wurde abgewunken (hab dann was in die Kaffeekasse geworfen ;)
    Also ich finde etwas zu zahlen echt in Ordnung, allerdings kommen mir die 50 Rappen doch recht viel vor? Ich weiß aber auch nicht, wie stabil die Tüten sind und was ihr dafür zahlt. Als Stammkunde der ausnahmsweise nichts kauft hätte ich es vielleicht auch als (kostenlosen) Service angesehen… (hätte es aber bezahlt) aber das war er ja nicht oder?

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  8. Für die besseren Taschen im Kaufhaus bezahlt man 2 Franken, von daher ist 50 Rappen ja noch günstig. Auch für die grossen Papiertüten zahlt man etwa 50 Rappen, nur die kleinen, dünnen Plastiktüten sind gratis, aber halt dementsprechend nicht so robust. Muss man halt wissen, was man braucht und was das einem wert ist.

    Ich wäre zu faul, dafür extra noch in einen anderen Laden zu laufen, ich finde mich entweder mit den Gratistüten ab oder kaufe mir dir Tüten, die ich brauche.

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  9. liebe Pharmama, es gibt absolut keinen Grund für einen Rüffel: Du hast ja die Tüte angeboten, zu einem sicherlich fairen Preis, basta!
    Was anderes fällt mir immer wieder auf (nicht in Deinem Post): das Verwechseln von umsonst und kostenlos ;-)

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  10. Ach, die lieben Tüten. Ich selber vermeide sie, so ich kann. Meine Einkäufe fliegen mehr oder weniger unsortiert ins Auto, in den (Foto)Rücksack oder in einen – in Anbetracht des geplanten Einkaufs wohlweisslich in die Jackentasche hineingefalteten – Stoffbeutel. Bei grösseren Einkäufen auch in mehrere. Zugegeben, ab und zu nehme ich auch eine Tüte, wenn es gerade gar nicht geht, aber ich vermeide Plastfalienprodukte möglichst oft (und lehne auch aktiv Tüten ab).

    Andere Menschen sind da anders, sehe ich jeden Tag in meinem bzw. unserem Arbeitsalltag. Kleine & unvollständige Anekdoten-Sammlung meinerseits:
    -> Ein Mann mit 4 Rezepten a jeweils 3 Verordnungszeilen (inclusive Verbandstoffe) sagt mir in Anbetracht des durchaus ansehnlichen Packungshaufens vor ihm auf der Apo-Theke: Ich habe ja gar nicht damit gerechnet, etwas mitnehmen zu müssen. Ah ja. Ein Sie müssen ja gar nichts mitnehmen, ich entsorge das gleich nach der Zuzahlung fachgerecht für Sie. verkneife ich mir dann immer.
    -> Eine Frau – Achtung, Vorurteile! – mit einer Handtasche halb so groß wie mein Wanderrücksack, Bundeswehr, einfach, natoolive und prall gefüllt mit „Frauendingen [TM]“ kauft bei mir 2 Arzneimittelpackungen, die zusammen in ihre hohle Damenhand passen, und braucht dringend eine Tüte, da ihr Hand“täschchen“ fast explodiert beim Versuch, das „Damen-Geldtäschchen [TM]“, welches jedem Kneipen-Kellner zur Ehre gereichen würde, hineinzustopfen. (Die Holdeste aller Frauen beschwert sich übrigens regelmäßig über das Hosentaschenausbeulungspotential meiner „Brieftasche“, in die ich auch einmal gefaltete C6-Umschläge nicht ohne Überstand hineinstopfen könnte…)
    -> Ein „Stammkunde [TM]“ fordert – weil er ja immer so viel kauft – mal eben 6 „Gratis-Kundenzeitungen“ auf einen Schlag, natürlich ohne weiteren Einkauf. Und anschließend stellt er fest: Also dafür brauche ich jetzt aber eine Tüte! Klar.
    -> Ein tatsächlicher Stammkunde packt alle gekauften Arzneimittel in sein Handgelenktstäschen. Alles gut, alles weg. Ich biete im eine Kundenzeitung an. Nimmt er. Aber nun brauche ich eine Tüte, für die Zeitung. Ja, die Buntblatt passt nicht in das Täschchen. Nur – es ist schönster Sonnenschein, und er wohnt direkt gegenüber, wo er dann ohne Umschweife zum Mittagessen hin geht.
    -> Eine Kundin fragt nach Ihrem Einkauf und der Festtags-bedruckten Tüte, in die ich alles einpacke, ob sie nicht noch so 10 oder besser 20 dieser Tüten haben könne. Grund: Die sind so schön, da spare ich mir das Geschenke einpacken für die Enkelkinder. Ich habe ihr dann 3 gegeben, sehr zu ihrem Leidwesen, weil ich einfach von solchen Tüten ein begrenztes Kontingent einkaufe.

