Apotheken aus aller Welt, 333: Meissen, Deutschland

Von … anonym bleiben wollend erreichte uns diese Apotheke:

kürzlich war ich mit meiner Familie in der schönen Stadt Meißen in Sachsen (wo das berühmte Porzellan herkommt). Am Marktplatz habe ich die hübsche Apotheke gesehen. Was die Inschrift über dem Eingang bedeutet, versteh ich leider nicht. Vielleicht ja du oder jemand anderes? Hat es etwas mit der Pharmazie oder Medizin zu tun?
Ein paar Häuser weiter gab es einen kleinen Spielzeugladen, in dessen Schaufenster eine süße kleine Miniaturapotheke stand.
In die Geschäfte rein konnte ich leider nicht, weil es ein Sonntag war.

Meissen

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Oh, süss die Deko – da sehe ich auch einen … wie hiess das noch? Trocknungstiegel?

Was das Schild angeht – mein Latein ist etwas eingerostet. Da steht irgendwas mit Nicht hoch, nicht niedrig? Kann da jemand helfen?

UrbaneJean schickt gerade heute noch ein update (und da ich einen Moment Zeit habe, hänge ich das dran):

so ein Mist, da ist mir doch jemand zuvorgekommen … hier noch ein paar ergänzende Fotos zur Apotheke in Meißen. Den lateinischen Text über dem Portal kann ich leider nicht übersetzen und finde unter Psalm 37 auch nicht den entsprechenden Text. Hat sich da in der Zählung etwas geändert? „Spera in domino et fac bonum“ heisst „Hoffe auf den Herrn und tue Gutes“.

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auf dem Schild neben der Tür steht:

Markt Apotheke – gegründet 1504 von Stadtarzt Dr. Christoph Leuschner. Rennaissancehaus 1555/60 erbeut. Potrtal mit dorischen Säulen und Inschriften von Hippokrates und Cicero. Erker mit Darstellung des Ikarus. In der Offizin profilierte Holzbalkendecke mit Bemalung von 1604. Hof mit Holzgalerien.

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Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 25/01/2013 in Apotheke und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 11 Kommentare.

  1. Non altum: „Nicht zu hoch hinaus“
    Non humile: „Nicht zu untertänig“

    Bezieht sich auf den humanistischen Grundgedanken des Erbauers.
    Die Apotheke wurde übrigens schon 1504 gegründet, das Gebäude 1560 errichtet…

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  2. Der Typ mit den Flügeln ist doch Ikarus; fliegt er zu hoch, so schmilzt das Wachs und er stürzt ab; fliegt er aber zu niedrig, so werden seine Flügel feucht und er stürzt ab…

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    • boah, Du hast vielleicht Insiderkenntnisse 😀
      Sorry, die Antwort ist komplett richtig, nur sind diese Umstände nicht Allen bekannt: „Hier sitz‘ ich, ich kann nicht anders“ (irgendwann in ähnlicher Form mal von einem Religions-Revoluzzer aus Sachsen-Anhalt ausgesagt).

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      • Nicht verwechseln: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, amen“ (Luther zugeschrieben, tatsächlich hat er in Worms anders gesprochen)
        und „hier sitze ich, ich kann auch anders, Gott helfe euch, amen“ (Paul VI. auf dem Konzil zugeschrieben)

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  3. „Hoffe auf den Herrn und tu Gutes, bewohne das Land („bleibe im Lande“ übersetzte Luther) und nähre dich redlich.“ Ps. 37,3
    Die Sache mit hoch und demütig könnte was mit Hochmut zu tun haben statt mit räumlicher Höhe.

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