Frage an alle meine Leser

… worüber würdet ihr denn hier gerne lesen?

Themen? Richtungen? Fragen?

?

54 Kommentare zu „Frage an alle meine Leser

    1. Ich schliesse mich Ulf an!
      Für mich, als Apothekerin aus Deutschland, ist es interessant zu sehen, wie unterschiedlich unsere Systeme sind…
      Und wie oft sich Begebenheiten ähneln….
      LG
      Boreal

      Like

  1. Ich find es schon gut so, wie es ist :)

    Aber wenn du schon fragst: Mich würden einige Hintergründe zur Pharmalobby aus Sicht einer Expertin interessieren. Mich beschäftigt z.B. schon ewig, warum Kava-Kava fast in ganz Europa nicht mehr zugelassen ist (bzw. hier in Deutschland ruht die Zulassung, de facto isses damit ja verboten). Ich verstehe nicht, was ausgerechnet an diesem Mittel so schlimm sein soll. Wer entscheidet so was und wie kann so eine Entscheidung revidiert werden?

    Like

    1. Ob das so direkt mit der Pharmalobby zu tun hat, will ich bezweifeln, nach den Gründen, die ich für den Rückzug vom Markt hier bekommen habe. Aber okay – das *ist* ein Thema.

      Like

      1. Soweit ich mich erinnere, hat es mehrere Meldungen zu (schweren) Leberschädigungen unter Kava-Extrakten bei längerfristiger Anwendung gegeben. Die Herstellerfirma sollte ich dazu äußern – dazu reicht man gewöhnlich eine Studie in der Zeit „bis XY“ ein. Dies ist – soweit ich mich erinnere – nicht erfolgt, daher wurde in Deutschland durch das BfArM (Bundesmininsterium für Arzneimittel und Medizinprodukte) ein „Ruhen der Zulassung“ verfügt.

        Das soll kein Ersatz für einen Artikel sein, der die Hintergründe beleuchtet… ;-)

        Like

        1. Ich hab halt gelesen, dass das Produkt vom Markt genommen worden ist, weil bei Überdosierung Leberschäden zu beobachten waren und es wohl auch Todesfälle gab.
          Ich frag mich halt nur, was das für eine Begründung ist? Ist nicht fast jedes Medikament bei Überdosierung brandgefährlich?
          Dabei sind die normalen Nebenwirkungen offensichtlich echt minimal…

          Like

          1. Also hier ist der offizielle deutsche Rückruf aus dem Jahr 18.06.2002:
            http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=28639
            Eine Ausführliche Beschreibung des Problems gibt es hier:
            http://www.zeiss-apotheke.de/kavakava.htm
            Kurz zusammengefaßt: Es gab auf die geringe relativ geringe Zeitdauer der Zulassung recht viele Fallberichte zu schweren Leberschädigungen, wobei mehrere Todesfälle auftraten und mehrere Lebertransplantationen nötig wurden. Da für die Behandlung von Angst- und Spannungszuständen weniger risikoreiche Arzneimittel existieren, wurde die Zulassung zurückgezogen. Schwer wiegt hierbei, dass einerseits das Produkt auch für längere Anwendung gedacht ist/war, und andererseits die therapeutische Breite des Wirkstoffes offensichtlich wesentlich geringer als gedacht ausfiel.

            Like

          2. Anfangs dachte man, das Problem liege vor allem bei Auszügen der Pflanze, die mit Aceton gemacht wurden – und bei vorbestehenden Leberproblemen oder Überdosierung. Dann ging man nochmals über die Daten und fand dieselben Probleme bei alkoholischen Extrakten, weshalb diese – auch Urtinkturen und sogar niedrigpotenzierte homöopathische Mittel ebenfalls ausser Handel genommen wurden. Dies in der Schweiz, Deutschland und Frankreich und England.

            Es gibt aber kritische Stimmen, die sagen die (über 100) dokumentierten Fälle von Leberschäden bei Anwendung von Kava-Extrakten seien nicht nur ein Problem des Kava’s gewesen, sondern eventuell in Kombination mit anderen Faktoren wie andere Medikamente und Alkohol entstanden. Ausserdem vermutet man, dass es einen Unterschied macht, mit was für Auszügen man arbeitet und dass in manchen Pflanzenteilen mehr Leberschädigende Bestandteile enthalte – und dass die gerade als Kava viel gebraucht wurde vermehrt in den Medikamenten landeten (Stiel statt Rhizom) …
            Auch ein Grund für den Rückzug war die nicht wirklich erwiesenen Wirksamkeit in der Angstlösung – dazu hat man heute mehr Daten, die eigentlich gar nicht so schlecht aussehen.

            Es könnte also sein, dass Kava irgendwann wieder kommt. Aber dazu müssten die Herstellerfirmen wohl neue Studien zu Wirksamkeit und (eben) Unbedenklichkeit vorlegen.

            Man kann Kava noch als reines Pflanzenprodukt (Tee) kaufen. Empfohlen ist es aber nicht unbedingt.

