Jaja – heisst …

Mann in der Apotheke zu meiner Pharmaassistentin (PA): "Einmal Aspirin und Bexin Tabletten!"

PA: "Ist es für sie selber?"

Mann: "Für meine Frau."

PA: "Ist sie vielleicht schwanger?"

Mann: "Nein, aber sie stillt."

PA: "Dann sollte sie aber kein Aspirin nehmen – und Bexin ist auch …"

Mann: "Ach, das macht nichts, geben sie es mir einfach!"

PA: "Wirklich, das ist nicht gut für das Baby."

Mann: "Jaja"

(Laut Werner heisst das ja: ieckmichdocham… und genauso hat sich das von ihm auch angehört).

Mann (lässt sie nichts weiter sagen): "Ich bin von der Spitex, bekomme ich hier Prozente?"

(Das ist die Hauspflegehilfe hier).

PA: "Tut mir leid, nein."

Der Mann dreht sich wortlos um und zieht aus der Apotheke.

Die PA war noch fast froh, hat das doch weitere Diskussionen wegen dem Aspirin und Bexin in der Stillzeit erspart. Das ist nämlich Kontrainduziert (lies: das sollte man wirklich, wirklich nicht nehmen) und sie hat sich schon gefragt, ob sie die Abgabe verweigern sollte, wenn er doch so deutlich sagt, dass es für die stillende Frau ist.

Und der ist bei der Spitex? Brrrr.

Die machen ja einiges medizinisches in der Ausbildung, allerdings bestätigt mich diese Begegnung einmal mehr, dass es mit dem Wissen um Medikamente dabei nicht allzu weit her ist. Und sozialkompetenz? Spreche ich dem hier auch ab.

13 Antworten auf „Jaja – heisst …

  1. Irgendwie erschreckend, dass Menschen mit medizinischer Ausbildung, die wissen müssten dass man nicht alle Medikamente zu jeder Zeit nehmen sollten, so wenig Wert darauf legen… Da fragt man sich doch ob die Gesundheit seines Kindes ihm egal ist?

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  2. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es gerade bei solch medizinisch oder artverwandt ausgebildeten Leute einige gibt, die sich überschätzen, so nach dem Motto „Ich habe das ja gelernt“. Dann hat man es als echter Fachmann/Fachfrau in der Apotheke besonders schwer, sie vom Gegenteil zu überzeugen.

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      1. Paracetamol ist aber auch nicht unumstritten. Dass man in der Stillzeit eh so wenige Medikamente wie möglich nehmen sollte ist klar, aber die aktuelle Datenlage spricht nicht gegen ASS oder auch Ibuprofen.

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  3. Ich frage mich nur: Wenn es ihm doch eh Wurst ist, ob das Medikament in der Stillzeit erlaubt ist oder nicht, warum erwähnt er dann freiwillig und ungefragt, dass seine Frau stillt?! Ich meine: Die Erwähnung dieses Fakts deutet doch eigentlich darauf hin, dass man eben etwas stillverträgliches möchte… oder?

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  4. Ich bin immer wieder erschrocken darüber, wie gleichgültig manche Menschen mit der Gesundheit des eigenen Kindes umgehen.
    Ich kann mich noch sehr gut an meine Schwangerschaft erinnern und wie pingelig ich grad im Bezug auf Medikamente war. Leider konnte ich nicht all zu lange stillen aber auch da hab ich doppelt und dreifach geschaut was ich nehme bzw. hab mich beraten lassen (was manchmal auch nicht so einfach ist).
    Wahnsinn!

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  5. Auf seinen Arbeitgeber würde ich nicht allzu viel geben. Die (der? das?) Spitex wird doch bestimmt eine ganze Horde Büroangestellte zur Verwaltung ihrer Dienste beschäftigen, die vom medizinischen Tagesgeschäft so viel Ahnung haben wie ein Pferd von Physik…

    (seufz. Wieder kein Twitter-Login – dieses mal wird aber sogar mein Twitter-Bild neben der Aufforderung zur Accounterstellung angezeigt… -.-)

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