Medikamentenretoure

gefunden bei den Medikamenten zum entsorgen: Diese Box mit Ibuprofen 200mg Tabletten. Zu 1000 (Ein-Tausend!) Stück.

ibu1000a

Ugh. Bei uns machen sie schon fast einen Aufstand wegen den maximal 20er Packungen, die wir ohne Rezept davon  verkaufen dürfen. In der Apotheke. Nicht im Griffverkauf. Diese hier kommt aus Amerika, CVS ist eine der grossen Apothekenketten dort – und das gibt es frei im Griffverkauf. Eintausend Tabletten aufs Mal. Wer braucht sowas? Irgendwie kann ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen, dass eine Grossfamilie das aufbrauchen könnte. Bei vernünftiger Anwendung heisst das.

Interessant fand ich auch die „Packungsbeilage“ – in dem Fall einfach auf der Packung aufgedruckt. Die finde ich nicht mal so schlecht: das wichtigste steht drauf und sie ist nicht wahnsinnig lang. So etwas fände ich dagegen bei uns auch gut.

 

ibu1000

 

Man merke: „Do not take longer than 10 days“  Nicht länger als 10 Tage anwenden – ausser der Arzt verschreibt es so. Selbst bei der Maximaldosis 1 Tablette alle 4 Stunden wären das „nur“ 60 Stück …

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38 Antworten auf „Medikamentenretoure

    1. Nee, die sind abgelaufen – und nach MFD auch nicht länger haltbar als 5 Jahre – ich meinte sogar weniger gesehen zu haben hier. Was auch Sinn macht: das sind lose Tabletten in einer grossen, offenen Packung …

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  1. …das Lustige am Ganzen ist ja, dass die 1000 da in etwa gleich viel kosten wie ne 20er Packung bei uns mit der gleichen Stärke :D.. Ich habe bei Walgreens ne Packung Aspirin gekauft (375 mg, 1000 Stück) – für USD 5… Und da grad 2-für-1 Woche war auf die Eigenmarke, gabs 2000 Stück für USD 5… Mein ganzer Freundeskreis hat dann davon profitiert ^^.

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    1. Wenn die Arzneimittelbehörde beschliesst, dass eine 1000er-Packung rezeptfrei abgegeben werden darf, dann werden auch solche Packungen verkauft.

      Die „vernünftigen“ Packungsgrössen sind dann sehr schnell nicht mehr wirtschaftlich. Dazu kommt wohl, dass der Kunde denkt, er mache ein gutes Geschäft, wenn er 1000 Tabletten für $5 bekommt. Auch wenn er 800 davon wahrscheinlich nie brauchen wird.

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      1. Und in meinen Augen animieren diese Packungen dazu, das Zeug hampfelweise zu nehmen (sieht man ja teilweise auch in Filmen). Gross = kann nicht gefährlich sein. Offen = da kommt automatisch mehr als eine, wenn man sie leicht kippt.
        @Mauro: weitergeben von Medikamenten? keine gute Idee.

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        1. Wenn ich mir die Packung so ansehe, animiert die ganze Farbgestaltgebung bewusst auch sehr dazu, dass Zeugs tablettenweise zu nehmen.
          Wie Mauro schon schreibt: Auch sein ganzer Bekanntenkreis ist mit den Dingern schon versorgt. Ich will gar nicht wissen, wie die Tabletten dort aufbewahrt werden: Tippe auf Gefriertüten mit nem Haushaltsgummi verschlossen – evtl. noch unbeschriftet. Kein Schutz gegen Feuchte, Lichteinfall. Das MHD steht sicher auch nicht drauf. Das war ein Bärendienst.

          Was mich irritiert: Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA ist superstreng, was die Zulassung von Wirk- und Hilfsstoffen betrifft, dabei strenger als die europäische Zulasssungsbehörde EMA. Aber bei den Packungsgrößen nehmen sie es dann locker.
          Ne 1000er Packung Schmerzmittel mit „nimm zwei, zahl eine“. Krass…

          Kriegt man sowas eigentlich noch „als Eigenverbrauch“ legal durch den Zoll?