            Like

  2. Ich lese immer gerne so kleine Anekdoten (wie das mit der Handschrift). Generell find ich deinen Blog aber spitzenklasse! Meinetwegen kann das Angebot gerne so bleiben!
    Das Einzige, was ich wirklich uninteressant finde, sind die Fotos von den Apotheken aus allen Ländern. Ich kann mir aber vorstellen, dass andere das mögen- und mich hats auch nie wirklich gestört, die betreffenden Posts les ich einfach nicht.
    Danke jedenfalls für deine tollen Blogeinträge! :)

    Like

  3. Auch ich bin mit dem Angebot sehr glücklich! Besonders mag ich die Kundenerlebnisse.

    Ansonsten interessiert es mich wohl, wie es so als Anfängerapothekerin so ist….

    … oder mal eine gefühlte Auswertung, was beim Nacht-/Wochenenddienst so die Verkaufsschlager sind bzw. ob man da alles bekommen kann, was es auch tagsüber gibt. ;)

    Like

  4. ich finds auch super, so wie es ist. Themen zum Lachen oder zum Schmunzeln sind natürlich immer gut :)

    Vielen Dank dass du dir so viel Mühe mit diesem Blog machst!

    Like

  5. Also am liebsten lese ich die amüsanten Anekdoten aus deinem Apothekeralltag, interessant sind aber auch die Einblicke in die Hintergründe die man teils bekommt. Ich würde auch sagen, so lassen wie es ist.

    Like

  6. Ab und an wäre ich über Tipps dankbar:
    z.B.: was hilft ‚wirklich‘ gegen Schnupfen, ider Husten.
    Oder: welche Hausmittelchen kann ich gegen Sodbrennen verwenden.
    Oder: Wenn ich auf Urlaub fahre, was nehme ich zur Prophylaxe gegen Durchfall mit.
    Oder:
    Oder:
    Oder:

    Like

  7. Persönliche Geschichten finde ich immer am berührendsten… Was du so über die Leute denkst, die immer wieder kommen… Vielleicht auch von sich erzählen…

    Like

  8. Ich finde deinen Blog auch super, wie er ist, aber wenn ich mir schon was wünschen soll, dann hätte ich folgende Themen, die mich interessieren würden:
    – Auseinandersetzungen mit bekannten Medikamenten z.B. welcher Hustensaft ist zum Stillen von Husten, welcher zum Lösen und welcher zum Beruhigen des Hustenreizes (oder falls das zu sehr Werbung ist, evtl. Erwähnung von Wirkstoffen?) Oder gibt es andere Internetseiten, wo man sowas finden kann? Dann wünsche ich mir Linktipps zu Internetseiten, die sich mit pharmanahen Themen beschäftigen…
    – Neuigkeiten aus der Medizin: Gibt es neue Forschungsansätze oder sogar neue Wirkstoffe, die für bekannte Krankheiten Lösungen bringen?
    – Aufdecken von Pharma-Verschwörungstheorien: Was ist dran an der „bösen Pharma-Industrie“. Was sind sie wirklich schuld und was nicht? Wo sinds die Krankenkassen schuld usw.

    So, das wars von mir. Trotzdem ein großer Dank für den Blog und die Mühe, die jetzt schon investiert wird!!!!

    Like

  9. Pharmazeutische Grundlagen für Dummies und Biochemie.

    Was macht das Ibuprofen in meinen Körper? Als Comic. Oder noch besser: Als Animation.

    Like

  10. Ich gebe es ja zu… ich schaue mittlerweile mehr als 1 mal täglich vorbei und geniesse die „Überdosis“. Mich persönlich würde ein Bericht aus deiner Sicht über die anstehende 2. Teilrevision des Heilmittelgesetzes freuen. Im Moment ist für mich die Geschichte noch sehr schwammig.

    Lieber Gruss und besten Dank für deine Arbeit
    Simon

    Like

  11. zunächst einmal: ich finde alles super wie es ist.

    pharmamas vermutliche antworten sinngemäss vorwegnehmend: medizinische ratschläge, empfehlungen, vorschauen etc. wird es hier nicht geben, allerhöchstens der sehr allgemeinen art.

    alles andere wäre unethisch und nicht hilfreich, weil ja niemand über das internet eine diagnose stellen und entsprechend therapieren kann. weiters erwartet doch niemend ernsthaft hier wissenschaftliche, vorausschauende abhandlungen über die entwicklung z.b. personalisierter zytostatika und die hintergründe bzw. herstellverfahren?

    was ist dran an den pharma-verschwörungstheorien? alles und nichts. darüber hinausgehende feststellungen entnehmen sie bitte klagsschriften und gerichtsurteilen zu diesen themen, gerne auch den diversen boulevard-zeitschriften (sie können aber auch einen groschenroman zu diesem thema lesen, die fachlichen hintergründe sind ähnlich).

    schuldzuweisungen – industrie oder krankenkassen – enden leicht im kriminal, damit will und wird sich niemand beschäftigen der noch ein leben vor sich hat.

