Ein wenig Mitleid bitte …

… für den (deutschen) Arzt, den ich offenbar gezwungen habe, einen meiner Blogposts zu lesen.

Und wenn mir jemand aus der Schweiz schreibt: Leute, sensationell, alle mal herhören, ich hatte mal ein Rezept, auf dem zusätzlich ein nicht ganz koscheres Medikament stand, auch noch in einer abwegigen Dosierung, dann kann ich nur sagen: „so what!“;. Wenn dann noch stolz geschrieben wird, man habe den verschreibenden Arzt angerufen und der sei daraufhin netter gewesen, dann frage ich mich berechtigterweise, warum soll ich das lesen müssen, und kann ein Schreibzwang auch anders behandelt werden?

Das – und noch mehr – als Reaktion auf einen meiner Blogbeiträge bei Doccheck. Bitte lieber nicht dort kommentieren – gewisses Verhalten sollte man nicht unterstützen. <°)))o><

… und wenn ich herausfinde, wie das mit dem Lesezwang geht, lasse ich mir das patentieren :-)

22 Kommentare zu „Ein wenig Mitleid bitte …

  1. Tsss, böse Pharmama! Hast Du den armen Kerl mit einer Waffe bedroht oder mit welcher Methode hast Du ihn „gezwungen“, Deinen Blogeintrag zu lesen? Das würde mich ja sehr interessieren *lach*

    Laß Dich nicht ärgern, Arroganz und Dummheit gibts leider überall.

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  2. Er hat immer noch nicht kapiert, dass in der Schweiz die Rezepte (größtenteils?) noch per Hand geschrieben werden.
    Lassen wir ihm in dem Glauben, dass die Schweiz genau so funktioniert wie Deutschland.

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    1. Ja, Computer-Rezepte sind immer noch stark untervertreten. Und selbst die sind relativ einfach nachzumachen, wenn man weiss, wie. Hmpf. Wie fälschungssicher sind eigentlich die deutschen Rezepte? Ich bin sicher, ich könnte so eines auch fälschen, wenn ich eine Vorlage hätte.

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      1. Jetzt muß ich mich hier auch noch einmischen: mein Hausarzt (in Deutschland) schreibt die Rezepte per Hand, nix von wegen PC. Er macht allerdings einen gar großen Kringel unter das letzte Medikament, ich denke, es würde auffallen, wenn da jemand noch etwas reinschreiben würde.

        Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Computer-Rezept völlig fälschungssicher ist. Ich finds gut, wenn ein aufmerksamer Apotheker nachfragt.

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      2. Es gibt 2 Möglichkeiten: entweder der Arzt hat einen Vordruck (der vermutlich für Otto-Normalverbraucher nicht zu leicht zu beschaffen ist?! ), der wird mit Adresse, Krankenkassennummer und so weiter + den Arztnummern und Praxisnummern ausgefüllt per Nadeldrucker, da steht dann auch das/die benötigte Medikament. Alles in seinem Feld. Die Unterschrift des Arztes ist nach meiner Erfahrung nur ein Kringel oder ein Haken. Was draufstehen MUSS ist glaube ich nur die vollständige Adresse des Patienten und die Praxisanschrift mit Arztnummer. Im Krankenhaus hat jeder Arzt ein kleines Stempelchen mit seinem Namen und seiner Nummer, die er unter die Rezepte setzt. Dort im Notdienst werden sie zumindest bei uns noch per Hand geschrieben.

        Möglichkeit 2 ist moderner: Hat der Arzt einen Laserdrucker, wird jedes Rezept erst erstellt wenn es gebraucht wird. Es gibt also auch keine Blankoformulare mehr die jemand per Hand ausfüllen könnte. Im Drucker liegt vorher ein weißer Zettel in Rezeptgröße. Was der Laie nicht unbedingt weiß: der Zettel hat ein Wasserzeichen, der Arzt kann also nicht X-beliebiges Papier nehmen.

        Normalerweise wird bei Änderungen ein neues Rezept ausgestellt. Ich habe aber auch schon gesehen, wie der Arzt etwas nachträglich per Hand änderte, diese Änderung aber nochmal zusätzlich unterschrieb.

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        1. Es gibt keine Arztnummer. Es gibt die Zulassungsnummer der kassenärztlichen Vereinigung, die braucht der Arzt aber nur, wenn er Kassenrezepte (nicht Privatrezepte) ausstellen möchte. In Klinikambulanzen gibt es noch weitere Regelungen, da nicht jeder angestellte Arzt eine Kassenzulassung hat, aber das ist ein anderes Thema.

          Nochmals: Es gibt keine Vorschriften hinsichtlich der Form für Privatrezepte. Notwendige Angaben gemäß § 2 AMVV sind:
          – Name, Berufsbezeichnung und Anschrift des Arztes
          – Datum der Ausfertigung
          – Name und Geburtsdatum des Patienten
          – Bezeichnung des Arzneimittels oder der Rezeptur
          – Darreichungsform und abzugebende Menge
          – die eigenhändige Unterschrift des Arztes
          Nicht mehr, nicht weniger. Und ja, der Arzt kann jedes X-beliebige Stück Papier dazu verwenden.
          Übrigens darf jeder Mensch, der eine ärztliche Approbation hat, egal ob er im Krankenhaus, in einer Praxis oder gar nicht als Arzt arbeitet, Rezepte ausstellen.

