Neues Apothekenkonzept?

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Nach den Diskussionen von wegen „Medikamente testen“ ist mir eingefallen, dass ich da noch einen Comic habe …

ohne Kommentar.

(unter den Vorratsbehältern zum selber – rausholen steht: „Schmerz“ – „Verstopfung“ „Schlaf“. Daneben die Waage – bezahlen nach Gewicht.)

Was meint ihr? Ich bin sicher, das Konzept fände Kunden …

48 Kommentare zu „Neues Apothekenkonzept?

  1. Ja!

    Der Anteil Kunden, der sich für Spezialfachexperten hält und nicht auf dich hört, wird sich schlagartig auf wenige parts per million reduzieren.

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        1. Hmmm spontan frage ich mich da: helfen (konservierte) Käsefüße gegen Fußpilz? ;)
          Ich hab seltsame Bilder vor Augen…

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    1. Ja, aber dann nehmen die Leute alles. Dann schlafen sie ein und plötzlich endet die Verstopfung, und zwar mit sozusagen durchschlagendem Erfolg. Sie merken’s aber nicht, weil sie ja kein Schmerzempfinden haben. Hm … Ich weiß nicht … ;)

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  2. Bitte noch mit dem Jelly Beans-Modell verknüpfen.
    Also, wenn ich mir Ibu und Omep reinschmeiße, dann muss das einen anderen Geschmack geben, als bei Loperamid und Chinin…
    Es sollte gelb schmecken! Und lila! :-)

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    1. An die Jelly Beans musste ich auch denken. Aber in erster Linie wegen des Preises. Bei den exorbitanten Preisen für die bunten Böhnchen würde ein ähnliches Geschäftskonzept in der Apotheke finanziell richtig interessant.

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  3. Also ich hätte dann bitte 500 g von dem Mittel gegen Verstopfung. Gerne das mit Orangengeschmack. Lol.

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      1. Danke, Lakritze mag ich nicht so. Dann nehme ich eben das mit dem neutralen Geschmack.
        (Muss gerade an Movicol denken.)

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      1. Als ob es bei rezeptfreien Schmerzmitteln nicht jetzt schon möglich wäre die pfundweise zu kriegen. Hier ist jede Milchkanne ne Apotheke, in allen zwei Packungen, fällt nicht weiter auf…

        Es sei denn man braucht nachts mal dringend was, weil man die Tasche, in der die letzten Tante-Rosa-Tabletten sind, beim Freund am anderen Ende der Stadt hat… DANN muss man ne Stunde Bus und Bahn fahren um zur nächsten Notapotheke zu kommen*gg

        Aber wäre doch mal ein sinnvoller Ansatz für diese seltsame Gesundheitskarte hier. Irgendwas gängiges „prepaid“ aufladen und dann im Falle einer Migräne auswärts oder so eine Tablette an der nächsten Tanke holen. Von der Idee her finde ich das nicht schlecht. Missbrauch ist auch nicht höher als so schon. Aber die Lagerbedingungen lassen mich innerlich kotzen, wenn ich sehe, wie in Tankstellen schon unempfindlicheres gelagert wird…

        Das ewige Rumfliegen in der Handtasche oder im Portemonnaie kann aber auch nicht so gesund sein und an der Perforation abgerissene Blister sind sauscharf… Und gerade Migräne kündigt sich nicht immer an und ist auch nicht regelmäßig. Dann jedes Mal ne ganze Packung kaufen ist auch total doof.

        Hat jemand ne Lösung ohne Tankstelle? Ich würde mich wirklich freuen!

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        1. Also über den EInzelverkauf können wir reden: 1 Packung „Paracetamol 500mg 10St“ ca. 1€. Eine Tablette -> 0,10€. Arbeitsauffwand für Auseinzeln, mit Charge und Verfall beschriften, Beipackzettel kopieren (rechnen wir mal 5min) icl. Märchensteuer vielleicht 8€. Kopiererkosten (wie bei der Stadtverwaltung) 1€. Also 10Tabl. -> 1€; 1Tabl. -> 9,10€. Wirklich sicher, dass das gewollt ist?