    was wirkt gegen welche art von husten? sehr einfach: der vom arzt verschriebene hustensaft, immer genau im richtigen moment verschrieben, nämlich dann, wenn der husten auftritt und der verschreibende arzt – der ja auch der normalerweise behandelnde arzt sein sollte – alles über den patient weiss und auch möglicherweise relevante begleitumstände hinterfragen und mit einbeziehen kann.

    was macht dieses oder jenes mittel in meinem körper: wikipedia gibt auskunft, und zwar sehr genau und detailliert. wirkstoff eintippen, und auf enter drücken.

    grundkurse zum thema bio und chemie gibt es in volkshochschulen etc., wer mag kann sich auch schullehrbücher besorgen – da steht alles drin was man für den hausgebrauch benötigt.

    pharmama schreibt hier neben arbeit, familie und privatleben ein ganz und gar grossartiges blog. sie erzählt aus ihrem alltag, aus der apotheke, und sie lehnt sich manchmal ganz schön weit aus dem fenster mit ihren geschichten. sie schreibt in amüsanter und doch fachlich korrekter weise, viele themen sind lehrreich, viele geschichten unterhaltsam, aber hier sollte kein lexikon und kein medizinischer ratgeber entstehen, und man sollte auch nicht danach fragen.

    liebe pharmama: sie können diesen eintrag natürlich auch löschen, vielleicht habe ich direkter und härter formuliert als sie es tun würden. aber sie wissen ja, warum und wie ich es meine.

    Like

    1. Ich verspüre ein gewisses Unbehagen dabei, von einem unbeteiligten Dritten zu einer in vorauseilendem Gehorsam vollzogenen Selbstzensur aufgerufen zu werden.

      Wenn Pharmama aus Neugierde ganz offen fragt, wird sie doch mit den offenen Antworten umgehen können, die ja gerade in den vielfältigen diffizilen Themenwünschen ein großes Vertrauen in sie und ein großes Lob für ihr bisheriges Blog transportieren?

      Nein, ich finde diesen Beitrag eigentlich ziemlich unverschämt.

      Like

    2. Natürlich kann ich mir alles möglich ergooglen. Die wikipedia, Gesundheitsportale usw. können aus meiner Sicht aber zwei Sachen nicht ersetzen. Nämlich: Vertrauen und Kompetenz
      Ich will mir nicht anmaßen, zu entscheiden, welche Informationen korrekt sind und im Internet ist so einiges falsch, veraltet oder zumindest unklar ausgedrückt.
      Pharmama vertraue ich, was solche Themen angeht, sprich sie symbolisiert für mich sogar beide Aspekte.
      Ich würde mit solchen Informationen auch auf keinen Fall einen Arztbesuch vermeiden. Im Gegenteil. Ich möchte mich „weiterbilden“, evtl. auch um mal was ansprechen zu können.
      Ich finde nur ein mündiger Patient kann das Beste für sich herausholen.
      Meine Frage war darüber hinaus auch nicht unbedingt für Krankheiten gedacht, die rezeptpflichtige Medikamente erfordern, sondern eher für den frei verkäuflichen Markt.
      Ich meine mich auch an ein Posting zum Thema Umckaloabo oder ähnliches zu erinnern, wo es genau um sowas ging. Ich möchte gerne wissen: Was bringen solche Medis und was ist eher Unfug? Wofür ist was geeignet und was eben gerade nicht.
      So ähnlich wie die Geschichte vor ein paar Tagen mit dem Isla Moos. Dass das eher nicht gegen ne Halsentzündung hilft, hätte ich gewusst. Aber wenn es ne Übersicht o.ä. gäbe, was für was gut wäre, dann fände ich das super.
      Meines Wissens gibt das auch wikipedia oder Gesundheitsportale nicht her. Ich habs zumindest noch nicht gesehen. (Bin hier für Anregungen dankbar, falls es so ne Seite schon gibt..)

      Viele Grüße,
      Monia

      Like

  12. Ich lese den Blog hier gerne – wenn ich die Themen nicht interessant finden würde, tja…

    Was mich noch interessieren würde, sind Hintergründe des Wellness- und Drogeriegeschäfts, das praktisch alle Apotheken heute mitmachen. Wenn ich viel Zeit habe (also praktisch nie) und in eine Apotheke muss, finde ich das Angebot an … hm nennen wir es Quasie-Medikamente … in der Auslage sehr spannend. Was da alles versprochen wird…

    Offensichtlich ist dabei, dass für notwendige (oder zumindest wirksame?) Medikamente Werbung in der Apotheke praktisch nicht gemacht wird (findet wohl von Pharmavertretern bei den Ärzten direkt statt?), wohl aber für Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel, etc.pp. Also kann eine Apotheke mit dem reinen Medikamenten-Geschäft nicht leben. Wahrscheinlich werden aber mit den Medikamenten die meisten Resourcen (Lager, Personal, Qualifikation) gebunden.

