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Sampler: lustige Kundenwünsche

Hier ein paar spezifischere Kundenwünsche der eher amüsanten Natur:

Spezielle Kundenwünsche – 3 an einem einzigen Tag

und gleich nochmal – ich weiss,ich ziehe das an.

Etwas gegen innere Blutungen?!

Sie wollen Darmbakterien?

Ich dachte sie wollen mehr laufen?

Da soll nichts drin sein? (Und kein Placebo)

ein “amerikanisches Panadol“?

Alles für den self made man (oder Hauswerker)

Alkohol? Auf Rezept?

Das was gedacht ist, nicht das, was gesagt ist.

und manchmal weiss man einfach nicht, wie es heisst.

Sowas ist nie für einen selber

sie sind allergisch gegen … was?

Tut mir leid, das gibt’s nur dort.

Auflösungserscheinungen – wenn der Teppich langsam verschwindet?

Jetzt wird es wirklich Frühling – die Insekten kommen raus

Exorzieren – ist das nicht etwas überholt? – keine Lösung für ADHS

Schwamm drüber – ja, besser.

Auf Diät – wenn jede Kalorie zählt

Was ist hier falsch? – das könnte gefährlich werden

Es ist kalt – und mein Haustier verträgt das nicht

Gibt’s die auch in kleiner? – nicht XL, XXL …

Silikongel – für wo?

Berühmte Pflaster – ja, haben wir.

Für das Gedächtnis – definitiv nötig

Sie brauchen die für WAS? – ungewöhnlich, aber kreativ

Feste Vorstellungen – gesucht wird …

Stärkungsmittel – gibt es ja mehrere

Hormone für den Mann – als das “V” noch jung und unbekannt war.

Geschenkezeit – freut sich darüber wer?

Mitgehört – zu allgemein

Bären-Repellent – falsch angewendet

Und bitte verpacken sie es separat.

 

Was die deutschen Apotheker diese Woche bewegt hat

Es waren 2 Themen, die diese Woche in der deutschen Apothekerwelt heftig diskutiert wurden, beide haben mit unzufriedenen Kunden zu tun … und bei beiden hat es sich in meinen Augen bewährt, dass man da als Apotheker nicht einfach geschluckt und genickt hat und es auf sich beruhen liess, sondern etwas dazu gesagt hat:

Da war Apotheker Jens Beuth aus Bochum, den folgende Kundenbeschwerde wegen einem Kopftuch seiner Mitarbeiterin erreichte:

Nachricht: Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich mit Erschrecken fest stellen musste, dass Sie ein Mitarbeiterin mit muslischem Kopftuch beschäftigen, haben sie mich und meinen Mann als Kunden verloren. Wir können es definitiv nicht akzeptieren, dass mir durch diese Person nonverbal mitgeteilt wir, ich präsentiere mich also Sexualobjekt und dass meinen Mann unterstellt wird, dass er schon geil wird, sobald er ein paar Haare sieht. Integration läuft auf jeden Fall anders!

Leider muss ich noch ein bestelltes und bereits bezahltes Medikament abholen, aber danach werden mein und ich unsere benötigen Medikamente definitiv bei Ihrer Konkurrenz erwerben…

Mit kopftuchlosen Grüßen

Xxxxxxxxx

Darauf hat er dann geantwortet – und zwar nicht in den sonst vielleicht üblichen Floskeln, sondern aus dem Bauch heraus und sehr direkt:

Sehr geehrte Frau Xxxxxxx,

ich glaube zwar, dass wir uns noch aus gemeinsamen Schultagen an der Xxxxx-Schule (Sie noch als Xxxxxxxxx) kennen, allerdings ist es mir doch lieber, beim “Sie” zu bleiben. Das geehrte hätte ich mir auch sparen können, aber mir fiel keine passende Anrede ein.
Normalerweise erwarten Sie jetzt, dass ich als Geschäftsmann einen floskelhaften Brief schreibe, Sie um Verständnis bitte oder mich für irgendetwas entschuldige, die Mitarbeiterin kündige oder Ihnen anbiete, zukünftig von jemand anderem bedient zu werden. Das ist aber nicht der Fall!!!
Das Leben ist zu kurz, um andere zu kritisieren, Druck auszuüben u.ä.
Ich beschäftige Christen, Muslime und Atheisten,
dicke, dünne, große und kleine Frauen und Männer, von jung bis alt, blond bis schwarzhaarig, lange, kurze und auch ohne Haare! Wir haben Autofahrer/innen, Motorradfahrer/innen und nichtmotorisierte Mitarbeiter/innen, tättowierte, gepiercte, hellhäutige und Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Außerdem haben wir Mitarbeiter/innen, die Fleisch essen, Vegetarier und Veganer. Fußballfans vom VfL 1848, S04 und BVB 09 und nichtinteressierte! Ein Querschnitt aus der Bevölkerung!
Ich freue mich sehr, daß Sie selbst einsehen, beim nächsten mal in eine andere Apotheke zu gehen, da Sie bei uns definitiv nicht erwünscht sind. Da wir aber einen gesetzlichen Auftrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln haben, werden wir Sie im Notfall trotzdem fachgerecht und freundlich als Patientin begrüßen! Ist das nicht geil???
Ihr bestelltes Medikament dürfen Sie gerne bei uns abholen, wir erstatten Ihnen aber auch gerne den Betrag und geben Ihnen das Rezept zurück, falls Sie das Medikament lieber in einer “kopftuchlosen” Apotheke erwerben wollen. Und ja, Integration läuft anders, zumindest als Sie denken! Aber vielleicht möchten Sie sich ja noch selbst in Zukunft in die Gesellschaft integrieren und damit aufhören zu intrigieren!
Mit Ihrem Einverständnis schicke ich Ihren Brief und meine Antwort sehr gerne zusätzlich über facebook, dann kann sich jede/r Leserin/Leser ihre/seine eigene Meinung bilden!!!

P.S.: was ist eigentlich ein muslisches Kopftuch???

Jens Beuth e.K.
farma-plus Apotheke Beuth im Ruhrpark, Bochum

Das hat er dann – in halber Erwartung eines Shit-Storms auf facebook veröffentlicht … und wurde ob der positiven Rückmeldungen und den vielen Likes sehr überrascht. Ich find’s toll (ausser auf das “geil” hätte ich verzichtet) und wurde von diversen Seiten (Danke!) auch darauf aufmerksam gemacht. Inzwischen ist die Kundin übrigens zurückgekrebst … sie fand die Antwort auch ganz toll … und wird weiterhin Kundin bleiben.

Dann war da Bloggerin Tolla, die sich Luft gemacht hat, als sie die Pille, für die sie nicht rechtzeitig ein Rezept besorgt hat, nicht bekommen hat: erst in ihrer Stammapotheke nicht (hauptsächlich, weil sie nicht warten wollte, bis die Kontakt hatten mit dem Arzt nach der Mittagspause) und dann auch nicht in einer weiteren Apotheke. Erst die dritte Apotheke, die mit dem Arzt Rücksprache nehmen konnte und die von ihm die Bestätigung über das Rezept erhielt konnte ihr die Pille dann abgeben.

Der Artikel wurde inzwischen (mehrmals) abgeändert, nachdem die kommentierenden Apotheker sie deutlich auf die Lage hingewiesen haben … und dass sie gar nicht anders handeln konnten.

Ganz offensichtlich ist es in Deutschland immer noch nicht in der Bevölkerung bekannt, dass die Abgabe einer rezeptpflichtigen Medikamentes ohne ein Rezept einfach nicht möglich ist. Man macht sich tatsächlich strafbar und riskiert seine Lizenz – und sonstige beträchtliche Strafen. Da hilft es auch wenig, wenn man es schon öfter hatte und auch nicht, wenn man es bezahlt und auch nicht, wenn man nur einen Teil der Tabletten mitnimmt. Es geht nicht.

Es wurde im Anschluss daran auch darüber diskutiert, ob so ein Antrag nicht schon als „Aufforderung zur Straftat“ verstanden werden könnte … interessant, aber meiner Meinung nach der völlig falsche Ansatz. Besser wäre es doch, anhand solcher Beispiele die Öffentlichkeit über bestehende Tatsachen zu informieren und wie Patientenunfreundlich (und Apothekenfeindlich) die sind – und vielleicht mit Hilfe von derartigen Blogs und Facebook und weiteren Medien darauf hinzuarbeiten, dass das in Zukunft gelockert wird.

In anderen Ländern geht das auch – ich nenne hier jetzt die Schweiz, wo „im Ausnahmefall“ die Abgabe eines rezeptpflichtigen Medikamentes erlaubt ist. In so einem Fall – wo man sogar im Computer sehen konnte, dass sie es vorher regelmässig hatte, wo schon ein Arzt-Kontakt stattgefunden hat und das Rezept de fakto unterwegs war, sollte das doch auch in Deutschland möglich sein? Das hilft doch eigentlich allen, wenn man da den Apothekern ein bisschen mehr Rechte und Kompetenzen gibt.

