Bitte nie mit dem Arzt drohen!

Ein wichtiger Aufruf an alle Eltern: Bitte, bitte droht eurem Kind nicht mit dem Arzt.

Z.Bsp letzthin in der Apotheke mitbekommen  „Wenn Du jetzt nicht folgst, bekommst Du eine Spritze beim Arzt!“

Ja, das mag kurzfristig funktionieren, aber:

– wenn das Kind dann mal zum Arzt muss, weil es krank ist, hilft es überhaupt nicht, weil der Arzt dann ein Kind vor sich hat, das ausser krank noch ängstlich ist, eventuell schreit und beruhigt werden muss.

Der Arzt muss manchmal unangenehme Sachen machen (ja, auch Spritzen)– Angst verstärkt den Schmerz. Auf der anderen Seite hilft Vertrauen in den Arzt der Behandlung und Heilung sehr.

Mein Junior geht tatsächlich gerne zum Arzt – zum Glück müssen wir das nicht oft – und es hilft schon sehr, weil er dann auch  den Mund aufmacht oder problemlos ruhig hält – na ja, relativ ruhig. Im Moment redet er den Leuten ein Ohr ab.

Unterschiedliche Erziehungsmethoden

Ein Thema passend zum Muttertag :-)

Vorausschickend: Ich bin der Meinung, dass es nicht „die“ perfekte Erziehung geben kann – jedes Kind ist anders und darauf sollte eingegangen werden. Was richtig ist für meinen Junior muss nicht richtig sein für jemanden anders – und umgekehrt.

Und jetzt, nachdem das geklärt ist, werde ich in den nächsten Sätzen genau das Gegenteil behaupten …

Junior und ich sind im Mukiturnen. (Mutter-Kind-Turnen). Einmal pro Woche etwas über 1 Stunde mit etwa 12 anderen Kindern und deren Mütter – gelegentlich auch Väter.

Interessant finde ich es zuzusehen, wie andere das so machen, z.B.das Umziehen vorher – wir müssen Turnschuhe anziehen, die nicht draussen gebraucht werden. Und da gibt es alles. Während das bei mir und Junior meist so läuft:

Pharmama: „Junior: zieh die Schuhe aus, wir müssen die Turnschuhe anziehen!“
… Junior müht sich, schlüpft aus den Schuhen, wirft sie (irgendwo) unter die Bank.
Pharmama: „Und jetzt die Turnschuhe.“ (reiche sie ihm)
Junior schlüpft hinein – müht sich mit dem Verschluss: „Kannst Du mir da helfen?“
Ja, kann ich, mache ich auch, wenn es gar nicht will.

Anderes Kind: herziges, kleines Mädchen, etwas jünger wie Junior: Sie zieht die rosa Schühchen sehr sorgfältig ab. Stellt sie zusammen neben sich auf den Boden. Mama reicht ihr das Paar (ebenfalls rosa) Gymnastikschlappen – das Mädchen zieht sie an. Das dauert etwas, weil das wirklich nicht ganz einfach ist. Mama sitzt inzwischen daneben und wartet geduldig – und zuversichtlich, bis die Aufgabe geschafft ist. Bewundernswert.

Noch ein Kind: Junge, gleiches Alter wie Junior. Junge kommt mit Mama rein, setzt sich. Junior – wie immer Kontaktfreudig versucht mit ihm zu reden, worauf seine Mama eingreift: „So früh musst du nicht mit ihm reden, das verträgt er noch nicht so, weißt du?“ (Es ist fast 10 Uhr!).
Junge streckt Mama die Füsse hin, die nimmt ihm die Schuhe ab und zieht ihm die neuen an. Sie zieht im die Jacke ab etc. Er … lässt das alles geschehen. Klar, die Methode ist die schnellste, aber … Hmmmnnnja.

Aber die meisten sind ganz wunderbare Mütter und ich rede gerne ein bisschen mit ihnen, bevor es losgeht. Derweil rennen ein Teil der Kinder schon in der Turnhalle herum. Mit dabei Junior, 2 andere Jungs und der oben erwähnte. Sie spielen fangen, dabei fällt einem ein, wie lustig es ist, wenn man auf den, der grad umgefallen ist, draufliegt. Wir Mütter schauen zu, aber eingreifen muss man da nicht – sie finden’s lustig. Bis … ja, bis der Junge vom obigen Beispiel hinliegt und Junior und noch einer obendrauf. Nach 3 Sekunden fängt auch schon das Geheul an, worauf Junior und der andere schleunigst runterrollen … und Mama angelaufen kommt. Die nächsten 10 Minuten war sie dann damit beschäftigt, ihn zu trösten und mir böse Blicke zuzuwerfen. Jaja, böser Junior, noch bösere Pharmama.  Mal ganz abgesehen, dass ich der Vollzeitmama, die sie ist (mit tollem Haus und Garten) als Teilzeitmama (sozusagen) schon von Anfang an suspekt war.

Nein, ich bin nicht neidisch. Tasächlich bin ich froh, dass Junior mein Sohn ist.