    Ansonsten haben wir teilweise auf qualitativ hochwertige und mindestens eben so teure Papiertüten umgestellt. Ob die vom CO2-Fußabdruck wirklich kleiner als Plast-Tüten sind, kann ich nicht sagen – wenn ich so an Papierherstellung, Bleiche, Bedruckung, Kleber usw. denke. Aber zumindest sind sie biologisch leichter abbaubar…

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    1. Das ist interessant. Das Verhalten mit dem „ich will keine Tüte“ und dann irgendwohin-stecken (erstaunlich wieviel in einer Jackentasche Platz hat) kenne ich fast ausschliesslich von Männern. Ich will denen ja keine Tüte aufdrängen, aber …. manchmal ist es halt doch zu viel.

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  11. Das ich auf eine Plastiktüte zurückgreifen muss ist sehr selten. Fürn normalen Einkauf hab ich nen Korb (mit Werbung vom Blutspendedienst ;) ) in dem auch immer 2 Stofftaschen liegen.
    Für schnelle Einkäufe nach Feierabend liegt auch immer eine im Vesperrucksack.

    Aber ich glaub in meiner Apotheke gibts immer noch ungefragt ein Plastiktütchen dazu.

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  12. Da ich auf dem Land wohne und zum Einkaufen in die nächste Stadt fahren muss, packe ich mir zwei größere Wäschewannen und eine Kühltasche ins Auto. Die Apotheke ist gegenüber vom Supermarkt, der Getränkemarkt und der Blumenladen ebenfalls, der Baumarkt ums Eck. Das Gekaufte findet in den Wannen genügend Platz und ich muss mir keine Gedanken und gequetschte Verpackungen oder ungewollt aufgepiekste Sahne- und Joghurtbecher machen. Eine Tüte? Nein danke, sonst bin ich wieder den ganzen Tag bekifft…

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  13. Mir fällt dazu ein:
    In meiner ehemaligen Apo antwortete ein Kunde auf die Frage nach einer Tüte mal: Jetzt was zum Rauchen wäre auch nicht schlecht…

    Meine Antwort als Kundin ist (leider zu) häufig: Die auf vier Rädern steht vor der Tür, danke ich brauch keine.

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      1. wenn Du Dir nen Rolls leisten kannst, sind in der Schweiz die Löhne besser grins
        Meine rollende Tüte kommt aus Asien – wobei, die grossen Konzerne sind ja eh multinational….

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        1. und nen Hackenporsche brauch ich noch nicht, ich hab nen Rucksack als Handtasche, da passt einiges rein.

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  14. Wie man in den Wald hineinruft …

    Das ist auch von Seiten des Kunden letztlich eine Frage der Ansprache. „Entschuldigen Sie bitte, ich war gerade nebenan im Supermarkt und nun reisst mir die Einkauftasche, könnten Sie mit mit einem Sackerl aushelfen?“ wäre wahrscheinlich erfolgreich gewesen.

    Zumindest wäre die Reaktion dann genau ähnlich verbindlich gelaufen, z.B. „es tut mir leid, wir geben unsere Plastiksackerl nur an zahlende Kunden aus. Wenn Sie eine Kleinigkeit kaufen …“ wäre wohl die „schlimmste“ Reaktion gewesen.

    So wie es geschildert wurde, fühlen sich alle verhöhnt: die Pharmama wegen des unverschämten Nicht-Kunden, der „Kunde“ wegen der unverschämten Pharmama.

    Wegen der Preisdiskussion hier: die Bereitstellung von Tragetaschen für Kunden kostet mehr als nur den reinen Einkauf. Man verliert das als Kunde ja gern aus dem Blick: zu den Erstehungskosten kommen Kosten für das Bestellwesen, für die Lagerung für die Präsentation im Verkaufsraum, … Die Personalkosten machen am Ende deutlich mehr aus als die Materialkosten.

