iPhone Apps für Kleinkinder

In den Ferien habe ich wieder einmal gemerkt wie praktisch mein iPhone ist. Es ist ein wahrer Lebensretter, wenn es darum geht Junior einmal etwas beschäftigt zu halten. Zum Beispiel im Flugzeug, oder auf langen Autofahrten, oder mal kurz im Restaurant, damit er auf dem Stuhl sitzen bleibt. Es gibt Situationen, da kann man nicht einfach den Raum verlassen, wenn das Kind eine schlechte Phase hat – und dann ist etwas Ablenkung echt gut.

Ja, ich kann schon gewisse Leute hören: „Wer drückt einem so kleinen Kind (Junior ist knapp 3) ein so teures Spielzeug in die Hand? Das lässt er doch nur fallen“ (-hat er, etwa 3 mal, so oft wie ich selbst. Bisher ist nix passiert, was sicher auch an der iPhone Hülle aus Gummi liegt)  “… oder er geht ins Internet und produziert teure Rechnungen“ (-data roaming ist natürlich deaktiviert und ich habe eine prepaid Karte) „… oder er schickt SMS und telefoniert nach China“ (-SMS hat er zuhause ein paar verschickt zum erstaunen einiger Freunde, aber im Normalfall aktiviere ich den Flugmodus, dann kann er das auch nicht. Im übrigen ist das sowieso zu empfehlen von wegen der Strahlenbelastung, die ist nicht so gut für Kinder, auch wenn er sich das Telefon nicht an den Kopf hält).

Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut er mit dem iPhone zurechtkommt – ein Lob an die Hersteller, die Bedienung ist wirklich intuitiv und im wahrsten Sinn des Wortes Kinderleicht.

Ein paar Dinge sind ja schon drauf, die man gut brauchen kann:

iPod: Musik macht Spass! Man hat ja auch meist schon eine gute Auswahl raufgeladen. Und auch Junior findet es toll. Am besten gefallen ihm allerdings schon die Stücke, wo er noch was sieht dazu, also diejenigen, bei denen ein Albumcover gespeichert ist. Aber er hat auch sonst ein paar Favoriten: Die Titelmelodie der alten Miss Marple Filme zum Beispiel…

Fotos: auch immer gut. Darin kann man Fotos speichern von Familie, Freunden, Lieblingsdingen und dann spielen: Wer ist das? Oma, Opa, Omi, Gotte … das macht auch dem Junior sehr viel Freude.

Dann habe ich vor den Ferien ein paar Applikationen heruntergeladen:

Ein paar Voraussetzungen hatte ich: sie sollten nicht die Welt kosten (gratis am liebsten), keine Spiele, wo er das iPhone fest schütteln muss, nichts gewalttätiges …

Und hier ist meine Auswahl:

BaDaBoo: Mit dem Finger stösst man die grosse Kugel an, damit sie (wie beim Billard) gegen die kleineren Kugeln prallt. Die ändern dabei die Farbe und machen lustige Geräusche (Badaboo!). Ziel wäre eine bestimmte Kugelfarbe bei allen hinzubekommen, aber es ist auch einfach lustig nur drauflos zu stossen. Leider dauert ein Spiel nur kurz und insgesamt findet es Junior zwar lustig, aber nie sehr lange.

Sneezies Lite: Das ist die Gratisversion eines Spiels. Die Sneezies sind kleine runde Geschöpfe, die in Seifenblasen leben. Ziel des Spiels ist mit einer Fingerberührung Niespulver so freizusetzen, dass möglichst viele der Sneezies niesen müssen und „abstürzen“ (keine Angst, sie haben Fallschirme). Je mehr man erwischt, desto mehr kommen wieder. Optisch herziges, irgendwie beruhigendes Spiel. Junior findet es lustig, wenn sie platzen und abstürzen.

Doodle Kids: ein Zeichnenprogramm, entwickelt von einem 9 Jährigen. Man malt mit dem Finger auf den Bildschirm, Die Formen und Farben in denen man malt, bestimmt das Programm. Einfach und hübsch anzusehen. Speichern kann man die Bilder mittels der Bildschirmfotoaktion des iPhones: Home Knopf (grosser Runder unten und Power Knopf kleiner am Rand oben am iphone gleichzeitig drücken).

Shape builder: Eigentlich ein elektronisches Puzzle. Es zeigt eine vorgegebene Form (mit Unterteilungen) in die man die Puzzlestücke einfügt. Korrekt platzierte Stücke „rasten“ ein und wenn alle richtig sind, zeigt es die Form als richtiges Bild an. Z.B. ein Feuerwehrauto samt Ton. Junior liebt es und es beschäftigt ihn lange. Dazu kommt noch dass das keine nervigen ständigen Soundeffekte hat.

