Wundermittelchen

Kundin: „Was kann ich nehmen? Ich brauche etwas gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.“
Ich erkläre, dass im Moment wieder ein 24 Stunden Magen-Darm-Virus umgeht und dass es ein paar Sachen gibt, die sie nehmen kann um die Symptome zu lindern.
Kundin: „Ok, wo ist das Zeug, das es in 24 Stunden vorbei sein lässt?“

Auf Toast

Kundin in der Apotheke: „Haben sie eine Idee, wie ich meine Primperan besser einnehmbar machen kann?“

Im Verlauf des Gesprächs fand man dann heraus, dass sie Primperan Zäpfchen hatte – und sie auf warmen Toast strich !

Also das … ist neu.

P.S. Primperan ist ein Mittel gegen Übelkeit, rezeptpflichtig. Davon gibt’s auch Tropfen und Tabletten.

Nicht gerade meine Lieblingsfragen

Das gehört gar nicht zu meinen Lieblingsfragen: Zu Homöopathischen und Anthroposophischen Mitteln – respektive, wenn der Kunde genau wissen will, für was das jetzt ist.

Es ist nicht so, dass ich total gegen diese Mittel bin, aber ich kann bei manchen von diesen Sachen (auch aus mangelndem Wissen – ich habe einfach nie die Energie aufgebracht, die paar hundert Grundmittel zu lernen) einfach nicht mit Überzeugug sagen: „Ja, nehmen sie das, das wirkt.“ Und weil in meinen Augen dem Erfolg der Behandlung auch mit der Überzeugung, respektive der Überzeugungskraft des Therapeuten zusammenhängt, überlasse ich das lieber den Spezialisten.
Das Problem fängt für mich dann aber dort an, wo diese ihre Patienten nicht genügend über das Mittel instruieren. Und die dann zu mir kommen und wissen wollen, für was das jetzt ist.

Ich meine jetzt nicht die fertigen Mittel aus dem Similasan System (die tatsächlich Liste D sind), wo es ja im Namen draufsteht, oder die normalen OTC Mittel der Weleda oder Wala, wo ich zumindest auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückblicken kann, sondern irgendwelche mehr oder minder exotische Sachen.

Beispiel vom Montag:
Kundin kommt zurück mit dem anthroposophischen Mittel, das ihr der Naturarzt verschrieben hat.
„Sollte da nicht eine Packungsbeilage drin sein?“ – was sich für mich anhört wie: „Sie haben mir ein defektes Produkt abgegeben!“
Nein, da sollte keine drin sein. Weil das ja nicht als Medikament zugelassen ist (die meisten davon sind ungelistet), darf da auch keine Indikation draufsein, denn das wäre eine Heilanpreisung – und die dürfen nur für Medikamente gemacht werden.
Dementsprechend steht auf dem Mittel nicht drauf für was es ist – und oft auch nicht, wie man es anwendet. Doof, ja. Ich kann der Firma ja anrufen und fragen, wie man es anwendet.

„Aber was ist drin? „– Nun, das steht zumindest drauf. Ich übersetze die Inhaltstoffe.
„Und was sind das für Pflanzen?“ Auch das kann ich noch einigermassen erklären: wie sie aussehen etc., immerhin ist diesmal nichts derart abstruses drin wie Stinktier oder Berliner Mauer.


Und jetzt: Bitte fragen sie mich nicht, was genau die in dem Mittel machen – die anthroposophische Erklärung dazu ist etwas eigen – die gehen vom Aussehen und Verhalten der Pflanze aus, wenn sie beurteilen, für was sie gut ist. Für alle weiteren Fragen, wenden sie sich am besten an ihren Naturheilpraktiker.

Danke.

Quicky (12)

Junge Patientin in der Apotheke mit einer „brennenden“ Frage:
„Ich mag meinen neuen Freund wirklich, aber ich vertraue ihm noch nicht so. Also hab‘ ich drauf bestanden ein Kondom zu benutzen. Aber er meinte, wenn er das benutzen muss, dann müsste ich ihn dafür ohne oral befriedigen. Jetzt … man kann sexuell übertragene Krankheiten nur da unten bekommen … richtig?“ (und zeigt auf ihre …)

Sorry, nein.

Zugeflogen?

Apothekerin: „Haben sie mir noch ihre neue Versicherungskarte?“
Kundin (säuerlich): „Ich habe sie schon vor Monaten bekommen – warum haben sie sie noch nicht im Computer?“
Apothekerin:Haben sie sie schon vorbeigebracht und gezeigt?“
Kundin: „Nein.“

Und woher soll ich sie sonst haben???

(Ent-) Haariges

Ein älterer Mann -er scheint etwas verängstigt -kommt in die Drogerie: „Haben sie Mittel zum Haare entfernen?“
Drogistin: „Für wo brauchen sie das Mittel denn?“
Mann: „Ja, wissen sie, ich habe nächstens eine Operation wegen meinem Leistenbruch – und da hat man mir gesagt, ich muss die Haare ‚da unten’ entfernen.*“
Drogistin: „Ah, ja.“
Mann: „Jedenfalls bin ich vorher bei einer Kosmetikerin gewesen – und die hat mir einen Termin gegeben um die Haare zu entfernen.“

„Und dann hat sie mir noch gesagt, ich solle vielleicht vor der Behandlung ein Schmerzmittel nehmen. – Wissen sie, die wollen die Haare ausreissen!
Drogistin: „Eine Behandlung mit Wachs also?“
Mann: „Ja, genau!. Und da habe ich Angst bekommen …. gibt es da nicht etwas, das nicht so wehtut?“
Drogistin: „Ja, klar, sie können rasieren oder die Veet Enthaarungscremen benutzen.“
Mann: „Ah, Gottseidank!“

*Ja, ich weiss, normalerweise macht man das direkt im Spital- oder? Vielleicht hat man ihm auch die Wahl gelassen, das selbst vorher zu erledigen?