Also liebe deutsche Kollegen: Macht was. Diskutiert mit, teilt und verbreitet positive Meldungen, reagiert auf negative mit Erklärungen, die verstanden werden. Das sind kleine Dinge, aber viele kleine Dinge summieren sich. Das Ziel ist Veränderung zum besseren.

Das ist ja cool: Apothekerblog hilft Arzt

Ich lese dein Blog seit Jahren mit Begeisterung, auch dein Buch habe ich geradezu verschlungen. Ich selber habe Medizin studiert … und das Wissen, das ich von deinem Blog habe, hat sich schon mehrfach bezahlt gemacht oder mir, äxgüsi, den Arsch gerettet. Das letzte Mal erst vor Kurzem, und ich möchte dir gerne davon berichten.

Diese Woche habe ich meinen ersten Nachtdienst. … Ich bin eigentlich auf der Chirurgie, aber in dem kleinen Spital, in dem ich arbeite, muss ich nachts alle Patienten betreuen, die aufschlagen, medizinische, gynäkologische, augenärztliche, was auch immer. Und eine davon war eine 15jährige, welche die Pille danach wollte.
Selber habe ich keine Ahnung von der Norlevo. Ich weiss, was es ist, wie es wirkt… Aber nun musste ich plötzlich auch noch ein Beratungsgespräch führen, die richtigen Fragen stellen, die richtigen Hinweise geben. Und sowas lernt man im Studium natürlich nicht. Aber ich lese ja dein Blog, und du hast schon mehrfach darüber geschrieben – und deshalb haben wir es dann auch einigermassen gut über die Bühne gebracht. Das hat mir etwas Sicherheit gegeben an einem Abend, an dem ich sowieso schon nervös war. Deshalb wollte ich mich dafür bedanken.

Wow. Bitte, sehr gern geschehen!

Wer nachlesen will, wie das gegangen ist (und das ist lesenswert und für eine Pille danach -Beratung wirklich herzig) kann das hier: https://gramseleblog.wordpress.com/2016/01/05/die-pille-danach/

-der Blog  kommt auch in meine Patientenliste. Cool.

Ein Artikel zieht (weite) Kreise …

Man hat das vielleicht hier auf dem Blog nicht ganz so mitbekommen, aber der Post Liebes Kind, wie zufrieden bist Du mit Deiner Figur? hat ziemlich Aufmerksamkeit bekommen!

Alles fing damit an, dass Apothekerin Kossendey am 30. Dezember auf facebook einen Post veröffentlicht hat, worin sie angibt, die Januar-Auflage des Kinder-Magazins medizini nicht aufzulegen. Darin ist nämlich so ein … ich weiss noch immer nicht genau, wie ich das nennen soll … Körper-Selbstanschauungs-Test der auf Kinder abzielt mit (auch in meinen Augen) sehr suggestiven Fragen.

Ich habe das dann aufgegriffen und am 2. Januar hier im Blog gebracht und vorher hat der Apotheker Thomas Luft von der Postapotheke hat auf der Homepage seiner Apotheke veröffentlicht, weshalb es bei ihnen im Januar das medizini nicht gibt.

Und dann ging’s ab. Da hat sich nämlich auch die öffentliche Presse des Themas angenommen.

Am 3. Januar fand sich ein Artikel darüber im Kölner Stadtanzeiger
in der Mitteldeutschen Zeitung, und in der Berliner Zeitung, – alle von der gleichen Autorin (Claudia Bleier).

Am selben Tag noch kam es im Stern

und auch die Apotheken-spezifischen Zeitungen fingen an sich dafür zu interessieren: wie die Deutsche Apotheker-Zeitung, die am 4. Januar dazu etwas brachte  und die Apotheke Ad-hoc.

Ebenfalls am 4. Januar folgte ein Artikel in der der Huffington Post:
sowie rpr1
und Welt.de

Der Wort und Bild Verlag, der das medizini herausbringt, hat dann eine offizielle Stellungsnahme veröffentlicht. Auzugsweise:

Unter dem Oberbegriff „Wunderwerk Mensch“ fragt medizini seine zehn- bis zwölfjährigen Leserinnen und Leser „Wie zufrieden bist du mit deiner Figur?“ In der anschließenden Auswertung sollen diese älteren Schulkinder, für die Themen wie Aussehen, Körper, Unter- oder Übergewicht und Ernährung bereits eine Rolle spielen, sich kritisch mit ihrer Selbstwahrnehmung auseinandersetzen.