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          1. Sind 1000 Tabletten echt noch Monatsbedarf? Wäre mir da nicht so sicher, dass das der Zoll noch genauso sieht.
            Ich würde die auf jeden Fall schon mal aktiv dem Zoll vorzeigen. Wenn man da am Flughafen durch den grünen Ausgang geht und der Zöllner sieht das anders, ist man echt im Arsch…
            Besonders wenn man „für Freunde“ nochmal drei weitere Packungen mitgenommen hat.

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          2. Es könnte gut sein dass das als Geringfügigkeit durchgeht. So eine Packungsgrösse ist in den USA schliesslich üblich, obwohls kein Monatsbedarf mehr ist…

            Sehr dumm wirds dann, wenn der Zoll meint, so eine Packung hätte einen Wert von 780 Franken (Schweizer Preis, 10er Packung x 100). Freibetrag und so.

            Nun, ich hab aber da keine spezifische Erfahrung… ich kann aber jemanden anquatschen, die bei der Zollverwaltung arbeitet. Kontakte zur Grenzwache hab ich aber nicht…

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          3. Das Ganze erinnert mich doch sehr an Tom Hanks im Film Airport – als er dem Mann mit den Medikamenten hilft: „Es ist für die Ziege!“
            :-)
            Vielleicht funktioniert das ja …

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          4. @turtle: Klar, es kann sein, dass bei der 1000er Packung der Zoll das noch als „Geringfügigkeit“ und privaten Gebrauch sieht. Falls der Zöllner Dir da aber anders daherkommt, hast Du in Zürich (oder Frankfurt) ein paar lustige Stunden am Zoll, bis Du denen den ganzen Sachverhalt mit dem Eigenbedarf erklärt hast.
            Wenn man selbst noch ungeschickt ist, dann verplappert man sich bei der Gelegenheit noch dahin, dass man für gute Freunde das Ibuprofen mitgenommen hat (Freunde = kein Eigenbedarf). Je nach Menge kommt es dann zu nem Gerichtsverfahren wegen Arzneimittelschmuggels. Wat’n Spass…

            Mir selbst wäre das den Stress nicht wert.

            Sorry, aber 1000 (in Worten: Tausend) Tabletten Ibuprofen durch den Zoll zu nehmen, finde ich … echt ungeschickt.

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          5. Nach meiner Internetrecherche ergibt sich für die Schweiz folgendes Bild:
            Das mit dem Monatsbedarf wird nicht direkt durch den Zollbeamten festgestellt. Hat dieser die Vermutung, dass ein Vergehen gegen das Heilmittelgesetz vorliegt wird er die Medikamente sicherstellen und den Fall an Swissmedic melden. Swissmedic klärt ab, ob und welche Verstösse vorliegen. Die Abklärung ist in jedem Fall kostenpflichtig und wird nach Aufwand verrechnet (Mindestbetrag CHF 300)
            Liegt ein Verstoss vor, kann Swissmedic entweder direkt eine Geldstrafe oder Busse verhängen oder den Fall zur Anklage bringen (schwere Fälle)
            Der Strafrahmen sieht Bussen bis zu CHF 200’000 oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen vor, oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren.
            Schon alleine das Risiko, die Gebühr von Swissmedic bezahlen zu müssen ist das eingesparte Geld beim Einkauf aus meiner Sicht nicht wert.

            Quellen: swissmedic.ch / ezv.ch / admin.ch

            Alle Angaben ohne Gewähr, exakte Links gebe ich auf Anfrage gerne bekannt.

            Lieber Gruss
            darki1970

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          6. Oha. Dann kann der Medikamentengrosshandelsreisende nur hoffen, dass die Grenzwache/der Zoll nicht kapiert, dass 1000 Tabletten den (extrem hohen) Jahresbedarf einer einzelnen Person darstellen…

            …schliesslich ists auch so klein und handlich abgepackt, sowas wird schon ein Monatsbedarf sein…

            Darki, wie ist es dann, wenn der Zoll meine 10er-Packung Ibu beanstandet und es der swissmedic meldet – muss ich dann die 300 Franken Gebühr auch bezahlen?

