Damenhygiene

Es kommt ein junger Mann mit einer Packung Tampons an die Kasse der Drogerie.

Er legt sie hin, sichtlich peinlich berührt und sagt, während ich sie einscanne: „Die sind nicht für mich!“

Pharmama (lächelnd): „Das habe ich mir schon gedacht.“

Warum ist es manchen Männern so peinlich Hygieneprodukte wie Tampons oder Binden für ihre Freundinnen / Frauen zu kaufen? Da ist wirklich nichts dabei.

Oder liegt es an der Auswahl, dass sie so … beeindruckt sind? Normal, Super, Mini, mit Applikator oder ohne, mit Flügelchen und Röckchen mit …

 

Und dann war da noch die Geschichte, die mir der Kollege Busfahrer erzählt hat:

Bei der Endstation haben sie immer Pause und Zeit etwas kleines zu essen und auf die Toilette zu gehen. Das ist eine öffentliche unisex-Toilette.

Wie er eintritt tönt es aus einem der Abteile: „Hallo? Ist da jemand? Ich brauche hier Hilfe!“

Sie war ziemlich enttäuscht als sie hörte dass es ein Mann war: „Oh ich habe gerade … meine Periode bekommen. Ich bräuchte ein Tampon oder so etwas…“

Busfahrer: „Das ist gar kein Problem.“

Er geht raus, steigt in den Bus, in dem inzwischen schon ein paar Leute sitzen und warten und sagt: „Ich habe hier einen Notfall. Hat jemand vielleicht einen Tampon für mich?“

Die Blicke müssen … unbeschreiblich gewesen sein.
Aber: er hat ihn bekommen!

Aber Sie müssen sich an mich erinnern!

Tatsächlich, wir erinnern uns.

Die Drogisten-Kollegin, hat die Kundin etwa 1 Stunde lang ausführlichst beraten, bis sie sich für ein Produkt entschieden hat. Dann wollte sie es als Geschenk eingepackt haben, während sie rasch etwas trinken geht. Sie sagte, sie käme gleich zurück es zu bezahlen.

Sie kam nicht mehr. Leider hat sie auch keinen Namen genannt, so dass man ihr telefonieren konnte.

Man hielt ihr das Geschenk 1 Woche auf der Seite, falls sie doch noch kommt, dann hat man es wieder ausgepackt und versorgt.

Und jetzt – 2 Wochen später ruft sie an und will es.

Kundin: „Sie erinnern sich sicher noch an mich, ja? Ich habe ganz vergessen es abzuholen, aber da ich es ja bezahlt habe …“

Drogistin: „Ja ich erinnere mich, aber … es wurde noch nicht bezahlt.“

Kundin: „Doch, doch, das weiss ich ganz genau – sie müssen sich doch auch daran erinnern?“

Drogistin: (Schaut nochmal nach): „Tut mir leid, aber es wurde noch nicht bezahlt. Wir können jeden Verkauf im Computer nachvollziehen. An dem Tag haben wir das Produkt nicht verkauft – also auch nicht an sie.“

Kundin: „Doch, doch, das habe ich bezahlt,  und … ich komme das jetzt abholen!“

Drogistin: „In Ordnung, aber sie müssen entweder den Kassabon mitbringen, als Zahlungsbeleg – oder es beim abholen zahlen.“

Sie kommt tatsächlich und macht nochmals den gleichen Aufstand, aber einen Beleg hat sie logischerweise keinen.

Was war das? Der Versuch gratis an ein (teures) Kosmetik- Produkt zu kommen? Wusste sie es wirklich nicht mehr?

„Pe-Ha“- Los

Kundin in der Drogerie:

„Ich brauche ein Shampoo, aber es darf absolut kein „PH“ enthalten!“

Man versuchte ihr zu erklären, dass es sich bei dem pH nicht um einen Inhaltsstoff, sondern um eine Angabe der Säure handelt – im Sinn von: je näher dem normalen Haut-pH von 5.5, desto milder für Haut und Haar. Das war aber hoffnungslos – sie wollte einfach nicht verstehen, also suchte man nach einem Produkt, wo nichts mit pH drauf steht. Einen pH hat es natürlich trotzdem …

Gar nicht so einfach, wie man denkt. Da gibt es pH-neutrales Shampoo, pH 5.5, pH Hautneutral, pH 5, etc. Man glaubt es kaum, wo das alles draufsteht.

„pH“ – das ist die Abkürzung für den lateinischen Begriff „potentia hydrogenii“ und heißt übersetzt „Wasserstoffionen-stärke“.

Der pH-Wert dient dazu, Säuren und Laugen voneinander zu unterscheiden und ihre Stärke zu kennzeichnen. Denn alles, was Wasser enthält, hat auch einen pH-Wert, der mittels elektrischer Meßgeräte oder aber den sogenannten Indikatoren, wie z. B. Lackmus festgestellt wird. Die Skala reicht dabei von pH 0 bis pH 14, wobei der Mittelwert von pH 7 als neutral bezeichnet wird. Wasser hat diesen Neutralwert von pH 7. Alkalische Seifenlösungen, sprich Laugen, haben einen pH-Wert größer als 7. Demgegenüber rangieren saure Lösungen, so beispielsweise Essigsäure, Milchsäure und Kohlensäure, auf dieser Skala zwischen 0 und 7.

Unsere Haut hat einen leicht sauren pH von 5.5 – und braucht das auch, als zusätzlichen Schutz vor Bakterien. Den sogenannten Säureschutzmantel sollte man nicht kaputt machen durch sehr basische oder auslaugende Produkte.