Der Beitrag will damit das Bewusstsein dafür schaffen, dass zu viel Beschäftigung mit dem eigenen Körper schädlich sein und zum Beispiel Krankheiten wie Magersucht begünstigen kann.

… Die Medizini-Redaktion ist der Meinung, dass sich Kindergartenkinder oder Schulanfänger am besten noch gar nicht mit der eigenen Figur beschäftigen sollten.

Sie rudern also ziemlich zurück, und relativieren ihre eigene Werbung für das medizini, das sie als Magazin für Kinder von 5 bis 12 anpreisen. Allzu fest beklagen können sie sich nicht – wie Oskar Wilde sagte: “The only thing worse than being talked about is not being talked about.”

Damit war aber noch nicht Schluss … wenn etwas mal am laufen ist, ist das sehr schwer aufzuhalten.

So kam die Geschichte sogar in die Bild (zum Glück will ich fast sagen ohne Link auf den Blog hier)

Es folgten (am 5. Januar?) das Naumburger Tageblatt,
Brigitte Mom
und n-tv.de

und am 6.Januar  die NWZ.

Am 8. Januar kommt das ganze dann auch noch ins Fernsehen: im SAT1 Frühstücksfernsehen wird ein ganz ordentlicher Beitrag gebracht.

Das war wirklich erstaunlich mitanzusehen – einen Teil habe ich direkt mitbekommen, weil die Medien teils zum Blog hier zurückverlinkt haben. Auf andere Links wurde ich aufmerksam gemacht … wahrscheinlich gibt es inzwischen noch einige mehr. Man könnte fast sagen, der Artikel ist viral gegangen.

Das ist schön – und gibt den Apothekern in Deutschland ein bisschen (nötige) Popularität. Und es zeigt, dass das möglich ist!

Noch schöner wäre es, wenn das auch mal bei einem wichtigen Thema wie den unsäglichen Null-Retaxationen wegen den “Rabattverträgen”, Hilfsmittelverträgen und derartigem passieren würde. Aber … wer weiss? Vielleicht mit dem richtigen Ansatzpunkt …? Ich stehe hier dafür jedenfalls zur Verfügung :-)

Top Ten Artikel von 2015

2015 ist vorbei, 2016 ist da, aber hier kommt der Wochenendrückblick der besten … naja, zumindest meistbesuchten Artikel von 2015:

1. Brillen für die Sonnenfinsternis
Sonnenfinsternis am 20. März … und alles sucht nach den Brillen dafür. Wir auch – denn im Gegensatz zur letzten Sonnenfinsternis hatten wir dafür vorher keine Angebote … und auch deshalb einen rechtzeitige Bevorratung verpasst. Mistig. Aber: schön war sie trotzdem, auch mit Behelfsmaterial.

2. Lego Geburtstagsparty
Juniors letzte Geburtstagsparty und Ideen dazu erfreute sich starker Nachfrage. Die nächste wird übrigens Minecraft.

3. Da steht was auf dem Rezept ?!?
Gastbeitrag – ist aber auch unglaublich, was sich so alles auf einem Rezept findet.

4. Wie geht es Euch mit der Pille danach?
Deutschland hat es geschafft und gegen erbitterten Widerstand in der Politik und Zweifeln der Ärzteschaft die Pille danach frei verkäuflich zur Abgabe in Apotheken gemacht. Haben sich die Befürchtungen bewahrheitet? Und: gehört das in die Reiseapotheke?

5. Wieviel darf ein Medikament kosten?
Das war die Frage: was ist es Euch wert. Und es stellte sich heraus: Vom Gesetz her kostet es einiges weniger als die Mehrheit erwartet oder bereit ist zu zahlen.

6. Wie schreibt sich das?
Immer wieder interessant … sollte das der Arzt nicht (auch) wissen?

7. Ein Grund mehr rechtzeitig zu schliessen …
weil man sonst verzeigt werden kann?

8. Algebra Rezept?
Brandneuer Beitrag – was heisst das nun? Ihr rätselt ja gerne.

9. Bitte lest nicht diesen Blog!
Nicht ganz ernstgemeint, aber trotzdem so: Ich will ja niemanden zwingen. Echt nicht. Ich weiss, es macht süchtig, aber … echt nicht.