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  15. Also die Nichtabgabe der Tüte ohne Gegenleistung ist erstmal verständlich aus Deiner Sicht.

    Allerdings scheint der Kunde, selbst wenn er kein Stammkunde ist, zumindest ab und zu mal in Deiner Apotheke einzukaufen, denn woher sollte er sonst wissen, dass die Qualität Deiner Tüten deutlich besser ist als die des Supermarktes. Außerdem muss er ja entweder durch Selbsteinschätzung (nach dem Motto: „Ich bin dort ein Kunde, dem man durchaus mal mit einer kleinen Tüte aus der Alltagssituation helfen kann.“) oder durch seine Einschätzung Deiner Apotheke („Die sind immer so freundlich und entgegenkommend, die geben mir bestimmt eine Tüte.“) den Entschluss gefasst haben, mitsamt seinen Einkäufen den Umweg in die Apotheke in Kauf zu nehmen.

    Durch diese negative Erfahrung wurde er nun entweder bezüglich seiner Rolle als Kunde der Apotheke oder aber bezüglich der Rolle Deiner Apotheke als Rat und Hilfe bietende Stelle verunsichert.

    Was mich daran aber mehr beschäftigt als die Wahrnehmung des Kunden, ist die Selbstwahrnehmung der Apotheke/des Apothekers, die dahintersteckt:
    Man vermittelt dem Kunden so ja: Wenn Du etwas bei uns kaufst, dann bekommst Du auch eine Belohnung von uns (Umschau, Tüten, Taler und sonstiges). Das stellt aus meiner Sicht die Rolle des Apothekers als Kaufmann zu sehr in den Vordergrund und betont sie noch einmal extra (obwohl die öffentliche Wahrnehmung à la „Das sind ja Apothekerpreise!“ eh schon ganz automatisch in diese Richtung geht…).

    Diese ganze Zugabengeschichte müsste also eher in die Richtung „Du bekommst eine Belohnung für Deinen Besuch!“ gehen. Sprich man gibt dem Kunden die Zeitung, den Taler schon am Anfang oder zumindest so zeitig, dass er das nicht negativ mit dem Zahlvorgang verbindet.
    Daraus würde dann auch eine Abgabe der Tüte als Besuchsbelohnung vertretbar sein (auch, wenn er dann -dieses Mal- nichts gekauft hat).

    Für diesen speziellen Fall wäre vielleicht folgende Möglichkeit auch nett gewesen (sofern man sowas in der Apotheke hat):
    Man gibt ihm einfach statt der geforderten Plastiktasche eine noch bessere Stofftasche der Apotheke mit und gibt ihm mit einem Lächeln den Hinweis mit auf den Weg, dass er so auch für zukünftige Einkäufe gerüstet ist. Nur ein Vorschlag..;-)

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    1. Nein – unsere Tüten sind einfach weitaus bekannt dafür, dass sie haltbar sind. Ich habe ihn tatsächlich vorher noch nie gesehen (und frage mich, ob ich ihn nach Abgabe wohl auch nur zum Tüte abgreifen wieder gesehen hätte – denke ja). Stofftaschen haben wir leider nicht.

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  16. Na ja, etwas Großzügigkeit kann man gelegentlich schon walten lassen, oder ?<<

    War es doch – ich weiß jetzt zwar nicht was die Produkte in Schweizer Apotheken so kosten, aber wenn Pharmama gesagt hätte „Tüten gibt es nur für Kunden“ – ob es wohl irgendein Produkt für weniger als 50 Rappen gegeben hätte ?

    Die Schweiz ist halt teuer…

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    1. Traubenzucker für 2.20.- , Paracetamol-Packung für 2.55.-
      Sachen die unter 1 Franken kosten findet man vielleicht noch am Kiosk: 1 Kaugummikugel oder so.

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  17. Der eine will eine kostenlose Tüte, der nächste will kostenlose Taschentücher, der dritte kommt mit dem Wunsch nach den kostenlosen Apothekenzeitschriften und der vierte will einen kostenfreien Kalender.

    Ich finde es völlig okay, da einen geringen Obulus zu verlangen, wenn der Kunde nicht gleichzeitig etwas kauft. 50 Rappen finde ich preislich völlig in Ordnung. Das Zeug ist als Mitgabe für zahlende Kundschaft gedacht.

