Zu Anschauungszwecken

Manchmal würde ich gerne ein Foto machen – zum Beispiel, wenn ein Patient mit einer wirklich typischen Ausprägung von etwas kommt. Oder etwas speziellem …

So wie der jüngere Mann mit der Gürtelrose heute. Hübsche Bläschen mit Entzündung, einseitig dem Nervenstrang entlang am Rumpf – wie ein halber Gürtel …

—Und: Nein, es ist keine gute Idee, die Bläschen aufzustechen, davon wird es nicht besser.

Oder die Frau mit den wahnsinnig geschwollenen Mandeln …

—Ich glaube nicht, dass ich vorher geschwollene Mandeln überhaupt entdeckt hätte … aber die Frau hat ein Antibiotika-Sirup bezogen und als ich fragte, ob sie Probleme hat mit dem Schlucken, dass sie nicht Tabletten bekommt, hat sie mich gefragt, ob ich mir das anschauen will. Wow. Ein Wunder konnte sie überhaupt noch was Essen oder Trinken.

Oder das Kind mit der Ohrenentzündung …

—Ja, wenn der Eiter schon rausläuft, dann kann ich das auch ohne dieses Gerät vom Arzt, der damit in die Ohren schaut „diagnostizieren“.

Oder die Frau mit der grünen Zunge …

—Ja. grün. Da gibt’s nicht viel mehr dazu zu sagen. Das muss eine interessante Mischung an Bakterien und ev. Pilzen sein, die ihre Zunge da besiedelt hat.

Habt ihr mal etwas spezielles gesehen, von dem ihr gerne ein Foto gemacht hättet?

39 Kommentare zu „Zu Anschauungszwecken

  1. Bei ersten Kind mit Läusen liess ich mir die zeigen, damit ich auch weiss wie die aussehen… Ich kannte die Tierchen nur aus der Vorlesung von mikroskopischen Bildern…

    Solche Lehrbuchfälle fallen mir auch ab und zu auf; doch so auf die Schnelle kann ich die nicht mehr rezitieren; man vergisst…

    Jedenfalls:
    HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE ZUR 3-MILLIONEN-MARKE! :-D

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    1. Im Normalfall reicht es zur Diagnose auch wirklich, wenn man sieht, wie Kind sich kratzt hinten im Haar …
      bei Unsicheren Fällen schaue ich heute noch gelegentlich hin … allerdings suche ich eher nach Nissen, die Läuse selber sind nämlich ziemlich flink unterwegs.

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      1. Ich hatte damals „Glück“… Das arme Mädchen hatte so viele Läuse, dass man sogar von Weitem „Bewegung“ sah! :-(

        Der Lehrer kam mit einer Schülerin (Migrationshintergrund) selbst in die Apotheke; er hat die Mittel aus eigener Tasche bezahlt…
        Denn trotz diverser Briefe und Telefonate mit den Eltern hatte es nach etliche Wochen immer noch Läuse.
        „Und jetzt gehe ich zu der Familie nach Hause und ich mache das mit der Mutter zusammen. Gleich bei ihr und ihren 2 Geschwistern! So geht das doch nicht – das Mädchen wird bereits ausgelacht und keiner will mehr mit ihr zusammenarbeiten!“
        Mir gefallen Lehrer, die Initiative zeigen und sich wirklich um ihre Schützlinge Gedanken machen! :-D

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        1. Miener Erfahrung nach hat das hauptsächlich was mit dem Elternhaus zu tun – und da gibt es genauso viele positive wie negative Beispiele sowohl bei Familien „ohne“ als auch „mit“ Migrationshintergrund. Hat auch nichts mit „arm“ oder „reich“ zu schaffen.
          Es gibt die Familen, wo sich gekümmert wird – und halt die anderen…
          (Und es gibt die Kinder, die mit einem Kind befreundet sind, dessen Erziehungsberechtigten solcherlei unwesentliche Probleme nicht interessieren… und da kann man als Elternteil auch ans (ver)zweifeln geraten.)

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          1. Man sollte nicorettas Kommentar nicht als abwertend beurteilen, in dem Fall eher als beschreibend. Dass derartiges überall vorkommen kann, wissen wir.
            Aber schön, dass sich der Lehrer so einsetzt!

