Quicky (12)

Junge Patientin in der Apotheke mit einer „brennenden“ Frage:
„Ich mag meinen neuen Freund wirklich, aber ich vertraue ihm noch nicht so. Also hab‘ ich drauf bestanden ein Kondom zu benutzen. Aber er meinte, wenn er das benutzen muss, dann müsste ich ihn dafür ohne oral befriedigen. Jetzt … man kann sexuell übertragene Krankheiten nur da unten bekommen … richtig?“ (und zeigt auf ihre …)

Sorry, nein.

Zugeflogen?

Apothekerin: „Haben sie mir noch ihre neue Versicherungskarte?“
Kundin (säuerlich): „Ich habe sie schon vor Monaten bekommen – warum haben sie sie noch nicht im Computer?“
Apothekerin:Haben sie sie schon vorbeigebracht und gezeigt?“
Kundin: „Nein.“

Und woher soll ich sie sonst haben???

(Ent-) Haariges

Ein älterer Mann -er scheint etwas verängstigt -kommt in die Drogerie: „Haben sie Mittel zum Haare entfernen?“
Drogistin: „Für wo brauchen sie das Mittel denn?“
Mann: „Ja, wissen sie, ich habe nächstens eine Operation wegen meinem Leistenbruch – und da hat man mir gesagt, ich muss die Haare ‚da unten’ entfernen.*“
Drogistin: „Ah, ja.“
Mann: „Jedenfalls bin ich vorher bei einer Kosmetikerin gewesen – und die hat mir einen Termin gegeben um die Haare zu entfernen.“

„Und dann hat sie mir noch gesagt, ich solle vielleicht vor der Behandlung ein Schmerzmittel nehmen. – Wissen sie, die wollen die Haare ausreissen!
Drogistin: „Eine Behandlung mit Wachs also?“
Mann: „Ja, genau!. Und da habe ich Angst bekommen …. gibt es da nicht etwas, das nicht so wehtut?“
Drogistin: „Ja, klar, sie können rasieren oder die Veet Enthaarungscremen benutzen.“
Mann: „Ah, Gottseidank!“

*Ja, ich weiss, normalerweise macht man das direkt im Spital- oder? Vielleicht hat man ihm auch die Wahl gelassen, das selbst vorher zu erledigen?

Umzuschütteln

Manche Sirupe / Suspensionen muss man schütteln, bevor man sie abmisst und einnimmt.

Dann steht drauf: „Umzuschütteln“

Telefon einer Frau in die Apotheke: „Ich habe vergessen den Sirup vorher zu schütteln. Ist es auch ok, wenn ich jetzt ein wenig auf und abspringe?“

… Nein, jetzt ist es zu spät. Aber wenn sie mir versprechen, von jetzt an den Sirup vorher zu schütteln, vergessen wir das jetzt.

P.S: irgendwie tönt das schon seltsam: „Um-zu-schütte-ln“ – ist das eigentlich korrekt? So steht es jedenfalls auch den offiziellen Etiketten drauf.

Komödienreife Blutzuckermessgerät-Beratung

Der Kunde türkischer Herkunft hat in einer Konkurrenzapotheke (einer Kette noch dazu! Grrrr!) sich ein gratis Blutzucker-messgerät geben lassen. Was sie allerdings versäumt haben ist, ihn dort auch zu instruieren – dafür kommt er jetzt zu uns. Na Danke.
Wenigstens ist er sich der Tatsache schon bewusst, dass das auch eine Dienstleistung ist und er versichert, die Teststreifen dafür bei uns zu holen … wir werden sehen.

Ich kenne das Gerät noch nicht – wir selbst haben andere, die wir gratis austauschen – es ist das Accu Chek Mobile. Ich lese mich rasch durch die Packungsbeilage und erkläre es ihm. Etwas erschwert wird das Ganze wegen Sprachdifferenzen – Türkisch kann ich nicht, sein Deutsch ist … rudimentär, aber mit Händen und Füssen bringe ich es ihm schliesslich bei.
Nettes Gerät, es funktioniert mit einem durchlaufenden Teststreifen, braucht auch wenig Blut zur Messung… Memoryfunktion, man kann sogar die Sprache umstellen auf Türkisch.

