Ladenschluss

Die Frau schaut um viertel vor 7 Uhr in die Apotheke –„Schliessen sie schon?“

Die Drogistin, die dabei ist den Ladenschluss vorzubereiten sagt: „In 15 Minuten. Sie haben noch Zeit, wenn Sie etwas wollen.“

„Okay,“ meint die Frau und … geht wieder. Sie setzt sich in das Café gegenüber und trinkt etwas.

‚Nun gut’, denkt meine Drogistin – ‚dann braucht sie wohl doch nichts.’

Doch. Um 2 Minuten vor Ladenschluss kommt die Kundin herein und will noch eine Hautberatung für eine Nachtcreme.

Grrrrr!

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64 Kommentare zu „Ladenschluss

    1. Das hat meine Drogistin dann auch. Sie hat einen Blick auf ihre Haut geworfen, ein, zwei Fragen gestellt und ihr dann 2 Muster mitgegeben mit den Worten: probieren Sie die mal und sonst kommen Sie am Tag für eine ausführlichere Beratung vorbei.

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  1. Klar ist das frech von der Kundin, vielleicht hat sie das aber auch schlicht falsch verstanden. Deine Kollegin ist gerade am räumen und sagt der Kundin, dass diese noch Zeit hat. Vielleicht hat die Kundin das so verstanden, dass die Kollegin gerne erst ihre anderen Arbeiten erledigen würde und wollte höflich sein und hat sich mit einem Kaffee oder so die Zeit vertrieben. Hauptsache die Kunden wollen einem immer nur was Böses -.-“

    Ein Softwareingenieur (Programmierer) und seine Frau.
    Sie: „Schatz, wir haben kein Brot mehr, könntest du bitte zum Supermarkt gehen und eins holen? Und wenn sie Eier haben, bring 6 Stück mit.”
    Er: „Klar Schatz, mach ich!”
    Nach kurzer Zeit kommt er wieder zurück und hat 6 Brote dabei.
    Sie: „Warum nur hast du 6 Brote gekauft?!?”
    Er: „Sie hatten Eier.”

    Die Frau wird ähnlich sauer sein wie deine Kollegin, obwohl ihr Mann gemacht hat, was sie sagt…

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    1. Jein – sehe ich jetzt nicht so. Sie war deutlich dabei, den Ladenschluss vorzubereiten: Steller reinholen etc. Sie war auch nicht allein (ich war auch noch da). Meine Kollegin hat als die Kundin reinkam, sich der Kundin zugewandt. Sie war deutlich bereit. … und dann geht die andere einfach wieder?

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      1. War mir klar, dass du das nicht so siehst. Sonst hättest du den Blog wohl anders formuliert.

        Und andere Sicht- und Verhaltensweisen tolerieren bzw sie nicht zu tolerieren ist hier ja ständig Thema, leider.

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  2. P.S.: der Feierabend wäre andersrum nicht schneller da gewesen. Dann hätte die Kundin vermutlich nur eine etwas ausführlichere Beratung gekriegt und deine Kollegin hätte nach Ladenschluss aufräumen müssen…

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      1. Hast du zu dem Zeitpunkt auch sichtlich Aufräumarbeiten gemacht? Wenn du zB am Computer standest oä und da irgendwas rödelst, kann die Kundin ja nicht unterscheiden, ob du Bestellungen machst oder den Rechner schon runterfährst oä. Dann ist für die Kundin nicht ersichtlich, dass die Aufräumarbeiten nicht allein Sache deiner Kollegin ist. Und wenn du ihre Arbeiten übernommen hättest, hättest du deinen Kram ja nur verspätet zuende machen können. Man fängt ja nicht so mit aufräumen an, dass man da noch ewig auf gepackten Koffern sitzt.

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        1. Sehe ich genauso wie ffhibcds,
          Kundenfreundlichkeit kommt hier eher selten durch.
          Meist wird sich entweder über die Kunden echauffiert oder sie lächerlich gemacht.
          Zeugt nicht grade von einem sympathischen „Unternehmen“.