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          2. Danke vielmals pharmama für deine Unterstützung!! :-)

            Ich hoffe gedankenknick hat mir hier keine Fremdenfeindlichkeit unterstellen wollen!! Sowas würde mich jetzt echt kränken…
            Der „Migrationshintergrund“ war in diesem Fall nur in der Weise interessant, als der Lehrer in einem Nebensatz erwähnt hat, dass die Mutter der Kinder kaum deutsch spricht und die Kommunikation mit ihr deshalb eher schwierig sei. Und daher hat er sich dazu entschlossen, es mit der Mutter zusammen zu machen… Ich fand das toll – ein Lehrer, der sich interessiert und mal was tut statt nur zu quatschen! :-)

            Ps: Läuse mögen saubere, gepflegte Haare am liebsten! ;-)

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          3. Ich habe das mit dem „Migrationshintergrund“ tatsächlich nur als „Abrenzung des Umfelds dieses speziellen Falles“ gesehen, und wollte keine Vorwürfe konstruieren. Aber ich trolle mich durch genug Foren, in denen ich mitlese, um darauf wetten zu können, da will gleich einer in diese Kerbe klatschen…
            …und dem wollte ich einfach zuvorkommen, auf eine (vielleicht missglückte) freundliche Weise. Das Problem betrifft einfach alle Teile der Gesellschaft. Dass in „ärmeren“ Gesellschaftsschichten mehr Kinder(erziehungs)probleme anzutreffen sind als in „reicheren“, mag vielleicht durch die Statistik gedeckt sein, wird aber durch Ausnahmen immer wieder bestätigt. Ich verabscheue einfach so ein „Schubladendenken“ – alle „Reichen“ sind „schlau“; alle „Armen“ sind „dreckig“ usw. (Vielleicht bin ich ja auch Deutschland-geschädigt…)

            Wenn mein Kommentar als Belehrung und/oder Angriff verstanden wurde, bitte ich in aller gebotenen Form um Entschuldigung. Respekt vor dem Lehrer übrigens, so vorbildlich reagieren da leider auch nicht alle…

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        2. Daumen hoch für den Lehrer! Es gibt sicher Schulen, da wäre die Arme einfach nach Hause geschickt worden.

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  2. Naja, in der Chirurgie kommt natürlich (außer beim chron. Ulcus oder bei geplanten Op’s) als erstes das Helfen und da denkt man nicht ans Fotografieren. Auch haben wir erst seit ein paar Jahren eine Digitalkamera. Davor wurden einfach keine Fotos gemacht.

    Ein paar Dinge fallen mir da aber auch ein. Und da hätten wir heutzutage bestimmt ein Foto gemacht.

    Eine sehr alte Dame kam mit ihrer auch schon älteren Tochter in die Praxis. Die Dame trug nur Hausschuhe an den Füßen, obwohl es schon sehr winterlich draußen war. Als sie die Schuhe und Socken auszog wunderten wir uns nicht schlecht und staunten, dass die Patientin überhaupt noch gehen konnte. Beide Großzehnägel wuchsen gedreht, ähnlich wie Widderhörner, um den und vor allem durch den Zeh. Zweimal. Ohne Worte.

    Dann kam ein älterer Herr mit einer Wunde am Unterschenkel, die wir reinigten, versorgten und ihm einen Verband darauf machten. Eigentlich sollte er dann weiter zum Hausarzt gehen, weil es gar nicht so schlimm war. Dann stand er eines Abends nach Feierabend vor der Tür und wollte unbedingt noch rein. Ich hatte dem Azubi gesagt, er sollte alles wegschicken. Sie kam bleich wieder herein und sagte, sie habe gesagt, er solle morgen wieder kommen und er habe gefragt, was er mit den Maden machen solle. Wir haben uns dann entschieden ihn doch noch zu behandeln. Der Doc tat Wasserstoff auf die Wunde und entfernte 72 Maden in allen möglichen Größen.

    So etwas vergisst man auch ohne Foto nicht…

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    1. PS. Der Patient war Landwirt und war ohne Verband und in kurzen Hosen durch den Fliegenbevölkerten Stall gegangen. Muss ja Luft ran, an die Wunde, ne?

