Voltaren wird 25 Jahre alt

… aber wisst ihr eigentlich, woher der Name „Voltaren“ kommt?

Ganz einfach: dem Ciba-Geigy Mitarbeiter in Basel fiel nichts gescheites ein, wie man die Medikamente mit Diclofenac nennen sollte …   also kombinierte er den Platz vor der Firma – den Voltaplatz mit Renus (eigentlich Rhenus) – dem lateinischen Namen für den Rhein, der ja auch durch Basel fliesst.

Und seither geht seine Namenskreation um die Welt.

15 Kommentare zu „Voltaren wird 25 Jahre alt

  1. Ach echt? Wusste ich nicht, man lernt nie aus!
    Abgesehen davon frage ich mich auch, warum es notwendig ist, für jedes Medikament jeweils einen Wirkstoff- und einen Markennamen zu haben. Ist nicht nur für Patienten, sondern auch für Ärzte sehr verwirrend!

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    1. Macht zweierlei Sinn:
      1.) Fachlich: Der Wirkstoffname wird oft systematisch gebildet. z.B. ist Acetylsalicylsäure eben acetylierte Salicylsäure, Diclofenac enstand aus seiner Strukturformel 2-((2,6-DIChLOranilino)PHENyl)ACetat.
      Oder die monoklonalen Antikörper enden mit „mab“, was für „MonoclonalAntiBody“ steht und haben noch folgende Systematik: murine Antikörper Endung -omab, aus Primaten: -imab, chimär: -ximab, humanisiert: -zumab, human: -umab).
      Das ist aber für den Laien oder Ärzte schlecht auszusprechen, daher noch der Markenname.
      2.) Marketingtechnisch: Die Pharmafirma kann sich den Wirkstoffnamen nicht schützen lassen, einen Markennamen allerdings schon.
      Und da sowohl Laien als auch Ärzte sich halt den Markennamen gerne merken, schreibt der Arzt dann halt auch noch das Originalpräparat auf, auch wenn es da schon längst ein deutlich günstigeres Generikum gibt. Und die Originalfirma verdient weiter damit.
      Bestes Beispiel aus der Apotheke: Ca. 30-50% der Kunden verlangen, wenn sie ASS wollen, ausdrücklich Aspirin. Und „Aspirin“ darf halt nur Bayer herstellen. „AlkaSeltzer“, „Godamed“, „Togal“ oder „ASS Ratiopharm“ sind halt deutlich weniger bekannt (gut, Ratio holt auf).

      Nebenbei: Du bist doch Arzt. Wie viele Deiner Kollegen sind sauer, dass Apotheker substituieren dürfen / müssen?

      Persönlich hat es mich übrigens in meiner Praktikumszeit in einer Krankenhausapotheke sehr verwundert, dass Ärzte im KH nicht generisch verschreiben (also den Wirkstoffnamen), sondern als Medikation immer nur „Voltaren“, „Paspertin“, „Novalgin“, etc. aufs Stationsrezept aufgeschrieben haben. Das gab immer tierisch Verwirrung auf den Stationen, wenn die Krankenhausapo dann das Diclofenac, das MCP oder das Metamizol von einer anderen Firma auf Lager gelegt hatte (weil das gleiche, aber bessere Einkaufskonditionen fürs Krankenhaus).

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  2. Interessant! Hab ich nicht gewusst… Da ich 4 Jahre lang am Voltaplatz gewohnt habe, krieg ich jetzt bestimmt bei jeder Packung gleich Heimweh nach Basel… :-D
    @anna: Der Platz kann ja nichts dafür, dass dort seit JAHREN gebuddelt und debastelt wird…

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  3. Leider stimmt die schöne Geschichte mit dem Voltaplatz und dem Rhein (Rhenus) hinten und vorne nicht. Auch wenn die Kommunikationsabteilung von Novartis (am Voltaplatz) dieses Märchen mal selber verbreitet hat.

    Voltaren war ein äusserst erfolgreiches (fast ein Blockbuster würde man heute sagen) Medikament der Firma J.R Geigy AG (im Rosenthal, auf der anderen Seite des Rheins, etwa 1 km vom Voltaplatz entfernt.). Es hiess schon Voltaren vor der Fusion der Firma J.R. Geigy mit der Konkurrenzfirma CIBA (diese ebenfalls nicht am Voltaplatz!!).

    Am Voltaplatz residierte damals lediglich die Firma SANDOZ, die mit Voltaren rein nichts zu tun hatte. Heute residiert die Firma NOVARTIS (unter anderen Orten) am Voltaplatz, und ist wohl so stolz auf das (von Ciba-Geigy bei der Fusion mit in die „Ehe“ gebrachte Voltaren), dass die schöne Geschichte wider besseres Wissen (?) gerne erzählt wird.

    Der Wirkstoff von Voltaren (Diclofenac) ist im übrigen schon viel älter als 25 Jahre, nämlich beinahe 50 Jahre!

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