            Wenn ja, riecht es ein wenig danach, dass man die Leute einschüchtern will. Kauft nicht bei den Deutschen…

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          7. @McCloud: Das kann ich dir leider nicht beantworten, arbeite nicht bei Swissmedic. Allerdings würde ich persönlich den Logikprozessor des Zollbeamten ein wenig ankurbeln helfen. Alleine bei Regelbeschwerden (4 Tage pro Monat zu Tagesdosis 1200 mg) ist die Zehnerpackung 400 mg ibu aufgebraucht. Ein interessantes Fallbeispiel findet sich hier: http://www.vpb.admin.ch/deutsch/doc/69/69.22.html

            Ich gehe davon aus, dass für die gängigsten Medikamente entsprechende interne Listen für die Zollbeamten zur Verfügung stehen, zudem zeige mir bitte einen Beamten der freiwillig 3 Formulare mit 48 Durchschlägen und 6 Anhängen ausfüllt ;-)

            Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Zoll hier nicht so restriktiv ist. Per Postversand konnte ich vor einigen Jahren einen „Monatsbedarf“ von 300 Stk. Naproxen ohne Probleme von einer deutschen Versandapotheke importieren, alles fein korrekt deklariert.
            Ob dies allerdings heutzutage noch funktionieren würde kann ich nicht sagen.

            Lieber Gruss
            darki1970

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  2. Was ich sagen muss: Diese Gebrauchsanweisung ist klipp und klar…

    Das Problem an solchen Flaschen ist wohl mit dem Hinweis „avoid high humidity“ schnell erklärt. Wenn alles zusammenpappt hat man eine 200-g-Pferdepille.

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  3. Wolltest du nicht gestern einen Tiegel um die Anwendung drauf zuschreiben ? ;-) so einen Behälter nehmen quer beschriften und drinnen den kleineren Tiegel mit der Säure festverkleben, wäre vielleicht wirklich eine Idee ?

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  4. Das ist lächerlich. In Juni war ich in NYC und ich hatte starke schmerzen wegen Bandscheibenvorfall. Mein Kolleg (der übrigens Arzt ist) ist in die Apotheke gegangen um Diclofenac zu kaufen, da ich keins mehr hatte. Er hat es natürlich nicht bekommen, weil dafür braucht man ein Rezept, aber eine 500er Packung Ibuprofen 200mg wurde ihm empfohlen… Lächerlich…

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  5. Mir fiel das letztens auch auf. Aus Kanada (wo ich angesichts der over the counter Auswahl schon psychische Resistenzen entwickelt habe) habe ich ein Minifläschchen Advil (200mg Ibu) mitgebracht.

    Der Verschluss nichtmal kindersicher, die Tabletten lose, wie Smarties – farbig und mit süßem Überzug. Eine einzeln entnehmen ist eigentlich nicht möglich, es kommen immer mehrere. Kleinste Packungsgröße 25 Stück, hat weniger gekostet als zwei Äpfel. Einnahmehinweise? Nope.

    Dann deutsches Ibuprofen. 20er Schachtel, einzeln im Blister verpackt, eklig im Mund und, obwohl Hausmarke der Apotheke, teurer als mein Mensaessen.

    Hätte ich Kinder, wüsste ich haargenau welche ich Packung ich als erstes wegpacke!

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  6. Und das bescheuerste daran: Die deutschen Gesundheitsexperten sind doch seit 3 Jahren schwer dafür, ASS (ab 250mg), Paracetamol (prinzipiell) und Ibuprofen (prinzipiell) wieder unter die Verschreibungspflicht zu stellen. Diclofenac ist nicht so schlimm, dass kann man dann freiverkäuflich gegen Kopfschmerzen nehmen. Weil die alle so giftig sind, so schlimme Nebenwirkungen in der 20ger Schachtelgröße haben, und weil man sich ungestraft auch mal 2 Schachteln kaufen darf (also je eine in pro Apotheke).
    Hand -> Stirn!
    Bloß gut, dass das BMG nicht ständig auf die „Experten“ hört…

