Schreibgehler

Telefon.

ein Mann am Apparat.

"Ich muss wissen, was dieses Medikament, das mein Zahnarzt aufgeschrieben hat kostet."

Pharmama: "Wie heisst es?"

Mann: (buchstabiert) "C-i-p-r-o-g-l-a-x-a-c-i-n"

Pharmama: "Meinen Sie Ciprofloxacin?"

Mann: "Nein, da steht deutlich Ciproglaxacin"

Pharmama: "Ist es ein Antibiotikum?"

Mann: "Ja."

Pharmama: "Ich bin sicher, das soll Ciprofloxacin heissen. Ein f kann manchmal aussehen wie ein g …"

Mann: (in abwertendem Tonfall) "Ich bin sicher, es ist richtig geschrieben. Wenn Sie es nicht haben, dann gehe ich einfach woanders hin."

Pharmama: "Aber wir…"

*Klick*

und die Pharmaassistentin fragt sich, warum ich jetzt einfach nur dastehe mit dem Hörer noch in der Hand.

Was ist da eben passiert?

Medikamentennamen sind schwierig (6)

Patient: "Ich brauche mein Gabastatin vom Dauerrezept."

Pharmama: "Meinen Sie Gabapentin oder Simvastatin? Ich sehe beides bei ihnen im Dossier."

 

Ja, Medikamentennamen sind schwierig. Und wenn ich mir die Namen der neusten anschaue – das wird nicht einfacher: Onglyza? Kadclya? Xelijanz? Hört sich nach ausserirdischen Bösewichten an.

Aber auch die klassischen machen Probleme. Wie die:

Amotrampolin – Amitryptyline

Aldente – Albuterol

Metaform – Metformin

Metamorfin- Metformin

Vipaparu – Vicks Vaporub

Tramdanol – Tramadol

 

Medikamentennamen sind schwierig (1)

Medikamentennamen sind schwierig (2)

Medikamentennamen sind schwierig (3)

Medikamentennamen sind schwierig (4)

Medikamentennamen sind schwierig (5)

Was darf es denn sein?

Wenn Sie ein Medikamente von ihrem Dauerrezept wiederholen müssen:

(Oder auch sonst, wenn sie in der Apotheke über Medikamente reden):

Optimale Methode, das Medikament zu bezeichnen: „Aspirin cardio“, „das Generikum vom Sortis“, „meine Verhütungspille“

Sub-optimal, aber immer noch akzeptabel: „Meine Schlaftablette“, „Mein Blutdruckmittel“, „Ato.. Atro…vas..atin?“

Unakzeptabel: „das einzige Mittel das sie bei mir im Computer haben“ (es ist nie nur eines), „Das Medikament, das mein Neurologe gefaxt hat – (gefolgt von) Oh, ich weiss seinen Namen nicht mehr …“, „Das Mittel für’s Herz“ (gegen den hohen Blutdruck? Das Antiarrhythmikum? das Cholesterinmitel? Der Blutverdünner?)

Da könnte ich schreien: „die rote Pille, von der ich keine mehr habe.“ „Die, die ich täglich nehme“, „Eine von den weissen, runden“ …

Ein Extasy

Junger Mann in der Apotheke: „Ein Extasy*, bitte.“

Habe ich richtig gehört? Habe ich was verpasst und das gibt es seit neustem beim ‚legalen Drogendealer‘?

Besser nachfragen.

Pharmama: „Für was brauchen sie es denn?“

junger Mann: „Für die Füsse.“

Ah – er meint Etiaxil! Das ist ein Mittel gegen Schweiss. Nicht *ganz* dasselbe :-)

 

(*Ja, ich weiss, eigentlich schreibt sich das Ecstasy – aber so hat es sich angehört)

Medikamentennamen sind schwierig (5)

Gestern zu einem Patienten mit Rezept:

Pharmama: „Ja, ich sehe auch, dass der Arzt „geben Sie ihr ein Generikum“ auf das Rezept geschrieben hat. Leider bedeutet das nicht, dass es für das Medikament auch schon ein Generikum gibt.“

… das erinnert mich an eine Situation, die mich letzthin schmunzeln lies. Schreibt der Arzt auf das Rezept:

Atova (durchgestrichen)

Atrova (nochmals durchgestrichen) …

das Generikum von Sortis!

Ja, neu gibt es auch Generika vom Sortis – und Ja, Medikamentennamen sind schwierig. Das geht den Ärzten nicht anders als uns. Richtig heisst es: Atorvastatin.

Medikamentennamen sind schwierig (1)

Medikamentennamen sind schwierig (2)

Medikamentennamen sind schwierig (3)

Medikamentennamen sind schwierig (4)

Medikamentennamen sind schwierig (4)

Frau in der Apotheke: „Ein Aspegic und ein Actimel, bitte.“

Pharmaassistentin: „Actimel … wie das, was man am morgen trinkt?“

Frau: „Nein, meine Tabletten!“

Sie meinte dann Actonel, das hat sie auf ihrem Rezept.

Und wenn wir schon dabei sind:

Weiss jemand, was Psychologische Lösung ist? :-)

Medikamentennamen sind schwierig (1) freiverkäufliche

Medikamentennamen sind schwierig (2) rezeptpflichtige

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