10. Rezept für … was?
Noch so ein Rätselrezept, Ärzte-Handschriften sind doch was … einzigartiges.

Der WordPress- Rückblick ist auch interessant, auch wenn sie immer noch nicht rechnen können, so wie’s aussieht.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Besten Dank jedenfalls an alle Kommentatoren! … allen voran:

 

Ein Blick zurück – 2015

Bevor WordPress wieder seinen Jahresrückblick veröffentlicht, was mit dem Blog so gelaufen ist, kommt hier ein etwas persönlicherer Jahresrückblick.

Es war ein … irgendwie kurzes Jahr. Fast bin ich schon erschreckt ist es schon zu Ende.

vaderJunior ist wieder ein Jahr älter geworden – er hat es gut überstanden, von einem (an-)gebrochenen Arm im Frühling und einem verstauchtem Fuss in Herbst abgesehen … beides „Sport“-Unfälle, ersteres beim Schlitteln, zweites beim Herumrennen. Man kann sie nicht in Watte packen, richtig? Die Folge waren jeweils 2 Wochen Stützen und Dispens vom Turnunterricht. Als ob sie nicht schon wenig genug Turnen hätten. Wenn jemand in der Schule ausfällt oder bei speziellen Aktivitäten fallen eigentlich immer die Turnstunden aus. Er hat mit dem neuen Schuljahr neue Lehrer bekommen. 2 an der Zahl und männlich. Den Unterschied merkt man sehr, insbesondere an markant weniger Hausaufgaben – letztes Schuljahr hatten wir jeden (jeden!) Tag Aufgaben. Wir, denn Junior hat sehr Mühe da dran zu bleiben und braucht ziemlich Unterstützung. Dafür jetzt: kaum noch welche, dafür haben sie mit Französisch angefangen (seltsames Unterrichtsmaterial by the way) … und in mir die unterschwellige Angst, dass sie mit dem Stoff nicht wirklich vorwärts- oder durch-kommen. Vielleicht ist das nur der Unterschied zu vorher, aber … ja, es beunruhigt mich etwas. Neben der Schule hat Junior das Krokodil und den Eisbär erreicht und er will weiterhin schwimmen und Kurse nehmen, was mich als ehemalige Wasserratte und Rettungsschwimmer sehr freut.

tansania

In den Ferien waren wir alle auch – zuletzt in Tansania. Afrika ist immer schön, wenn es auch etwas chaotischer war als sonst. Nochmal will ich auf jeden Fall nicht 1 Tag festhängen, auch wenn sie in Amsterdam gut für uns geschaut haben.

thailand

In den nächsten Ferien (in Thailand) habe ich übrigens meine Eltern überzeugen können (Juhu!) dass sie eine Woche mit uns zusammen verbringen. Unterwegs sind sie dann sowieso, aber ich freue mich wahnsinnig darauf, ihnen Khao Lak zu zeigen, wo wir schon ein paar Mal waren.

Der Blog … er hatte viele Besuche: fast 1.5 Millionen und macht mir weiterhin viel Freude. Was ich hier nicht geschrieben habe, aber was eine grössere Überraschung war: mein Arbeitgeber weiss inzwischen, dass ich blogge und … … sie finden es gut! Da fiel mir doch ein kleinerer Stein vom Herz. Dennoch ändert sich hier nichts: falls ihr mich kennt, bitte ich das auch weiterhin für Euch zu behalten. Ich werde auch weiter anonym bloggen, für mich (ich bin – man glaubt es kaum- etwas scheu) und für die Patienten (auch weiterhin die Geschichten so weit anonymisiert, dass sie nicht zuzuordnen sind für Aussenstehende).

Der Blog „bringt“ mir viel. Da wären die über 6000 Kommentare allein in dem Jahr von Euch – immer wieder interessant und auch ich lerne dadurch noch dazu. Die Kommentare lasse ich momentan immer noch auf „moderiert“: also dass zumindest der erste Kommentar, den jemand schreibt von mir freigegeben werden muss. Das habe ich eingeführt, nachdem ich Ende letzten Jahres ziemlich bedroht wurde (nachzulesen hier). Von dem Typen habe ich übrigens nichts mehr gehört, was gut ist für ihn. Ein bisschen weiter und ich hätte ihn angezeigt, Blog-anonymität hin oder her.

