An manchen Tagen hasse ich das Telefon

Telefoniere und frage spezifisch nach der Apothekerin, dann beklage Dich lautstark und langwierig über die neuen jungen Nachbarn in deinem Wohnhaus, die Nachts gerne laut feiern und frage 10 Minuten später ob die Apotheke auch Ohrenstöpsel verkauft.

Rufe am nächsten Tag wieder an und halte die Apothekerin 10 Minuten am Telefon fest nur um zu fragen, ob die Vitamin C Kapseln, die wir verkaufen auch klein sind, denn sie seien nur eine kleine Person und können auch nur kleine Tabletten schlucken. Viele Minuten später frage nach, was für eine Farbe die Kapseln haben, denn sie können keine Tabletten oder Kapseln haben, die farbig sind.

Seufz.

29 Kommentare zu „An manchen Tagen hasse ich das Telefon

  1. Auch sehr schön: Rufe einmal die Stunde an und erzähle immer wieder dieselbe Geschichte…. (Großer Seufzer)
    Selbstverständlich muss man Apotheker sein, damit man erzählt bekommt, dass der Hund vom Nachbarn immer genau vor die eigene Tür…
    Ansonsten schönen guten Morgen!

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    1. Wenn man alle seltsamen Anrufe zusammennimmt, die täglich in Apotheken ankommen, dann dürften die Lokalsender fast die ganze Mitarbeiterschaft ununterbrochen nur mit Scherzanrufen beschäftigen. :-(
      Es gibt sehr sehr viele mitteilungsbedürftige Kunden.

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  2. Das sind die Leute, denen langweilig ist bzw. sie sonst niemand zum Reden haben.
    Welche Farbe die „Tabletten“ haben war mir bisher immer egal.

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    1. Tatsächlich beeinflusst die Farbe einer Tablette unsere Wahrnehmung über deren Wirksamkeit. Das mag unterbewusst passieren, aber der Effekt ist da.

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      1. Schon. Aber dass sie die deswegen nicht runterbekommt, klingt doch schon etwas übertrieben.
        Kann man Tabletten eigentlich problemlos in Wasser auflösen und trinken, oder beeinträchtigt das die Wirksamkeit?

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        1. Nicht alle Tabletten kann man problemlos in Wasser lösen oder suspendieren (das ist, wenn noch Teile sichtbar bleiben). Bei manchen sollte man es sicher nicht: retardierte Formen oder überhaupt solche mit einem Überzug – den haben sie nämlich oft auch wegen dem Geschmack.

          Dass die Person nach der Farbe fragt ist nicht ganz so ungewöhnlich. Es gibt genug Leute, die gegen Farbstoffe allergisch sind.

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        2. Das kommt auf die Tablette an.
          Auf keinen Fall gehen magensaftresistente Tabletten, da dann der Schutz zerstört ist und der Wirkstoff im Magensaft (zum Teil) zerstört wird. Dann hat man eine Unterdosierung. Auch fast immer schwierig sind retardierte Tabletten. Wenn man die zerkleinert, dann ist die Funktionalität ebenfalls gefährdet und dann verpasst man sich eine Überdosis.
          Bei beiden Tablettensorten steht das meist auf der Packung, z.B. „20 magensaftresistente Tabletten“ oder der Name hat ein „retard“ oder ähnliches dahinter.
          Manche Tabletten haben einen Filmüberzug, der den schlechten Geschmack verdecken soll, dann ist es schwieriger die schlecht schmeckende herunter zu bekommen als die ganze Tablette.
          Wer Probleme mit den ganzen Tabletten hat, der sollte sich bei den Herstellern nach der Sondengängigkeit der Arzneimittel erkundigen (googeln hilft auch). Fast alle großen Hersteller bieten zu Ihren Arzneimitteln Informationen an, um die Kranken- und Altenpflege zu unterstützen. Denn auch künstlich ernährte Personen benötigen Medikamente.

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          1. Außer es steht in der Packungsbeilage, daß man es doch darf.
            MUPS-Tabletten* z.B. kann man suspendieren und sind auch sondenfähig.
            _
            *(die ja auf der Packung als magensaftresistente Tabletten deklariert sind, auch wenn das so eigentlich unpräzise ist)

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          2. @Don Stimmt, deshalb hatte ich ja die Aussage mit ‚fast‘ leicht eingeschränkt. Die MUPS sind ein „Multiple United Pellet System“, da steckt die Funktion in den kleinen Pellets.
            Wenn es explizit in der Packungsbeilage steht, dann gilt das natürlich. Oder die Apotheke hilft gerne weiter.

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  3. Die Prävalenz der Schizophrenie liegt bei 1%, formale Denkstörungen gehören zu den häufigsten Symptomen der Erkrankung – wahrscheinlich triffst Du in der Apo jeden Tag auf einen Betroffenen, oder hast ihn am Telefon ….

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      1. 1 von 100 – kommt mir das an manchen Arbeitstagen auch weit untertrieben vor – vielleicht ist 1 von 100 diagnostiziert – die Dunkelziffer kann dann mal jede Apotheke abschätzen ..,..

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  4. Auch schön: Leute, die zweimal hintereinander anrufen, dasselbe fragen und ihre Stimme verstellen, um nicht erkannt zu werden…

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  5. „Guten Tag, ich hätte gerne einen Termin!“
    „Guten Tag, worum geht es denn?“
    „Also es fing mit meiner Geburt an… blablablalaberrhabarber…“
    gefühlte 100 Stunden später „Ich habe Krampfadern!“

    Ich hasse das Telefon mehrmals täglich!

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  6. @Blogolade: retardiert: verzögert; dh. der Wirkstoff wird nach und nach abgegeben.
    (ich hoffe, ich habs richtig erklärt, bin ja ein Bücherwurm und keine Pharmazeutin…)

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    1. Das kann ich sooo gut verstehen.
      Nur leider ist das im Geschäft nicht wirklich eine Option (auch wenn ich anwesende Kunden immer dem Telefon vorziehen werde).

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