    Naja, würde mich interessieren…

    Auch spannend finde ich Generika. Die Pharmafirmen haben ja mehrere Patente bei einem Generikum: Wirkstoff, Herstellungsmethode, Verpackung (da zumindest auch Markenmuster), … die alle nach unterschiedlichen Zeiten ausrennen.

    Das bedeutet also, dass Generika-Anbieter eigene F&E für Synthese leisten müssen (und ihre Methode wahrscheinlich wieder patentieren können). Hab ich von einer Bekannten gehört, war mir vorher gar nicht bewusst.

    Das bedeutet aber, dass es auch nach auslaufen eines Patents (Wirkstoff) erst verzögert zu einem Generika-Angebot kommen kann. Wie schnell geht das? Lohnt das nur bei „Blockbustern“?

    Like

  13. für verschreibungspflichtige medikamente darf keine laien-werbung (also keine werbung bei patienten) gemacht werden, pharmareferenten dürfen nur das erzählen was auch in der fachinformation des medikamentes steht, und das nur ärzten oder – in besonderen fällen – apothekern.

    generika dürfen verkauft werden wenn das patent des originals abgelaufen ist. patentgeschützt werden kann alles, was der hersteller als innovativ einstuft und was vom patentamt auch so gesehen wird. das kann ein wirkstoff, ein hilfsstoff, ein herstellungsverfahren oder ein test am fertigpräparat sein.

    die laufzeit eines patentes für arzneimittel wird – anders als z.b. bei parfums – von der gesundheitsbehörde vorgeschrieben um einen missbrauch zu verhindern und preishöhenflüge zu unterbinden.

    das generikum muss dem originalpräparat genau entsprechen – darum heissen generika auch „nachahmer-präparate“, diese entsprechung muss nachgewiesen werden. der generika-hersteller kann also kein neues herstellungsverfahren „erfinden“ und dieses dann patentieren lassen, sondern er müsste eine eigene zulassung für dieses medikament erwirken. das wird aus kostengründen nicht passieren.

    verpackungen werden nur in besonderen fällen patentgeschützt – so ein fall wären z.b. fertigspritzen oder insulin-pens: http://de.wikipedia.org/wiki/Pen_%28Spritze%29

    medikamentennamen oder logos werden nur markenrechtlich geschützt. dieser schutz läuft wesentlich länger als der patentschutz für ein medikament, die dauer ist aber oft in den einzelnen ländern sehr unterschiedlich (kommt darauf an, wer was wann für wie lange hat schützen lassen, und wofür). so kann es dazu kommen dass ein und dasselbe medikament desselben herstellers zwar aus dem selben werk und derselben maschine kommt, aber in jedem land europas einen anderen namen hat.

    da diese markenrechte teuer erkauft werden müssen benamsen die meisten generika-hersteller ihre medikamente dann mit „wirkstoff-firmenname“.

    hergestellt werden dürfen generika theoretisch immer, nur nicht abgegeben. damit ein medikament (original ebenso wie generikum) abgegeben werden darf muss zuerst eine entsprechende genehmigung (zulassung) der zuständigen gesundheitsbehörde vorliegen. andererseits muss mit den zahlenden stellen – also den krankenkassen etc. – eine positive preisverhandlung mit anschliessender kostenübernahmsbestätigung stattfinden. wenn diese verhandlungen sich verzögern, dann dauert es eben bis ein medikament auf den markt kommt. diese verhandlungen sowohl mit den behörden als auch den krankenkassen beginnen oft schon während der letzten monate der zulassung , damit der hersteller möglichst schnell seine ware verkaufen kann.

    die behörden – ebenso wie die krankenkassen – sind übrigens an verzögerungen bei der generika-zulassung keineswegs interessiert, da die kostenersparnis immer mehr in den mittelpunkt rückt.

    Like

    1. Ich bin sehr dankbar für deine ausführliche Antwort.

      zu Punkt 1: in der Außenwirkung finanzieren sich Apotheken durch Drogerie-, Lifestyle- und Kosmetik-Artikel. Wie wichtig dieser Anteil der Einnahmen ist, konnte ich deiner Antwort nicht entnehmen. Immerhin weiss ich jetzt, warum die Apotheken so werben, wie sie es tun. Es bleibt seltsam.

      zum Patentrecht: Ich bin verwirrt. Die Laufzeit eines Patents legt die Arzneimittelbehörde fest? Parfum kann „ewig“ patentiert bleiben? Bitte mit ein paar Quellen unterfüttern, ich habe da offensichtlich einiges falsch verstanden.

      zu Generika: soweit ich weiss muss der Wirkstoff inklusive der Nebenprodukte und Trägersubstanzen bis zu einem hohen Anteil dem Original entsprechen. Wie der Wirkstoff hergestellt wird (Reaktionsabfolge, technische Herstellung) kann imo bei Generika nicht genau gleich sein. Das Unternehmen, das ein Medikament zuerst auf dem Markt hatte, wird diese Details kaum freiwillig verraten und auch nicht dazu gezwungen werden können.

      zu Markenmustern: ich meine, das in meinem Text tatsächlich erwähnt zu haben. Habe es nochmal gelesen – tatsächlich…

      zur Genehmigung von Generika: ich habe keine Ahnung, wie das Verfahren genau läuft. Ich nehme an, dass in irgendeiner Form prozesstechnisch und stichprobenartig die Übereinstimmung nachgewiesen werden muss. Wie das bei Präparaten mit anderer Farbe aussieht (Farbstoff), würde mich dann schon näher interessieren.

