Quicky (12)

Junge Patientin in der Apotheke mit einer „brennenden“ Frage:
„Ich mag meinen neuen Freund wirklich, aber ich vertraue ihm noch nicht so. Also hab‘ ich drauf bestanden ein Kondom zu benutzen. Aber er meinte, wenn er das benutzen muss, dann müsste ich ihn dafür ohne oral befriedigen. Jetzt … man kann sexuell übertragene Krankheiten nur da unten bekommen … richtig?“ (und zeigt auf ihre …)

Sorry, nein.

Mehr Vorsicht, bitte!

Ich finde es enorm bedenklich, wenn 16 jährige (oder jünger) mit einem Rezept in die Apotheke kommen für etwas, was eigentlich nur eine Herpes genitalis –Behandlung sein kann. Fast noch schlimmer finde ich es aber, wenn sie ihre Mütter vorschicken. Offensichtlich waren sie ja alt (reif?) genug für Sex – aber nicht für die Konsequenzen?

Da denkt man in der heutigen Zeit wird aufgeklärt. Naja, vielleicht stimmt das auch – auf jeden Fall scheinen die jungen Leute heute schon zu wissen wie „es“ funktioniert. Etwas schwieriger ist es offenbar mit dem Verhüten – trotz fast unzählbarer Varianten. Und fast unmöglich scheint es inzwischen zu sein, was die Aufklärung betreffend STDs also sexuell übertragener Krankheiten betrifft.

Und die sind schwer wieder am kommen. Sei es AIDS (fragt mal jemanden, ob HIV heilbar sei – „na, da gibt es ja Medikamente, oder?“) oder Herpes – noch etwas, was einen dann für den Rest des Lebens begleitet. Oder Chlamydien – weshalb tausende Frauen später ungewollt kinderlos bleiben, oder Syphillis oder Hepatitis B oder…
Das Problem ist, dass in der Bevölkerung der Glaube herrscht, dass die Sexuell Übertragenen Krankheiten am Aussterben und fast nicht mehr vorhanden sind. Dem ist aber nicht so, im Gegenteil!

Verhütung ist das eine. Aber die kleine Pille (oder das Pflaster, der Ring, das Implantat …) schützen einen NICHT vor Geschlechtskrankheiten. Kondome sollte man darum trotzdem benutzen. Oder einen Bluttest verlangen – wobei man dabei beachten muss: HIV gibt erst nach ein paar Monaten an. Treue ist eine gute Vorbeugung: nur, wie sicher kann man bei seinem (neuen) Partner sein?

Wie auch immer: mehr Vorsicht, bitte!
… Sonst sind peinliche Momente in der Apotheke vorprogrammiert.

Kreative Kondomwerbung- darunter steht: „Denken Sie an Sex?“

Aber er hatte soooo schöne Augen

Bei der Beratung für die Abgabe der ‚Pille danach‘ kommt heraus, dass die junge Frau schon 2 Tage vorher eine nehmen musste. Nachfragen wieso bringt … etwas mehr Info als man erwartet.

„Ach wissen sie, wir haben schon ein Kondom benutzt, aber es ist gerissen … und das heute war aus der gleichen Packung und ist auch gerissen … vielleicht ist das einfach eine schlechte Qualität … denken sie, ich hätte andere nehmen sollen? … Jedenfalls haben wir dann ohne weitergemacht … er hatte sooo schöne Augen … Aber damit ist jetzt fertig! Ich habe nämlich herausgefunden, dass er verheiratet ist.“

Oh, toll. Vielleicht sollten sie sich gleich noch anmelden für einen HIV Test in ein paar Wochen?

Übrigens: Ich hab gelesen, dass es die Pille danach in Österreich jetzt auch ohne Rezept in den Apotheken bekommt. Dazu hätte ich ein paar Fragen (vielleicht liest ja eine österreicherische Apothekerin grad mit?):

Da stand „für Frauen aller Altersklassen ohne Rezept erhältlich“ – heisst das auch unter 16 Jährige bekommen das einfach so?

Müsst ihr keinerlei Beratung machen bei der Abgabe? Ich habe da nur gelesen, man soll einen Besuch beim Frauenarzt „nahelegen“ und darauf „hinweisen“ dass es sich dabei nicht um eine reguläre Verhütungsmethode handelt.

Das scheint mir etwas … wenig.

Negativbeispiel

Es folgt ein Gespräch bei der Beratung der „Pille danach“ in einer Apotheke – nicht unserer, zugegebenermassen – und zum Glück.
Vorausschickend: die Pille danach ist als Notfalllösung gedacht und nicht zur regelmässigen Verhütung.

Patientin: „Umm, ja, also ich hatte ungeschützen Geschlechtsverkehr am Freitag und habe die Pille danach am Sonntag genommen. Dann hatte ich ungeschützen Sex am Dienstag … kann ich sie jetzt noch mal nehmen?“
Apotheker: „Haben sie schon mal daran gedacht die normale Pille zu nehmen?“
Patientin: „Ich nehme nicht gerne Hormone.“
Apotheker:Sie wissen aber, dass Plan B eine ziemlich hohe Dosis Hormone ist?“
Patientin: „Ja, aber ich benutze es nur gelegentlich.“
Apotheker: „Und wie wär’s mit Kondomen?“
Patientin: „Nun, ich bin 29 und mein Freund ist 58 und er verliert seine Erektion, wenn er Kondome benutzt. Ich wäre ja nicht mal beunruhigt, aber normalerweise wenn er ejakuliert, läuft es wieder raus, wenn ich aufstehe, aber dieses Mal nicht.“

Es gibt heute soviele Methoden zum Verhüten – mit Hormonen und ohne … da sollte man denken, auch sie würde etwas besseres finden, denn das was sie da praktiziert ist keine Lösung – und damit ist sie der nächste Kandidat für eine Abtreibung.

Quicky (8)

Kunde in der Apotheke: „Verkaufen sie auch Vakuumgeräte?“

Pharmaassistentin: „Ich glaube da müssen sie in den nächsten Haushaltsshop gehen.“

Kunde: „Nein, ich meine Penispumpen….“

Pharmaassistentin: „Uh, äh, Nein.“

Übrigens: In Deutschland gibt es die anscheinend bei erektiler Dysfunktion auch via Rezept und dann wird sie von der Krankenkasse bezahlt. In der Schweiz … eher nicht.