Hat denn sonst keiner gemerkt …?

… dass da ein Loch im Messbecher ist?

Der Messbecher ist hier zum abmessen der Menge Wasser, die man zum Zubereiten (Lösen) des Antibiotikums braucht.

Im Normalfall mache ich das in der Apotheke noch gerne auf der Waage, wo ich das Wasser dazu wäge. Das hat den Vorteil, dass ich nicht von den Strichen auf der Flasche abhängig bin, die anzeigen, bis wohin man auffüllen muss. Denn das geht, wenn man es richtig machen will, nur in 2 Etappen mit einer langen Wartezeit dazwischen, da der gezwungenermassen heftig geschüttelte Sirup (Lös.Dich.Endlich!) erst wieder die Bläschen loswerden muss, bis man sieht, wo der Flüssigkeitspegel denn jetzt ist. Dazu ist es so einiges genauer.

Dafür brauche ich aber die Angabe der Menge Wasser, die dazu kommt. Die steht heute (Danke, liebe Pharmafirmen) sogar meist aussen auf der Verpackung drauf. Nur nicht beim Cedax. Da musste ich den Beipackzettel auseinandernehmen und suchen. Dafür geben sie einem diesen Messbecher mit.

Die Flasche mit dem Pulver leicht beklopfen, um das Pulver aufzuschütteln. Bei der 30-ml-Packung den Messbecher bis genau zur 28-ml-Markierung mit Leitungswasser auffüllen. Das Leitungswasser in die Flasche mit dem Pulver geben. Die Flasche verschliessen und solange schütteln, bis sich das Pulver im Wasser gleichmässig verteilt hat. Dies ergibt 30 ml gebrauchsfertige Suspension. Vor jedem Gebrauch ist die Flasche erneut zu schütteln.

Aha. 28ml. (Steht zwar nicht auf dem Messbecher, aber glauben wir jetzt mal).

Aber … das Loch?

Lustigerweise liegt das Loch unterhalb des Striches, bis zu dem man Wasser einfüllen muss. Es funktioniert (Dank der Oberflächenspannung des Wassers) trotzdem. Hat aber den netten Effekt, dass, wenn man das auch nur etwas überfüllt, es da rausläuft. (Hoppla).

Vorteil: Da kann man gar nicht zuviel abmessen – was zuviel ist, läuft automatisch raus. Das könnten also auch nicht so fingerfertige Leute: sonst ist das Abmessen des Antibiotikasirups fast schon als „Feinarbeit“ zu bezeichnen, wenn man das zu Hause mit dem Wasserhahn macht.

Aber man muss dann gut schauen, welche Seite des Bechers man nach unten nimmt beim Eingiessen (Hoppla 2).

Also: eigentlich eine coole Erfindung. Habe ich vorher noch nirgends gesehen.

10 Kommentare zu „Hat denn sonst keiner gemerkt …?

  1. Was mich auf dem Bild viel mehr stört, ist die Dosierungsangabe mit 7,5ml – und das Dosierspritzerl ist mit kg Körpergewicht skaliert. Wie soll bitte die nicht pharmazeutisch bewanderte, besorgte Mama das korrekt dosieren? Oder hast du eine 10ml-Spritze dazu mit abgegeben?

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  2. Da hatte sich die „Schwarze Loch Information“ aufgrund
    der großen Liebe zum LHC/Grand Sasso zurückverschränkt.

    So einfach ist des.

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  3. Natürlich habe ich das Loch gesehen..! :-)
    Cedax ist ein Sirup, der hier oft gebraucht wird. (Wir haben ein Akut-Spital in der Nähe…)
    Und die Spritzen sind meist nicht zu gebrauchen!
    Die Spritze beim Zithromax-Sirup ist noch speziell: Skalen in kg, ml und mg sind darauf.
    Die gebräuchlichsten AB-Sirupe haben heute auf der Packung aussen eine Anleitung zur korrekten Auflösung und geben auch gleich an, ob man den Sirup schütteln muss, ob er gekühlt gelagert werden kann und wie lange der aufgelöste Sirup noch haltbar ist.
    Bei manchen aber (noch?) nicht. Sieht so professionell aus, wenn man die Packungsbeilage konsultieren muss und sie dann auch noch nicht mehr zusammenfalten kann…
    Am blödsten finde ich BenUron-Sirup – der ist nach Öffnung im Kühlschrank aufzubewahren – dies steht jedoch nirgends auf der Packung oder in der Fachinformation sondern nur in der Packungsbeilage. :-(

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