KidsCards: Das einzige mit ein bisschen Lerneffekt, das ich mitgenommen habe, Die Karten zeigen Tiere, Buchstaben, Zahlen, Farben, Sportarten … sie würden es auch aussprechen, aber da es ein englischsprachiges Spiel ist, bringt das nicht viel (ausser vielleicht den Eltern, die es darauf abgesehen haben ihr Kind zweisprachig aufwachsen zu lassen)… Das Spiel geht am besten, wenn man daneben sitzt, dann kann Junior demonstrieren, was er schon alles kennt und man kann helfen, wenn etwas noch nicht bekannt ist.

AniMatch: auch kleine Kinder sind erstaunlich gut und schnell im Memories wie ich feststellen durfte. Hier ist ein sehr Kindergerechtes: man sucht die passenden Tierköpfe – und bei jeder Karte ertönt das passende Tiergeräusch. Auch toll, der Effekt, wenn man 2 gleiche gefunden hat, dann vibriert das iPhone leicht. Junior liebt das Spiel … leider ist es nicht so geeignet für Umgebungen, wo es ruhig sein muss, denn ohne Ton … macht es nur halb so viel Spass.

Bounce on Lite: Eine weitere gratis-Version eines Spiels. Halt weniger Levels als das Original, aber durchaus ausreichend. Die Kugel rollt, wenn man das iPhone schräg hält abwärts, wenn man auf den Bildschirm tippt, springt sie. So sammelt man Diamanten und weicht Bösen aus, überspringt Mauern und Abgründe… Anfangs dachte ich, das sei zu kompliziert für Junior, aber: nein! Funktioniert und hält ihn lange beschäftigt.

SuperBall 3 Lite: Ein Blocks Game, das heisst man hat einen beweglichen Balken mit dem man eine (oder manchmal mehrere) Bälle auf feste Klötzchen spickt. Manche lösen sich einfach auf, andere explodieren, andere reflektieren den Ball nur. Das Spiel kann mittels Finger auf dem iphone oder nur mit wenden des iPhones gespielt werden, Viele Level, auch die Möglichkeit selbst welche zu bauen. Für Junior ist das noch ein bisschen früh, auch wenn er es gelegentlich schafft eine Zeitlang selbst zu spielen. Aber er mag es sehr zuzuschauen.

Wenn jemand noch einen guten Vorschlag hat, soll er/sie es bitte bringen!

17 Antworten auf „iPhone Apps für Kleinkinder

  1. Habe diese Woche die App LittleFish geladen. Meine Kinder sind voll begeistert. Der Fisch lässt sich mit der Bewegung des iPhones steuern, und die Schwierigkeitsstufen sind altersgerecht. Nette Grafiken und Sounds. Probierts unbedingt aus!! Kann es nur empfehlen.

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  2. Oh – mein – Gott…

    Ich bin sprachlos.

    Das kommt einer Bankrotterklärung gleich. Und ich dachte, Teletubbies waren der Gipfel des Schwachsinns.

    Mal ernsthaft: Bücher? Puppen? Singen?

    Was machst du mit deinem Kind, wenn es 5 ist und sich langweilt – kaufst du dann Porsche im Miniformat, damit der Kleine sich ja nicht langweilt?

    Aber abgesehen davon mag ich dein Blog und die Storys sehr! :)

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  3. ich denke mal, sie macht es nur ab und zu und nicht dauerhaft…. ;)
    Ich find das voll okay, solange es in Maßen ist (wie bei allem in Leben kommt es auf die Dosis an. Wenn nicht die Pharmama das weiß, wer dann?)

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  4. Das mit der Strahlenbelastung war ein Witz, oder? Wen man bedenkt, was man auf einem Flug abbekommt, dann macht Handystrahlung das Kraut auch nicht mehr fett. Wenn du dir darüber Gedanken machst, solltest du Junior nur mit Ganzkörperaluminiumanzug ins Flugzeug stecken.

    Ansonsten, warum nicht? Bei allem, was ich bisher gelesen hab, ist Pharmama eine sehr kreative Mama. Lesen und Singen wird schon nicht zu kurz kommen (außerdem gibt es auch Situationen, wo man eben keine halbe Bibliothek dabei hat und auch nicht unbedingt Singen mag).

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  5. @Miss Swiss: Bloom … das hat direkt etwas hypnotisches. Merke ich mir auf jeden Fall!

    @Larg: Stell dir vor im Flugzeug, wenn Du die 3 Bücher durchhast (die Kinderbilderbücher sind auch arg kurz) und Puppen … interessieren ihn überhaupt nicht, genausowenig wie Stofftiere, Spielzeugautos sind gut … aber das geht im Flugzeug auch nicht, wegen Platzmangel und singen … auch nicht ideal im Flugzeug umgeben von so viel Leuten die schlafen wollen, oder Film schauen …
    Und Langeweile … Langeweile ist gut, die macht kreativ.