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          Zum Problem der „Reiselagerung“: Manchmal haben Firmen kleine „Blechschachteln“ als Giveaway, wo genau 1 Blister reinpasst. Ansonsten fallen mir auch „Mini-Tupperdosen“ ein, wo man garantiert 1 oder 2 abgetrennte Blisterbecher reinpassen, ohne zu zerknautschen. Und dann gibs auch Medikamentendispenser mit größeren Fächern, wo unausgeblisterte Tabletten reinpassen. Kann man alles prima im Handtäschchen lagern.

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          Oh ja, Tabletten an der Tanke. Der Tankwirt führt bestimmt gerne ein Raumwärmeprotokoll, macht Verfalldatenkontrollen auf ausgeeinzelte Tabletten, hat einen separaten Raum, in dem die Tabletten ausgeeinzelt und gestellt werden, und stellt dafür einen Apotheker an (dies fordert alles die neue Apothekenbetriebsordnung in D für das Auseinzeln). Außerdem (da es sich in diesem Fall um eine „Rezeptur“ handeln dürfte, wäre auch noch ein Herstellungsprotokoll und eventuell eine Plausibilitätsprüfung fällig, welche beide mindestens 10 Jahre zu archivieren sind.) Und das alles wird dem Kunden nicht berechnet, ist ja im Benzinpreis drin… Oder wird hier schon wieder mit zweierlei Maß gemessen? Apotheken müssen hyperkorrekt sein, und an der Tanke spielt es keine Rolle? Der niedergelassene Fleischer muss ganz andere Gesetze erfüllen als die Fleischtheke im Supermarkt, wo zum Schlachten kein Meister (oder wenigstens Geselle) gebraucht wird, sondern ein Praktikat reicht? Und wenn ich mir übern Tag regulär das Bein breche, gehe ich zum Arzt, aber wenn es Nachtens passiert, richtet das auch gerne der Tankwart – zum Vorzugspreis direkt in der Tankstelle. Der hat bestimmt auch nen Hammer und ein paar Nägel da, eine Holzlatte und etwas Gewebeklebeband zu schienen reichen bestimmt, und mit dem Klebeband kann man dann auch gleich die Wunde abdichten (siehe „From Dusk Till Down“). Ist dann auch billiger!

          Zu zynisch? Ich bitte um Entschuldigung.

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          1. Hast Du mein Posting zu Ende gelesen? Ich fände es schlicht praktisch im Notfall zB eine Migränetablette nicht bei der nächsten Notapotheke einsammeln zu müssen, die ist nämlich gerne mal recht weit weg. Tankstellen sind im Land der Autofahrer schlicht besser verteilt und haben eh fast immer auf. Dass die Lagerbedingungen fürn A… wären erwähnte ich auch.

            Vereinzeln können nicht die Fabriken? Das sollte technisch kein Problem sein Einzelblister herzustellen. Wenn doch, bitte melden. Meine Ex-Kommilitonen vom Maschinenbau sind so langsam fertig und suchen nach neuen Aufgabenfeldern und das ist ja nun echt nicht die Welt. Und damit nicht jeder Tankwart n Apotheker braucht(was für den Arbeitsmarkt wahrscheinlich aber gar nicht schlecht wäre), hatte ich ja vorgeschlagen, dass man das mit der Gesundheitskarte kombinieren könnte. Dann kriegt man vom Arzt einen Eintrag dadrauf „dieser Patient darf an der Tanke xy beziehen“, was der Patient kennt, kriegt vom Arzt oder Stammapotheker den Beipackzettel(und meinetwegen per Post, wenn sich was ändert), dann fällt dieser Schritt weg an der Tanke.

            Dass das nicht ganz ernst gemeint ist, ist doch eigentlich klar, oder? Allein schon wegen der Lagerbedingungen. Wenn allerdings der Witz umgeht, wo der fette Sack beim Pizzaservice nur noch die Vitalpizza Rucola ohne Käse kriegt, dann dreht keiner so auf, weil allen klar ist, dass das nicht real ist. Bei Medikamenten nicht? Warum? Zumal es bei weitem nicht um alle Medikamente ginge und auch nicht um ärztliche Behandlungen, sondern um regulierte Abgabe von eh rezeptfreien Mitteln. Als Laie besteht für mich in dem Fall die Apothekenpflichtige nur aus Aufklärung(checked), halbwegs Regulation(ist durch Registrierung auf der Karte sogar höher, auch checked) und eben der fachgerechten Lagerung(die ist an der Tanke ein Problem, keine Frage). In den Niederlanden konnte ich vor einigen Jahren mein Migränemittelchen an einem Drogeriecounter in einem Supermarkt kaufen. Wäre auch eine Option, Supermärkte haben auch deutlich länger auf, haben keine Benzindämpfe und einen „praktischeren“ Tresor.