      PSPS. Von mir auch einen herzlichen Glückwunsch. Über 3 000 000 Besuche… WOW… :)

      Liebe Grüße
      von
      Rainbow

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      1. Und hier zeigt sich wieder, warum man in den nach neueren Erkenntnissen manchmal doch eher statt „muss ja Luft ran“ zu einem „feuchten Wundmanagement“ übergeht.

        Die Chirurgische Praxis (in D), die ich kenn, muss bei Behandlung chronischer Wunden übrigends Fotos machen, um den Behandlungsverlauf zu dokumentieren.

        Aber – vielleicht hat der Landwirt ja auch ein wenig gegoogelt, und wollte eine Wundnekrose-Behandlung mittels Maden machen, die irgentwie „nicht so geklappt“ hat?http://de.wikipedia.org/wiki/Madentherapie Ist ja in den letzten Jahren durchaus wieder im kommen… ;-)

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        1. Das ist schon einige Jahre her. Da musste man noch keine Fotodokumentation machen. Jetzt fotografieren wir quasi jeden kleinen Pickel… ^^

          Das mit den Maden kam auch erst ein paar Jährchen später wieder in Mode. Allerdings werden die wohl anders gezogen als einfach mal ein paar Kuhstallfliegen nehmen und selber welche produzieren… …mich würde es, glaube ich, verrückt machen, wenn ich wüsste, ich hätte irgendwelches Krabbelzeug unter der Haut. *schüttel* Und der Anblick, wie sie so im Gewebe herumkrauchen und tote Zellen futtern ist auch nicht so ganz mein Fall…

          Danke für den Link, denn ich wusste nicht, dass schon früher gezielt so behandelt wurde. Ich dachte, dies sei ein Hygieneding gewesen… …man lernt nie aus… ;)

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        2. Das wegen der Madentherapie … so ich weiss, wird das bei uns im Spital auch praktiziert, die Maden sind allerdings in speziellen Beuteln, die man auf die Wunde auflegt – die kommen da gar nicht raus. Offenbar reichen die Enzyme, die sie abgeben. Ich habe auch schon einmal das Ergebnis von so einer Behandlung gesehen – die hatte genau die Form des (eckigen) Beutels. Saubere Sache, wenn man mal über den Gedanken „äh, Maden!“ drüber weg ist.

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          1. Wow, das gibts wirlich? Ich kenne nur diese Bäder mit kleinen Fischen die abgestorbenes Gewebe abknabbern, bei Schuppenflechte z.B. Soll sogar ganz angenehm sein.

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          2. @sakasiru: Ja, das gibt es wirklich. Aber das sind zwei völlig unterschiedliche Probleme.

            Bei der Madentherapie gehts es um schlecht heilende (größere) Wunden, bei denen das Gewebe teilweise schon abstirbt (Nekrose). Mit den Maden kann man das nekrotisierte (=abgestorbene) Gewebe entfernen, welches sich chirugisch so präzise nur sehr schlecht bearbeiten läßt, welcher aber bei Verbleibt auf der Wunde die weitere Nekrose (tiefer liegender Gewebeteile) nach sich ziehen kann.

            Die Kangal-Fisch-Therapie ist etwas für Psoriasis- und Ichtiosis-Patienten, allerdings mit zumindest halbwegs intakter Haut. Eine Wundbehandlung via Kangal-Fische halte ich für fraglich, zumal das Eintauchen einer (nekrotisierten) Wunde in schwefelhaltiges kühles Wasser sicher nicht angenehm sein dürfte. Echte Kangalfische brauchen übrigens den Schwefelanteil im Wasser und können in „normalem“ Süßwasser nicht überleben.

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  3. Ich hatte mal, als ich noch in der Apotheke gearbeitet habe, eine Patientin mit Rhinitis atrophicans, also einer Stinknase. Ich selbst kannte das nur vom Hören und war nicht drauf gefasst wie das aussieht und vorallem riecht.
    Ursache war ein chronischer Abusus mit Imidin-Nasenspray(Xylometazolin). Und die Patientin wollte auch wieder welches haben. Ich hab ihr dann, in unserer Beratungsecke, erklärt was mit ihrer Nase los ist, was damit noch werden kann und sie dazu bekommen doch zum Arzt zu gehen. Was draus geworden ist, kann ich leider nicht sagen, war aber sehr eindrucksvoll.
    Ich jedenfalls bekam einen Rüffel von meiner Chefin: Ich solle verkaufen und nicht Doktor spielen, das wäre nicht die Aufgabe der Apotheke. Naja, ich sah und sehe das anders…

    Von mir auch herzlichen Glückwunsch!