      Preisverhandlungen: interessantes Thema. Dazu habe ich gar nichts gesagt.

      Like

      1. vorweg: ganz sicher will ich pharmama hier nicht die show stehlen oder ihr blog schreiben, und ich kenne nur die seite der industrie – die aber dafür sehr gut und aus jahrzehntelanger erfahrung in der entsprechenden position. deshalb erlaube ich mir hier ein paar antworten zu geben.

        wie die gewinnverteilung einzelner apotheken gefächert ist kann ich leider nicht sagen. natürlich finanzieren sich aber apotheken zu einem gutteil über den verkauf von kosmetika und ähnlichem – das war schon immer so, und ist so auch gut und richtig. manche dinge sollte man nicht trennen.

        die arzneimittelbehörde legt die patentlaufzeit nicht fest, kann sie aber in besonderen fällen sehr wohl beeinflussen: wenn es im interesse der patienten ist (besonders überlebenswichtige präparate, die eine echte innovation darstellen, könnten da so ein fall sein). das gilt übrigens nicht nur für arzneimittel, sondern auch für andere sparten. ziemlich komplizierte angelegenheit. ewig patentiert wird wohl so gut wie nichts bleiben, weil die wissenschaft einfach zu schnell arbeitet und sich weiterentwickelt. ein patent, das keiner haben will, ist nichts mehr wert. einen sehr guten überblick über das patentwesen findet man z.b. hier: http://www.dpma.de/patent/patentschutz/index.html . ein patent anzumelden – das ist ja gebührenpflichtig – hat nur dann sinn wenn man es auch vermarkten will. erfindet hans müller im stillen kämmerlein etwas neues, kann er es zum patent anmelden in so vielen ländern und für so lange zeit wie er gerne möchte. dann sucht er sich jemanden, der ihm geld dafür gibt dass er dieses patent verwenden darf. mit der laufzeitdauer und den ländern, in denen etwas angemeldet ist, steigen die kosten entsprechend.

        am patentamt kann man auskunft über angemeldete patente einholen.

        liegt es im öffentlichen interesse, dass so ein patent nicht meistbietend versteigert sondern die erfindung entsprechend genutzt wird, dann kann ein staat oder eine behörde hier regulierend eingreifen. ebenso, wenn jemand etwas hat patentieren lassen und es nicht vermarkten will, oder zu viel für die rechte verlangt. im grunde funktioniert das dann so wie die enteignung von grundstücken in manchen fällen, wenn einer absolut 500 m² wiese nicht verkaufen will und deshalb eine autobahn nicht gebaut werden könnte …

        da bei der anmeldung eines patentes der vollständige weg zur herstellung dargelegt werden muss, kann theoretisch jeder die erfindung nachbauen – aber eben auch nur im stillen kämmerlein. vermarktet werden darf dieser nachbau erst nach ablauf des patentes. das gilt für alle patente, gleichgültig ob medikament, verbrennungsmotor oder parfum. bei manchen erfindungen sind nachbauten sinnvoll, bei manchen nicht.

        wenn man versucht, das patent-system auszuhebeln, kann einem so was passieren: http://pharmagossip.blogspot.co.at/2012/11/pfizer-caught-gaming-system-loses.html.

        generika sind tatsächlich genaue nachbauten des originals – dafür haben sie eine wesentlich kürzere zulassungszeit, benötigen bei weitem nicht so viele studien (insbesondere so gut wie nie am menschen), entsprechend sind die kosten weitaus niedriger. der absolut gleiche chemische wirkmechanismus muss nachgewiesen werden, das geht aber mehr oder weniger im reagenzglas. wirkstoff und trägersubstanz(en) müssen also gleich sein, ebenso die diversen anderen hilfsstoffe. farbstoffe, die aus welchem grund auch immer zugefügt, weggelassen oder ausgetauscht werden, müssen in ihren chemischen eigenschaften den anforderungen entsprechen: unbedenklich, wirkungslos, erprobt, keine interaktionen mit den anderen stoffen die im medikament enthalten sind. die sinnhaftigkeit eines farbstoffes (meist die erkennbarkeit resp. unterscheidbarkeit eines medikamentes) ist anzugeben.