            Tupperdosen wären doch viel zu groß, da fliegt der Blister doch ewig drin rum und dann kann ich die Tablette am Ende schniefen*gg*. Dispenser? Diese Morgens-mittags-abends-Dinger? Für eine einzige Tablette? Diese Blechdingsis wären interessant, ich werde meinen Apotheker mal danach fragen.

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          2. P.S.: Warum giftest du Pharmama nicht an? Weil sie einen Comic dazu gemalt hat zu ihrer Aussage? Das ist auch lustig gemeint und hat schwer was von nem Bonbonverkäufer aufm Jahrmarkt. Weil sie Apothekerin ist und ich nur n dummer Laie? Ich meine die Frage übrigens ernst, weil ich ihren Vorschlag bedeutend gefährlicher finde, als meinen, der mit mehr Kontrolle einherginge, als das reale System…

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          3. Zumal Du Dich selbst widersprichst: 1) Hier ist jede Milchkanne eine Apotheke. 2) Die nächste Notdienst-Apo ist Stunden entfernt.

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            Wenn Pharmama meine Postings „giftig“ findet, bitte ich sie hiermit explizit darum, mir dieses mitzuteilen, und mich bei Überschreitung des guten Benehmens in IHREM Blog in meine Schranken zu weisen. Ich denke, Pharmama hat sehr gut im Blick, was ich hier warum schreibe, und kein Problem, mir eine vor den Latz zu schießen und meine Postings zu editieren / zu löschen, wenn ich Mist von mir gebe. Ich habe sie in anderen Postings auch schon dazu aufgefordert (als ich meiner Meinung nach wesentlich weiter gegangen bin), bisher schien es nicht nötig gewesen zu sein.

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        2. Ja, ich hatte das Posting zuende gelesen. Nein, mir kam es ganz und gar nicht lustig – sondern sehr ernst gemeint vor. (Ist vielleicht eine Allergie, die sich bei mir in den letzten Jahren entwickelt hat. Mag keine Tranquilatien dagegen einnehmen.) Komisch finde ich, wo doch immer so viele überflüssige Apotheken angeprangert werden, dass offensichtlich nicht genug Notdienst machen. Noch komischer finde ich, dass gerade (kleine) Land-Tankstellen durchaus Nachts zuhaben, weil sich das geschäftlich nicht rechnet – dürfen die das überhaupt? Klar könnten die Fabriken auch Einzeltablettenpackungen produzieren, aber wenn der Wert der Verpackung ein mehrfaches des Inhaltswertes beträgt, lohnt sich das dann für die Fabrik? Dieser Patient darf an der Tanke xy beziehen Dass soll sich für den Tankwart lohnen? Glaub ich nicht. Zu viel Aufwand zu viel Lagerhaltung, zu wenig Umsatz. Oder einfach keine Ausweiskontrolle und Abgabe an jeden, der es will. Den Beipackzettel zur Tankstellenarznei liefert dann die Apotheke per Post? Kostenlos natürlich, Apotheken machen immer alles kostenlos. Zum Thema „Weit entfernte Notdienstapotheken auf dem flachen Land“ – einfach mal nach Großbritannien schauen.

          Sorry, ich kann es nicht mehr hören!, auch nicht, wenn es lustig gemeint ist. Fordert doch einfach eine Zwangsenteignung und Abschaffung aller Apotheken und die Freigabe jeglicher Arzneimittel in den Supermarkt. Viel Spaß danach beim Beschaffen einer Humira-Packung oder einer Packung Hyperallergenisierungs-Sonderanfertigung; oder fragt da nach einer Individualrezeptur, ein paar Kapseln, damit die Nieren des Frühgeborenen nicht versagen, bitte bis gestern, ich brauch sie vorgestern! Ach ja, und dann ist es auch nicht mehr mit „Rezept zu Lasten der GKV“ – im Supermarkt herrscht Vorkasse.