    LG

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    1. Gut für Dich -und hoffentlich hat die Kundin darauf auch reagiert.
      Ich bin auch nicht der Meinung, dass wir reine Medikamentedispenser sind … und auch nicht sein sollen!

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  4. Als ich nach meiner Myom-OP im Aufwachraum lag wurde mir als erstes ein Foto unter die Nase gehalten „Schauen Sie mal, 1,7 kg hatte Ihr Myom“ – ich bin nicht übermässig empfindlich und hatte auch keine Brille auf, habe aber der Ärztin davon erzählt und geraten, das nicht standardmässig bei allen Patientinnen zu tun – es war nicht besonders feinfühlig ;-)
    Das Foto hat sie bei jeder nachfolgenden Vorsorgeuntersuchung aus der Krankenakte genommen, nachdenklich angeschaut und wieder weggeräumt. 1,7 kg operiert sie nicht alle Tage aus einem Frauenbauch.

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  5. So ein richtig dramatisches „Foto-wär-gut“-Erlebnis hatte ich bisher noch nie, und wenn überhaupt, überschnitt sich das dann eher mit den „Wollte-ich-gar-nicht-sehen“-Erlebnissen. Aber ich wollte noch was anmerken:

    Gürtelrose kann in ihrem Anfangssatdium sehr unscheinbar sein. Hatte ich selber schon. Ein recht kleiner unregelmäßiger geröteter Fleck am seitlichen Rückenbereich, bei weitem nicht „gürtelförmig“, keine Bläschen, glatte Haut, aber stechende/juckende/brennende Schmerzen an der Stelle. Entwickelte sich im Verlauf der Erkrankung zu ner klassischen Gürtelrose. Hatte ich an den Arzt verwiesen – ich hatte/hätte es auch nicht erkannt. (Davon wär ein Foto vielleicht gar nicht schlech gewesen.)

    Die Charié Berlin hat einen freiberuflichen Profi-Fotografen in ihren Diensten, der eine sterile Profi-Kamera-Ausrüstung (im OP liegen) hat – wie die das ohne Defekt an der Cam geschafft haben, ist mir unklar – und der tatsächlich angepiept wird, wenn es etwas spannendes zu fotografieren gilt. Es gab da mal einen Fernsehbericht drüber. [Gute Fotos sind qualitätiv tatsächlich besser als sehr gute Video-Aufnahmen (auch in HD).]

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    1. Das mit der Gürtelrose ist ein guter Einwand. Sie muss auch gar nicht zwingend am Rumpf auftreten – ich hatte schon jemanden mit dem an den Händen, und (ganz gefährlich) im Gesicht.

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      1. Korrekt, und ein guter Hinweis für alle Mitlesenden. Ich habe auch schon mal – ganz ungünstig – eine quer übers Auge gesehen. [Bei Verdacht(!) auf so etwas bitte SOFORT zum Arzt, dass kann sonst ganz bös in selbiges Auge gehen!]

        Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass eine Gürtelrose – gerade im Anfangsstadium – nicht unbedingt klassisch nach „Gürtelrose“ aussieht. Zu dem oben beschriebenen Zeitpunkt hätte ich vom „sichtbaren“ Eindruck eher auf eine Kontaktallergie getippt. Es war ein junger Erwachsener, und eine (medikamentöse oder krankhafte) Immunschwächung lang auch nicht nahe. Nur die Schmerzen haben einfach nicht gepasst…

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    1. Kann ich mir schon vorstellen. Es gibt immer noch Leute, die sich nicht mit „da unten“ beschäftigen wollen – und wenn etwas ist, versucht man es so lange wie möglich zu ignorieren. Bis … ja eben.
      Bei genauerem nachdenken: dabei braucht es sich nicht einmal nur um die Geschlechtsorgane zu gehen – das gibt es auch überall.