          Ob es jetzt in einigen Kliniken weitergehende Regelungen gibt, um den austellenden Arzt anhand einer Nummer zu identifizieren (was ja anhand der Unterschrift oft nicht möglich ist) oder die Rezepte besonders fälschungssicher zu machen, weiß ich nicht. Ist aber möglich. Aber dies ist keine gesetzliche Verpflichtung.

          Grüße!

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  3. … da versteht aber jemand keinen spaß bzw. hat von der kontrollfunktions des apothekers noch nie was gehört bzw. ist nicht kritikfähig…

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  4. Deutsche Kassenrezepte sind bestimmt nicht so leicht zu fälschen. Man braucht nur ein bisschen technisches Geschick und einen Arztstempel, dann kann man mit aus der Praxis entwendeten rosafarbenen Kassenrezepten (die bei den Ärzten, bei denen ich bislang war, auch immer schön offen im Büro liegen) ganz gut Schindluder treiben. Passiert bei uns in einer mittleren Großstadt ungefähr 2-3 mal pro Monat, dass da eine Rundmail / ein Rundfax herumgeht, die vor gefälschten Kassen-Rezepten, die geklaut wurden, berichtet.

    Berichte über gefälschte Privatrezepte gibt es eigentlich 1-2x pro Woche. Die sind natürlich noch viel leichter zu fälschen, weil diese keine einheitliche Form haben.

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    1. Das hört sich jetzt nicht nach enorm weniger Fälschungen an als bei uns. Im Gegenteil. Woran das wohl liegt? Vielleicht daran, dass wir jede Abgabe rezeptpflichtiger Medis festhalten müssen und zwar auf die Person bezogen? Dass die Leute in der Schweiz ehrlicher / weniger abhängig sind, halte ich eher für unwahrscheinlich.

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  5. Immer wieder witzig, warum sich Leute von eindeutig subjektiven Erlebnissen, gleich persönlich angegriffen fühlen. Kann ja nur bedeuten, dass man selber das von dir (zu recht) kritisierte Verhalten öfter mal an den Tag legt. Ärger dich nicht, immerhin liest er ja bei dir, also erreichst du sogar die, die nicht erreicht werden wollen!^^ Liebe Grüße

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  6. Es gibt in Deutschland _keine_ Vorschrift, wie ein Privatrezept auszusehen hat, lediglich eine Vorschrift, welche Angaben ein Rezept enthalten muss. Ein gültiges Rezept kann auch ein mit rosafarbenem Filzstift beschriebenes Blatt Klopapier sein, die Form ändert nichts an der Gültigkeit der Urkunde. Allerdings würde wohl auch jeder Apotheker hier bei so einem Rezept nochmal telefonisch nachfragen.

    Grüße!

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    1. Ich glaube hier in der Schweiz ist das auch nicht anders. Ich habe auf jeden Fall schon mal eines gesehen, das war auf einem Bestellblock vom Restaurant geschrieben worden. Es hatte noch eine Werbung für Rivella drauf… Das fand ich süss.

      Ich bin übrigens kein Freund von computergenerierten Rezepten. Die grosse Mehrheit der Rezepte, die bei uns eingelöst werden, sind Computerausdrucke und die enthalten oft Fehler! Da habe ich lieber welche, die von Hand geschrieben werden; da muss der Arzt wenigstens überlegen was er schreibt und nicht bloss Irgendetwas (!) anklicken. Doof nur, wenn man es nicht lesen kann, der Arzt sich selber keine (entzifferbaren) Notizen gemacht hat, was er denn verschrieben hat und sein eigenes Rezept dann auch selbst nicht lesen kann, wenn man es ihm zur Ansicht faxt… :-(

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  7. Bei DocCheck lese ich schon seit langem keine Kommentare mehr, mich nervte die unterschwellige oder offene Aggression mancher zu sehr. Einige scheinen dort nur zu lesen, weil sie total unter Druck stehen und ihre Gefühle anders nicht geregelt bekommen. Auf keiner andern Plattform ist es mir begegnet, dass Andersdenkende mit einer derartigen Unhöflichkeit und Härte angepflaumt werden, nur weil sie sich für Homöopathie und andere alternative Verfahren interessieren.
    Als ich merkte, dass dieser rüde, bewusst verletzende Ton mancher überaus stolzen „reinen Schulmediziner“ generell mein Bild über diese zu verändern begann, beschloss ich diese Seite zu meiden.
    Dem Beitrag entnehme ich, dass sich das Klima dort noch nicht verbessert zu haben scheint.

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  8. Du ich glaub der geht davon aus, dass du an einem „Schreibzwang“ leidest…wie andere an Waschzwängen oder anderen Tics. Scheint ein Ferndiagnostiker zu sein – allerdings nicht ein empathischer.

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