          Arzneimittel im Supermarkt sind ach so billig? Komisch, als in Israel vor ein paar Jahren 30 Wirkstoffe von der Apothekenpflicht befreit wurden und im Supermarkt landeten (weil dann ja alles viel billiger würde, so versprachen die Politiker), erhöhten sich die Preise um bis zu 200%. Apothekenketten sind ach so preiswert? Einfach mal nach Schweden oder Norwegen schauen. Deutsche Arzneimittel sind so teuer? Frag mal, wer bei jedem AM 19% MwSt. verdient. In den USA gibt es so herrlich preiswerte Großpackungen? Jau, 1000St. Aspirin für 3$ – haltbar noch 3 Monate. Usw. usw. [Und warum darf ich eine Xenon-Lampe im Autoscheinwerfer nicht mehr selber wechseln? Es besteht Werkstattpflicht dafür!] Komisch auch, dass mein Beinbruch-Beispiel nicht weiter verfolgt wurde. Würde einen Haufen Rettungsdienst-Einsätze sparen, und Notärzte hätten dann auch mal ne halbe Stunde mehr Nachtschlaf…

          Die Tanke darf Medis verhökern, weil die haben nen Lager und ne Registrierkasse (eine Prüfpflicht hat die Tanke dann ja nicht, und eine Versicherung braucht die Tanke dann sicher auch nicht). Dann darf meine kleine Tochter aber auch Bauzeichnungen für Brücken und Hochhäuser erstellen, die – vom Statiker ungerechnet – gebaut werden, weil die hat Bleistifte, einen Zirkel und ein Lineal. Gleiches Recht für alle! Darf ich auch einfach IHRER Arbeit nachgehen ohne passende Ausbildung, und ohne die passenden Auflagen, die SIE erfüllen müssen, zu beachten? Oder würden Sie sich da auch ärgern? Darf ich z.B. eine Rechtsberatung anbieten, ohne Anwalt zu sein? Nur so ein Beispiel…

          (An dieser Stelle rege ich mich ab und stelle die Diskussion ein, weil sie schon SO oft an SO vielen Stellen SO erfolglos geführt wurde….)

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          Mini-Tupperdose – hat Schlüsselanhängergröße. Gibs/gabs mal, wo z.b. ein 1DM-Stück reingepasst hat (für die berühmte Einkaufswagen-Mark). Medi-Dispenser gibt es in klein, in groß, mit einem oder mehreren Fächern… und ganz einfache gibt es auch eventuell geschenkt in der Apotheke der Wahl – einfach mal Fragen. Für mache AM (Allergiemittel) gibs Aufbewahrungskleinboxen sogar als Schlüsselanhänger. Der Phantasie sind da nur Grenzen durch die eigene Phantasie gesetzt.

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          1. Meine Fresse. Ich habe doch gar nicht davon gesprochen, dass das billiger sein soll. Natürlich kostet das entsprechend mehr. Und es tut mir leid, dass Apotheker sich bei rezeptfreien Medis, die das Opfer kennt und regelmäßig kauft, nicht sonderlich vom Supermarktbesitzer mit Milch in der Kühltruhe(guck mal, extra mit Temperatur, nur für dich…) unterscheiden. Mich deswegen so anzufahren bringt dir GAR NIX, ich kann daran nix ändern… Und weil ich es interessant fände, REZEPTFREIE Arzneimittel NACH BERATUNG und KONTROLLIERT außerhalb von Apotheken abzugeben, ist selbstverständlich der Apotheker völlig überflüssig und überhaupt gleich alle Berufe, ist doch logisch*tätschel*

            Die kleinsten Tupperdosen, die ich so bisher zu Gesicht bekommen habe, fassen 100ml. Da steht überall Mini bei. Vielleicht sollte man die GANZ kleinen Micro nennen?

            VORSTELLEN kann ich mir da jede Menge, aber produzieren lohnt da nicht, solange es noch Rapid Prototyping und nicht Rapid Producing heißt…

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        3. Zur Mini-Tupperdose schau mal hier: http://img.geocaching.com/track/large/193138e1-7f9c-4d8f-8480-983e9de6b7d7.jpg

          Warum gifte ich Pharmama nicht an? – Weil ihr Comic in der Apotheke spielt (und das, was die Politik fordert und gleichzeit mit Strafandrohung versieht, kontakariert).