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  6. Hm, ich bin da immer Fotoabhängig, da ich nur die Krankenakten auf den Tisch kriege. Bei vielen Sachen weiß ich, wie die riechen, und bin dann immer froh das es nur Fotos sind.
    Faszinierend (wenn auch irgendwie „eklig“):

    – der Zeh, der eigentlich nicht mehr amputiert werden brauchte (war schon abgebrochen, hing nur noch an einem Rest „Haut“)

    – eine Skrotalhernie von 40(!) cm Durchmesser (vom Chefarzt als „monströs“ bezeichnet, hätte ich sofort unterschrieben)

    – eine nekrotisierende Fasziitis im Genitalbereich (der hat mir so Leid getan, da wurde so gut wie alles weggeschnipselt; eine ganz fiese Krankheit)

    Viel interessanter finde ich ja, welche Möglichkeiten die moderne Medizin hat, auch fiese Krankheiten, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit einem Todesurteil gleichkamen, zu therapieren.

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    1. huh. Ja, da gibt es ganz erstaunliche Dinge – und was das riechen angeht … bin ich doch eher froh, dass ich das den Ärzten überlassen kann!

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  7. Oh Gott.
    Warum habe ich nochmal die Kommentare gelesen? Jetzt juckt mir der Kopf und ich seh überall beginnende Gürtelrose o.o
    Aber wenigstens habe ich jetzt keinen Hunger mehr!

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    1. Ich schliesse mich hier mal an. Muss jetzt aber Sagrotan suchen, um es mir auf den Kopf zu sprühen. Ich glaube, ich habe noch Klorreiniger irgendwo. Blond ist ja auch ganz nett.

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  8. Es macht doch immer wieder Spass, die Kommentare zu lesen….Chlorreiniger….
    Den hätte der junge Mann, der mir mal in der Praxis begegnete auch brauchen können….. Wir alle wissen ja, dass es bei Männern durchaus im Bereich der vorderen Unterhose mal „tröpfchenweise“ gelb sein kann…. nun gut…. aber bis dato kannte ich die Version „mittlerweile in grün umgeschlagen“ auch noch nicht (hatte er da bereits Moos angesetzt???).

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  9. Ich habe nach dem Verzehr von Himbeerblättertee am Ende der letzten Schwangerschaft einen riesigen Ausschlag auf dem Bauch bekommen – da hat mein Arzt, kein Gegner, aber auch kein Verfechter besagten Tees, sofort die Digicam gezückt. Er meinte dann, er wolle das seinem Schwiegersohn, seines Zeichens ebenfalls Gynäkologe, zeigen, der jeder Schwangeren den Tee empfiehlt und ihn getreu dem Motto „Nützt vielleicht nichts, schadet aber auch nicht.“ bewirbt.
    (Wo doch schon bei Stadelmann steht, Himbeerblätter könnten im Einzelfall zu roten Pusteln führen – bei mir war der gesamte Bauch über mehrere Wochen mit trockenen Flechten übersät. Ging erst mit einer sehr aggressiven Creme vom Hautarzt weg. Ein Pilz konnte nicht nachgewiesen werden.)

    Ob ich damit in einer Fachzeitschrift gelandet bin, weiß ich nicht. Wäre mir auch egal – bei der Kugel hat man nichts anderes als Kugel und rote Flecken auf dem Bild gesehen :)

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  10. Ich sehe glücklicherweise auch meist nur die Bakterien (Pilze, Parasiten …) und nicht die Patienten, obwohl ich mir manchmal schon mehr Hintergrund über die Krankengeschichten wünschen würde. Und wenn ich die Kamera (oder das Handy) zücke, dann geht es meistens eher um rein ästhetische Aspekte:

    Das ist übrigens eine Salmonelle.

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  11. Ich hatte mal eine Lebervergiftung und war extrem gelb. Heute hätte ich gern ein Foto davon. So gelb sehen selbst die Ärzte in der Inneren die Patienten wohl eher selten..

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  12. Ich muss auf Arbeit zwar auch Wunden fotografieren, um den Heilungsprozess zu dokumentieren, aber die interessantresten Sachen fotografiert man oft eben nicht.

    Ich denke da an die Klassiker:
    Wenn jemand gelb wie ein Tennisball gefärbt ist am ganzen Körper z.B.
    Da brauche ich auch keinen Arzt mehr um das zu diagnostizieren.

    Maden (also nicht die sterilen Labormaden) hatte ich auch schon. Das war dann schon ein Foto wert.

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