Dann nicht zu vergessen die Fotos von Apotheken aus aller Welt, die mich für meine Sammlung hier von Euch aus aller Welt erreichen. Ich hinke damit immer etwas hinterher mit bringen, aber die kommen! Ich habe übrigens inzwischen ein Schlagwort dafür, so dass sich jetzt alle Apotheken unter ApothekenausallerWelt finden lassen.

Da war die Wichtelaktion, die mit … gemischten Gefühlen empfangen worden ist und zu teils lautstarkem Protest geführt hat. Die gilt übrigens immer noch: Wer mir etwas vom Wunschzettel zukommen lässt, der bekommt dafür eines meiner „Einmal täglich“ Cartoon Bücher mit persönlicher Widmung / Zeichnung zugeschickt. Ein paar haben davon Gebrauch gemacht – und wenn sie nur halb so glücklich damit waren, wie ich, war das ein Erfolg.

Seit Spätsommer bringe ich gesponserte Posts auf dem Blog, nur gelegentlich und gekennzeichnet.

sponsoredbannerschmalObwohl ich immer wieder Anfragen bekomme: Online-Apotheken, Online-Ärzte-Apotheken (wie Dr.Ed und Co.) und was direkt mit der Apotheke in Konkurrenz steht … derartiges wird es hier nicht geben. Die Werbe-Einnahmen kommen mir und der Familie zu gut … ein Nachtessen mehr in den nächsten Ferien J – 15% der Einnahmen gingen (und werden gehen) als Spende an diverse Hilfsorganisationen, das letzte Mal die Ärzte ohne Grenzen und Apotheker ohne Grenzen.

Dann lernt man interessante Leute kennen via den Blog – Dr. Friederike Bischof, ehemalige Ärztin, die nicht nur den spannenden Gastbeitrag “Rundumversorgt” beigetragen hat, sondern die als Hobby Kochbücher schreibt wie Kochtipps für Geniesser, die man wirklich gut zur Fest-vorbereitung brauchen kann.

Von einem deutschen Kollegen im „Unruhestand“ habe ich sein Buch bekommen, das er über seine Apotheker-Zeit vor allem für sich selber geschrieben hat. Eigentlich schade, denn das war wirklich lesenswert und interessant: wer hätte gedacht, wie sehr sich das Studium auch nach über 30 Jahren ähnelt? Danke dafür U.D.! (Darf ich Deinen Namen nennen?). Vielleicht darf ich den einen oder anderen Auszug hier auch bringen.

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Was gab’s noch? Ich habe Canva entdeckt,

eine Seite und Tipp, mit dem man gratis online tolle Grafiken und Bilder

für den Blog (und Facebook etc.) erstellen kann.

Ich habe Instagram wieder entdeckt – da kann ich diese Bilder auch gleich anwenden … Auf facebook wurde eines dieser Bilder von PTAheute verlinkt – was mir innert kürzester Zeit einen Zuwachs von 150 Fans gebracht hat.Das war nett :-) Nicht so nett fand ich, was apotheke adhoc gemacht hat, als sie von meiner Slideshare:

von Mitte Juli die Inhalte, die ich sorgfältig und mit viel Liebe zusammengestellt habe, übernommen haben, mit neuen Bildern versehen und ohne Angabe oder Danke woher die Idee (und mehr) kam Anfang August auf ihrer Seite gebracht haben. Grummel.

In der Apotheke bleibt es spannend. Wir bekommen einen Mann ins (bisher durchwegs weibliche) Team – und das in der Drogerie. Das gibt sicher noch interessante neue Blogbeiträge :-)

Daneben bin ich am überlegen, ob ich einen Pharmama-Krimi schreiben will. In und um die Apotheke natürlich und mit einer geballten Ladung Humor (darf man das in einem Krimi?). Ich bin erst in der Vorbereitungsphase, auch wenn ich einige Ideen dazu habe … vielleicht habt ihr Vorschläge?

Über den Umgang miteinander (Respekt und Anstand)

Ich habe mir erlaubt einen Statusbeitrag von einem Kollegen zu klauen, weil ich finde dass das so wichtig ist – gerade in der heutigen Zeit:

Was aber das Arbeiten in der Apotheke angeht: Die Menschen begegnen sich hier noch mit viel mehr Respekt und Anstand, auch habe ich noch keine Kunden erlebt, die nicht grüßen.
Wie man miteinander umgeht, erkennt man sehr schön an den Substitutionspatienten.
Wie oft habe ich erlebt: “Die wollen wir nicht!” “Bloß keine Junkies”.
Hier werden sie normal behandelt und bekommen eine faire Chance, es findet im Umgang keine Abwertung statt wie das oft … der Fall ist.