          Apothekenpflichtige Medis kontrolliert außerhalb der Apotheke? Erkläre mir ein Konzept, was Sinn ergibt, und ich werde „ungiftig“ drüber diskutieren. (Bisher gab es aber noch kein Konzept, was mich auch nur ansatzweise überzeugt hat.) Doch wenn DAS geht, wieso nicht auch einfach mit verschreibungspflchtigen Medis genau so? Dein Konzept, dass die Gesundheitskarte via Arzt (egal welches) Medi frei gibt, dass kein 4-Augen-Prinzip die Arztverschreibung überprüfen sollte, scheint doch wunderbar zu gehen. Aber mach Dir mal folgenden Spaß: Im Drogeriediscounter Johanneskrautprodukt nehmen und an der Kasse fragen, ob das sich mit der Pille der Freundin verträgt, für die das gekauft werden soll. (da MUSS jemand anwesend sein, der diese Frage beantworten kann). Aber auf dem Karton steht: „Zu Risiken…Apotheker!“. Also ein anderer macht den Umsatz, und ich berate kostenlos. Ich esse auch Wasser und lebe ansonsten von Liebe allein. Und mein Kind kleide ich in Mitternachtslicht und Windumhänge, und meinen Bafög-Kredit bezahle ich mit selbstgemaltem Geld. (Lustiges Beispiel, was ich öfter mal habe: Patient kauft ein Medi in Ungarn, weil es da ja so günstig ist, klatscht mir das dann in D auf die (Apo)Theke und sagt, ich solle ihm jetzt erklären, wie er das einnehmen muss und was es dabei zu beachten gibt. Großes Kino ist immer, wenn ich dann antworte, dass er gerne nach Ungarn fahren kann, damit der Apotheker es ihm da erklärt. Wie, das wollte der Apotheker da, aber der Patient spricht gar kein ungarisch? Ich kauf mir auch kein iPhon auf chinesisch… tüdelü.)

          Mich stört einfach, dass die Ansprüche an die Apotheke riesig sind, aber sowie das allererste Beratungsgespräch durch (oder gar nicht gewollt) ist, dürfen dass dann alle anderen anspruchs- und anforderungslos machen. Und dieses Gehacke geht seit Jahren so (und mir sehr auf den Keks). Davon abgesehen, wenn ich „gifte“, was ich hier nicht mache, sieht das ganz anders aus. Aber wenn ich meine Position verteidige, ist das sicher gleich „giften“.

          Wenn ich „angefahren“ habe, liegt es wohl daran, dass immer KEINES meiner Argumente genauer beleuchtet (und auseinandergenommen) wird. Meine Erklärungen laufen ins Leere? (Statik-Pflicht bei Bauwerken) Meine Beispiele werden nicht wahr genommen? (Israel, Norwegen, USA) Meine Feststellungen werden überlesen? (Notdienstdichte D – GB) Es wird nur pauschal gesagt: Ich will doch nur einen LEICHTEREN Weg. Aber beim Verkauf von Arzneimitteln zählt erst einmal allein das ANGEBOT der Beratung. Und das bietet weder Tanke noch Supermarkt.

          Schon mal überlegt, warum Apotheken Individualrezepturen weit unter Herstellungspreis anbieten (müssen)? Schon mal überlegt, warum ausländische Versandapotheken solche Rezepturen unter fadenscheinigen Begründungen ablehnen? – Und wieso haben Dorf-Tanken durchaus nach 20Uhr zu? Leider habe ich auch darauf keine Antwort bekommen. Schade.

          Übrigens betreffend Notdienst: Die Notdienstpauschale von 2,50€ pro Kunden ist ein Witz. Mehr bekommt eine Apotheke aber (trotz jahrzehntelanger Versprechen der Ploitiker) nicht. Ruf mal einen Schlüsseldienst nach 18Uhr – der schreibt eine Rechnung und als Notdienstpauschale wird der Endbetrag mit 2 multipliziert. Und mach mal einen Apotheken-Notdienst freiwillig (als Praktikant) mit – was Dir da als „Notfall“ unter kommt… Vielleicht wird dann der Blick auf den Notdienst ein anderer. In meinem letzen 24-Stunden-Sonntagsnotdienst hatte ich einen Umsatz von ca. 100€, eine Rohgewinn vom geschätzt 20€ (was einen Stundenlohn vom 83Cent machen würde, wobei alle Steuern und Abgaben da noch abgezogen werden müssen), und von 7 Patienten 2, bei denen ich die Sinnhaftigkeit des „Not“falls nachvollziehen konnte. Klar, so einen Dienst möchte ich bestimmt öfter als alle 13 Tage machen.

