Apotheken in aller Welt 5: Dublin, Irland

Sandro W. aus S. in der Schweiz :-) schickt mir von seinem Kurzaufenthalt in Dublin gleich 3 Fotos von Apotheken und schreibt dazu:

Hallo Pharmama,
hier drei Apotheken aus Dublin: die erste (Boots – ok, ist halt ne Kette) mitten in der Grafton Street, der Fussgängerzone Dublins, die anderen beide an der gleichen Strassenkreuzung etwas südlich vom Zentrum … Frag mich bitte nicht nach dem Baustil der Gebäude … Hab nur kurz durch Schaufenster reingeschaut, drinnen sahs wirklich so aus wie bei uns.

… und wenn Du jetzt noch ein paar schöne Bilder aus Australien mitbringst, fände ich das super!

Apotheken in aller Welt 4: Ägypten

Die anonym bleiben wollende Leserin*  outet sich als Apothekenfotografin und schickt gleich 2 Fotos, die sie in den Ferien in Ägypten von Apotheken gemacht hat. – Für die Touristen wurde das untere Schaufenster sogar auf deutsch angeschrieben – allerdings mit Schreibfehler :-)

*Ja, man darf mir die Bilder auch schicken und sagen, ich soll sie „von anonym“ veröffentlichen. Das geht natürlich auch. Eure Daten sind bei mir sicher – vertraut der Apothekerin!

Apotheken in aller Welt 3: Ukraine

Und hier mal ein paar Apotheken-Innenansichten: Einsenderin Daniela aus Thüringen schreibt dazu:

das obige Bild stammt aus der Ukraine, eine eher historisch gestaltete Apotheke, die Arzneimittel liegen in den Schaukästen auf Hüfthöhe.
das untere Bild ist ebenfalls aus der Ukraine, ein Schaukasten in einer modernen Apotheke – deutlich zu erkennen: Viagra und Levitra.

– Da fragen sich jetzt natürlich einige: bekommt man das jetzt dort ohne Rezept, dass das so ausgestellt ist? Und: warum ist das nicht in Kyrillisch, wie der Rest der Medikamente?

Apotheken in aller Welt -1

Gestern erreichte mich schon das erste Bild einer Apotheke – ganz herzlichen Dank an Daniela aus Thüringen!

Die Apotheke befindet sich in einem kleinen Dorf in Mexiko – wo man die Hauswände offensichtlich als bunte Werbeflächen verwendet. Erstaunlich: die „Farmacia“ liegt auf der anderen Seite der Welt, aber Listerine, Colgate und Labello erkennt man sofort.

Für was man Digitalkameras auch brauchen kann …

Letzthin bin ich gerade am Bedienen, bekomme aber noch mit, dass ein Kunde bei der Kollegin nach der Apothekerin fragt. Die Drogistin zeigt auf mich und bittet ihn, einen Moment zu warten, bis ich frei bin.

Als ich soweit bin, wende ich mich ihm zu. Er zieht eine Digitalkamera aus der Tasche, tippt einen Moment darauf herum (wobei ich mich frage, was das soll?, will er ein Foto von mir machen?) und hält sie mir schliesslich unter die Nase. Rückseite nach oben.

Auf dem Bildschirm ist ein Bild von … Oh.

„Das sind die Pickel, die ich auf meinem Penis habe, können Sie mir etwas dafür empfehlen?“.

Das Wort Penis ist kaum heraus, da sind schon alle Drogistinnen und Pharmaassistentinnen verschwunden, puff und in Luft aufgelöst.

Ich schaue mir den Herrn einen Moment genauer an: ist das einer, der sich daran aufgeilt, anderen seine Hosenschlange zu zeigen? Er sieht eigentlich nicht danach aus, Anzug und bestimmtes, ruhiges auftreten und der Fokus des Bildes ist auf den Bibeli, nicht seinem „besten Stück“.

Ich beschliesse ihn und sein Anliegen ernst zu nehmen.

Offenbar handelt es sich um ein immer wieder auftretendes Problem. Er denkt es käme vom rasieren (…anscheinend machen auch Männer das immer häufiger). Am Ende schicke ich ihn zum Hautarzt (ich gebe ihm Adresse und Telefonnummer eines guten Arztes in der Nähe), weil ich nicht mit Sicherheit sagen kann, dass es nicht doch irgendeine Infektion ist.

Nachdem er gegangen ist, tauchen meine Kolleginnen wieder auf und drücken ihre Bewunderung für mein professionelles Verhalten aus: „Du bist nicht mal rot geworden!“. Tatsächlich. Ich glaube ich war einfach ZU überrascht.

Hmpf. Eigentlich finde ich es gut, dass man bei nicht gerade gravierenden Sachen erst in die Apotheke geht, um abzuklären, ob es einen Arzt braucht, aber bei so etwas, bei Problemen, die die Geschlechtsteile betreffen … ich denke, ich würde gleich zum Arzt gehen.

Im übrigen: Geschlechtskrankheiten sind wieder stark auf dem Vormarsch und ich meinen nicht nur HIV/AIDS, da gibt es noch Sachen wie Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper), Syphilis die man lange fast ausgestorben glaubte, die jetzt aber immer mehr auftreten.

Und wer denkt, das sei ein Einzelfall: am Tag zuvor kam eine Frau zu meiner Kollegin mit einem Foto von dem dicken Furunkel auf ihrem Hintern.