Apotheken aus aller Welt, 615: Helgoland, Deutschland

Von Markus aus Wien kommt diese Insel-Apotheke:

von meinem sturmbedingt leider nur sehr kurzem Aufenthalt auf Helgoland hier drei Fotos von der Inselapotheke. Das letzte Bild ist passenderweise die Werbung in der Infobroschüre des Halunderjets.

helgoland1 helgoland2 helgoland3

6 Kommentare zu „Apotheken aus aller Welt, 615: Helgoland, Deutschland

  1. Die haben 365 Tage Notdienst im Jahr….
    Da war die Einführung der Notdienstpauschale sicherlich ein nicht unerheblicher positiver Faktor im Betriebsergebnis :-D

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    1. Hmmm … ich weiss nicht, wie es in Deutschland ist – aber bei uns darf die Notfalldienstpauschale nicht erhoben werden während der „normalen Öffnungszeiten“. Das bedeutet auch, dass eine Bahnhofsapotheke, die „normal“ lange offen hat und am Sonntag die dann nicht verlangen darf. Ich könnte mir vorstellen, dass der Inselapotheker trotz seinem täglichen Einsatz also davon auch nichts hat.

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      1. Ich glaube, hier fallen jetzt zwei Sachen durcheinander.

        Das eine ist die „Notdienstgebühr“ von derzeit 2,50€. Die nimmt eine deutsche Apotheke natürlich auch nur außerhalb der „offiziellen Schließzeiten“, also zwischen 20 und 6 Uhr werktags sowie an Sonn- und Feiertagen.

        Das andere ist die „Notdienst-Pauschale“, die ja erst seit relativ kurzer Zeit eingeführt ist. Dabei wird von jeder Rx-Packung 0,16€ abgeführt an den „Notdienst-Fonds“, welcher dann quartalsweise nach Einnahmen ausrechnet, wie viel Geld jeder Notdienst „wert“ ist. (Das ist an sich schon schwachsinnig, weil in Quartalen mit weniger Packungen der Notdienst dann weniger wert ist.) Dann – also ca, 1/2 Jahr später – wird die fragliche Summe (derzeit ca. 270€ pro Notdienst) an die Apotheken „ausgeschüttet“. Damit bekommen Apotheken, die mehr Dienste schieben, mehr Ausschüttung. Das ganze gilt natürlich nur für Ganztages-Notdienste; Teiltagesdienste (wie sie in Kreisstädten durchaus üblich sind an Sonn- und Feiertagen) werden nicht berücksichtigt. Wenn man natürlich 365 Tage im Jahr Dienst macht, kommt da einiges mehr zusammen als wenn man 28 Tage Volldienst schiebt (jeden 13. Tag).

        Davon abgesehen hat die Politik pro Jahr ein Budget von 120Mill.€ dafür versprochen. Im Jahr 2013 wurde das ganze erst im August eingeführt (obwohl im Jahr 2013 für Januar 2013 versprochen), also wurden glatt ca. 80Mill.€ „vergessen“. Im Jahr 2014 kamen nur ca. 105Mill€ zusammen (vor Abzug der Selbstverwaltungskosten), also fallen von den versprochenen 120Mill€ ca. 12,5% unter den Tisch… interessiert nur keine Sau. Mit ´thekers kann man es ja machen.

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          1. Über die Standeszertretung schweige ich mal lieber.

            Zugegeben, ich habe mir da auch schon meine Gedanken gemacht. Das blöde ist, dass ein schland-weiter Apothekerstreit
            a) nicht zu organisieren ist, weil einige Apotheker den Anderen wohl ein Auge aushacken würden bzw. werden (und auch den Fuß ab, wenn sie es denn könnten)
            b) es uns ja wohl so schlecht nicht gehen kann, wenn wir uns mal eben ne neue Villa für 35Millionen€ (!) hinstellen [mich hat da keiner gefragt, aber egal]
            c) es DER Aufhänger seitens der KrankenKassen wäre, den nicht streikenden Versandhandel als Retter in der Not darzustellen.

            Ich habe leider keine Lösung anzubieten, die nicht eine starke Standesvertretung und deren politischen Druck beinhaltet. Insofern träume ich leider weiter…

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          2. @knick: Das mit dem Streik hatten wir ja schon mal. Die selbstständigen Apotheker dürten natürlich nicht streiken. Aber die angestellten Apotheker dürfen streiken und zwar jedes Mal, wenn mal wieder ein Tarifvertrag abläuft. Die GDL hat gerade sehr eindrucksvoll vorgemacht, wie man das macht und durch ein paar streikende Lokführer „ein ganzes Land lahm gelegt“.
            Was das Ablaufen zu den Versandhändlern betrifft: Auch bei der Bahn hat sich auf einmal jeder hingestellt und gedacht, dass jetzt jeder zu den Fernbussen abläuft.
            Ich hab die Nummer mit dem Fernbus schon mal ausprobiert. Bahn ist dann doch praktischer.

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