Kundin in der Apotheke:
„Aber Sie müssen mir einen Vorbezug für die Stilnox machen – ich bin nämlich abhängig davon!“
Kundin in der Apotheke:
„Aber Sie müssen mir einen Vorbezug für die Stilnox machen – ich bin nämlich abhängig davon!“
Für die Kundin ist auf der Seite etwas bestellt auf Rezept. Auf dem Bestellzettel steht:
„Im PC eingegeben, noch zu bezahlen.“
Ich sage ihr also, wieviel es kostet, da meint sie: „Aber das geht über die Krankenkasse.“
Im Computer ist sie bisher als Selbstzahler erfasst, das heisst, sie zahlt in der Apotheke und schickt die Rezepte selbst der Krankenkasse ein. Darum sage ich ihr das und auch: „ich bräuchte, wenn ich das über die Krankenkasse abrechnen soll, einen Krankenkassen-Ausweis von ihnen.“
Den knübelt sie dann unter leichtem Protest „Warum hat die Ärztin das nicht aufgeschrieben?“ aus ihrem Portemonnaie.
Es ist ein alter Ausweis, den ich erst noch von Hand via Internet am Computer validieren muss (nix mit Magnetstreifen) aber nach ein paar Minuten ist auch das geschafft.
Ich gebe die Info in ihrem Dossier ein, ändere was nötig ist, dass wir es über die Kasse abrechnen können und gebe ihr die Medikamente in einer Tasche.
Da streckt sie mir ein neues Rezept hin. Ein Dauerrezept.
Ich suche die Medikamente heraus, gebe alles im Computer ein, erkläre ihr die Anwendung, will ihr die Medikamente in die Tasche geben, da sagt sie: „Das zahle ich aber selbst“
Pharmama: „Aber wir könnten es auch wie das andere selbst via Krankenkasse abrechnen.“
Kundin: „Aber das ist ein Dauerrezept …“
Pharmama: „Ja, das geht trotzdem, wenn sie wieder etwas wollen, müssen sie nur den Namen sagen und ich habe alle Info im Computer.“
Kundin: „Aber dann habe ich nichts in der Hand. Nein, ich bezahle es jetzt.“
Auch eine Kopie vom Rezept will sie nicht.
Na gut, dann gehe ich halt nochmals an den Computer, verschiebe das Rezept in einen anderen Schein – ändere diesen auf Barverkauf, Stempel auf das Rezept, Etiketten wieder ab vom Rezept, Preise drauf, einkassieren, Kassabon ans Rezept heften, Medikamente und Rezept mitgeben.
Ehrlich: es geht einfacher.
(Sorry, wenn ich euch gelangweilt habe damit, das ist nur so eine harzende Kleinigkeit aus dem Tagesablauf).
Man hört ja gelegentlich noch davon, dennoch bin ich immer etwas überrascht. dass Leute das tatsächlich auch selbst machen.
Da war dieser Mann, der in die Apotheke kam um etwas gegen Verstopfung zu holen. Dann holt er aus und erzählt, dass er so verstopft gewesen ist, dass er „es“ mit einem Löffel herausholen musste …
Nachdem man ihn ausführlich beraten hat und erst ein Klistier und dann regelmässige Gabe eines osmotischen Mittels empfohlen hat, geht er wieder.
Es scheint funktioniert zu haben, denn als nächstes kommt er mit seinen Rezepten zu uns.
Auf einem davon: MST Continuus.
Hmmhmmm … starke Opiate verursachen klassischerweise als Nebenwirkung Verstopfung. Kein Wunder hat er so Probleme. Erstaunlich nur, dass bis jetzt noch niemand darauf gekommen ist.
Kundin: „Einmal Globuli von Allium sepia D6“
– das wäre dann eine Fusion einer Zwiebel mit einem Tintenfisch …. ich frage mich, wie die wohl aussieht :-)
… habe ich gestern darüber:
Auf die (im Moment jedem mit Rezept) gestellte Frage: „Hat bei ihrer Krankenkasse irgendetwas geändert?“
antwortet die Kundin: „Ja … die Prämien sind wieder teurer geworden!“
…
:-) Das ist schon eine Änderung, aber nicht das, was ich gemeint habe.
Kunde: „Haben sie etwas wie Perskindol auf abwaschbarer Basis?“
– eigentlich eine ganz harmlose Frage … aber wehe man fragt nach: „Wieso?“
Kunde: „Naja ,ich habe meine schmerzende Schulter damit eingerieben und als ich mich später befriedigt habe (nicht ganz seine Wortwahl) … na ja, es war halt noch etwas an den Händen dran ….“
Ah, ja.
Kleiner Tipp: Gleich nach dem eincremen die Hände mit Seife waschen, dann hat man später keine Probleme, wenn man in die Augen fasst (z.B. um die Kontaktlinsen einzubringen) oder an andere empfindliche Stellen :-)
Wechseln auf ein Gel würde ich nicht unbedingt – rein von der Galenik gehen Salben tiefer in die Haut rein als Gels und helfen so den Wirkstoff hineinzubringen.
