Wie kommt es, dass …?

Wie kommt es, dass …?

… die Leute, die eigentlich die meiste Zeit haben, genau die Zeiten aussuchen, in die Apotheke zu kommen, wo wir am beschäftigsten sind? Ja, ich rede von Dir, lieber Rentner mit den 6 Rezepten.

… jedes Telefon, das 2 Minuten vor Schluss hereinkommt nie etwas einfaches ist? (Man ist versucht, es läuten zu lassen …)

… die Komplexität eines Problems, das ich versuche zu lösen invers proportional zur Zeit ist, die ich zum lösen habe?

… Schnelle Fragen das nie sind ? (nämlich „schnell“)

… die Leute genau dann in die Apotheke kommen, wenn du einmal hinsitzt um etwas zu essen oder zu trinken?

… der Arzt ein Fax unterschrieben zurückfaxt – aber auf keine der Fragen zum Rezept darauf geantwortet hat? (ich weiss immer noch nicht, ob die Dosierungsänderung okay ist und ob das jetzt ein Dauerrezept sein soll.)

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12 Antworten auf „Wie kommt es, dass …?

  1. …und die Leute, die ihr Billet zwei oder drei Wochen im Voraus kaufen, sind oft die letzten, die auf den Zug springen…

    Vielleicht liegt es immer daran, dass die eigenen Probleme immer die grössten sind. Merke: Gegen das Standpunktgewehr eines ungeduldigen Kunden hilft immer noch die NMP-Waffe.

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  2. @Turtle: aber genau deshalb haben sie es ja im Voraus gekauft! Ich hatte letztens genau 2 Minuten Zeit vom Taxi bis zur Abfahrt…
    Warum ist „nur schnell mal eine Frage“ meist eine halbe Lebensgeschichte mit angehängtem Fragenkatalog?

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    1. Naja – wenn man „Ich brauche eine sorgfältige Beratung bei mehreren Problemen“ sagt, dann wird man garantiert auf den nächsten Tag verwiesen. Kommen Sie doch um 8 Uhr wieder…

      Der Kunde will ein wenig Goodwill erwerben, indem er nur eine kleine Frage ankündigt, aber für den Apotheker wird die „kleine Frage“ irgendwann zum Warnsignal.

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  3. Warum wird die Kollegin genau dann krank, wenn eh schon die hälft des teams in kursen/ in den ferien/ im militär ist? Und das am besten zu einer zeit wo keine kunden in den ferien und alle krank sind…
    Das ist wahrscheinlich Murphys schuld.

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  4. Zu 1: Fehlender fester Tagesrythmus. Ich musste feststellen das ich meine Arbeitslosenzeit gefühlt deutlich weniger Zeit hatte als zu der Zeit wo ich vollzeit gearbeitet habe. Wenn man keinen festen tagesrythmus hat ist alles immer stressig und doof und man hat nie Zeit!

    Zu 2: Wenn man eine einfache und kurze Sache zu klären hat ist es auch meist nichts dringendes. Also ruft man dann am nächsten Tag an und nicht kurz bevor der Laden zu macht. Den Stress will man sich selbst dann auch nicht geben.

    Zu 3: Das ist subjektive Wahrnehmung.
    Hohe Komplexität + Zeitvorgabe X = Stress = weniger klares Denkvermögen = Zeit immer zu knapp.

    Niedirige Komplexität + Zeitvorbabe X = kein Stress = klares Denken = kein Problem und genug Zeit.

    Zu 4: Die Behauptung:“ Schnelle Frage“ Dient nur dazu den Gegenüber in Sicherheit zu wiegen und davon zu überzeugen das er sich „kurz“ Zeit nimmt.
    die Aussage: „Ich hab da mal ein verzwicktes Problem das ich mit ihnen zusammen grad mal länger erörtern möchte“
    würde dazu führen das man diese Diskussion auf den Arzt abschiebt oder auf einen Termin bzw späteren Zeitpunkt, was der Fragende ja nicht möchte.

    Zu 5: Die Leute kommen IMMER in die Apotheke … nur wenn du grad was Essen willst fällts dir eher auf wie störend manchmal Kunden sein können. Und negative Erlebnisse prägen sich dem Menschen stärker und länger ein als positive.

    Zu 6: Weil Ärtzte meist sehr gestresst sind. Nur halb lesen und wenn sie ein Rezept sehen automatisiert unterschreiben um dann ins nächste Behandlungszimmer zu hetzen.

    ;) geholfen? ..

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  5. >> … die Leute, die eigentlich die meiste Zeit haben, genau die Zeiten aussuchen, in die Apotheke zu kommen, wo wir am beschäftigsten sind? Ja, ich rede von Dir, lieber Rentner mit den 6 Rezepten.

    Selektive Wahrnehmung.

    >> … jedes Telefon, das 2 Minuten vor Schluss hereinkommt nie etwas einfaches ist? (Man ist versucht, es läuten zu lassen …)

    Selektive Wahrnehmung.

    >> … die Komplexität eines Problems, das ich versuche zu lösen invers proportional zur Zeit ist, die ich zum lösen habe?

    Selektive Wahrnehmung.

    >> … Schnelle Fragen das nie sind ? (nämlich “schnell”)

    Selektive Wahrnehmung.

    >> … die Leute genau dann in die Apotheke kommen, wenn du einmal hinsitzt um etwas zu essen oder zu trinken?

    Selektive Wahrnehmung.

    >> … der Arzt ein Fax unterschrieben zurückfaxt – aber auf keine der Fragen zum Rezept darauf geantwortet hat? (ich weiss immer noch nicht, ob die Dosierungsänderung okay ist und ob das jetzt ein Dauerrezept sein soll.)

    Sel…. äh nein, hier passt das nicht :-/ Vermutlich mangelnde Lesekompetenz auf Seiten des Arztes^^

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    1. Selektive Warnehmung? So ein Unsinn.
      Das ist absolute knallharte Apotheken-Realität und eine wissenschaftlich fast beinahe klare Gesetzmässigkeit und nennt sich „Murphy’s Law“. ;-)

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    1. Morgens bis etwa 9.30 Uhr, mittags, im Sommer, in Ferienzeiten und wenn die Ärzte zu haben. Oft auch kurz vor Ladenschluss, aber nicht immer.

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  6. Wie kommt es dass…
    … allen Stationen Freitag 10 min vor Schluss noch einfällt, dass sie noch ganz dringend übers Wochenende Betäubungsmittel/Antibiotika/Schmerzmittel brauchen?
    Ist also im Klinikum auch nicht anders, als in der öffentlichen Apotheke :-)

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