Diese Art des Miteinanders habe ich … vermisst, Anstand und Respekt sind doch bei vielen verloren gegangen, obwohl sie es für sich einforderten.
Eine absolute Wohltat für mich.

Respekt und Anstand im Umgang miteinander sind essentiell. Jeder ist anders, hat andere Voraussetzungen und jeder hat so seine Probleme

Ich weiss, dass ich hier im Blog häufig die Negativ-Beispiele bringe, diejenigen Kontakte, die aufgeregt haben, die unerfreulich waren. Das sind die, über die man schreibt, auch weil man es damit loslassen will, hören will, dass man nicht die einzige ist, die derartiges unverständlich oder unschön findet.  Aber daneben gibt es noch so viele Kunden – und Patientenbegegnungen, die von ereignislos über freundlich bis zu einfach wunderbar sind. Leute, die sich bedanken für die Zeit, die man sich genommen hat, Patienten, die zurückkommen um zu sagen, dass es das Richtige war (Behandlung oder Ratschlag …), wirklich Ältere wo man nachher sagt: “die würde ich mir als Grosmutti (oder Grosspapi) aussuchen, wenn ich könnte.” einfach, weil sie so herzig und nett sind … trotz allem. Wir wissen ja, dass zu uns Leute kommen, die gesundheitliche Probleme haben … und auf Dauer kann das (verständlicherweise) grantig machen. Ich bewundere die Leute zum Beispiel mit chronischen Schmerzen, die es so gut wie immer schaffen, ihre Probleme nicht an anderen  … auszulassen. Oder diejenigen, die wirklich nicht mehr gut zu Fuss sind und doch jeden Tag aus dem Haus gehen und auch bei uns in der Apotheke vorbeischauen … und dabei noch einen Spruch wie “wer rastet, der rostet” machen können. Oder die Leute mit Angststörungen, für die es jedes Mal eine Überwindung ist, wenn sie mit anderen Leuten interagieren müssen … und die alle Woche ihr Dosett holen kommen und sich beim Erhalt bedanken und freundlich verabschieden. Oder, oder … ich hätte noch viele Beispiele für die Patienten und Kunden um deren Umgang ich sehr Dankbar bin.

Respekt und Anstand.

Ich komme hier im Blog gelegentlich sicher als besserwisserisch über. Oder als ob ich mich über die Leute und ihr Nicht-Wissen lustig mache. Ähm. Es stimmt, manches finde ich wirklich lustig. Aber das bedeutet nicht, dass ich die Leute dahinter nicht schätze. Ich hoffe, das merkt man auch. Manches bringe ich hier auch deshalb, dass andere aus dem lernen. Auch aus meinen Fehlern oder aus dem, was ich daraus gelernt habe … man muss nicht alles selber machen, oder?

In dem Sinne: das ist das, was ich mir für hier und jetzt und später und überall wünsche: dass man sich gegenseitig mit Respekt und Anstand begegnet.

Schöne Weihnachten miteinander! Gute Festtage und (wen ich hier nicht mehr sehe) einen guten Rutsch ins neue Jahr!

kleines Danke!

Von mir hier auf dem Blog an die lieben Leserinnen, die an mich gedacht haben. Das hat mich überrascht und wahnsinnig gefreut!

Dankevielmals!
Danke liebe Judith und Marion … und nicoretta: nicht vergessen, Du hast immer noch was offen bei mir.

Von Werbung und Spenden

Das ist nur ein update – wie ich im Oktober auf dem Blog schon mitgeteilt habe, mache ich gelegentlich (Ja, wirklich nur gelegentlich) etwas Werbung in Form von sponsored Posts und habe nun (auch wie angekündet) 15% dieser Einnahmen gespendet (plus noch für etwas, das ich für ausserhalb des Blogs geschrieben habe, aber das ich wegen dem Blog bekommen habe).

genau gesagt waren das 100 Franken an die Medecins sans frontiers (die Ärzte ohne Grenzen) und 25 Euro an die Apotheker ohne Grenzen. Beides meiner Meinung nach sehr unterstützenswerte Organisationen.

Es wären ja noch 22 Euro mehr gewesen … wenn sich da nicht dieser Herr von der webworks agentur.de (der für babywalz auftrat) als unzuverlässig herausgestellt hätte. Von einer Zusammenarbeit rate ich hier allen eventuell auch angeschriebenen Bloggern ab.