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  18. Ich finde das richtig. Plastiktüten sind ein großes Problem und für mich sieht es eher so aus, als wollte da jemand nur kostenlose Müllbeutel einsammeln… Wenn er sie gebraucht hätte, hätte er sie bezahlen können, wenn er schon so viel Geld für andere Einkäufe ausgegeben hat, kann er es sich offensichtlich grundsätzlich leisten.

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  19. Also ich finde es ok wie du es gemacht hast. Vielleicht wäre es etwas anderes wenn dem Kunden vor dem Laden eben eine billig Tüte gerissen wäre und er nun frustriert und wütend (nicht auf dich, aber sonst alle Händler) hilflos vor der Apo steht ;-)

    Was die weit verbreitete negative Einstellungen zu Einwegtüten geht bin ich anderer Meinung und oute mich mal.
    Natürlich muss ich einschränken „Einwegtüten“ mag ich auch nicht aber die Lebensdauer ist deutlich größer
    Nach dem Einkauf muss Leergut wieder weggebracht werden, ich bin Monteur und darf dreckige Wäche nach hause fahren und von dort wieder saubere in die Dienstwohnung, irgendwie muss ich mein Frückstückspaket auf Arbeit bekommen dazu den Kaffee und die Bürokekse … zum Schluss geben sie immer noch gute Müllbeutel ab. (gesamt 4-5 Nutzungen /Tüte)

    Ich habe noch nie veerstanden warum Menschen Einwegtüten verteufeln und gleichzeitig Müllbeutel kaufen ?

    Nach meiner Erfahrung passt in die ach so ökologischen Mehrwegbeutel nie voviel rein wie in die Tüten, genug hat man auch nur selten dabei und nach der 3. Wäsche sind die auch nur noch als Putzlappen oder Müllbeutel benutzbar!

    juergen

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    1. Ich hab ein Faible für hilflose Leute. Ich helfe auch Touristen die hilflos herumstehen und keine Ahnung haben wo sie sind :-) Aber so wie der rein gekommen ist … nö.

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  20. Meine Tochter und ich auf Rucksacktour in Italien. In Verona shoppen wir ganz spontan Schuhe, die uns in Papiertüten verpackt werden. Auf dem Weg durch die Fussgängerzone zum Hotel kommen wir in einen fürchterlichen Platzregen. Natürlich stellen wir uns irgendwo unter, aber die Papiertüten mit den neuen Schuhen sind in null komma nichts durchweicht. Wir ziehen wie die begossenen Pudel von Geschäft zu Geschäft, zeigen die nassen Tüten und fragen freundlich nach einer Plastiktüte. Ich hatte schon ein 50 c Stück in der Hand. Nichts zu machen! Alle Ladenbesitzer/Verkäufer machten uns klar, dass es eine Tüte nur bei entsprechendem Einkauf gäbe. Schliesslich hatte eine junge Verkäuferin in einem Souvenirshop Erbarmen mit uns und gab uns eine Tüte- sogar gratis.
    Bei allem Verständnis für Pharmama& Co: das hat mich dann doch ziemlich geärgert.

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    1. Ja – das verstehe ich. Aber wie gesagt (zu meiner Verteidigung): das war bei dem Herrn keine Notsituation. Die Tüten waren noch ganz und er hatte genügend.

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  21. Dein Verhalten, liebe Pharmama, ist absolut richtig!

    Ich finde es gut, dass ihr in der Schweiz eine harte Währung habt (hattet?) und würde mir das, als überzeugter Kapitalist (sag das mal offen in DE!) auch in Deutschland so wünschen, denn hier scheint die Gratismentalität manchmal noch ausgeprägter zu sein.

    Wenn ihr für die Tüten zahlt ist und bleibt das absolut richtig.

    Um bei Knicks Beispiel von dem Paracetamol zu bleiben: Hier kostet die günstigste Packung in der Onlineapo zu 500mg 20 St gerade einmal 0,70 EUR (=0,77 CHF).

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    1. Der Franken ist fast zu hart :-) Und momentan macht gerade das Probleme.
      Und was diese super-günstigen Medikamente angeht: ich finde das nicht gut. Nicht weil ich die verkaufe und mehr davon habe – aber ich frage mich bei Preisen wie bei den von dir genannten: Das lohnt sich doch wirklich bald nicht mehr für die Firma das herzustellen. Mit ein Grund, weshalb die Produktion dafür jetzt schon nach China Indien etc verlagert wurde, und Rohstoffe praktisch nur noch von dort eingekauft werden. Was die für Qualitätskontrollen haben (mies) und wie die dafür mit der Umwelt umgehen (katastrophal) und die Arbeitsplätze, die hier in Europa deswegen verlorengehen … und das alles nur damit man am günstigsten etwas einkaufen kann das dann auch noch wegen dem Mini-Preis das Ansehen verliert. Im Sinne von: was kann das schon wert sein? Führt bald zu was soll das noch wirken?