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          1. Weil eben jene Kunden auffallen. Statt über die anderen zu berichten könnte man auch den Schleudergang der Waschmaschine gucken, das wäre spannender ;)
            Ich bin der Meinung Pharmama macht ihre Sache gut und ich kann mir was davon für den Eigengebrauch merken. :p

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          2. Dann liest du aber recht selektiv, Tina. Es gibt so viele Posts hier, in denen Pharmama sich rührend um ihre Kunden bemüht, und selbst bei den merkwürdigsten Anliegen hat sie immer noch eine Wahnsinnsgeduld. Ich finde das durchaus kundenfreundlich. Und das Verhalten der oben beschriebenen Kundin finde ich ziemlich seltsam.

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  3. Es sollte eigentlich vollkommen egal sein, was die Drogistin oder andere zu dem Zeitpunkt gemacht haben, wenn ich als Kunde eine Beratung möchte und mich schon vergewissert habe, dass noch geöffnet ist, kann ich ganz leicht mit einem „Passt es jetzt?“ herausfinden, ob ich heute noch bedient werde oder ob mein Anliegen eventuell doch etwas länger Zeit in Anspruch nehmen wird.

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  4. Öhm, jeder Mensch sollte doch wissen dass eine BERATUNG ein paar Min Zeit in Anspruch nimmt. Wenn die Dame nur hätte schnell ein Aspirin kaufen oder ein Rezept hätte einlösen wollen, das wäre was anderes, das geht schnell. Hat sie echt gemeint dass sie um 2 Min vor Ladenschluß reinschneien kann und eine halbe Stunde in Anspruch nehmen ?
    (In D müssen – jedenfalls im Einzelhandel – bei Ladenschluß anwesende Kunden noch bedient werden, was dazu führt dass MANCHE Geschäfte 2min vor Ladenschluß niemanden mehr reinlassen. Punkt)

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    1. Mir ist mal sowas „ähnliches“ bei einer Poststelle passiert, 15min vor Ladenschluss haben sie das Päckchen nicht mehr angenommen weil ich die 4,80 nicht klein hatte sondern nur als 5€ Schein.

      „Die Kasse ist schon geschlossen und wir können kein Rückgeld mehr ausgeben!“

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      1. Ist zwar wirklich nicht gerade nett von ihr, aber davon abgesehen- ich glaube in der Situation hätte ich lieber auf die 20 Cent verzichtet als dass ich am nächsten Tag wiederkommen müsste (Zeit ist Geld und so).

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        1. Wollte ich auch, sie aber nicht. „Nein das ist nicht korrekt und wir dürfen kein Trinkgeld annehmen.“

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        2. Ist nicht dein Ernst?
          Nur weil die nicht in der Lage sind, ihre Dienstleistung bis zum angegebenen Schlusszeitpunkt anzubieten, soll der Kunde auf sein Geld verzichten?
          Sowas ist dreist.

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  5. Vielleicht genauso dreist antworten:

    Beratungen führen wir nur durch, wenn Sie einen Termin vereinbaren. Wir haben nicht gesagt, dass wir bis 18 Uhr Kunden beraten. Wir haben bis 18 Uhr geöffnet.

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  6. Finde ich echt dreist. Aber die Kollegin hat es doch prima gelöst. Ich durfte mir eine halbe Stunde vor Ladenschluss an der Fleischtheke auch schon anhören, dass die Aufschnittmaschine schon sauber ist und ich das nehmen soll was da ist!

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      1. „Die Mitarbeiter, die morgens etwas später kommen, werden gebeten, rechts zu gehen, damit sie mit jenen, die abends etwas früher gehen, nicht zusammenstossen.“

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          1. Der stand auf einem Aufkleber. Am Fenster des Stellwerks am Bahnhof meines Wohnortes.

            Damals, anno 1992 etwa, wurden die Weichen noch alle manuell gestellt. Also musste vom ersten bis zum letzten Zug jemand anwesend sein. Die Öffnungszeiten des Bahnhofschalters betrugen also 5:00 bis 23:30.

