Überdosis auf Rezept?

Ich telefoniere dem Arzt, um wegen einer ungewöhnlich hohen Dosis nachzufragen.

Praxisgehilfin, die zufällig auch die Frau des Arztes ist antwortet: „Das ist das, was sie (die Patientin) gesagt hat, dass sie nimmt. Also ist es das, was sie braucht!“

Sehr professionell.

Pharmama: „Wollen Sie nochmals nachfragen beim Arzt oder kann ich im Dossier festhalten ‚Wegen ungewöhnlicher Dosierung beim Arzt nachgefragt – Will es so.‘ ?“

Der Arzt hat dann die offizielle Dosierung doch noch etwas verringert. Was die Frau dann effektiv nimmt, kann ich nicht bestimmen, aber wegen mir bekommt sie keine Überdosis verordnet.

Und ja: natürlich waren das Beruhigungsmittel. Was sonst.

Sowas passiert vermehrt in den Ferienzeiten – ja, auch viele Ärzte sind in den Ferien und haben dementsprechend Vertretungen. Weil die oft nicht unbedingt Zugang zu den Patientendossiers haben, wissen sie auch nicht unbedingt was die Patienten nehmen (und wieviel) … allerdings würde ich mich da bei manchen Sachen nicht unbedingt nur auf die Aussage der Patienten verlassen.

8 Kommentare zu „Überdosis auf Rezept?

  1. Patienten meinen ja sehr haeufig genau ueber die Dosierung wie auch die Staerke ihrer Medikamente Bescheid zu wissen und spaeter stellt sich etwas ganz anderes heraus. Solche „Frau Doktors“ habe ich eh gefressen. Gut, dass sie nochmal nachgefragt haben.

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  2. Eigentlich bin ich ja gegen Überwachung, aber was wäre das für eine wunderbare Möglichkeit zur Compliance-Überprüfung, wenn man Medikamente nur über Karte holen könnte mit Speicherung aller Abholungen und vom Arzt verordneter Dosierungen…

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      1. O.K., stimmt. Dann muss aber jemand so konsequent im richtigen Rhythmus Medis holen, das wäre dann schon sehr vorsätzlich. Da kann man dann auch nicht helfen.

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