Eine junge Frau kommt in die Apotheke und verlangt: „Eine Tube Zovirax Creme!“
Als sie die 2 Gramm Tube sieht, verzieht sie das Gesicht und sagt: „Haben sie die nicht in grösser?“
Pharmama: „Nun, die grösseren, die 5 oder 10 Gramm Tube gibt es nur auf Rezept. Warum denken Sie, dass ihnen diese hier nicht reicht?“
Frau: „Ich will sie nicht für Fierberblasen sondern für meinen Genitalherpes.“
Ah.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich derartiges schon vermutet habe – nicht nur waren keine Fieberbläschen sichtbar, die Art wie sie durch die Apotheke zur Theke gelaufen ist – eher ein breitbeiniges Stockeln -waren eigentlich Hinweis genug.
Genitalherpes ist schmerzhaft – anscheinend speziell die ersten Male. Zovirax ist zwar zur Behandlung von Herpes – aber bei der Zovirax Lip steht ausdrücklich:
Zovirax Lip kann zur Anwendung auf Schleimhäuten, wie im Mund, am Auge oder an den Geschlechtsorganen nicht empfohlen werden, da es zu einer Irritation kommen kann.
– dabei glaube ich nicht mal, dass es einen grossen Unterschied in der Zusammensetzung gibt.
Nach einiger Diskussion habe ich ihr doch 2 der kleinen Tuben gegeben und ihr geraten sofort zum Frauenarzt oder in die Notfallsprechstunde des Frauenspitals zu gehen.

Keine Gratiskondome mehr? ;-)
Viele denken bei Geschlechtskrankheiten (neu-Deutsch STD) nur an AIDS/HIV oder Schwangerschaft, wenn überhaupt. Für die Kopflosen gibt es wenigstens für letzteres eine „heilende“ Pille.
@Pharmama: Man liest, dass die Klassiker Tripper/Gonorrhoe, Syphilis, Chlamydien wieder vermehrt auftretten. Merkst du von dem was oder wird da vom Arzt einfach ein gennerelles Antibiotika verschrieben?
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Aber V.Hüterli: Schwangerschaft ist doch keine Krankheit!
Was ich in der Apotheke sehe ist eine ziemliche Zunahme von Herpes genitalis (ok, ich „sehe“ das nicht, aber die Medikamente dafür sind rel. eindeutig identifizierbar), dasselbe für Chlamydien (mit Partnerbehandlung) – Gonorrhoe, Syphilis ist da schwieriger, weil es (noch) durch „normale“ Antibiotika behandelt werden kann … und ich frage nicht jeden für was er jetzt das Antibiotikum bekommt …
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Es besteht die Möglichkeit, dass die Dame bereits weiß, dass sie einen Herpes hat, schliesslich hat man den ja fürs Leben und der bricht immer wieder aus…
In Analogie zu den Clotrimazolsalben bei Scheidenpilz könnten eigentlich die Zulassungsbehörden auch Aciclovir für Genitalherpes rezeptfrei stellen.
Wenn die Nummer einmal abgeklärt wurde, reicht doch eigentlich die anschliessende Beratung in der Apo aus, oder?
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Muss vielmals um Entschuldigung bitten. Habe versucht das ironisch, mit der teilweise vorhandenen und leider bedenklichen Lebenseinstellung von unüberlegt Schwangeren, auszudrücken.
War mir bewusst, dass es zu Missverständnisse kommt. Ist halt der Nachteil von rein textueller Kommunikation das Senderintentionen verloren gehen können. Siehe Schulz von Thun.
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Kein Problem :-)
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Aaaaaah! Da surfe ich eine Runde, um mich vom Lernen zu erholen, aber Schulz von Thun verfolgt mich auch hier. Der ist ja sowas von allgegenwärtig! Finde ich nicht gut ;) Ich habe gerne unbezwungen, analyse frei kommuniziert….
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Schulz von Thun ist überall … ;)
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