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        4. Erstens:
          Der Comic ist nicht ernst gemeint! Das wäre eine Praxis, die ich im Leben nie befürworten würde – und wer das denkt, liest hier im Blog wohl nicht sehr gründlich mit. Sorry.

          Medikamente sind keine Konsumgüter!
          Sie gehören nicht abgegeben von Leuten, die keine Ahnung haben über deren Wirkung und Nebenwirkung – nicht im Supermarkt, nicht an der Tankstelle. Punkt.
          Ich sehe so viel das schiefgehen kann (und schiefgeht), weil Leute Medikamente (ja, auch rezeptfreie!) nicht als etwas wahrnehmen, das einen Eingriff in ihren Körper bedeutet. An ihrer Gesundheit. Wenn falsch angewandt. Wenn unbedacht geschluckt, wenn … ach – einfach noch ein bisschen mehr hier lesen. Dann kommt die Erkenntnis hoffentlich schon.

          Natürlich wäre das „praktisch“. Aber es ist nicht so, als ob man nicht sonst in Not an Kopfwehtabletten kommt. Auch wenn die Notfallapotheken immer weniger und weiter verstreut werden (und ich lasse jetzt mal beiseite wieso – unrentabilität des Notdienstes ist nur einer der Gründe). Und es wären noch andere Dinge *praktisch* – ich hätte auch schon um 2 Uhr Nachts von anderen Berufsgruppen Hilfe haben können (was arbeitest DU denn, sjnd?). Die bekomme ich dann (nachts – oder am Wochenende) aber auch nicht. Oder … ich muss seeeehr viel Geld hinlegen. Oder weit fahren …

          Und ich finde Gedankenknicks postings nicht giftig. Tatsächlich ist er ein Apotheker, bei dem man merkt, dass er sich kümmert. Den würde ich jederzeit anstellen bei mir.

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          1. Ich weiß nicht, was an meinem Vorschlag DERART missverständlich gewesen sein soll. Ich wünsche noch viel Spaß, ich bin ja offensichtlich nicht qualifiziert genug um hier lesen zu dürfen.

            Ich bin übrigens angehende Ingenieurin, bei uns werden aus solchen Gedankenspinnereien mit Glück irgendwann sinnvolle Produkte(die mit der initialen Idee meist kaum noch etwas gemein haben). Bei Apothekern ist es ja offenbar nicht erwünscht etwas zu verändern um es besser zu machen. Sehr schade. Mein Bild von Apothekern war bisher ein anderes.

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        5. SJDND – ich unterbreite folgendes Angebot: Einen meiner Sonntagsdienste 2013 machst Du bei mir als Praktikant mit. Die vollen 24 Stunden. Nicht umsonst – Gott beware. Ich zahle 10% des nicht MwSt.-bereinigten Gesamtumsatzes (nachprüfbar über die Finanzauswertung der Kassensoftware) abzüglich 1,-€ für jede angerissene Minute Beratungsgespräch pro Einzelpatient (inklusive aller Telefongespräche zur Abklärung von Problemen) bar auf die Kralle aus meiner eigenen privaten Tasche!. [Das könnte für mich ganz schön hart werden, wenn z.B. eine „Copaxone“ läuft. Der Minutenpreis ist m.E. ok – die Phonebitch (http://phonebitch.blogspot.de/) ist teurer.] Aus steuerrechtlichen Gründen muss ich betonen: Das ist dann keine Lohn-/Gehaltszahlung, sondern eine Schenkung. Und ich verspreche, bei einem sich ergebenden Negativbetrag keine Rückforderung zu stellen. Ich stelle dazu auch 2 Chronografen unterschiedlicher Hersteller zur Kontrolle zur Verügung. Die gesamten Praktikantenaufgaben bestehen in:
          1) mir die Langeweile vertreiben bzw. sich unabhängig von mir zu langweilen;
          2) mit mir alle meine Kommentare zur Sinnhaftigkeit der Notdienstnutzung jedes einzelnen Patienten zu diskutieren;
          3) einen von den 2 Chronografen bedienen;
          4) Kaffee kochen und Essen zubereiten; und
          5) einen anonymisierten Blogeintrag (leider von mir vorher zensurgelesen; siehe unten) – mindestens 5000 Worte – über dieses Erlebnis hier bei Pharmama als unbezahlter Gastautor einzustellen.