        die preisverhandlungen sind ein essentieller bestandteil der generika-problematik: der eine will so viel verdienen wie er kann, und der andere so wenig zahlen wie möglich. deshalb sind die preisverhandlungen für medikamente immer langwierig und zähe, weil sich alle parteien einig sein müssen: im prinzip müssen die kosten, die zum preis führen, einzeln nachgewiesen werden. der originalhersteller hat höhere kosten, weil er die entwicklung (meist über viele jahre), diverse studien etc. mit einberechnen muss, der generika-hersteller setzt auf massenherstellung. diese antwort bezog sich auf verzögerungen beim auf-den-markt-bringen von generika: es liegt nicht an der möglichkeit ware herzustellen, sondern eben an der preisgenehmigung.

        und jetzt lassen wir pharmama wieder platz hier in ihrem eigenen zuhause. ihre anekdoten sind einfach zu köstlich, und sie hat von der apothekenseite so viel zu erzählen und zu erklären, da sind diffizile patentrechte gar nix dagegen, so.

        Like

  14. Auch mir gefällt Dein Blog sehr gut. Was mich nicht interessiert, überspringe ich einfach. Sehr beeindruckend empfand ich „damals“ Deinen Bericht, wie schädlich Umckaolabo (oder wie auch immer) sein kann.
    Wenn ich persönlich z.B. ein Hustenmedikament benötige, gehe ich in meine Stammapotheke und lasse mich dort beraten. Zum einen kennen sie mich dort und zum anderen kann ich es „vor Ort“ besser beschreiben. „Praktisch“ wenn man gerade einen Hustenanfall bekommt.
    Schenkt man der Werbung glauben, sind alle Menschen faltenfrei, die Wäsche weisser als weiss (oder behält die ursprüngliche Farbe) usw. Ob homöopatisches hilft oder nicht ist vl teilweise Einstellungssache. Wie die Sache mit den Edelsteinen (Rosenquarz u.a.)

    Like

    1. Die Wäsche ist heutzutage wirklich weißer als weiß, wenn man ein handelsübliches Waschmittel verwendet. :-D
      Hintergrund: Weiß ist definiert als die Oberfläche, die alle auftreffenden sichtbaren (!) Wellenlängen reflektiert/streut, und dabei möglichst wenig Gesamtenergie absorbiert. Nun werden fast allen modernen Waschmitteln (mal von denen für schwarze Wäsche abgesehen) fluoreszierende Substanzen beigegeben. Diese absorbieren UV-Licht, und geben dann sichtbares Licht ab („Schwarzlicht-„/“Diskolicht“-Effekt). Da bei Tageslicht dieser Effekt vom Auge nur „unterschwellig“ analysiert wird, ist de Wäsche tatsächlich weißer als „weiß“. (Auch weißem Papier werden heutzutage solche Substanzen zugesetzt, weswegen ein Blatt Kopierpapier nicht als Weißabgleich für eine Digitalkamera taugt.)
      In der Disko bei Schwarzlicht sieht man diesen Effekt viel schöner. Da leuchtet dann der weiße BH leicht bläulich unter dem dünnen schwarzen Top vor sich hin, während Frau über die Tanzfläche hüpft… :-D

      Like

      1. Echt? Das heißt, die Sache mit dem Fluoreszieren in der Disco hätte vor 100 Jahren noch nicht funktioniert?

        Gedankenknick, wenn du ein Chemieblog aufmachst, werde ich sofort treue Leserin.

        Like

        1. Das mit dem „weißer als weiß“ kam so Mitte der 80ger Jahre im „Westen“ in der Werbung auf, wenn ich mich richtig erinnere. Den „Osten“ erreichte dieser Hype erst nach der Wende, „unsere“ chemische Industrie hatte für so einen Unsinn einfach keine Kapazität. Das wurde im Zweifelsfall nur für harte Devisen für den „Westen“ produziert…

          zu 1) Hätte es nicht. Allein schon, weil die augenverträgliche Schwarzlichtlampe meines Wissen nach vor 100 Jahren noch nicht entwickelt war (Es gab sicher schon Quecksilberdampflampen, in die sollte man aber nicht ohne UV-dichte Schutzbrille schauen!). Aber auch, weil die heute verwendeten fluoreszierenden Zusätze vor 100 Jahren SO noch nicht entwickelt waren. Und nicht zuletzt – gab es vor 100 Jahren schon eine Disco? :-D

          zu 2) Lieber nicht. Ich glaube, ich bin ein schlechter Erzähler. Ich komme immer vom dritten zum vierten, und das liest sich dann nicht gut. Und ich komme aus Pharmamas Metier. Also bleibe ich lieber ein leidenschaftlicher (und schlechter) Kommentator… ;-)

          Like

        2. Nachtrag: Bei Zähnen klappt das natürlich schon seit der Entdeckung des UV-Lichts. Das hat natürlich nichts mit dem Waschmittel (also der Zahnpasta) zu tun, sondern mit den Fluor-Verbindungen, aus denen der Zahschmelz besteht….