Der Kunde will, dass ich das mache – ich warne ihn aber, einfach, weil ICH es dann nicht mehr lesen kann.
Umgestellt, Kunde zufrieden, Kunde geht ….

… und kommt eine Stunde später wieder zurück.
Kunde: „Das Gerät nicht richtig messe‘ “.

Nach kurzer Diskussion stellen wir fest, dass das Problem darin liegt, dass es in mg/dl misst – statt wie er gewohnt ist in mmol/l.
Kunde: „Kann man umstellen?“
Das Problem: die Packungsbeilage hat er zuhause gelassen … und das Gerät zeigt jetzt türkisch an.
Pharmama – fängt an am Gerät herumzudrücken: „Hmmm, -was heisst ‚Sprache‘ auf Türkisch?“
Kunde: „Türkije“
Pharmama: „Nein, nicht was Türkisch heisst, sondern: Sprache!“
Kunde: „Türkije!“
…. das wiederholen wir ein paar Mal …
Damit kommen wir nicht weiter.

Ich sage ihm, dass ich da erst bei der Firma anfragen muss, wegen dem Umstellen, er soll später wieder kommen.
Dank Internet Babelfish finde ich dann heraus dass Sprache auf Türkisch „dil“ heisst … und finde das nach einigem Herumdrücken sogar auf dem Gerät, sodass ich es wieder zurücksetzen kann.
Nur … auf mmol/l umstellen lässt es sich nicht. Laut Firma gibt es von dem Gerät zwei Varianten – und weil wir das „falsche“ haben schickt uns die Firma einen Ersatz. Gratis.
Jau!

hier gibt’s noch mehr „nicht funktionierende“ Geräte …

Der Arzt hat etwas anderes aufgeschrieben!

Die Kundin bringt die Packung Antibiotika zurück, die sie am vorigen Tag auf Rezept bekommen hat.
Sie reklamiert: „Das ist nicht das, was der Arzt aufgeschrieben hat!“

Das ist richtig und nicht richtig. Was sie bekommen hat ist das Antibiotikum Aziclav. Vom Arzt aufgeschrieben wurde Augmentin. Augmentin ist das Originalmedikament, Aziclav das Generikum. Wir haben nur noch das Generikum an Lager, weil es einiges günstiger ist und wirklich das gleiche. Wir fragen im Normalfall trotzdem beim Patienten nach, ob das Ersetzen ok ist – und für die Kundin war es das. Gestern.

Jedenfalls will sie jetzt unbedingt „Das was der Arzt aufgeschrieben hat – er hat gesagt, sie dürfen das nicht einfach austauschen! Ich vertrage Generika nicht.“
Die Diskussion ist fruchtlos – wir bestellen also ihr Augmentin …und wir rufen dem Arzt an.
Denn: Wenn er wirklich will, dass wir auf gar keinen Fall ein Medikament durch sein Generikum ersetzen, muss er das auf dem Rezept vermerken. Mit „sic“, oder, wenn es einen medizinischen Grund hat – und die Kasse das gleich übernehmen soll wie das Generikum mit aus medizinischen Gründen nicht substituieren.“

Ich darf zitieren aus dem Substitutionsrecht nach Art. 52a KVG

„Apotheker oder Apothekerinnen können Originalpräparate der Spezialitätenliste durch die billigeren Generika dieser Liste ersetzen, wenn nicht der Arzt oder die Ärztin beziehungsweise der Chiropraktor oder die Chiropraktorin ausdrücklich die Abgabe des Originalpräparates verlangt. Im Falle einer Substitution informieren sie die verschreibende Person über das abgegebene Präparat.“

Der Arzt nimmt das eher grummelnd zur Kenntnis.

Speziell lustig: Das Aziclav ist ein CoMarketing Präparat von Augmentin. Also: es ist derselbe Wirkstoff, sind dieselben Tabletten, in derselben Firma hergestellt, aber unterschiedlich verpackt. Und ja: in dem Fall verrechne ich die angebrauchte Packung Aziclav der Kundin.