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    1. In Deutschland richten sich die größten freiverkäuflichen Packungen gemeinhin danach, dass ein durchschnittlicher Erwachsener mit einer Schachtel nich schafft, Suizid zu begehen. (Paracetamol z.B. 10g; als Kampfgrenze gelten 12-15g). Wenn ich jetzt die LD50 der Maus (740mg/kg; ich weiß, das ist nicht so verglleichbar) auf einen Menschen mit 90kg übertrage (ca. 66g), reicht diese Packung, um 3 Menschen ins Jenseits zu schicken. Die größten in D apothekenpflichtiig freiverkäuflichen Packungen enthalten 20g Ibuprofen, und auch die verkaufe ich ungern. Ibuprofen führt in Überdosierung netter Weise zu solch Dingen wie Nierenversagen, zu Magen-Dam-Einblutungen, Magengeschwüren und noch so netten Dingen. Außerdem kann man sich eine „Schmerzmitteltoleranz“ zuziehen, wenn wenn öfter als 10 Tage im Monat Schmerzmittel („zur Prophylaxe“) zu sich nimmt. Das führt dann ratz fatz in die Schmerzmittelabhängigkeit. Und nicht zuletzt beeinflusst Ibuprofen andere Medikamente, z.B. Blutdruckmedikamente, andere Schmerzmedikamente, Asthmaproblematik und auch blutgerinnungsverändernde Medikamente („Blutverdünner“).

      Und Patienten vergessen regelmäßig, bei der Frage nach „sonstigen regelmäßig eingenommenen Arzneimitteln“, frei verkäufliche Arzneimittel anzugeben. Die „kann man sich ja so kaufen, deshalb sind die ja nicht so schlimm!“. [Übrigens ist auch Trinkwasser schlimm – eine Trinkwasservergiftung zu generieren ist kein Problem, wenn ich den Kandidaten nur sage: „Wer in einer Stunde das meiste Wasser trinkt, gewinnt dieses Auto!“ Diesen Fall gab es in einem Radiosender. Ergebnis: ein Toter und mehrere Krankenhausaufenthalte. Mich wundert, dass das Deutsche Expertenteam Trinwasser noch nicht unter die Verschreibungspflicht gestellt haben.]

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      1. und vergiss nicht das gewöhnliche Tafelsalz … etwa 10 Esslöffel dürften für einen Erwachsenen tödlich sein … aber auch weniger kann schon ernsthafte Probleme machen.

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  7. Die Packung hat eine gewisse Ähnlichkeit mit diesen Riesenwasserflaschen, die man umgedreht in einen Wasserspender stellt- wer weiß, ob es nicht solche Spender auch für Ibu gibt :-)

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  8. Jupps… ich kann die schweizer Abgaberegelung irgendwie nicht ganz nachvollziehen. 10-er Packung ibuprofen xyz erhalte ich in der Drogerie (wurde einmal neu eingestuft in Liste D statt C) sobald ich jedoch eine 20-er Packung desselben Medikaments möchte, benötige ich ein Rezept… *kopfkratz*

    Aus meiner Sicht entbehrt dies jeglicher Logik, ich denke hier müsste man nochmals über die Bücher. Haben die Fachpersonen hier im Forum eine für Laien nachvollziehbare Erklärung dazu?

    Besten Dank schon jetzt :-)

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    1. Wenn du schon Logik ansprichst… ich warte immer noch auf die Rezeptpflicht für alkoholische Getränke.

      Ethanol ist je nach Dosierung ein Stimmungsaufheller, Schlaf- oder Beruhigungsmittel. Und nicht wenige Leute benutzen es auch für diese Zwecke.

      Einen Unterschied zu Aspirin Cardio (geringe Dosis, dafür Langzeitangwendung) sehe ich jedenfalls nicht gegeben…

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  9. Ich habe in Filmen schon öfters gesehen, dass die Amis ihre Tabletten in solchen Döschen haben, anstatt wie hier in diesen Einwegverpackungen. Hat – jedenfalls für mich – den Beigeschmack von Tick Tack.

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  10. Das Schöne finde ich, dass man die 1000er-Packung Ibuprofen ja einfach beim Wocheneinkauf neben ein paar Tomaten, Nachochips und dem Schweinssteak mitnehmen kann. (CVS etc. sind ja technisch gesehen schon Apotheken, aber eigentlich Supermärkte und auch der Ort, wo man den Wocheneinkauf macht. Die Apotheke stellt nur einen kleinen Teil des Ladens dar.)

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