          Like

          1. Und ich bin bisher noch nicht einmal auf die Idee gekommen, dass „fluoreszieren“ und Fluor irgend etwas miteinander zu tun haben…

            Ich glaube, genau diese Infodichte an scheinbaren Nebensächlichkeiten würde mich an deinem Blog faszinieren ;)

            Like

  15. Ich mag deine „wie wirkt Wirkstoff XYZ“ Erklärungen sehr gern.

    Außerdem mag ich kritische Abhandlungen über ach so sanfte, ganzheitliche natürlich pflanzliche Alternativmedizin. Wie toll die doch sind, weil sie der Omma vom Onkel Jupp seiner Bekannten geholfen haben, liest man ständig – Informationen mit Hand und Fuß schon seltener.

    Hintergründe zur Entwicklung und Zulassung von Medikamenten finde ich auch immer wieder spannend.

    Und natürlich die Schilderungen über deine teils merkwürdigen Kunden :-)

    Like

  16. Laß‘ alles so, wie es ist! Ich mag vor allem die Anekdoten, aber auch das Lehrreiche, die Comics und die Apothekenbilder, Basteltips, …

    Like

  17. Jetzt mal meinen Senf… ich komme hier ganz gerne vorbei, besonders wegen den lustigen bis nervigen Kunden-Erlebnisse. Auch wenn Pharmama an den Themen nichts ändern, lese ich hier gerne mit!

    Ich habe aber ein paar Vorschläge:

    – Wenn es zu einem Problem(chen) verschiedene (frei verkäufliche) Medikamente gibt, nach welchem soll man fragen? Als Beispiel: Welche Schmerzmittel sind eher für Kopfweh gedacht, welche eher für Gelenkschmerzen, welche eher für entzündete Muskeln, Sehnen und Bänder?

    – Für Fortgeschrittene: Welche rezeptpflichtigen Arzneimittel kann man mehr oder weniger bedenkenlos verwenden, wenn man nach beendeter Behandlung noch einen Resten zu Hause herumliegen hat? (I know, das Bloglesen erspart keinen Arztbesuch.)

    – Was würde Pharmama am liebsten ändern an ihrem Beruf? Was findet sie an ihrer Arbeit superdupergut? Wären Gastbeiträge von pensionierten Apothekern möglich, die aus den 1950er und 1960er Jahren erzählen, zum Beispiel?

    Like

    1. Öhm….. Rezeptpflichte Arzneimittel sollte man genauso häufig bedenkenlos verwenden wie apothekenpflichtieg Arzneimittel: nämlich gar nicht! Es sind Arzneimittel – mit Risiken und Nebenwirkungen. Und die sollte man bedenken.
      Aber: Auch reinen Sauerstoff sollte man nicht bedenkenlos inhalieren (erst recht keinen technischen). Und Kochsalz sollte man recht genau dosieren, sonst versaut es einem den Geschmack, den Tag und den Blutdruck. Selbst Wasser sollte man sinnvoll trinken – sonst gibt es eine Hyperhydration („Wasservergiftung“), und die kann durchaus tötlich verlaufen. Aber es gibt zwei Dinge, die FAST immer helfen:
      1) Eigenen Kopf anschalten.
      2) Fachfrau (oder -mann) fragen.
      Die Pharmama, das PsychoTAntchen, der Monsterdoc und viele andere helfen gerne und kompetent. Warum dieses nette Angebot ausschlagen? [Oder, um es mit Untertaker TOM zu sagen: Bei uns liegen Sie richtig!] :-D

      Like

  18. Mir gefällt der Blog, hier noch ein paar Vorschläge bzw. Fragen:
    Welche Art von Medikamenten wird eigentlich am häufigsten verkauft?
    Schmerzmittel, Erkältungsmittel, Herz-Kreislaufmittel oder was ganz anderes?
    Basteln mit Junior finde ich sehr interessant, davon ruhig mehr.
    Allgemein das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wie löst Ihr das? Klappt immer alles oder wirds auch mal schwierig?

    Like

  19. Mir gefällt dein Blog sehr gut, die Mischung machts aus. Meine Highlights sind aber Apothekenerlebnisse und Kundengeschichten.

    Like

  20. ich reihe mich mal hier ein: Ich finde die Mischung hier gut. Anekdoten aus dem Kundenalltag sind immer klasse, aber auch die Hintergrundinformationen finde ich interessant.
    Toll fand ich zum Beispiel die Artikel über die Entwicklungsgeschichte einiger Wirkstoffe und Medikamente.
    Oder einfach auch mal ein paar ehrliche Worte was verschiedene Vitamine etc bringen oder auch nicht.
    Apotheken aus aller Welt interessieren mich persönlich jetzt weniger, aber ich finde sie auch nicht störend.
    Die Basteltipps mit Junior sind auch immer nett ;-)

    Like

  21. Erstmal: Ich finde den Blog super. Du beschreibst die Tätigkeit in der Apotheke, die ich selbst mal ausgeführt habe, wirklich unterhaltsam und treffend.
    Nachdem sich ein paar Leute gegen die Apothekenbilder geäußert habe: Ich finde das eine total spannende Idee und klick die Bilder gerne mal an.