            Kurz vor dem Einschlafen noch kurz Fahrscheine kaufen und sich über den Gepäcktransport beraten lassen? Davon träumen wir heute…

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      2. Naja, die wollen auch halbwegs pünktlich in den Feierabend gehen. Das kann man denen auch nicht gerade unbedingt verübeln.

        Es dauert schon ein wenig, eine Aufschnittmaschine oder den Fleischwolf so sauber zu reinigen, dass da keine Salmonellen wachsen. Würde man mit der Reinigung erst mit Ladenschluss beginnen, dann kann man grob noch eine halbe Stunde unbezahlte Arbeit einplanen.

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        1. Nein, dann ändert man die Öffnungszeit oder verlängert die Arbeitszeit – Arbeitszeit und Öffnungszeit sind nicht identisch. :-) In der Öffnungszeit sollte tatsächlich noch nicht aufgeräumt werden, das muss man entsprechend planen – so wie morgends auch viele im Einzelhandel früher da sind, obwohl der Laden noch nicht offen ist. . ;-)

          btw., weil weiter oben jemand „Doffheit“ unterstellte und ein Missverständnis zuversichtlich ausschloss: http://de.wikipedia.org/wiki/Fundamentaler_Attributionsfehler

          :-)

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          1. Auch in einer Apotheke fängt der Apotheker 10 Minuten vorher an, um die Kassen hochzufahren und kömmt abends etwa 15-20 Minuten später raus, weil man die Kasse noch macht / den Kunden noch fertig bedient. Ich selbst kenne das so, dass diese Zeit unbezahlt erbracht wird. Man möge mich korrigieren, wenn das in anderen Apotheken anders gehandhabt wird.

            Gerade in den Supermärkten wird noch knapper kalkuliert. Ich gehe daher echt davon aus, dass die Fleischwarenfachverkäuferin nur bis 20 Uhr bezahlt wird, wenn der Laden um 20 Uhr schließt. Es hat schon Gründe, warum Fleisch/Wurst im Supermarkt deutlich günstiger als in einer Metzgerei ist.
            Man muss auch berücksichtigen, dass so eine Aufschnittmaschine oder so ein Fleischwolf ja auch nicht bis zum Ladenschluss benötigt wird. Gewöhnlicherweise liegt in der Auslage ja noch genügend Aufschnitt oder Hackfleisch aus, so dass man parallel die Maschinen gründlich reinigen und desinfizieren kann, wenn der Kundenandrang geringer ist. Giulia schreibt ja auch, dass sie gebeten wurde, das „zu nehmen, was da ist“.
            Gerade die Reinigung eines Fleischwolfs stelle ich mir durchaus zeitaufwendig und diffizil vor; das mikrobiell extrem anfällige Hackfleisch muss ja komplett aus jeder Ecke raus.

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  7. Neulich im Baumarkt in meiner Nähe, ca. 7min vor Ladenschluss: „Herr Knick, ich möchte Sie bitten, fertig zu werden, wir wollen zumachen…“ „Ja, gerne, ICH bin schon lange fertig. Aber die Herzallerliebste kann sich nicht für eine Farbe beim Übertopf entscheiden…“ Und ich hab an dem Tag nicht mal nen Elektrowerkzeug von Binford gekauft!:-D

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        1. Tsts,
          hättest du ihr nur die Geldbörse überlassen. Ich glaube, das Baumarktfachpersonal wäre sogar noch länger geblieben, um deine Herzallerliebste beim Großeinkauf zu beraten …

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  8. Manche Kunden sind auch extrem merkbefreit. Man kann alle Wahre von draußen reinfahren, alle Türen bis auf ein zuschließen, das Licht und die Musik ausmachen, alle Kassen bis auf eine schließen, und muss sie dann fünf Minuten nach 20.00 Uhr auffordern zu gehen und es kommt dann oft der Spruch:

    „Ach!? Sie schließen schon?!?!“

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  9. Jetzt hab ich’s ! Statt „Sie haben noch Zeit, wenn Sie etwas wollen.“, hat sie verstanden „Sie haben noch etwas Zeit, wenn Sie wollen.“

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  10. Also ich weiß ja nicht, wie das in der Schweiz ist – in Deutschland steht bei diesen angeschlagenen Zeiten immer „Öffnungszeiten“ davor.

