Frage bei der Abgabe einer Salbe:
„Ist das für eine tropische Anwendung?“
Was, wie in den Malediven?
Nein, das fällt wieder unter das Thema: „Warum man Fachwörter vermeiden sollte“.
Topisch bedeutet einfach: äusserlich.
Frage bei der Abgabe einer Salbe:
„Ist das für eine tropische Anwendung?“
Was, wie in den Malediven?
Nein, das fällt wieder unter das Thema: „Warum man Fachwörter vermeiden sollte“.
Topisch bedeutet einfach: äusserlich.
Kunde in der Apotheke: „Verkaufen sie auch Vakuumgeräte?“
Pharmaassistentin: „Ich glaube da müssen sie in den nächsten Haushaltsshop gehen.“
Kunde: „Nein, ich meine Penispumpen….“
Pharmaassistentin: „Uh, äh, Nein.“
Übrigens: In Deutschland gibt es die anscheinend bei erektiler Dysfunktion auch via Rezept und dann wird sie von der Krankenkasse bezahlt. In der Schweiz … eher nicht.
Mutter in der Apotheke: „Ich möchte meinem Kind Cola geben ohne Kohlensäure gegen die Magen-Darm-Beschwerden. Wie kriege ich denn die Kohlensäure aus dem Cola raus?“
Ah, ja. Cola und Salzstängeli, beliebtes Hausmittel bei Durchfall. Also bei mir funktioniert das – viel mehr kann ich dann eh nicht essen, weil mir dann oft noch schlecht dazu ist. Es ist Zucker und Salz – trotzdem würde ich das Cola vorher etwas verdünnen. Und die Kohlensäure bekommt man raus, indem man es ein paarmal leicht schüttelt und vorsichtig (!) öffnet.
Man könnte natürlich auch ein Mentos nehmen …
Vielleicht besser nicht. Die Kohlensäure ist dann schon raus, das Cola aber auch.
Global Netsource schreibt einen Brief, oder besser … schickt uns eine Rechnung über 259 Euro.
Firma: noch nie gehört, noch nie gesehen. Aus England, London …
Und für was wollen sie das Geld?
Der professionell gemachte Brief kommt in englisch. Original in grau, danach meine Übersetzung:
We have noticed that you have not submitted payment for our top domain package solicitation of September 2009.
Wir haben bemerkt, dass sie uns keine Zahlung für unsere Top Domain-Packung Angebot vom September 2009 gemacht haben. (Wundert mich nicht, habe ich doch nie etwas bestellt).
The domains which we will register for you will redirect visitors to your current domain and thereby enhance your visibility on internet and prevent other parties from misusing your company name and taking benefit of your reputation.
Die Domains, die wir für sie registrieren werden (!Ja, Zukunftsform), werden Besucher auf ihre jetzige Domain umleiten und die Sichtbarkeit im Internet erhöhen und andere Parteien davon abhalten ihren Firmennamen zu missbrauchen und von ihrem Ruf zu profitieren.
Your current domain: http://www.XYZ.ch
Details: Qty 1 Registration of top domain package: 365 days 259 Euro
XYZ.com, XYZ.net und XYZ.biz
This is the final reminder to accept the terms of our original solicitation which will lapse on the expiry date. Please see webpage for full terms and conditions. Contract will arise on your timely submission of payment and you have no obligation to enter into legal relations.
Kurz gesagt: Mit der Zahlung kommt der Vertrag zustande. Auf der Webpage finde man die richtigen Konditionen – dort steht sicher auch dass sich der Vertrag automatisch verlängert, wenn man ihn nicht rechtzeitig kündet … etc.
Zahlbar via PayPal oder Kreditkarte auf der Website (www.global-netsource.com) – Vorsicht: ich übernehme keine Haftung wenn etwas mit der Seite nicht in Ordnung sein sollte.
Also Das ist doch wieder ein Betrugsversuch. Ich habe nie etwas von denen bestellt, nichts unterschrieben, nichts angeklickt im Internet, gar nichts. Trotzdem schreiben sie einem so, als ob man schon einen Vertrag mit ihnen hätte und jetzt zahlen muss – Dabei kommt der Vertrag erst mit der Zahlung zustande.
Und bei den 259 Euro (die ich für eine Domain Registrierung auch schon überrissen finde) bleibt es garantiert nicht.
Ich hab den Brief zerrissen.
Eine Frau bekommt vom Arzt Inderal verschrieben und holt es in der Apotheke ab.
Einen Tag später ruft sie in die Apotheke an.
Frau: „Hallo, ich rufe an, weil ich heute morgen mit einem kleinen blauen Fleck, ungefähr so gross wie ein Einfränkler auf der linken Seite von meiner Stirn aufgewacht bin. Vielleicht habe ich mir nachts den Kopf angeschlagen am Nachttischchen. Kann Inderal einen solchen blauen Fleck verursachen?“
Apotheker: „Nein, das sollte es nicht.“
Frau: „Oh, das ist gut. Weil: ich habe noch nicht angefangen es zu nehmen. Ich wollte vorher nur sicher sein.“
…
Der Kassensturz war wieder mal unterwegs und testet Apotheken. Diesmal geht es nicht darum, ob ein Generikum abgegeben wird, sondern welches.
Dabei legen sie ihr Hauptaugenmerk darauf, ob das billigste Generikum abgegeben wird. – Was in den meisten Fällen nicht der Fall ist, das kann ich jetzt schon sagen.
Im Gegensatz zu den Behauptungen des Kassensturzes hat das aber andere Gründe als nur möglichst viel Geld herauszuwirtschaften.
Ich weiss nicht, ob es schon bis zu ihnen durchgedrungen ist, aber dank der LOA werden wir ja ziemlich unabhängig von der Marge des Medikaments entlöhnt und so macht selbst ein 20 Franken Unterschied im Medikamentenpreis nur gerade etwas über 2 Franken Differenz in der effektiven Einnahme.
Aber es gibt für die Apotheken andere Gründe nicht das billigste Generikum abzugeben.
Ich bin auch sicher, dass in der Apotheke nicht „das Billigste“ verlangt wurde, denn bestellen können wir ja immer und machen das auf Wunsch auch.
Was man an Lager hat an Generika wird durch verschiedene Überlegungen bestimmt: dazu ein paar Gedanken:
Ich denke die Grundidee hinter dem Ganzen ist es, wie in Deutschland schon gang und gäbe Verträge vorzubereiten, wo die Apotheke gezwungen werden soll, entweder das billigste Generikum zu nehmen … oder das, wo die Krankenkasse gerade einen Vertrag mit der Firma hat.
Dass das nicht so toll ist – weder für die Apotheke, noch die Kunden, will ich hier noch einmal betonen: man hat ständige Wechsel in der Grundmedikation: die Tablette / Kapsel etc sieht immer wieder mal neu aus (wenn das nicht verwirrend ist) oder das Produkt das man immer hatte wird einfach nicht mehr bezahlt von der Krankenkasse …
P.S. ich habe mit Absicht im ganzen Blogpost „billigstes“ und nicht „günstigstes“ geschrieben.