Der ist viel robuster.

Nur kurz ….

… weil ihr ja sowieso alle da draussen seid und Ostern feiert (hoffentlich).

Es rumpelt im Raum nebenan.

Ich (rufe): „Junior, was machst Du?“

Junior (ruft zurück): „Es ist nichts passiert!

ich glaube ich geh‘ besser nachschauen.

Neues vom Junior

Letztes Wochenende hat Junior uns wieder einmal gezeigt, dass das Tagi immer wieder für eine Überraschung gut ist. Am Samstag war er bei meinen Eltern, weil sowohl ich als auch mein Kuschelbär arbeiten mussten. Mittags bekam ich dann den Telefonanruf, den man fürchtet: Junior ist krank und kotzt seit einer Stunde immer wieder. Mein Verdacht ist gleich: Norovirus. Ich muss meinem Kuschelbär unbedingt sagen, er soll auf das Schildchen am Eingang vom Tagi schauen, wenn er ihn jeweils abholt – da steht nämlich drauf, was im Moment aktuell dort herumgeht.

Unangenehm finde ich, dass es für Kinder keine frei verkäuflichen Medikamente gegen die Übelkeit mehr gibt – das Itinerol haben sie letzhin rezeptpflichtig gemacht. Gut, für mich ist das kein Problem – ich kann das trotzdem mitnehmen in der Apotheke … aber was machen andere Eltern in der Situation? Man kann nicht immer zum Kinderarzt und mit einem akut kotzenden Kind ins Spital zu fahren ist auch keine wirklich gute Lösung. Jedenfalls – nach Zäpfchen-Gabe ging es dann graduell besser und zumindest das Flüssige blieb drin.

Sonntag war dann soweit wieder gut, dass wir auch mit ihm nach draussen konnten.

Kuschelbär hat das dann ausgenutzt und ihn das erste Mal auf ein richtiges Velo (das ist „Fahrrad“ für die Deutschen Leser) gesetzt. Vorher war er nur mit Laufrad und Windschattenvelo unterwegs.

Und man mag es kaum glauben: er fuhr! Einfach so, ohne geübt zu haben: Junior ist jetzt etwas über 4 Jahre alt. Er ist ein unglaubliches Bewegungstalent. Ich bin stolzer als ich es sagen kann. :-D

Ostereierfärben mit Junior

Das braucht man dazu:

Eier – weiss oder braun

Ostereierfarben – ich habe Kaltfarben gewählt, dann gibt es sicher keine Probleme wenn Junior mitfärbt. Man kann das aber mit allen Eierfarben machen – auch mit natürlichen Farben. Dann nimmt man einfach ungekochte Eier

Essig (um die Eier zu entfetten und für die Farbe),

eine Menge Blümchen und Blättchen aus dem Garten – immerhin ist Frühling, da lässt sich doch einiges finden.

alte Strümpfe und Schnur, Schere und Löffel

Die Eier werden hartgekocht und etwas abkühlen gelassen. Die Blumen und Blätter fixiert man mit den Strümpfen auf den Eiern – je mehr, desto besser.

Dann kommen die bestrumpften Eier ins Färbebad, wo sie 6-10 Minuten bleiben. Herausnehmen (dafür sind die Löffel da, wenn man nicht gerade sehr bunte Finger will) und trocknen lassen, bevor man die Strümpfe entfernt.

Wer es glänzend will, kann die Eier noch mit etwas Öl einreiben.

Und fertig sind unsere Eier für Ostern! Mit weissen Eiern wird das schöner – man kann aber auch braune nehmen – das blaue in der Mitte recht ist ein braunes.Junior hat super mitgeholfen – wir sind stolz auf das Ergebnis.

Grummel.

Ja, Grummel.

Gerade entdeckt, dass auf meinem Februar Kontoauszug die Prämie der Krankenkasse via Lastschriftverfahren abgebucht wurde. Ja, von der Krankenkasse, von der ich weggewechselt habe!

Entsetzt auf den Januarauszug geschaut, den ich (wegen Ferien) nicht so genau angeschaut habe – und ja, auch dort wurde der Betrag automatisch abgebucht.

Ich würde mich ja nicht so ärgern, wenn ich nicht Anfang Januar bei der Bank angefragt hätte, ob ich das LSV für die Kasse sperren lassen muss – „Nein, das passiert automatisch, das macht die Krankenkasse.“

Ja, Pustekuchen!

Also rasch auf die Bank, reklamieren – worauf die Bank den Betrag im Februar selbst zurückholt, dann an die Krankenkasse angerufen … die murmelte etwas von „Sie müssten das Einspruchsverfahren der Bank abwarten“ … die Januarprämie darf ich also in 1-2 Monaten zurückerwarten.

Na hoffentlich.

Und jetzt alle, die die Kasse gewechselt haben und das noch nicht gemacht haben: Schaut eure Kontoauszüge gut an, wenn ihr die Prämien via Lastschrift bezahlt habt.