Kreditkartenprobleme

Das unmögliche ist passiert: Die Kreditkartengeräte sind ausgestiegen.
Alle.
Offensichtlich ein Verbindungsproblem.

Raaaah!

Währenddem versucht wird, das zu reparieren, haben wir an alle Geräte Hinweise geklebt, dass das Gerät momentan nicht funktioniert und man darum bar zahlen muss – oder in der Nähe am Automat Geld wechseln.

Pharmama: „Das macht 15.20.-„

Kunde: – gibt mir die Kreditkarte

Pharmama: „Tut mir leid, aber im Moment können sie nicht mit Karte bezahlen.“

Kunde: – lacht … und versucht mir wieder die Karte zu reichen.

Pharmama: „Ich kann im Moment keine Karten annehmen. Das System ist aus. Die Maschine funktioniert nicht. Sie müssen bar zahlen.“

Kunde: „Oh, aber es ist keine Kreditkarte, es ist eine Postcard.“

Pharmama: „Es funktionieren im Moment gar keine Karten.“

Kunde: „Könnten sie es nicht an einer anderen Kasse versuchen?“

Pharmama: „Alle Geräte sind im Moment ausgefallen.“

Kunde: „Nun, also … was soll ich tun?“

Pharmama: „Wenn sie kein Bargeld haben, könnten sie am nächsten Geldautomat welches beziehen.“

Kunde: „Oh, muss ich wirklich? Wo kann ich meine Sachen hinlegen?“

Pharmama: „Lassen sie sie nur hier, ich pass’ darauf auf.“

… Nächster?

Finanziell erzwungene Einsicht

Wie ihr vielleicht wisst, halte ich nicht viel von den Versicherungen, die ihre Kunden alles im Voraus zahlen lassen. Aber … es gibt einen Typ Kunden, bei dem das wirklich Sinn macht. Der nämlich, der keine Ahnung hat – und den es auch überhaupt nicht interessiert was die Medikamente die auf dem Rezept sind, denn so kosten – schliesslich zahlt er das ja nicht, sondern die Kasse.

Da hatten wir einen, der regelmässig mit Rezepten kam, auf denen alles drauf war. Die Blutdruckmedikamente (ok), das Mittel gegen Diabetes (ok), aber auch regelmässig Salben gegen Hautausschlag, diverseste normal käufliche Schmerzmittel und Hautpflegemittel zum einreiben, Grippemittel … gelegentlich hatte man das Gefühl, dass er für die gesamte Familie das Zeug beim Arzt auch noch gleich aufschreiben liess. Die Rezepte waren Listen – von oben bis unten gefüllt.

Das war so bis Anfang Jahr, wo er auf einmal zahlen musste.

Pharmama: „Das macht 431 Franken.“
Er schaut mich an wie ein Reh Nachts im Scheinwerferlicht.
Kunde: „Was?“
Pharmama: „431 Franken. Ihre Krankenkasse hat den Vertrag mit den Apotheken gekündet, sie müssen die Medikamente auf dem Rezept jetzt selbst zahlen und einschicken.“

Muss ich noch sagen, dass er sein Rezept wieder mitnahm?
Und dass er nachher mit der Kasse telefoniert hat – die ihm wohl nichts anderes gesagt hat?
Und es vielleicht noch bei der einen oder anderen Apotheke mit dem gleichen Ergebnis versucht hat?

Nach einer Pause von ein paar Monaten kommt er übrigens wieder und jetzt … sind auf dem Rezept nur noch 2 bis maximal 3 Medikamente drauf.

Das … würde ich sagen, ist ein Erfolg für das Gesundheitswesen.

Es gibt vielleicht ein paar, die da jetzt finden, ich müsste eigentlich damit unzufrieden sein – immerhin nehme ich so auch weniger ein. Ja – aber ich sehe auch die andere Seite: diese Leute, die immer zum Arzt rennen und alles (oft nicht zwingen notwendiges) über Rezept nehmen – und über die Krankenkasse, die schaden dem Gesundheitswesen finanziell. Die sind ein Grund für steigende Krankenkassenprämien – und die zahle ich genauso mit wie jeder auch. Ehrlich: mich freut diese „Einsicht“, auch wenn sie finanziell erzwungen wurde.

Zeitlicher Zusammenhang ist nicht zwingend kausaler Zusammenhang

Kunde: „Ja hallo, ich brauche etwas, ich bin krank – seit meine Frau mir vor 3 Tagen zum Abendessen Kartoffeln und Ei gemacht hat …“

Pharmama: „Und wie … krank? Durchfall? Erbrechen?“

Kunde: „Nun, ich habe diesen Husten und starke Halsschmerzen und mir ist heiss … sehr heiss.“

Pharmama: „Okee .. und sie denken, das hängt mit den Kochkünsten ihrer Frau zusammen? Wieso?“

Kunde: „Nun, mir ging es gut bis zu diesem Nachtessen, nicht wahr?“

(seufz)

Pharmama: „Ich denke das ist ein Zufall, dass das gerade dann angefangen hat, ich glaube, was sie haben ist einfach eine Erkältung, die können sie vorher eingefangen haben und ist einfach dann ausgebrochen.“

Kunde: „Echt? Warum denken sie das?“

Pharmama „Äh … hauptsächlich, weil ich nicht denke, dass ihre Frau versucht sie zu vergiften, oder? Und dann haben sie die typischen Beschwerden für eine Erkältung, nicht für eine Lebensmittelvergiftung…“