Es ist nicht alles Gold was … oh, warte – doch!

Das wäre doch etwas gewesen für den Valentinstag …

Kapseln, gefüllt und teilweise überzogen mit Blattgold. Wofür? Hmm – zur Steigerung des Selbstwertgefühls. Sagt zumindest diese Website, bei der die Dinger immer noch gekauft werden können … für „nur“ 799 Dollar. Nebeneffekt: glitzernde Sch…?

Tatsächlich dürfte das Gold Null Effekt haben – immerhin benutzt man Blattgold z.B. auch zum verzieren von Desserts (es ist essbar, wenn auch nicht verdaubar).

Diese Pillen links sind im Gegensatz zu den oberen durchgehend Gold und  -wenn eingenommen – kommen unten genau so raus, wie man sie eingeworfen hat.

Sie sind gedacht als Alternative zum traditionellen Hochzeitsring. Die Pillen tragen die Namen des Paars und das Datum der Heirat. Sie sollen als Ritual geschluckt werden … und die erste Entscheidung des frischen Paars wird wohl sein, ob sie sie auch wirklich wieder  bergen wollen. Falls ja können sie wiederverwendet werden. Quelle

Wenn wir schon dabei sind: Goldverbindungen werden in der Medizin eingesetzt gegen Rheumatische Erkrankungen – wobei sie lange brauchen, bis sie wirken (Monate), weshalb sie kaum mehr gebraucht werden.

17 Kommentare zu „Es ist nicht alles Gold was … oh, warte – doch!

  1. Ist Gold nicht ein Schwermetall? Das dürfte nicht sehr gesundheitsfördernd sein, oder seh ich das falsch?
    Teratogen dürfte zumindest die Goldtherapie bei Rheuma sein….

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  2. Ich sehe im Fernshen gern eine Tierarztsendung, da werden Tieren mit Arthrose Goldschnippel in das betroffene Gelenk oder das Gewebe drumherum implantiert, das soll den entzündlichen Prozess langfristig bessern.

    Und dann sah ich noch einen Bericht, bei dem Frauen sich von einer Hautärztin Goldfäden durch die Unterhaut der Wangen ziehen ließen, die dort für einen entzündlichen Prozess sorgen, was durch die gesteigerte Durchblutung dann zu einem frischeren, pralleren Aussehen führt.

    Ja was nun? Wirken Goldimplantate nun entzündungshemmend oder entzündungsfördernd oder ist das ganze egal wie nur Humbug?

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    1. Das Implantieren von Gold kommt aus der Richtung der Akupunktur, bei der durch gesetzte Reize an bestimmten „Schmerzpunkten“ sich der Schmerz verbessern soll. Somit ist hier auch eine Form von Reiz involviert. Aber die eigentlich medizische (?) Grundlage ist hier nicht die westliche Schulmedizin, sondern die Akupunktur. Insofern sind beide Ansätze nicht direkt vergleichbar, weil eine andere Denke dahinter steckt.
      Dass ein implantierter Goldfaden als Fremdkörper eine Entzündung auslöst, ist schulmedizinisch nachvollziehbar. Jedenfalls in der Theorie. So etwas kann man natürlich nur mit sehr inerten Materialien wie Gold machen, die kein oder minimal Material abgeben oder sich teilweise auflösen und Ionen freisetzen. Ob das Gold tatsächlich derart kontrollierte nicht störende Minimalentzündungen verursachen kann, wage ich aber zu bezweifeln.
      Alle beide Therapieansätze sind meiner Ansicht nach mit Vorsicht zu geniessen, bringen aber vermutlich einfach nur gar keinen Effekt.

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  3. Wenn Gold nicht verdaubar ist, „flutscht“ das dann einfach durch einen durch, ohne Effekt?
    Hat keine Kalorien, keine Nährwerte etc.?

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      1. Da sieht ein Picknick am Bachufer schon ganz anders aus! Danke für diesen kleinen gedanklichen Ausflug so mitten im Winter!

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  4. Es gibt noch „Danziger Goldwasser“ und „Schwabacher Goldwasser“, ein Likör, in dem Blattgold schwimmt.
    Hintergrund: Angeblich wurde beim Vergolden von Figuren der Pinsel in Alkohol getaucht, wobei sich kleine Flöckchen abgelöst haben. Um den guten Stoff nicht zu vergeuden, hat man das Zeug anschließend verdünnt und getrunken.
    Gold hat in der EU sogar ne eigene Nummer als Lebensmittelzusatzstoff: E175

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    1. Nicht zu vergessen gewisses „Luxusessen“ wie der „golden Opulence Sundae“ (einfach mal googeln) – und in manchen Kosmetika findet sich das auch. Lauder hat z.B. ein Gesichtswasser mit drin schwimmenden Goldpartikeln.

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  5. das wäre doch etwas für Märchenspiele
    .. siehe Gebrüder Grimm „Tischlein deck Dich“
    nur an der Menge dürfte es scheitern :-D

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  6. Gold ist ein Schwermetall und wenn es sich in de Zellen anlagert giftig.
    Aber elementares Gold wird nicht aufgenommen weil es sich nicht in Wasser löst, man müsste es vorher in eine lösbare Form bringen.
    Deshalb sind meistens Schwermetallverbindungen viel giftiger als die Elementare Form.
    Genau deshalb passiert da nix, es kommt halt nicht über den Darm in die Zellen.

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  7. Ich finds jedesmal traurig, dass solch ein faszinierendes Material als Deko in Alkoholika, auf Speisen und jetzt auch noch in Kapseln verschwendet wird, nur weil mache Leute buchstäblich Gold schei*en wollen. Gut, es kommt ja schnell wieder in die Natur – Kläranlagenbetreiber werden sich freuen. Dämlich ist es trotzdem.

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    1. Eigentlich (so schön Gold ist) ist es nicht einmal so etwas besonderes. Der Preis wird auch künstlich hochgehalten. Aber essen – muss man es trotzdem nicht, finde ich.

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    2. Als kleine Schnipselchen von 1mm x 1mm auf einer Praline finde ich es nicht so schlimm, denn auch gute Pralinen sind etwas sehr Edles. Da passt das. Letztens wurde in einer Fernsehsendung der teuerste Eichbecher der Welt vorgestellt, der massiv mit Blattgold geschmückt war. Das finde ich dann dekadent und überflüssig.
      Beim Danziger Goldwasser ist es natürlich auch überflüssig. Die Geschichte des Goldwassers finde ich aber interessant und es wäre schade, wenn solche historischen Getränke aus reinen Vernunftsgründen verschwinden.

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      1. Das Goldwasser war noch ein gelungener Gag, finde ich, aber so einen Eisbecher finde ich auch nur noch überflüssig und dekadent, zumal heutzutage jedes Sterne-Restaurant so etwas ähnliches macht, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Da kann man auch gleich aus1000Euro-Scheinen Kerzen drehen.

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