          Na, wie wärs? (An- und Abreise sowie Lebensmittelkosten werden nicht erstattet; Grundanforderungen wie z.B. eine Geheimniswahrungsverpflichtung und eine Gefahrstoffbelehrung muss ich natürlich fordern und durchführen.)

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          1. Schnettel, es ist eher unwahrscheinlich mit der „Copaxone“ am Sonntag, aber ich hätte zur Zeit eine da, also würde ich das sogar stemmen können. (Und 155€ für 24h rumsitzen und Erfahrungsbericht schreiben ist doch nicht schlecht, oder?) Wenn ich von meinem wirklichen Umsatz im Sonntagsdienst ausgehe, ist zu offensichtlich, dass ich wahrscheinlich ohne eigene finanzielle Belastung aus der Wette heraus komme… Und auch bei mir stirbt die Hoffnung zu letzt… :-D

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          2. Also, ich heiss zwar anders, aber ich wär gegenüber einem 24-Stunden-Praktikum nicht abgeneigt…

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        6. Das Problem ist, dass dein Vorschlag überhaupt nicht missverständlich, sondern sehr genau ist (und exakt dem entspricht, was sich große Konzerne seit langem wünschen, und was das Feindbild eines (fast) jeden niedergelassenen Apothekers ist, aus unterschiedlichen Gründen).

          Ich übertrage das Beispiel mal auf das Ingenieurswesen (Maschienenbau), mit einem bewußt blöden Kontext: Ich sitz hier in meiner Apotheke, und hab nen Schweissgerät rumliegen (warum auch immer). Vor meiner Tür geht ein Auto kaputt, ich hab Dienst, dazu Langeweile, die nächste Werkstatt ist weit weg und hat sowieso zu, der Verunglückte ist auch nicht beim ADAC oder wo auch immer – hey, ich bin hilfsbereit, und schweiße mal eben die Radaufhängung (vorne rechts) zusammen. Ich hab zwar keine Ahnung (und auch keine Ausbildung), aber das ist doch bloß ne Radaufhängung – ist schnell gemacht, kostet nur den Strom (hab ja eh Langeweile), und der Kunde kann glücklich weiterfahren.
          Im besten Fall entzieht der TÜV bei der nächsten Kontrolle dem Auto die Betriebserlaubnis. Im schlechtesten Fall gibt es einen Unfall mit mehreren Toten. Aber ich bin nicht schuld! Ich habe davon eh keine Ahnung, und das war doch nur ne Serviceleistung. Und auf dem Schild vor meiner (Apo)Theke steht: „Auch Schweissarbeiten! Ausführung ohne Gewähr“ Ich bin auch nicht versichert – warum auch? [Mein Beispiel mit meinem Brücken konstruierenden Kind lief in eine ähnliche Richtung.] Jeder Ingenieur würde sich die Haare raufen, wenn er so eine Geschichte hören würde.

          Mein Angebot mit dem Praktikum ist völlig ernst gemeint. Es steht bis Sonntag den 27.01.2013 18:00Uhr. [Über den genauen Termin müsste man sich dann einigen.] Ich könnte das Praktikum auch so legen, dass wir beide Dienst in einer Apotheke mit Komissionierautomaten machen – für einen angehenden Ingenieur nicht uninteressant. Und 24 Stunden Zeit, Fragen zu stellen, warum Apotheker so sind, wie sie sind (und wie die Politik in den letzten 15 Jahren die deutschen Apotheker vera…lbert hat). Aber dazu verlange ich, dass meine Antworten diskutiert und nicht überhört werden, wenn sie mit dem bisherigen Weltbild nicht überein passen. Und was gibt es zu verlieren? Einen Sonntag mit nem öden spießigem Typen (mit Universitätsstudium und 3 Staatsexamen) – und zwei lange Bahn- od. Autofarten. Und ich weiß einfach nicht, wie ich weniger „giftig“ sein kann, als Einblicke in meine Standpunkte Live und in Bunt zu gewähren…