Momentan läuft hier auf dem Blog noch Werbung via WordPress selber: Word ads. Sobald ich da das Auszahlungslimit erreicht habe (hoffentlich diesen Monat, sonst nächsten) schalte ich das aber aus … die etwa 6 Euro, die man damit noch einnimmt sind es echt nicht wert, dass dafür die ganze Zeit Werbung eingeblendet wird. Das war am Anfang vielleicht anders, als damit noch etwa 30 Euro pro Monat gemacht werden konnte … das ist aber eingebrochen auf etwa 15 Euro im Monat seit Ende 2014 und dann auf etwa 6 Euro seit Mitte Jahr.

Auch in Zukunft halte ich das so, dass für die (paar) sponsored Posts 15% gespendet werden.

Denjenigen, die nun deswegen nicht mehr hier weiter mitlesen wollen, (gab’s nach der letzten Meldung ) sage ich nur: Wiedersehen, war nett, ist nicht nötig, dass ihr Euch deshalb abmeldet, vor allem, wenn ich vorher noch nie etwas gehört habe von euch. Dem Rest: Danke, dass ihr da seid und bleibt. Für Euch mache ich das hier auch.

 

Weihnachtsdeko

So … nach der Apotheke habe ich jetzt auch den Blog für die Festtage dekoriert, mir ein Mützchen angezogen … und schneien tut es (zumindest hier auf dem Blog auch schon!)

snowflakes

Nicht zuviel, oder? :-)

Pharmama auf Instagram!

Mal was neues: Pharmama ist jetzt auch bei Instagram. Erst kürzlich habe ich das wiederentdeckt – und es hat Suchtpotential.

Was könnt ihr dort erwarten? (hoffentlich) schöne Bilder von … überall.  Aktuelle Schnappschüsse aus der Apotheke. Optisch ansprechende Grafiken und … was mir sonst so interessantes über den Weg läuft, das im Blog keinen Platz findet.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir dort folgen wollt.

Klick auf die Pille bringt Euch hin:

(jetzt auch in der Seitenleiste)

See you there?

Betreffend Blogwerbung

Es könnte in der nächsten Zeit vorkommen, dass ich gelegentlich gesponserte Artikel bringe oder solche mit einem Werbelink darin. Ich werde sie kennzeichnen, nur Artikel bringen, die auch einen gewissen Bezug zu meinen sonstigen Themen haben, also einen gewissen Mehrwert auch für Euch Leser bringen, die Artikel sind von mir geschrieben und nicht von jemand anderem UND … ich will einen Teil der Einnahmen, die mein Blog so generiert für einen guten Zweck spenden. Ich denke so an 15% die ich weitergeben will.

Habt ihr mir gute Ideen für Organisationen, denen ich das spenden soll? Ein paar Voraussetzungen hätte ich: die Organisation sollte transparent sein in dem Sinn, dass sie einen Grossteil ihrer Einnahmen auch wirklich weitergeben und nicht in Werbemassnahmen verpulvern, nach Möglichkeit sollte man via paypal spenden können – oder sonst via Kreditkarte. Das können lokale oder Internationale Organisationen sein.

Ich bin mir bewusst, dass das Diskussionen gibt – nicht nur von wegen Werbung untergrabe meine Glaubwürdigkeit – sondern auch welche Organisation man jetzt unterstützen soll.

Ich bin offen für Vorschläge diesbezüglich, Kommentare die nur dem Grund dienen, dass ihr keine Werbung lesen wollt bringen aber nichts, Sorry. (Wenn ihr keine Werbung lesen wollt, könnt ihr die Posts auch einfach auslassen, es werden nicht sehr viele sein).

Hallo. Hallo? Test. Test!

Ist das Ding noch an? Funktioniert das noch?

Ja – wir sind wieder zurück. Der Rückflug verlief im Gegensatz zum Hinflug (fast) Problemlos. Irgendwie bin ich sehr froh, wieder hier zu sein. Auch wenn es kalt ist. Und nass. Und ich gleich wieder arbeiten gehen darf. Mehr also später.

Und ihr so?

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Wir sind am 18.10. (hoffentlich) wieder zurück. Euch allen auch eine gute Zeit!

Wem bis dahin langweilig ist, empfehle ich einen Blick ins Archiv oder die Zufallsfunktion (beides zu finden in der rechten Seitenleiste).

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