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      1. Das Antibiotikum Bactrim und desssen Generikum (Nopil) werden als Sirup für Kinder in der Schweiz nicht mehr vertrieben. Ich nehme an, da das Produkt einfach zu günstig ist und sich die Herstellung nicht mehr gelohnt hat.
        Nun habe ich diese Woche aber im „Bulletin“ (Publikation Bundesamt für Gesundheit) gelesen, dass Nopil eine Preiserhöhung erfährt. Daher hoffe ich, dass das Produkt bald wieder hergestellt und vertrieben wird! :-)
        (Preiserhöhungen sind selten – meistens gehen die Preise nach unten!)

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  22. Ich hasse diese unsäglichen Plastiktüten… Versuche die so gut wie möglich zu vermeiden und lasse mir sogar Klamotten etc. in meinen Leinbeutel packen oder klemme mir den Schuhkarton so unter den Arm.
    Von daher würde ich nicht mal auf die Idee kommen, woanders nach einer Tüte zu fragen :)
    Bis vor kurzem gab es hier in einem Drogeriemarkt so kleine dünne Tüten, die umsonst waren. Große stabile kosten was. Da gab es genug Leute, die sich alles einzeln in die kleinen Dinger gesteckt haben oder auch einfach ein paar abgerissen haben und eingesteckt haben, vielleicht für den Badezimmermülleimer?

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  23. Ich habe mehrere dieser Kuststoff-Merhwegtaschen, die aus alten Plastikflaschen recycled werden. die kann ich daheim zusammenrollen und in die Handtasche stecken. Sie sind viel größer als die Stofftaschen, so dass man auch größere Dinge, Klamotteneinkäufe etc unterbekommt. Sie sind auch stabil genug, dass man da mehrere Kilo schleppen kann. Der Henkel von einer ist letztens gerissen, nach ca. einem Jahr Gebrauch (mit fast täglicher Benutzung). ich liebe diese Dinger! Trotzdem muss ich fast überall (außer im Superkarkt, wo Tüten was kosten) aktiv sagen, dass ich keine Tüte will, sonst packen die Verkäufer immer automatisch alles in eine ihrer Tüten.

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  24. Echt frech! Also der Kunde natürlich! Zwar haben wir bei uns in der Apotheke nur „Werbetüten“, die wir eben nicht bezahlt haben, aber es geht ja auch irgendwie ums Prinzip. Ich persönlich würde so einiges nicht machen, womit viele Kunden kein Problem haben. Es gibt bei uns in Deutschland ja die Apotheken-Umschau, die sehr beliebt ist. Ist ja als Serviceleistung für Kunden auch eine schöne Beigabe, völlig okay. Das Problem ist die Variante mit dem Fernsehprogramm zusätzlich drin. Viele interessieren sich gar nicht für die medizinisch-pharmazeutischen Artikel und wollen nur das Programm, da fällt auch gerne schonmal der Satz „Ich hätte gerne die Fernsehzeitung“! Grr! Wußte gar nicht, das ich im Zeitschriftenladen arbeite.

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  25. Wenn man nett fragt bekommt man bei uns ja oft diese Tüte gratis, auch wenn man gerade mal nichts kauft. Einmal war ich dann daran für eine Kundin ein Geschenk einzupacken als mich ein Herr nach ebensoeinem Plasitksack fragte. Hab ihm dann mit der Bemerkung „Ausnahmsweise“ einen mit gegeben. Nach etwa 10min kam die Kundin der ich das Geschenk einpackte zurück und erzählte mir sie hätte jetzt gerade den Herrn der die Tasche erbat, gesehen, wie dieser mit der Tasche gefüllt aus dem Supermarkt durch den Eingang herauskam. Der hatte also ganz frech eine Tasche mit unserem Logo bei uns gratis geholt um diese nebenan gratis zu füllen und den Inhalt ohne zuzahlen herauszutragen, da ja jeder annehmen musste er hätte dies gerade bei uns gekauft.

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