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        7. SJDND Sorry. Damit ist mein Angebot abgelaufen. Hättest nur „Ja!“ sagen müssen – hätte ich gekniffen, hätte ich jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Wirklich ein Gespräch scheint aber nicht zu interessieren. Schade eigentlich. Oder hat Dich das „Kaffee kochen“ geärgert, oder die Verpflichtung, Deine Erfahrungen hier zu teilen, insbesondere wenn Sie vielleicht anders ausfallen würden als erwartet? Oder hast Du durchgerechnet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geldsegens doch recht klein ist trotz meines recht großzügigen Angebots? Egal. Aber bitte nicht mehr behaupten, ich sei „giftig“, denn mit Giften kenn ich mich aus. ;-)

          turtle of doom Ich will mich ja nicht drücken, aber was könnte ich Dir beibringen? Wenn ich Deine Kommentare so lese, bewegst Du Dich m.E. ziemlich sicher sowohl durchs Schweizer als auch durchs Deutsche Gesundheitswesen. Und da ich in einer Kleinstadt im Umkreis Berlins tätig bin, wäre das Praktikum wohl doch eher 24h Langeweile bei einem sehr weiten Anreiseweg für Dich. (Und ich gebe zu, genau das wollte ich SJDND auch zeigen, um die Augen zum Thema „viel zu wenig Notdienstbereitschaft“ zu öffnen.) Bei uns ist nicht wirklich so viel los wie in der großen Stadt.. und so viele erschreckend lustige Storries wie Pharmama erlebe ich (vielleicht glücklicher Weise) auch nicht. Wenn Du es unbedingt willst, reden wir nochmal drüber – aber ich glaube, der Aufwand rechtfertigt für Dich den Nutzen nicht.

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          1. Also nach Berlin komme ich sowieso irgendwann wieder. Dann müssten wir es nur terminlich gucken…

            …bei einem Blogleser von hier ein Praktikum zu machen – nein, da bin ich immer noch nicht abgeneigt. :)

            Es ginge auch nicht darum, das ich von dir irgendetwas lernen könnte. Oder dass dieses 24-Praktikum irgendwie lustig wird. Sondern nur um die Erfahrung mal gemacht zu haben.

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  4. Also, zu dem Comic passt es, dass E 235 ein Antibiotikum ist, das als Lebensmittelzusatz zugelassen ist.

    Natamycin verhindert das Verschimmeln von Käse und Würsten.

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  5. Hihi, wie im dänischen Bonbonladen :D Und am Ende zahlt dann aber bitte die Versicherung, ja? (Zumindest fürs Magen-Auspumpen, wenn man die falsche Kombination geschluckt hat…)

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  6. Erinnert mich an eine Freundin, die auf Schüssler Salze schwört. Soweit, so gut, wenns ihr hilft ist das ja fein. Ihre Einnahmepraxis kann mich allerdings nicht von einer glaubensunabhängigen Wirksamkeit überzeugen. Sie hat von sechs verschiedenen Nummern je 100 Pillen, schmeißt die zusammen in ein großes Glas und nimmt da alle paar Stunden sechs Stück von ein. Allerdings sehen die Dinger alle gleich aus, ob sie nun sechsmal Nummer 1 oder ne bunte Mischung einwirft kriegt sie nicht mit.
    Naja. Schadt ja nix :-)

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    1. Das ist das bekannte Wick Medinait Konzept, übertragen in die Homöopathie. Irgendwas wird schon helfen.

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  7. Nachdem Homöopathika ja durch Verdünnung immer wirksamer werden, reicht doch ein Glas Leitungswasser sowieso gegen alle denkbaren Erkrankungen…..

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    1. Google mal nach „Water Cure“. Wasser, je nach dem mit oder ohne Salz, hilft gegen:
      – Angina
      – Colitis
      – Blutdruck
      – Cholesterin
      – Diabetes
      – Asthma
      – Migräne
      – Arthritis
      – Rückenschmerzen

      Komischerweise aber nicht gegen Krebs, Hirnschlag und so. Der Erfinder des therapeutischen Wassertrinkens verschenkt ein gigantisches Marktpotenzial. Dummkopf der. :)

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  8. Bei uns im Supermarkt gibt es in der Obstabteilung Waagen, die über eine Kamera und Software erkennen, welches Obst aufgelegt ist und dann das entsprechende Etikett drucken. Vielleicht lässt sich das Konzept übertragen, eventuell ergänzt durch ein kleines IR-Spektrometer zur korrekten Substanzerkennung und eine Software, die vor Wechselwirkungen warnt? ;)

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