    @Kari: es ist ein Notbehelf, natürlich, keine Dauermedikation, so wie Du sagst.

    @bine: das ist mir schon klar, das mit der Strahlenbelastung im Flugzeug. Ich hab das mit dem Flugmodus auch nur erwähnt, weil ich weiss, das es Leute gibt die sehr sensibel sind was Handystrahlung in Kombination mit Kindern angeht.

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  6. Unser Favorit: die Muh-Box! Fotos von Tieren. Bei Antippen werden die typischen Geräusche wiedergegeben.
    Wir haben aber auch „Oh wie schön ist Panama als Video im ipod, hat uns schon einige Situationen gerettet, wie z.B. Besuch einer Pizzeria.

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  7. Ich habe 2 Kinder (11 und 13) und habe in meinem Urlaub auch mal mein Handy verliehen – nachdem sich die beiden nach knapp 10 min in der Wolle hatten, wer denn nun wie lange was und wie oft spielen darf, habe ich sämtliche Spiele und Gadgets von meinem Handy entfernt (war allerdings sowieso nicht viel).

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  8. Also ich finde deine Vorschläge toll!
    Auch mein Sohn (7) hat die Vorzüge des iPhones sofort und intuitiv erfasst. Jetzt möchte er es dauernd haben. Kricht es aber nicht, Mama muss erst mal selbst ausgiebig damit spielen… ;)

    aber ich habe grade alle deine apps geladen, wir fahren morgen in Urlaub, da sind Restaurantbesuche vorprogrammiert ;)

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  9. Mit 2 kann ich meiner Tochter das iphone noch nicht in die Hand geben, sie schmeißt es nicht unbedingt runter, aber sie patscht zu fest aufs Display, das würde irgendwann brechen.
    Wenn garnichts anderes mehr hilft, gucken wir auch Fotos oder ich mache SmackTalk an, das ist ein kleines App wo ein Hamster (oder kleine Hunde/Katze) mit quitschestimme nachspricht, was man sagt.
    Da wird dann immer um die Wette gekreischt wenn der Hamster auftaucht.

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  10. Hallo,

    IZoo Free (wie der Name bereits sagt, kostet es nichts), ist eine Art Tierstimmen-Memory. Ein Fingerdruck auf den grünen Pfeil spielt ein Tiergeräusch ab und man muss dann aus vier verschiedenen Tieren das richtige auswählen.
    Ist aber nichts für ruhige Momente, genau wie Sounds of the Jungle, wo man Tierstimmen abgespielt bekommt (auch mehrere miteinander, was einen Höllenlärm verursacht *g*)

    Ohne Ton spielbar:
    Memory Pets ist ganz einfach ein Tiermemory,
    MyPaint Free ist ein Malprogramm,
    und
    Labyrinth 3D ist ein Holz Labyrinth, wo eine Kugel durch Bewegungen des Iphones durch ein Labyrinth bewegt werden muss.

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  11. Mein Sohn ist knapp 2 und seit einem halben Jahr iPhone und iPod Touch Nutzer.

    Favoriten: Kids Phone (genau so dumm wie Spielzeugtelefone halt sind), Kids Paint, I hear Ewe (hübsche Tierbinder und Stimmen), KanonDrum (Schlagzeug spielen). Nicht (voll) verstehen, aber gerne nutzen tut er auch Topple2 (Bausteine stapeln, die ängstlich gucken, wenn’s wacklig wird) oder Convertbot (ein hübsch gemachter Umrechner).

    Mein iPhone gibt’s nur unter strenger Aufsicht – er soll nicht an meiner geschäftlichen Korrespondenz teilhaben, Mails oder Apps löschen. Den iPod touch gebe ich aus der Hand, und er kann ihn problemlos bedienen und findet auch seine Lieblingsapps selbst.

    Apropos intuitive Bedienung: Kids Paint – Sohn malt und schüttelt dann das Gerät. Das sah der Großvater, lachte sich kaputt und sprach: „Haha, der denkt wohl, das Bild geht weg, wenn er’s schüttelt.“ Ich: „Ja. Und das ist auch genau, was passiert.“ Opa sprachlos, Kind malt das nächste Bild.“

    @Blogolade: Ohne Zuhilfenahme eines Hammers kriegt Deine Tochter das Display sicher nicht zerbrochen. Sturz des iPhones aus zwei Metern Höhe hingegen kann ich nicht empfehlen, aber das war nicht direkt das Kind.

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  12. … und wenn alle Stricke reissen, bieg ichs gerne wieder hin. Bloss aufpassen: Wenns unter den Panzer kommt oder baden geht kann’s selbst meine Magie nicht mehr richten!

    Liebe Grüsse
    Thom

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