    Und natürlich gibt es (und wird es immer geben) Kunden, die das dann so verstehen, dass man bis dahin eintreten kann und auch dann noch bedient wird.

    Lassen wir dem Kunden doch diesen Triumpf und machen es so wie deine Kollegin: Kurzberatung und auf eine längere nach Versuchen der Proben am nächsten oder übernächsten Tag. Bei mir haben die Kunden um kurz vor Ladenschluß noch ganze Einkaufswagen mit Waren gefüllt und dann langsam zur Kasse geschoben.

    Gibt es eben. Du wirst die Kunden nicht ändern, wenn du dich darüber aufregst. Einfach charmant anlächeln und schnell(er) abfertigen – und gut ist.

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  11. Also, wenn ich irgendwo kurz auf knapp reinschneie, dann entschuldige ich mich immer schon präventiv. Und wegen unwichtiger Sachen wie Kosmetik würd‘ ich das auch nicht machen.
    Schön ist, wenn die Mitarbeiter dann auch etwas Verständnis zeigen (was im geschilderten Fall natürlich zuviel verlangt ist).

    Krasses Negativbeispiel (wie bei so vielem) war da die Bahn: Abends kurz vor 18.00 Uhr plötzlich Zugausfälle in eine Hauptrichtung wegen Oberleitungsschäden (Unfall). Auf dem kleinen Provinzbahnhof Marburg war plötzlich Halligalli, weil keiner mehr wusste, wie und wohin er ausweichen sollte.
    Darum auch sofort ne Riesenschlange vor dem Ticketschalter.

    Tja, und was machten die zwei Oberhorste in ihren Terrarien? Wie bei einer nicht bezahlten Stripshow gingen pünktlich um 18.00 Uhr die Rollos runter und weg waren sie.
    Einzig auf irgendeinem Zwischengleis saß noch eine Bahnerin im Wachhäuschen und hat dann ein paar hundert Leuten erklären dürfen, wie sie über Frankfurt nach Norden kommen. Überaus kollegial von den Schalterbeamten, muss ich mal sagen!

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    1. Das sind doch garantiert keine Beamten sondern unterbezahlte Angestellt mit null Hoffnung auf eine nicht unterbezahlte Stelle. Da würd ich auch keinen Handschlag mehr machen als ich muss!

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    1. Nicht jeder ist heiß auf Überstunden. Manche(r) muss auch pünktlich die Kinder irgendwo abholen, oder selbst noch Einkäufe erledigen bevor die anderen Läden schließen, oder hat nach X Stunden einfach die Schnauze voll.

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      1. Heiß auf Überstunden bin ich sicher auch nicht aber es ist genau so wie McCloud es oben beschreibt.
        Wenn die Apotheke bis 2000 Uhr geöffnet hat kann man halt Pech haben dass kurz vorher ein komplizierter Fall, z. B. in Form einer unklaren Verschreibung reinkommt und dann wird es schnell mal ein halbes Stündchen später. Und da wir ja nunmal kein Brot oder Blumentöpfe verkaufen scheucht man denjenigen natürlich nicht einfach raus.
        Als neulich um zwei Minuten vor Toreschluß allerdings gewünscht wurde dass ich ein Fläschchen Aceton abfülle wg abgesplittertem Nagellack habe ich mein Veto eingelegt – und ganz sicher nicht nur weil Aceton pur den Nägeln nicht besonders gut bekommt.

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          1. Rezepturen werden bei uns nie jetztsofortgleich gemacht sondern immer für später. Tee (unkompliziert) oft für den gleichen Tag, einfache (Topitec-)Rezepturen auch. Alles aufwändigere für den nächsten oder übernächten Tag.

