Basteln mit Junior: Eier-Geoden

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Ein Bastelprojekt für etwas grössere Kinder.

Das braucht es:

  • Eier am besten weisse.
  • Alaun – (Alumen oder Aluminiumkaliumsulfat) ca. 200g (gibt’s in der Apotheke)
  • Wasser – ca. 500ml
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben (oder Eierfarbe von Ostern) (gibt’s in der Apotheke)
  • Diverse Gefässe
  • etwas Leim (NICHT auswaschbarer)

Vorgehen:

  • Eier ausblasen (und den Inhalt als Omelett verarbeiten 🙂 ) und waschen.
  • Eier vorsichtig halbieren – meiner Meinung nach der schwierigste Schritt von allem, aber es muss ja nicht perfekt sein.
  • Eier innen mit Leim auspinseln und etwas Kalialaun in jedes Ei streuen, damit die Innenseite bedeckt ist.
  • 24 Stunden warten
  • In einem Topf Wasser zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und das Alaun zugeben. Rühren und rühren bis ALLES gelöst ist. Eventuell etwas Wasser nachschütten. Es müssen alle Kristalle gelöst sein und die Lösung so konzentriert wie möglich.
  • Lösung auf verschiedene Gefässe aufteilen (z.Bsp. 3 Marmeladegläser), es sollte genug darin sein, dass die Eier gut bedeckt sind.
  • Lebensmittelfarbe zugeben – genug viel. Ca. 15 Tropfen pro Glas
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  • Eier hineingeben, wenn die Lösung etwas abgekühlt ist (nach ca. 20 Minuten).
  • Dann heisst es warten und hoffen.
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Und nach etwa 12 Stunden sieht es so aus, wenn man die Eier (am besten vorsichtig mit Handschuhen) aus der Lösung nimmt und sie abtrocknen lässt:

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Die Lösung kann übrigens noch einmal verwendet werden. Man kann die Farbe ändern, indem man noch etwas Lebensmittelfarbe hineingibt – Und Junior gleichzeitig etwas über die Farbenlehre beibringen: Rot und Blau gibt – Violett. Gelb und Blau gibt – Grün, Gelb und Rot gibt – Orange.

Die Kristalle, die sich am Boden abgesetzt haben, gehen beim Erwärmen in der Mikrowelle wieder in Lösung (plus Rühren!), dann kann man noch einen zweiten Schub machen.

Interessant auch, wie unterschiedlich sie werden, je nachdem, wie schön man sie innen ausgepulvert hat (oder noch den Rand erwischt: sie das Blaue) und wie die Kristalle gewachsen sind: langsam und zusammen und klein oder schnell und einzeln und gross.

In der Vorlage hatte es Bilder, wo die Kristalle selber farbig waren – und nicht nur die Eier. Um das zu erreichen, braucht man aber wohl pulverförmige Eierfarbe – die flüssige Lebensmittelfarbe reicht dafür nicht. Wenn man das nimmt, sollte man die Farbe vor dem Lösen der Alaun-Kristalle hineingeben, denn wenn man es nachher macht, fallen die Kristalle aus – ein Effekt, den ich schon beim Zugeben der Lebensmittelfarbe beobachten konnte, einfach in kleinerem Rahmen. Aber mir und Junior gefallen sie auch so sehr. Und es war spannend, da zuzuschauen!

Mehr Basteln:

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7 comments on “Basteln mit Junior: Eier-Geoden

  1. Andrea sagt:

    Sie die hübsch!

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  2. Pharmama sagt:

    fraukesfederspiele.wordpress
    Wow! Die sind echt klasse! Ich dachte eigentlich, ich habe in dem Bereich (Kristalle selber machen) schon alles gesehen, aber diese Variante ist mir völlig neu und gefällt mir wirklich gut.

    Carola
    Wow, sieht wirklich richtig toll aus 😀 Kann man ja mal nächstes Ostern ausprobieren 🙂

    B.Cottin
    Vielleicht für eilige Leser lieber genauer „Eierschalen“ in die Marmeladengläser tun.
    Ansonsten toll erklärt, danke!

    Matthias
    Die sollte er sich für die Zukunft aufbewahren, wenn er sich rasieren muss…

    Pharmama
    Du meinst als Blutstiller? Das dauert aber noch ein bisschen …

    Matthias
    Die werden ja nicht schlecht 😉
    Ich habe mein „Ionenlotto“-Praktikum im Chemiestudium recht zügig abgeschlossen und hatte ein paar Wochen Restzeit zur Kristallzüchtung. Habe mir einen nicht sehr schönen, aber dafür wirkungsvollen „Rasierstein“ gezüchtet. Hat mir gute Dienste geleistet, bis ich mir vernünftige Rasierklingen leisten konnte 🙂

    Mr. Gaunt
    Eine schöne Version der guten alten Kristallzüchtung. Die normalen Kristalle sind für Kinder etwas langweilig, aber mit den Eiern ist das richtig klasse und spannend.

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  3. Sagrei sagt:

    Hallo!

    Ich unterrichte gerade an einer Grundschule in der zweiten Klasse und habe mir für die Osterzeit dieses schöne Projekt ausgesucht. Ich bin schon sehr gespannt, ob alles so klappt, wie ich mir das wünsche. Derweil laufen bei mir schon fleißige Vorversuche, damit mit den Kindern nix schief geht. Ich wollte mich mal herzlich für die Dokumentation und Veröffentlichung deiner Eiergeoden bedanken. Ich hoffe, dass die Stunde die kleinen Forscher zufrieden stellt.

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    • Pharmama sagt:

      Also meiner hatte Spass daran.
      Einfach darauf hinweisen, dass die Kristalle (und die Lösung) nicht zum in den Mund nehmen sind. Schmeckt zwar eh‘ furchtbar, aber: sicher ist sicher.

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      • Sagrei sagt:

        Oh ich glaube Spaß werden die Schüler haben. Nur ich raufe gerade die Haare. Vorlauf sei Dank habe ich gerade festgestellt, dass mein Leim wohl (obwohl nicht auf der Flasche angegeben) auswaschbar war. Welchen Leim hast du denn genommen? Explizit nicht auswaschbaren Leim konnte ich nämlich nicht finden. Wenn überhaupt was vermerkt ist, dann nur der Hinweis „auswaschbar“.

        Ich mache mir noch ein bisschen Gedanken, ob die Kinder die gesättigte Lösung hinbekommen. Ich hoffe, dass zumindest sehr. Andernfalls muss ich heimlich noch ein bisschen dran schrauben. Aber wir üben uns ja bei diesem Experiment in Geduld. Da passt das dann schon.

        Meine Fensterbank sieht momentan auf jeden Fall sehr nach Harry Potter aus.

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        • Pharmama sagt:

          meiner war irgendetwas von tesa. Ganz 100% haben die Kristalle auch nicht darauf gehalten – aber es hat gereicht.
          Schick mir ein Foto von Deinen Geoden – das will ich sehen 🙂

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          • Sagrei sagt:

            Das mache ich gerne! Ich hoffe es klappt alles. Heute haben wir die Einführung in das Kristall-Thema gehabt. Inklusive Kandis auflösen und einem Experiment aus einem der bekannten Experimentierkästen. „Schneekristalle“ wuchsen heute auf einem Baum.

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