    Du möchtest Ideen haben – gerne:
    1.) Ich würde es interessant finden, wenn Du auch etwas aus dem Studium erzählen würdest. Wie ist das bei Euch aufgebaut, was lernt man? Halte ich insbesondere daher für interessant, da viele Leute ja denken, dass Apotheker ein Lehrberuf ist. Vielleicht fallen Dir auch noch ein paar Andekdoten aus Deiner Studienzeit ein. Man erlebt ja sehr viel im Labor… :-)
    2.) Ich weiß nicht, ob die folgende Idee auch was für Dich ist: Apotheker ist man ja nicht nur in der Apotheke, der Beruf ist ja durchaus vielschichtig. Interessant würde ich auch Artikel finden, die die Arbeit in einem Klinikum, auf einem Amt, bei der Arzneimittelüberwachung, bei einer Krankenkasse oder in der Industrie beschreiben (vielleicht durch Gastautoren). Der Beruf Apotheker ist unglaublich facettenreich, ich selbst habe wahnsinnig gerne Pharmazie studiert.
    Versteh das bitte richtig: Der eine Pharmazeut ist in der Apotheke richtig, der andere in der Industrie, der dritte in einem Klinikum. Das sind alles durchaus spannende Optionen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen mitlesenden Pharmaziestudenten, für sich selbst das passende rauszusuchen.

    Like

  22. Ich komme im Moment noch nicht dazu einzeln zu antworten, also erst mal ein pauschales :-) Danke an Euch für Eure Gedanken und Tipps und Fragen.
    Da ist einiges drunter, was ich machen kann.

    Like

  23. Ich mag auch am liebsten Anekdoten und Hintergrundgeschichten. Ich liebe „Lassen Sie mich das wiederholen“ und die meisten Quickies finde ich auch toll. Apotheken aus aller Welt finde ich wirklich fad… Aber da kann ich ja drüberscrollen. Ich bin jedenfalls seit 3 Jahren hier und bleibe dir treu :).

    Like

  24. Was ich gerne lese: Anekdoten mit schrulligen, eigenwilligen und gelegentlich leicht verwirrten Kunden, Ärzten und sonstigem Volk aus dem Berufsalltag. Gelegentlich ein bißchen Fachsimpelei über Medikamente und Wirkstoffe. Cartoons.

    Wo ich schnell drüber wegblättere: Stressende Kunden, Geschichten aus dem Privatleben, und „Apotheken aus aller Welt“. Das war am Anfang mal interessant, aber inzwischen würden mich da nur noch sehr ungewöhnliche Orte locken (am Südpol müßte eine sein *hint*).

    Aber natürlich, es ist Dein Blog, Du entscheidest, was Du hineingeben willst.

    Like

  25. Reblogged this on postagebuch und kommentierte:
    Genau die gleiche Frage würde ich auch in meinem Blog stellen: Was würdest Du – mein Leser, für den ich ja hier auch schreibe – gerne lesen?

    Like

  26. was mich interessieren würde, ist vielleicht ne doofe Frage, auch nicht geeignet für einen ganzen Artikel: Wäre es eigentlich nicht sinnvoll, wenn Ärzte keine Medikamente verschreiben dürften, (also schon den Patienten mit Medikamenten behandeln, aber nicht die Heimmedikation) und der Patient mit einer genauen Diagnosestellung in schriftlicher Form in die Apotheke ginge? Der Apotheker könnte, besser als der Arzt, das geeignete Medikament aussuchen, den Patient aufklären (was er eh schon tut) und Wechselwirkungen ausschließen (was er eh schon tut). Wäre das nicht die beste Behandlung für den Patienten?

    Like

    1. Als Apotheker da von mir ein klares Nein. Das Aussuchen der Medikation, also der Behandlung, ist ureigenste Tätigkeit des Arztes. Das ist „Medizin“, nicht „Pharmazie“.
      Da sind wir nicht qualifiziert dafür. Pharmazie ist eine anderes Fachgebiet.

      Weiterhin braucht man zur der Auswahl des Medikaments die genauen Krankheitsdaten des Patienten. Diese Dinge liegen in der Apotheke nicht vor.

      Was an Deinem Vorschlag sinnvoll ist und begonnen wird umzusetzen: In einigen wenigen Krankenhäusern ist es bereits üblich, dass bei der Visite neben den Ärzten auch ein Apotheker mit anwesend ist, der die Ärzte bei der Medikamentenauswahl pharmazeutisch unterstützt. Letztlich bleibt (und muss es auch bleiben) die Auswahl des Medikament selbst beim Arzt.

      Like

  27. Ich habe an den Kundengeschichten immer den meisten Spass, besonders die skurrilen!
    Ich lese deinen Blog aber wirklich gerne auch ohne dass irgendwas verändert wird.

    Like

Was meinst Du dazu? (Wenn Du kommentierst, stimmst Du der Datenschutzerklärung dieses Blogs zu)

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..