            Das beste:
            Kundin beschwert sich, dass die Rezeptur (was zum in der Schale rühren), erst abends fertig ist. „Die Blümchen-Apotheke macht Rezepturen aber IMMER SOFORT. und es ist doch auch jetzt grade nichts los. Sie können das doch jetzt machen“.
            Gute Frau, nein, kann ich nicht. Denn wenn ich nach hinten gehe, ist vorne keiner mehr zum bedienen (war der Tag der Unterbesetzung). Sie würden doch auch nicht 15 Minuten (Minimum) warten wollen bis sie dran sind, nur weil der Kunde vor ihnen darauf bestand, jetzt sofort eine Creme gerührt zu bekommen.

            Grummelnd geht sie. Witzigerweise steht 5 Minuten nachdem sie gegangen ist, die Apotheke bis hinten voll mit wartenden Kunden.

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    1. Bei uns nimmt man es mit der Dokumentation nicht sehr genau. Daher wäre das der reine Herstellvorgang. Da klappt das mit den 15 Minuten locker. (Ich bin mir sehr bewusst, dass das nicht in Ordnung ist, daher werde ich diese Stelle auch nicht mehr lange haben^^)

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  12. Ich habe neben dem Studium in einem Süssigkeitsladen gejobbt (Stundenlohn). Da war morgens 15min extra bezahlt, damit man früher kommt, und abends 15min extra, um noch die Kasse zu machen, putzen, Regale auffüllen etc. Es gab keine Strichcodes, die Preise musste man (auswendig oder nachgeschaut) von Hand eintippen und abends war dann natürlich die Abrechnung eine riesen Rechnerei, inklusive Münz in den Münzrechen und ablesen wieviel es ist, EC-Belege zusammenzählen, falsch getippte Belege zusammenrechnen und so weiter. Der Laden hatte eine Glastür, man konnte also die Verkäuferin sehen, wenn sie die Abrechnung macht, und sicher einmal die Woche hat auch 15min nach Ladenschluss jemand geklopft und wollte noch bedient werden. Begründung: “Sie sind ja eh noch da!” Für Süssigkeiten!

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  13. Hmmm, interessant, ich hab da wohl was grundlegend missverstanden. Ich hab mich auch immer tierisch geärgert, wenn ich um 15:30 in die Cafeteria bin, die bis 16:00 auf hat, und dann die Kaffeemaschine „leider schon geputzt“ ist und nicht mehr verwendet werden kann.
    Ich bin davon ausgegangen, dass Öffnungszeiten nicht mit Arbeitszeiten gleichzusetzen sind und der Laden eben die entsprechende Zeit früher schliesst, die es benötigt, um zu zu machen. Also eben z.B. Öffnungszeiten bis 18:45, Feierabend um 19:00… Finde alles andere unlogisch aus Sicht eines Kunden, woher soll der denn so wissen, wann er noch kommen kann und wann es eigtl.schon zu spät ist…?

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    1. Cafes sehe ich anders als nen Supermarkt. In Gaststätten wird wirklich normalerweise erst komplett geputzt, wenn alle Gäste draußen sind. Normalerweise haben die auch eher ein „offenes Ende“. Solange abends noch Gäste da sind, wird bewirtet. Aber auch in vielen Gaststätten bekommt man abends ab etwa 21/22 Uhr noch „kalte Küche“ oder Waren, die sich schnell zubereiten lassen und nur noch warm gemacht werden müssen (wie Flammkuchen, Chili, usw). Das steht dann auch so auf der Speisekarte. Es wird auch da schon früher begonnen, den Ofen zu reinigen. Man bekommt das nur nicht so mit.
      Und wenn eine Gaststätte oder ein Cafe spätabends die Gäste herauskomplimentieren will, dann wird halt mal subtil die Lichtstärke etwas erhöht oder der Musikstil gewechselt. Alternativ kommt auch mal der Kellner an den einzigen Tisch, der noch besetzt ist, und fragt nach, ob „man denn noch was möchte“. Die haben schon auch ihre Tricks.

