Was war noch die Frage?

Telefon

Kundin: „Sind sie die Apothekerin?“
Pharmama: „Ja.“
Kundin: „Ja, ich habe da eine Frage. Das ist nämlich so. Vor 2 Wochen, da war ich beim Arzt, der mir aus dem Knie – das war ja schon lange nicht gut – mit einer Spritze 7 ml Wasser gezogen hat…“
Pharmama: „Ja?“
Kundin: „Und dann hat er mir eine Spritze ins gleiche Knie gemacht, gegen die Entzündung.“
Pharmama: „Ja.“
Kundin: „Jedenfalls hätte ich am Dienstag einen Termin gehabt zum das nochmal anschauen …“
Pharmama: „…“ (man merkt schon, ich muss nicht viel sagen)
Kundin: „Aber da habe ich mich nicht wohl gefühlt und bin darum nicht gegangen.“
Pharmama: „…“
Kundin: „Jetzt haben sie mir angerufen wegen einem neuen Termin, den haben sie mir für Donnerstag gegeben…“
Pharmama: „Ok?“
Kundin: „Ja, aber Donnerstag soll es schneien!“
Pharmama: „Ja … und?“
Kundin: „Und ich bin doch mit Krücken unterwegs, da geht das auch nicht!“
Pharmama: „Hmmm.“
Kundin: „Jetzt habe ich angerufen wegen einem neuen Termin …“
Pharmama: „…“
Kundin: „Und sie haben gesagt, ich kann am Montag vorbeikommen.“
Pharmama: „Ok.“
Kundin: „War das ok so?“
Pharmama: „Was?“ (ich denke: Was genau will sie jetzt von mir?)
Kundin: „Dass ich den Termin verschoben habe?“
Pharmama: „Aha. Ja … wie fühlt sich ihr Knie denn an?“
Kundin: „Es schmerzt noch.“
Pharmama: Ist es besser geworden oder schlimmer?“
Kundin: „Besser, glaube ich.“
Pharmama: „Dann denke ich schon, dass es ok war, den Termin zu verschieben.“
Kundin: „Oh, Danke vielmals!“

Hängt auf.

7 Kommentare zu „Was war noch die Frage?

  1. Nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher. Ist einfach etwas problematisch, weil ich ausser ihr zuhören noch Rezepte kontrollieren soll, Kunden bedienen, Salben herstellen … es kommt meist immer alles miteinander.

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  2. Ich finde es wunderbar, dass manche Menschen dir soviel Vertrauen entgegen bringen, dass ihnen dein Urteil wichtig ist. Vielleicht brauchen sie einfach jemanden zum Zuhören.
    Du solltest das als eine stumme Anerkennung entgegennehmen und dich darüber freuen.
    Finde ich…

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  3. neues Nebeneinkommen für pharmama: (Über-)Lebensberaterin

    Was m.E. dabei nur unendlich nervt ist nicht die Tatsache, dass sie mit „fachfremden“ Dingen kommt, sondern dass sie bei „Adam und Eva“ anfängt, bevor sie auf den Punkt kommt
    .. scheint in den weiblichen Genen zu liegen, dieses Mitteilungsbedürfnis

    .. obwohl, ich kenn‘ auch jemanden, eindeutig männlich und nicht irgendwie „angehaucht“, der ist auch so.

    Jetzt fang ich ja auch schon so an :-(

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  4. Ja, nee, ist klar. Wenn der Wasserhahn tropft, dann ruft man den Bäcker an, macht doch jeder. Wie sagt man in Bayern? Ungeschick verlass mich nicht, Dummheit steh mir bei.

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