      Aber in jedem Supermarkt, den ich kenne, wird an der Wursttheke abends etwa eine halbe Stunde vorher begonnen, die Gerätschaften zu säubern. Und 10 Minuten vor Schluss wird die Auslage leer geräumt – genauso an der Backtheke. In der letzten halben Stunde wird parallel auch begonnen, das Obst und das Gemüse in den Kühlraum zu fahren

      Mir fällt da gerade noch was ein/auf: Die Supermärkte, die ich kenne, haben in meiner Stadt abends bis 22 Uhr (oder sogar 24 Uhr) geöffnet. Mir fällt auf, dass Du schreibst, „Feierabend um 19 Uhr“. Vielleicht erklärt das die Diskrepanz unserer Sichtweisen. Der Kundenandrang ist wahrscheinlich um 18.45 Uhr etwas größer als abends um 23:45 Uhr.

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      1. Mit Laden meinte ich eigtl. alles – Supermarkt, Lebensmittelgeschäft, Friseur, Apotheke… Was auch immer! Woher soll der Kunde wissen, der nicht in dem Bereich arbeitet, was vor Feierabend in dem entsprechenden Geschäft noch alles zu tun ist? Und dann handhabt das ja jeder auch wieder anders. Wieso werden Arbeitszeiten und Öffnungszeiten gleichgesetzt anstatt einfach die entsprechende Zeit früher zu schliessen? Finde es schlicht grundsätzlich unlogisch und dann auch unfair, dem Kunden die Schuld zu geben, wenn er das nicht weiss.

        Ne, ich komm nicht 2 min vor Ladenschluss und will ne Beratung, oder renn rein, wenn schon zu gemacht wird. Aber ich finde, 5-10 min vorher noch was kaufen zu wollen legitim. Viell.hab ich was vergessen und renne dann dorthin, viell.war ich im Verkehr festgesteckt und hab es gerade noch geschafft. Und wenns dann heissen würde „nö, sorry, Kasse schon gemacht“ oder „Kaffeemaschine schon geputzt“, dann würd ich mir verarscht vorkommen, denn dann hätte ich mir den Weg/die Hektik auch sparen können

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  14. Wir haben jetzt eingeführt, dass eine Kollegin abends länger bleibt für Abrechnung, Ausschalten aller Geräte und was so anfällt – 15 Minuten reichen, wenn es kein Problem bei der Abrechnung gibt und alle Kunden pünktlich draussen waren.
    Das handhaben aber nicht alle Filialen so, teilweise aus dem simplen Grund, dass man mit einer Ein-Personen-Besetzung keine Viertelstunde zusätzlich bezahlte Zeit aus dem Hut zaubern kann (bei uns wird halt 30-45 Minuten alleine gearbeitet, in dieser Zeit muss sich die Kundschaft eben gedulden, und wenn im WC jemand die Seife auf dem Boden verteilt oder Überschwemmung spielt, kann man sich auch erst nach einer Stunde drum kümmern… einen Tod muss man sterben).
    Ich werde nie den süffisanten Ton eines Stammkunden vergessen, der 20 Minuten vor Schluss reinkam, bewusst (ich habe ihn mehrfach gesehen, wie er auf die Uhr geschaut hat) bis exakt 2 Minuten vor Ladenschluss wartete und dann erst mit seinem Anliegen zu uns kam, das 10 Minuten dauerte. Um dann sagen zu können „Oh, haben Sie jetzt Überminuten machen müssen?“ Was für ein armes Würstchen muss man sein, um so ein bisschen Macht ausüben zu müssen.
    Das war übrigens vor unserer 15-Minuten-länger-Variante, dh. wir haben tatsächlich für diesen Typ unbezahlt gearbeitet.

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  15. Erinnert mich so ein bisschen an „Maschin‘ scho‘ putzt“ von Willy Astor, wenn jemand das Lied kennt. Ich glaube da könnte er gerne für Apotheker noch eine Strophe hinzudichten ;)

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